Mama gestorben, wie ist das mit dem Konto?

    Meine Mama ist vor einigen Wochen gestorben, sie war 92.


    Sie hatte Online-Banking, weil es kostenlos war, ging aber nie in die Filiale und als ich vor ca. 10-12 Jahren damit begann, ihre Überweisungen zu machen, teilte ich dies der Bank mit und die Bank machte - statt mich als Zeichnungsberechtigten anzulegen - ein Gemeinschaftskonto draus.


    Auf dieses Konto gingen nur Rente ein, Miete, Strom, etc raus.


    Ich hatte eine Bankkarte für das Konto meiner Mutter, allerdings nutzte ich immer mein Konto wenn ich etwas für sie bestellte und holte mir das Geld dann rüber auf mein Konto.


    Ja, ich hatte ein eigenes Konto, das nur mir gehörte. Mutter war nicht in mein Konto involviert, nur ich in ihres.


    Bestellte ich bei Amazon 100 Hörgeräte-Batterien, steht da als Buchung "100 Batterien, Amazon, 69,90" als Buchungszeile.


    Usw.


    Ich selbst bekam NIE Geld auf das Konto meiner Mutter, außer, als ich 2x Online ein Smartphone verkaufte, das sie nicht wollte.


    Also:


    Mama und ich: Gemeinschaftskonto

    Ich: eigenes Konto


    Nun ist sie gestorben und beim Notar musste ich ihr Konto angeben.


    Sie hatte eine kleine Rente, deshalb ist da nicht viel drauf.


    Aber ich hab etwas mehr auf MEINEM Konto.


    Mein Konto ist aber ein Einzelkonto und meine Mutter war nie in mein Konto involviert.


    Zudem lebe ich ja noch... ;-)


    Deshalb kann der Notar MEIN Konto ja nicht in die Verlassenschaft aufnehmen, oder? Mein Konto hat ja nichts mit meiner Mama zu tun...

  • 62 Antworten

    Natürlich musst du DEIN Konto nicht als Hinterlassenschaft deiner Mutter angeben.


    Dass die Bank aus dem Konto deiner Mutter ein Gemeinschaftskonto gemacht hat ist jetzt gut für dich: Es ist ja dadurch die ganze Zeit über auch DEIN Konto. Dh deine Mutter hatte eingewilligt, dass du Geldgeschäfte welcher Art auch immer von diesem Konto tätigst. Du hättest auch einfach so Geld für dich selber abheben können. Das ist dann wie bei Ehegatten.


    An deiner Stelle würde ich jetzt nur das Gemeinschaftskonto angeben und dazu schreiben, dass es ein Gemeinschaftskonto ist. Mehr brauchst du dazu nicht zu erklären. Der Rest ergibt sich daraus, wer der Erbe deiner Mutter ist bzw wer die Erben sind.

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    Grottig schrieb:

    Dein Konto hat mit deiner Mutter nix zu tun. Das hätte dir auch der Notar sagen können.

    Ja, das dachte ich mir.


    Aber ich war unsicher.


    Denn ich wusste nicht, was die Bank damals gemacht hat.


    Ich wollte eigentlich nur fur Mama die Bankgeschäfte erledigen und die hatten statt "zeichnungsberechtigt" ein Gemeinschaftskonto daraus gemacht.


    Deshalb hatte ich Angst, dass die das auch mit meinem Konto gemacht haben und mein Konto nun ein Gemeinschaftskonto mit meiner Mutter sein könnte und deshalb die Hälfte in die Erbmasse eingehen würde


    Aber wie ich schrieb hatte meine Mutter nie Karten von mir, keinen Zugang zu meinem Konto - während ich das sehr wohl für ihr Konto hatte.

    Mein Vater verstarb im Oktober. Das Konto wurde sofort "eingefroren". Die Bank will einen Erbschein sehen, damit es aufgelöst werden kann. So machen die gar nichts.... DAs Problem ist immer die Bank....


    Ich habe gerade gestern, nach nun 7 Monaten, den Erbschein vom Gericht zugeschickt bekommen... Die weiteren Erben ebenso. Jetzt haben wir wieder Zugriff....

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    BenitaB. schrieb:

    Mein Vater verstarb im Oktober. Das Konto wurde sofort "eingefroren". Die Bank will einen Erbschein sehen, damit es aufgelöst werden kann. So machen die gar nichts.... DAs Problem ist immer die Bank....


    Ich habe gerade gestern, nach nun 7 Monaten, den Erbschein vom Gericht zugeschickt bekommen... Die weiteren Erben ebenso. Jetzt haben wir wieder Zugriff....

    Ja, war bei mir auch so, trotz Vollmacht über den Tod hinaus.

    Das Vorgehen ist aber von Bank zu Bank unterschiedlich.

    Und ein Gemeinschaftskonto ist ja auch etwas anderes als Konto mit Vollmacht, denke ich mir zumindest.

