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    Weil Männer immer so willkürlich, unüberlegt und ... schmutzig schreiben? ;-D


    Shojo

    Jepp :-p


    Da ist jeder Satz und jedes Wort viel zu sehr darauf bedacht keine Spuren zu hinterlassen (was sie aber indirekt doch tut). So gezwungen. Alias ist eine Frau. :)D

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    AliasX wird es vermutlich nicht aufklären – welchen Geschlechts auch immer, das Anonymitätsbedürfnis ist ausgeprägt, wie es aussieht.

    Richtig, das werde ich auch nicht tun.


    Meinen Wunsch nach Anonymität setze ich da doch etwas höher an als die Befriedigung eurer Neugierde.


    Wobei ich zwar verstehen kann, daß es euch interessiert, aber sorry, nein.


    Sonst würde ich ja Sinn und Zweck der Aliasfunktion immer mehr verwässern.


    Letztlich spielt mein Geschlecht bei dieser Diskussion auch gar keine Rolle.


    Gut, daß meine Sicht der Dinge auf einige hier etwas befremdlich wirkt, habe ich mittlerweile schon bemerkt.


    Etwas fehl am Platz, um nicht zu sagen unverschämt, finde ich jedoch, daß manche einem gleich ein "krankhaftes Verhalten" oder "Stalkerpersönlichkeit" andichten.


    Also das geht für mich schon eindeutig zu weit.

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    Wenn du im Büro so auftrittst wie hier, könnte das vor 5 Jahren auch einen anderen Grund gehabt haben:


    Man hatte Bedenken, ob das bei dir eine gute Idee ist oder ob du einem die Karte mit dem gesammelten Geld blaffend um die Ohren haust

    Also bitte, jetzt wird es wirklich etwas absurd hier.


    Die Unterstellungen werden ja immer abenteuerlicher.


    Ich war damals noch relativ neu in der Firma und auch noch relativ jung.


    Da habe ich mich meinen Kollegen gegenüber ganz sicher korrekt verhalten und tue es auch heute noch.


    Wir pflegen alle ein gutes Verhältnis zueinander und sicher empfindet man nicht für alle die gleiche Sympathie, aber es herrscht ein respektvoller Umgang miteinander vor.


    Aber gerade weil ich noch neu war, weil ich noch jung war und weil der Verlust meines Vaters für mich sehr hart war, wäre eine besondere Anteilnahme in Form einer Karte (nur eine Karte, Geld hätte gar nicht sein müssen) schon auch nicht ganz verkehrt gewesen.


    So hätten die Kollegen in besonderer Art und Weise zum Ausdruck bringen können:


    "Hey, Kopf hoch, bei uns bist du gut aufgehoben und wir lassen dich nicht im Stich."


    Würde ich persönlich schöner und fast noch wichtiger finden als bei Kollegen, die schon sehr lange dabei und dementsprechend etabliert sind.


    Die haben schon ihren festen Platz im Team und wissen, auf wen sie bauen können.


    Während man das, wenn man neu ist, noch nicht so genau weiß.


    Naja, ist halt einfach so ein Gedanke von mir.


    Aber ok, wir werden sehen, wie es weitergeht.


    So viel Taktgefühl habe ich jedenfalls schon, daß ich diese Angelegenheit bereinigen kann, auch ohne groß anzuecken.


    Ich kenne meine Kollegen ja besser als ihr und ich weiß auch, an wen ich mich da vertrauensvoll wenden kann, wenn mir danach ist, dieses Thema anzusprechen.

    Dann ist ja gut. Absurd finde ich es nicht. Hätt ja sein können. Woher soll ich wissen, wie du dich auf der Arbeit verhältst? Insofern war es auch keine Unterstellung, sondern eine seichte Vermutung, erkennbar am "WENN".

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    Ich kenne meine Kollegen ja besser als ihr und ich weiß auch, an wen ich mich da vertrauensvoll wenden kann, wenn mir danach ist, dieses Thema anzusprechen.

