Zitat

    Meine Eltern haben Angst, dass die Ärzte einfach zu viel Zeit sinnlos verstreichen lassen. Ich kann das so gar nicht einschätzen, in was für einem Zeitraum der Kebs einen Körper auffressen kann und ob es auf 2 Tage mehr oder weniger ankommt.

    Faith, das war auch eine Tatsache, die wir damals auch lernen mussten. Die Ärzte machen sich viele Gedanken, wie man sorgfältig vorgeht und tragen auch die Verantwortung dafür. Aus Sicht der Betroffenen ist das erst einmal orientierungslos und man muss immer wieder warten. Aber wenn die Therapie mal zusammengestellt und mit euch besprochen wurde, dann hört das auf. Untersuchungen und neue Besprechungen werden nun ständig zu eurem Leben gehören, aber wie ich schon sagte: man arrangiert sich damit. Kopf hoch :)*

    Guten Morgen an alle,


    liebe Eva du hast sehr Recht. Es fällt schwer sich daran gewöhnen müssen, nichts mehr planen zu können. Wir freuen uns über jede Stunde, in der es meinem Papa gut geht.


    Comran, auch dir lieben Dank. Aktuell ist mein Papa im Krankenhaus und wartet darauf, dass es weitergeht. Es ist nicht einfach die Situation aussitzen zu müssen und nicht aktiv handeln zu können. Morgen soll der Port gelegt werden und vielleicht gibt es heute endlich das Gespräch mit dem Onkologen, in dem die Chemo etc. erklärt wird.


    Am Freiatg war ein furchtbarer Tag. Bei meinem Papa wurde mittags die Biopsie gemacht. Er hatte dann danach so starke Schmerzen, dass er sich auf dem Boden gekrümmt hat :°( Da die Schmerzen über die linke Schulter und in den Brustkorb zogen, bestand der Verdacht eines Herzinfarktes. Dies war es zum Glück nicht. Dann wurde mein Papa 2 x geröngt, um zu schauen, ob die Lunge oder andere Organe verletzt wurden...aber auch dies war nicht der Fall. Dann wurde mein Papa zu Station zurück gebracht und hat sehr starke Schmerzmittel bekommen. Da er den ganzen Tag noch nichts gegessen und getrunken hatte zu diesem Zeitpunkt, ist sein Blutdruck total abgesackt und er hatte einen Kreislaufkollaps...wir dachten, dass er diesen Tag nicht überlebt :°(


    Zum Glück hat er sich etwas erholt übers Wochenende. Er hat immer noch Schmerzen und ist sehr schlapp. Morgen wenn der Port gesetzt wurde, kann er wohl nach Hause. Es wird ihm gut tun, wieder zu Hause zu sein.

    @ comran

    du sprichst mir immer aus dem herzen.dieses ist faith faden und sollte nicht zum streiten genutzt werden.mut machen ist hier wichtig.


    faith,euch wünsche ich alle kraft der welt und vorallem eine schmerzfreie zeit. :)*

    Hallo an alle,


    ich wollte mal ein Lebenszeichen von mir geben.


    Mein Papa ist nun seit Freitag wieder zu Hause. Er fühlt sich zu Hause natürlich viel besser als im Krankenhaus. Er hat einen starken Druck im Brustbereich, aber das ist wohl der Tumor, der auf die Nervenbahnen drückt. Die Schmerzmittel helfen aber wohl noch ganz gut.


    Es wurde zig Untersuchungen und Eingriffe im Krankenhaus durchgeführt (Magenspiegelung 2x, Darmspiegelung, 2x Leberbiopsie, Ultraschall, MRT, CT,...). Der Port wurde gesetzt und morgen startet nun die Chemo. Der Onkologe hofft, dass die Chemo so gut anschlägt, dass der Tumor sich deutlich verkleinert. In wie weit das wirklich passieren kann, weiß ich nicht. Vielleicht möchte er meinen Eltern auch nur Mut machen, aber wir beten jeden Tag ans Universum, dass dies wirklich passiert.

    @ :)

    Liebe faith,


    ich war bisher nur stille Mitleserin und hoffe inständig, dass du noch einige Zeit mit deinem Papa genießen kannst. Ich habe letzte Woche meinen besten Freund verloren, er hatte Lungenkrebs. Diagnostiziert wurde dies im September, mit einer Lebenserwartung von 6-17 Monaten. Leider lebte er nach der Diagnose nur noch 8 Wochen.


    Ich drücke euch fest die Daumen das ihr noch die Zeit habt alles zu regeln und euch zu verabschieden. Vielleicht habt ihr wirklich Glück und könnt doch noch einige Jahre zusammensein. Ich wünsche es euch so sehr.


    GoldenOldie :)_

    Liebe faith


    Ich habe mir nicht alles durchgelesen, da mir zur Zeit die Kraft dazu fehlt... aber ich wollte dich wissen lassen, dass es da Leute gibt, die ähnliches durchmachen/durchgemacht haben. Bei mir ist meine Mutter betroffen.


    Melde dich, wenn du magst. Hier oder per PN. Vielleicht brauche ich etwas Zeit zum antworten. Und natürlich unterscheidet sich jede Situation auch wieder. Aber wie gesagt, die "Grunddiagnose" (BSDK) ist gemeinsam und mir hat es auch schon geholfen, mit anderen Leuten zu sprechen/schreiben, die ähnliches erlebt haben.


    Fühl dich unbekannterweise gedrückt! :)*

    Hallo an alle,


    Ich wollte mal wieder ein Lebenszeichen geben.


    Mein Papa hatte gestern seine große Untersuchung nach dem ersten Chemo-Zyklus. Es geht erstaunlicherweise recht gut. Der Tumor ist kleiner geworden und die Metastasen sind kaum noch da. Unter der Chemo geht es ihm nicht gut, in der Zeit zwischendrin aber einigermaßen. Psychisch sind meine Eltern vollkommen ausgemergelt. Sie möchten sich keine professionelle Hilfe holen, sie leiden aber sehr und sind depressiv.


    Der Onkologe meinte heute, dass die Ampel nicht mehr auf rot steht, sondern auf gelb, aber dass er gehofft hat, dass die Chemo noch mehr bringt. Der Tumormarker ist von 49 im Oktober auf 5,5 gefallen. Grundsätzlich sind das in meinen Augen alles ganz gute Werte.


    Es fällt uns trotzdem schwer positiv zu sein, da wir wissen, wie schnell es umschlagen kann.


    In zwei Wochen geht die Chemo weiter....und wir hoffen weiter....


    Liebe Grüße

    Die psychoonkologische Begleitung ist sehr wichtig. Meine Mutter war im behandelnden Krankenhaus dankbar für das Gesprächsangebot und hat es gerne wahrgenommen. Diese Sitzungen waren ihr viel wert und es half, sich anders mental auf die Krankheit einzustellen.


    Trotzdem freut mich, dass bei deinem Vater ein Rückgang zu verzeichnen ist. Vermutlich wird die Behandlung fortgesetzt, solange sie anschlägt, und wenn es nichts mehr hilft wird das Medikament getauscht. Er muss sich mit dem Gedanken anfreunden, ständig behandelt zu werden. Aber wenn es so weitergeht, dann wird es auch längere Chemopausen geben, in denen er sich gut erholen kann.