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    Inwiefern? Damals so und heute eben anders.

    Hier wurde gesagt, daß ich der Sache nicht so viel Bedeutung beimessen soll, wenn das mit der Karte nur im Kollegenkreis gemacht wird.


    Würde es aber auch von der Geschäftsleitung kommen, dann sähe die Sache wieder anders aus und dann könnte ich mich zurecht übergangen fühlen.


    Und da ich nun eben weiß, daß die Kollegin auch von der Geschäftsleitung eine Kondolenzkarte bekommen hat, gilt es für mich nun herauszufinden, ob das eben schon immer so üblich war oder erst seit Kurzem.


    Ich kann es ja nicht wissen, da es seitdem keinen vergleichbaren Fall mehr in unserer Abteilung gegeben hat.


    Aber eine andere Kollegin, die schon sehr lange dabei ist, könnte das evtl. wissen und über sie könnte ich es herausfinden.

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    und dann könnte ich mich zurecht übergangen fühlen.

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    Und da ich nun eben weiß, daß die Kollegin auch von der Geschäftsleitung eine Kondolenzkarte bekommen hat, gilt es für mich nun herauszufinden, ob das eben schon immer so üblich war oder erst seit Kurzem.

    Entschuldige, aber das klingt dermassen verschroben, dass ich an deiner Alltagsumgänglichkeit ernsthaft zweifle... ":/

    Alias 689215

    Zitat

    Und da ich nun eben weiß, daß die Kollegin auch von der Geschäftsleitung eine Kondolenzkarte bekommen hat, gilt es für mich nun herauszufinden, ob das eben schon immer so üblich war oder erst seit Kurzem.

    Und dann?

    Und was bringt dir das, wenn du weißt, ob es damals schon üblich war oder nicht?


    Nehmen wir an die Kollegin sagt, es war damals schon üblich aber nur beim Tod des Partners. Gehst du dann zur Geschäftsleitung und sagst: "Was soll das? Mein Trauerfall war genauso schlimm wie wenn ein Partner stirbt. Warum gibt's da bitte keine Karte?"


    Oder wenn sie sagt es war damals generell üblich, dann fragst du auch da nach, warum du übergangen wurdest? Als ob man es dort noch wüsste. Vielleicht war ja die Person, die sich darum gekümmert hat, gerade krank oder im Urlaub oder selbst verstorben. Die werden dir ja wohl kaum sagen "Ja, wir haben Sie absichtlich übergangen, weil wir Sie mobben wollten".

    Mich macht das so ratlos. Alias, Du bist wirklich ganz, ganz böse neben der Spur, so richtig. Irritieren Dich die hochgradig irritierten Reaktionen hier denn gar nicht?

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    Und dann?

    Der Frage schließe ich mich an.

    Du willst doch nicht allen Ernstes von der Geschäftsleitung eine Erklärung, wieso dir vor ca 7 Jahren keine Kondolenzkarte zum Tod deines Vaters geschickt wurde und bestenfalls noch den Ausdruck tiefsten Bedauerns??


    Da fällt mir ein, vor 2 Jahren ist meine Mutter verstorben, ein paar Kollegen haben mir eine Kondolenzkarte nach Hause geschickt, aber der Chef hat nicht darauf unterschrieben!!! Ich frag ihn gleich mal, wieso......oder lieber doch nicht, denn bisher hält er große Stücke auf mich ;-)

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    Würde es aber auch von der Geschäftsleitung kommen, dann sähe die Sache wieder anders aus und dann könnte ich mich zurecht übergangen fühlen.

    Du WILLST Dich übergangen fühlen, oder? Du empfindest eine Kränkung, und Du willst mit aller Macht einen handfesten Grund dafür finden. Viel lieber jedenfalls, als zu begreifen, dass es sich um keine absichtliche Kränkung und Herabsetzung handelt, und Deine aus irgendeinem Grund verletzten Gefühle runterzuregeln.

    Man kann im Rahmen der Entwicklung einer Unternehmenskultur auch mal Abläufe ändern. Manche werden öffentlich bekannt gemacht, andere eben nicht, und in diese "eben nicht"- Rubrik fallen Kondolenzkarten, denn ein Memo an alle Beschäftigten: ab sofort wird zur Verbesserung des Betriebsklimas die Vergabe von Kondolenzkarten an Beschäftigte im Falle des Todes eines Angehörigen verteilt" kommt einfach schlecht rüber....


    Menno, es ist laaange her, lass es ruhen-um deiner selbst Willen, du kannst bei weiterer Nachfrage nur verlieren und dich zum Deppen machen.