    Wozu hast den dann den Faden eröffnet, wenn du es eh als einzige/r einschätzen kannst, einen Ansprechpartner hast und es eh nicht glaubst, wenn dir die meisten sagen, dass das anzusprechen nicht gut käme?

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    Aber gerade weil ich noch neu war, weil ich noch jung war und weil der Verlust meines Vaters für mich sehr hart war, wäre eine besondere Anteilnahme in Form einer Karte (nur eine Karte, Geld hätte gar nicht sein müssen) schon auch nicht ganz verkehrt gewesen.


    So hätten die Kollegen in besonderer Art und Weise zum Ausdruck bringen können:


    "Hey, Kopf hoch, bei uns bist du gut aufgehoben und wir lassen dich nicht im Stich."

    Jemandem, der noch nicht lange im Team ist, den ich noch nicht gut kenne, könnte ich niemals aufrichtig signalisieren, dass er außerhalb beruflicher Belange auf mich bauen kann oder ich für ihn da bin. Das wäre für mich Heuchelei.

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    Wozu hast den dann den Faden eröffnet, wenn du es eh als einzige/r einschätzen kannst, einen Ansprechpartner hast und es eh nicht glaubst, wenn dir die meisten sagen, dass das anzusprechen nicht gut käme?

    Weil ich einfach mal frei von der Leber weg alles ansprechen wollte, was mich bewegt.


    Weil ich mich so aussprechen wollte, wie ich mich es in der Arbeit vielleicht doch nicht so getraut hätte und sehen wollte, wie meine Gedanken zu dieser Sache auf andere wirken.


    Das war für mich auch eine wichtige Erkenntnis.


    Ich glaube nicht, daß alle, die hier nach Rat suchen, sonst im realen Leben niemanden zum reden haben.


    Aber es ist halt einfach doch etwas anderes, mal von vielen verschiedenen Leuten eine Meinung zu bekommen, die einen außerdem auch gar nicht richtig kennen.

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    Jemandem, der noch nicht lange im Team ist, den ich noch nicht gut kenne, könnte ich niemals aufrichtig signalisieren, dass er außerhalb beruflicher Belange auf mich bauen kann oder ich für ihn da bin. Das wäre für mich Heuchelei.

    Ganz so war es auch nicht gemeint.


    Man kann generell von Arbeitskollegen nicht erwarten, daß man von ihnen auch privat jegliche Hilfe bekommt, die man braucht.


    Aus Kollegen können zwar auch Freunde werden, aber dies kann man nicht automatisch voraussetzen.


    Nein, das mit dem "nicht im Stich lassen" meinte ich vielmehr so, daß sie zumindest im Rahmen der Arbeit dann in einem solchen Fall besondere Rücksicht nehmen, evtl. auch mal etwas nachsichtiger sind und einem den Rücken etwas freihalten.


    Denn in einer Firma noch relativ neu zu sein, dazu auch noch etwas jünger und dann auch noch einen schweren Todesfall verkraften zu müssen, das kann einen schon etwas aus der Bahn werfen.


    Da ist es dann gut, wenn man Kollegen hat, die einen zumindest in beruflicher Hinsicht etwas unterstützen und einen das auch spüren lassen.

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    Aber es ist halt einfach doch etwas anderes, mal von vielen verschiedenen Leuten eine Meinung zu bekommen, die einen außerdem auch gar nicht richtig kennen.

    Das ist auch wesentlich ungefilterter. Bei Kollegen ist ja dann doch nicht unwahrscheinlich, dass sie erst mal irritiert-höflich reagieren und sich die Gemüter dann später erhitzen, ohne dass man es ganz direkt mitbekommt, während man hier immer recht deutlich eins auf die Nase gezongt bekommt. Finden viele voll doof, ist es manchmal auch, aber ich empfinde es auch – wenn man es selbst ein bisschen filtert und nicht persönlich nimmt, sondern einfach als breit gefächertes Meinungsbild – als sehr erhellend.