    Zitat

    Und ein Gemeinschaftskonto ist ja auch etwas anderes als Konto mit Vollmacht, denke ich mir zumindest.

    Ja, bei Ehepaaren wird da nix eingefroren.


    Und brauchte man einen Erbschein für das normale Konto, wenn man gesetzlicher Erbe bzw. Mitinhaber des Kontos ist? Keine Ahnung mehr.


    Erbschein gab es aber bei Gericht gleich, wenn ich mich recht erinnere. Zugeschickt wurde da nichts.

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    Zitat

    Erbschein gab es aber bei Gericht gleich, wenn ich mich recht erinnere. Zugeschickt wurde da nichts.

    Tja, das zuständige Gericht in meinem Bezirk in Hamburg hat Wartezeiten ohne Ende.


    Ist ebenso wie auf den Ämtern, wenn du ich ummelden willst, brauchst Monate dafür....

    Habe ich was überlesen? - wie kommst du überhaupt darauf, dass dein Konto irgendwas mit dem Nachlass zu tun haben könnte?

    SwissReflektor schrieb:

    Deshalb hatte ich Angst, dass die das auch mit meinem Konto gemacht haben und mein Konto nun ein Gemeinschaftskonto mit meiner Mutter sein könnte und deshalb die Hälfte in die Erbmasse eingehen würde

    Wenn die Bank so einen großen Fehler gemacht hätte, müsstest du das von der Bank erfahren.

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    Bei uns ( die Bank mit dem blauen Logo) wird nichts eingefroren, wenn es eine Vollmacht gibt, darf Derjenige weiter verfügen, bis die Vollmacht ggf. von Erben widerrufen wird. Es sei denn, es wird ein Dispo genutzt, der steht nicht mehr zur Verfügung.


    Aber welche Bank macht denn von sich aus aus einem Einzelkonto ein Gemeinschaftskonto? Abgesehen davon, dass das bei uns rechtlich nicht ginge. Beim Gemeinschaftskonto wird I.d.R. der hälftige Saldo zum Todestag in die Erbmasse gerechnet. Wir als Bank melden das Konto mit dem kompletten Saldo zum Todestag und geben aber an, dass es sich um ein Gemeinschaftskonto handelt.


    Wir lösen auch Konten bei einer bestehenden Vollmacht ohne Erbschein auf. Bei ganz kleinen Salden sogar ohne Vollmacht, wenn Derjenige glaubhaft macht, dass er der Alleinerbe ist und uns dann eventuell später haftet.


    Aber das ist offenbar auch bei jeder Bank anders geregelt.


    Mein Beileid noch zum Tod Deiner Mama!

    Erbscheine dauern fast immer lange; in Zeiten von Corona kann man auch nicht mal eben zum Nachlassgericht spazieren, um den Erbschein zu beantragen. Da geht es über den Notar schneller, wird nur wg. der Mehrwertsteuer etwas teurer.

    Dadurch, dass die Nachlassgerichte jetzt so gut wie kein Publikumsverkehr haben, werden die Anträge auf Erteilung der Erbscheine auch schneller bearbeitet - vorausgesetzt, alle Unterlagen liegen vor.

    Von daher ist ein notarielles Testament immer von Vorteil. Das wird nach dem Tod eröffnet, die Erben bekommen das Eröffnungsprotokoll und man hat sofort Zugriff auf die Konten etc. Das dauert ab Tod ca. drei Wochen und die Sache ist durch; es sei denn, man bildet eine Erbengemeinschaft und ist zerstritten...; dann dauert die Abwicklung des Nachlasses deutlich länger ]:D

    mnef schrieb:

    Habe ich was überlesen? - wie kommst du überhaupt darauf, dass dein Konto irgendwas mit dem Nachlass zu tun haben könnte?

    Keine Ahnung.


    Paranoia irgendwie.


    Hab derzeit keine leichte Zeit.


    Dachte: ok, mit Mama hab ich anscheinend ein Gemeinschaftskonto. Weil ich auch ihre Karten hatte, usw.


    Ich wusste nicht, wie es genannt wird - die Bank sagte es mir.


    Da Mama eine kleine Rente gehabt hat, ist da nicht viel drauf.


    Dieses Konto musste ich beim Notar angeben.


    Deshalb dachte ich, was ist, wenn die auch mein Konto wollen?


    Denn wie ich schrieb, hatte zwar Mama Bankkarte, aber dennoch immer meine genutzt und mir dann das Geld von ihrem Konto auf mein Konto rübergezogen.


    Das waren aber immer nur kleinere Beträge und ich hab meistens den Grund angegeben, wofür das war. Wie für die Apotheke, für Amazon, etc


    Schon die Logik sagt mir, dass mein Einzelkonto nichts mit Mama zu tun hat. Zudem lebe ich ja. Aber die Paranoia machte mir Angst

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