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    Würde es aber auch von der Geschäftsleitung kommen, dann sähe die Sache wieder anders aus und dann könnte ich mich zurecht übergangen fühlen.

    Warum? Auch die Geschäftsleitung kann wechseln oder die Vorgehensweise ändern.


    Es hat schon etwas Zwanghaftes, dass du dich auf Teufel komm raus benachteiligt fühlen willst.


    Das Beste wäre die Sache einfach ruhen zu lassen und zu akzeptieren, dass die Dinge sich verändern. Dein eigener Trauerfall liegt schon viele Jahre zurück und Informationen über einen noch weiter zurückliegenden Vergleichsfall zu wollen wird auf deine Kollegen mit Sicherheit äußerst befremdlich wirken. Falls sich überhaupt jemand daran erinnern kann.

    Ich würde ja versuchen, mich von der Vorstellung zu lösen, dass in der Sache irgendwer "Recht" und ein anderer "Unrecht" hat und einfach auf der Gefühlsebene bleiben. Du fühlst dich übergangen, Alias und meiner Meinung nach darfst du dich auch übergangen fühlen. Das sage ich nicht, weil ich das Verhalten der Kollegen oder der Geschäftsleitung rückblickend unanständig finde, sondern weil ich dich und dein Fühlen ernst nehmen will. Mir tät das als Kollegin rückblickend leid und ich fände es nicht schlimm, wenn du es auf der Gefühlsebene ansprichst.


    Dir scheint es aber vielmehr um Recht haben bzw. Recht bekommen zu gehen. Damals, als dir persönlich von deinen Kollegen kondoliert wurde, hast du dich nicht schlecht behandelt gefühlt, wenn ich dich richtig verstanden habe, du fühlst dich nur rückblickend "ungerecht" behandelt.


    Geht es – für dich – darum, dass von außen (an)erkannt wird, dass der Verlust deines Vaters für dich genau so schwer wiegt, wie für andere der Verlust des Partners? Denn das scheinst du ja mit der Frage, in welchen Fällen auf welche Art kondoliert wird, irgendwie zu verbinden.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass da keinerlei Zusammenhang bestehen muss. Du schreibst:

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    nun erwächst bei mir wirklich langsam der Verdacht, daß es nur zu bestimmten Trauerfällen eine Kondolenzkarte gibt

    Gut möglich. Mein Vater hat als Geschäftsführer auch nur in bestimmten Trauerfällen Kondolenzkarten an seine Mitarbeiter ausgegeben. Das sagte aber nichts über die jeweilige Anteilnahme im konkreten Fall aus. Als der Vater eines Angestellten starb, war klar, dass die Karte einfach nur pro forma überreicht wird, weil in diesem Unternehmen eben beim Tod der Eltern, Ehepartner und Kinder kondoliert wurde. Im konkreten Fall war der Betroffene froh, dass sein alter Herr, der ihn jahrelang tyrannisierte, endlich die Augen zugemacht hat. Das war allen klar, die Anteilnahme hielt sich deshalb in Grenzen, man trank eher einen darauf, dass es nun endlich vorbei ist. In einem anderen Fall starb ein enger Vertrauter aus Kindertagen und mein Vater wäre nie auf die Idee gekommen, dem trauernden Freund eine der "offiziellen" Kondolenzkarten der Firma zu überreichen. Er kondolierte aber persönlich und drückte den alten Jungen so fest, wie selten jemanden. Ihm war klar, was der Verlust für denjenigen bedeutete. Eine Karte gab es deshalb aber nicht.


    Wenn es in dem Unternehmen, in dem du angestellt ist, einfach üblich sein sollte, seitens der Geschäftsleitung nur eim Tod des Ehepartners zu kondolieren, dann...?

    Vermutlich ist es dem TE wichtig, dass er denselben "Wert" unter Kollegen und Vorgesetzen hat wie alle anderen auch. Er möchte genauso respektiert werden wie alle anderen. Ihm ist weder die Karte noch das Geld wichtig sondern ob er nur II. oder III. Wahl ist. Das ist ein Problem mit dem Selbstbewusstsein. Auch wenn ich mich nie um dererlei Dinge gekümmert habe, kann ich den TE schon verstehen. Und zu dem "und dann?" - sollte er herausfinden, dass vor seinem Trauerfall anderen Kollegen Karte plus Geld zugekommen sind, nur ihm nicht, und nach im gab es das auch immer, dann würde ich mich nicht einmal wundern, wenn er sich deswegen eine neue Arbeit suchen würde (nur mal so ins Blaue geschossen). Für ein schwaches Selbstbewusstsein sind solche Dinge, glaube ich, enorm wichtig.