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    (nur eine Karte, Geld hätte gar nicht sein müssen)

    Mich würde eine Geldspende in deinem Fall eher irritieren... was soll denn die Aussage von nicht zweckgebundenem Geld sein? "Dein Vater ist gestorben, dir geht es bestimmt nicht so gut. Da, kauf dir was Schönes."? ":/

    Weiter vorne schriebst du selbst, du habest damals keineswegs den Eindruck gehabt, der Tod deines Vaters sei von den Kollegen übergangen oder als Nebensächlichkeit abgetan worden. Demnach gehe ich davon aus, dass dir persönlich kondoliert wurde? Also wurdest du doch in deiner Trauer wahrgenommen, obwohl du, wie du immer betonst, relativ neu warst. Das wäre mir viel wichtiger, da persönlicher, als eine Karte, die von jedem im Vorbeigehen unterschrieben wird. Sich da jetzt rückblickend und nur, weil es jetzt anders gehandhabt wird, zurückgesetzt fühlen zu wollen, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Und dass es wirklich jedem in diesem Faden so geht, ist schon bemerkenswert. Vielleicht denkst du doch noch einmal in Ruhe über die Sache nach.

    Ich bin mir nach wie vor sicher, dass wir es hier mit einem Mann zu tun haben (und nein, ich will es weder wissen, noch ist das eine Frage; ich kann den Sinn der Aliasfunktion durchaus anerkennen). Meine Frage, warum alle von einer Frau ausgehen, war eher an die Mitschreibenden gedacht.


    Dieses Pochen auf vermeintlich vorhandene Rechte und Einfordern von daraus abgeleiteter "Gerechtigkeit" erinnert mich nur leider zu sehr an die Argumentationen verschiedener männlicher User hier, wenn es um das pauschale Einfordern von entgegenkommenden Verhaltensweisen durch das weibliche Geschlecht geht.

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    Doch ich finde, dass es einen Unterschied gibt. Mit dem Partner lebt man zusammen und mit Kindern hat man sowieso eine spezielle Bindung. Wobei das bei jüngeren Kindern noch mal viel tragischer ist. Wenn da jemand verstirbt ist das schon etwas anderes als wenn die Eltern sterben, auch wenn es emotional ebenso schlimm sein kann.

    wobei der Tod des Vaters auch " normal" ist denn ältere gehen nun mal vor uns ( in der Regel) der Partner hingegen nicht solange wir jung sind. Vielleicht hat man da ein Unterschied gemacht?! (Versuche nur Erklärungen zu finden)

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    sondern einfach als breit gefächertes Meinungsbild – als sehr erhellend.

    deswegen erfreut sich dieses forum ja auch an so vielen usern hier :)^


    klar wird man hier auch mal überkritisch behandelt oder mal runtergemacht...aber es gibt so viele fäden wo so unglaublich empatische, psychologisch fundierte leute schreiben – toll :)=

    @ TE

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    Einerseits möchte ich mich zwar nicht ausgrenzen, aber andererseits überlege ich mir schon, ob ich mich daran jetzt beteiligen soll oder nicht.

    Wenn Du es nicht möchtest, dann musst Du es auch nicht. So einfach ist das.


    Kondolieren sollte von Herzen und vor allem freiwillig kommen und irgendwelche Karten und/oder Geld ebenso. Wenn Du es nur tust, um nicht ausgegrenzt zu werden, obwohl es Dir innerlich widerstrebt, dann ist das einfach nur unehrlich.

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    Aber wenn es mit Karte und einer Sammelaktion gemacht wird, dann hätte ich mir das damals bei mir auch erwartet.

    Wenn ich den Verlust eines mir lieben Verwandten betrauere ist das letzte, woran ich denken würde, irgendeine (wie ich finde überzogene) Erwartung an andere.


    Wie Du selbst geschrieben hast:

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    Denn jede Trauer ist individuell und als Außenstehender hat man sich nicht anzumaßen, hierüber zu urteilen bzw. die Schwere der Trauer pauschal in irgendwelche Kategorien einzuteilen.

    Aber genau das tust Du, indem Du Forderungen stellst, die so einfach nicht stellbar sind. Du unterstellst den anderen ebenso, dass sie werten würden. Das tun sie doch gar nicht. Es waren eben zu der Zeit anders Brauch.


    Wenn von den Kollegen etwas kommt, dann ist das erfreulich und sollte auch wertgeschätzt werden. Wenn nichts kommt (und so war es ja nicht, es wurde ja seinerzeit kondoliert), dann gibt es nicht den geringsten Anspruch darauf.


    Mir persönlich wäre es total egal, ob Menschen, die den Verstorbenen nicht mal gekannt haben, so oder so oder gar nicht kondolieren. Mit meiner Trauer und deren Bewältigung wäre ich sowieso allein und würde es auch sein wollen.


    Würde ein Kollege nach so langer Zeit nun mit diesem Thema in der Art und Weise kommen, wie Du es hier schilderst, wäre ich mehr als irritiert. Momentan geht es nicht um Deine Trauer, es geht um eine Kollegin, welche ganz aktuell einen ihr lieben Menschen verloren hat. Das solltest Du respektieren können und aus Anstand Deine Befindlichkeit derzeit zurückhalten.

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    Ich bin mir nach wie vor sicher, dass wir es hier mit einem Mann zu tun haben (und nein, ich will es weder wissen, noch ist das eine Frage; ich kann den Sinn der Aliasfunktion durchaus anerkennen).

    Ich auch.

    Alias 689215

    Zitat

    Bei mir in der Firma hat es sich in letzter Zeit eingebürgert, trauernden Kollegen mit einer Karte zu kondolieren und auch für sie zu sammeln.

    Ich finde eine Karte, sofern es bekannt ist, dass es einen Trauerfall gibt, selbstverständlich. Das Sammeln erschließt sich mir nicht – wofür soll gesammelt werden? Logischerweise gibt es dann eine Karte, wenn ich nicht persönlich mein Beileid ausspreche. Beides ist völlig überflüssig.

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    Aber wenn es gemacht wird, dann muß es auch konsequent bei allen gemacht werden.

    Es hängt davon ab, wie es geregelt ist. Bei uns gibt es keine firmenmäßige Regelung. Es muss sich also zumindest eine Person finden, die das Ganze initiiert, die Karte besorgt und die Runde für die Unterschriften und der Sammlung macht. Auch muss eben bekannt sein, dass es so einen Trauerfall gibt, denn nicht jeder teilt es ja mit. Ich z. B. gebe solche Dinge nicht bekannt, insofern wissen es die Kollegen nicht oder zumindest nicht zeitig genug für eine Kondolenzkarte. Andere gehen damit anders um. Ich wüsste jetzt auch nicht, dass andere Kollegen sehr nach außen gerichtet sind, wenn nahe Verwandte sterben. Da spielen also viele Kriterien mit. Und wenn jetzt wiederum jemand eine Karte herumreicht, würde ich natürlich unterschreiben. Ich wiederum würde, wie ich die Sache behandle, keine bekommen. Ich mache mein Verhalten nicht vom Verhalten anderer abhängig.

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    Und das würde ich, falls ich darauf angesprochen werde, auch gerne mal zur Sprache bringen.

    Klar, kann man das mal generell thematisieren, wenn es keine offizielle Regelung gibt. Entweder findet sich eine gemeinsame Regelung oder der Betrieb ist bereit da eine zu treffen. Umgekehrt – wie schon erwähnt – ich wäre überhaupt nicht "erfreut", wenn meine persönlichen Belangen breitgetreten würden, da ich es nicht wünsche – mein Privatleben geht den Kollegenkreis kollktiv nichts an. Jene, die ich näher kenne, sind sowieso einbezogen. Ich halte eine Karte für unverfänglich, wenn es eben jemand selbst verbreitet. Sonst würde ich mich zurückhalten, wenn ich nicht genau weiß, dass jemand es auch wünscht, Aufmerksamkeit zu bekommen. Die meisten, die ich kenne, wollen überhaupt keine persönlichen Anteilnahmsbekundungen, wenn sie eine Trauerfall haben, der sie sehr trifft. Die wollen ihre Ruhe und nicht mit jedem darüber reden müssen und gerade der Kollegenkreis als solcher wird eher als anstrengend gesehen als hilfreich. Allerdings würde ich nie auf die Idee kommen, dass ein Kollege einen Groll hegen könnte, nur weil er keine Kondolenzkarte bekommen hat. Für so eine Erwartungshaltung gibt es schlichtweg keine Basis.


    Ich sehe allerdings keinen Zusammenhang zu einem aktuellen Trauerfall. Es geht ja um das generelle Vorgehen, also haben die zwei Dinge aus meiner Sicht nicht miteinander zu tun.

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    Aber mich würde einfach mal interessieren, was ich da zur Antwort bekomme, wenn ich die Kollegen damit konfrontiere.

    Es könnte sein, dass Dir die Antwort nicht gefällt.

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    Denn ganz allgemein ist das Kondolieren per Karte ja nichts Neues.

    Ja, aber auch nur bei Leuten, zu denen ich halbwegs eine Beziehung habe.

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    Denn es ist für mich nicht einzusehen, warum bei Trauerfällen im Kollegenkreis mit zweierlei Maß gemessen werden soll.

    So lange es keine offizielle Regelung gibt, wüsste ich nicht, wie das vermieden werden sollte. Es gibt Kollegen, von denen ich gerade mal weiß, dass es sie gibt. Wenn nun jemand eine Karte vor meine Nase steckt, um zu unterschreiben, dann tue ich es, ich würde aber sonst sicher nichts tun, während es z. B. bei meinen direkten Kollegen der Fall wäre. Das ist nun einmal so.

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    Ich hätte jedenfalls ein schlechtes Gefühl dabei, einen Kollegen um eine Geldspende zu bitten und ihn auf einer Karte unterschreiben zu lassen, wenn das für ihn nicht so gemacht wurde, als er selbst einen gravierenden Trauerfall hatte.

    Nicht einmal, wenn ich in beiden Fällen die Karte selbst organisiert hätte, hätte ich ein schlechtes Gefühl, denn ich werde wohl zu beiden nicht dasselbe Verhältnis haben.

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    Wie lange es jedoch her ist, spielt für mich deshalb keine Rolle, weil das Kondolieren per Karte (also jetzt ganz allgemein betrachtet) doch schon immer üblich war.

    Ja und? Shit happens und manchmal wird etwas übersehen.

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    Würdest du dich nicht gekränkt und benachteiligt fühlen, wenn man plötzlich anderen etwas zugesteht, das man dir früher in gleicher Situation nicht zugestanden hat?

    Nicht wirklich. Es hätte ja seinen Grund. Ich brauche keine großartige Geburtstagsgratulation von Kollegen, mit denen ich mich nicht verstehe oder auch sonst nichts zu tun habe. Darauf kann ich getrost verzichten. Es gibt doch sowieso nichts zwischen uns zu sagen, wozu also.

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    Entweder immer oder gar nicht.

    Nur, wenn es ein Firmenregelung ist, ja und ich würde mich sofort melden und verzeichnen lassen, dass ich es nicht wünsche. Sonst sehe ich es auch nicht so. Das hieße ja, ich müsste mit jedem meiner Kollegen gleich oft Mittagessen gehen bzw. immer mit allen. Also sicher nicht. Das ist meine persönliche Entscheidung.

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    Wer garantiert mir bei einer persönlichen Kondolenz, daß diese wirklich aufrichtig gemeint ist?

    So viel Menschenkenntnis setze ich voraus, sowohl bei anderen als auch bei mir, dass ich das weiß und ich selbst kann darauf getrost verzichten, genauso wie ich solche Kondolenzbekundungen unterlasse. Davon hat niemand etwas, wenn nur so getan wird, als ob.

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    Das dürfte doch auch klar hervorgegangen sein.

    Aus meiner Sicht erkenne ich in Deinen Beiträgen verletzte Eitelkeit und sonst nichts.

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    Aber ich hätte diese schon trotzdem gerne von den Leuten, um die es auch geht.

    Ich stelle mir so etwas gerade bildlich vor, wenn ein Kollege so auf mich zukäme. Ich würde ihn fragen, seit wann ich ihm Rechenschaft schuldig bin und würde ihn stehen lassen. Lächerlich.

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    Und ich möchte dafür auch nicht angegangen werden oder sonstige Probleme unterstellt bekommen, denn das ist sicher nicht Sinn und Zweck der Möglichkeit, unter Alias zu schreiben.

    Ändert nichts daran, dass sich da sehr viele Probleme erkennen lassen.

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    Etwas fehl am Platz, um nicht zu sagen unverschämt, finde ich jedoch, daß manche einem gleich ein "krankhaftes Verhalten" oder "Stalkerpersönlichkeit" andichten.

    Sehe ich überhaupt nicht als unverschämt, sondern eher naheligend. Du selbst schreibst ja, dass sonst keine "Aussöhnung" möglich ist. Das heißt, Du pflegst hier seit Jahren einen Groll, von dem niemand etwas weißt. Doch, so ein Verhalten ist auch für mich kein gesundes.

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    "Hey, Kopf hoch, bei uns bist du gut aufgehoben und wir lassen dich nicht im Stich."

    Ach Du liebe Güte. Sorry, ich habe keinerlei Verantwortung für Mitkollegen und ihr Befinden.

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    Nein, das mit dem "nicht im Stich lassen" meinte ich vielmehr so, daß sie zumindest im Rahmen der Arbeit dann in einem solchen Fall besondere Rücksicht nehmen, evtl. auch mal etwas nachsichtiger sind und einem den Rücken etwas freihalten.

    Aha. Nö. Nicht aus diesem Grund und so nicht. Auch diese Erwartunghaltung ist schlichtweg unrealistisch.

    Deine Denkweise erschließt sich mir nicht.


    Dein Vater ist vor über 5 und nicht ganz 10 Jahren (ich wette es sind 8 oder 9 Jahre) gestorben, damals wurde persönlich kondoliert und niemand hat ne Karte bekommen. Zudem warst du nicht lang in der Firma dabei (vllt sogar noch in der Ausbildung?). Inzwischen wurde dies angefangen, weil irgendjemand auf die Idee kam und du jammerst ernsthaft rum, dass dieser jemand die Idee nicht früher hatte und du keine Karte bekommen hast? Und erwartest jetzt noch eine Entschuldigung von den Kollegen? Das ist so dermaßen kindisch, weltfremd, albern und egozentrisch, dass ich dir nur raten kann den Mund zu halten und die Kollegen nicht zu fragen warum, wieso, weshalb.


    Ich würds als Kollegin jedenfalls wie eine andere Userin halten, dir ne Karte kaufen und nie wieder mehr als nötig mit dir reden, weil das einfach nur gruselig ist. (Ich glaube letzteres war nicht der Ausspruch der Userin, das ist einfach nur mein Empfinden.)

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    Nein, das mit dem "nicht im Stich lassen" meinte ich vielmehr so, daß sie zumindest im Rahmen der Arbeit dann in einem solchen Fall besondere Rücksicht nehmen, evtl. auch mal etwas nachsichtiger sind und einem den Rücken etwas freihalten.

    Das können sie aber unabhängig von der Karte tun oder nicht tun. Karte+Geld überreichen heißt nicht automatisch, auch beruflich Rücksicht zu nehmen. Karte+Geld nicht zu überreichen heißt andersrum auch nicht, dass man auch beruflich keine Rücksicht nimmt.


    Beides läuft unabhängig voneinander.


    Persönliches Kondolidieren finde ich persönlich übrigens wertvoller, als wenn einer mit seinem Sammelbeutel rumrennt, alles in eine Karte stopft und das dann im Namen aller überreicht.

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