Meine Oma ist gestorben

    Jetzt sitze ich mitten in der Nacht wach und kann nicht schlafen.

    Meine Oma ist am Freitag Nachmittag im Beisein meines Papas und meiner Tante mit 87 gestorben. Ich wusste sie ist krank und ich wusste sie liegt im Sterben. Und trotzdem hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen. :°(

    Ich bin 38 Jahre alt, und dennoch hab ich noch nie im Leben so geweint. Mein Kopf und meine Augen tun weh vom Heulen, mein Gesicht sieht total verquollen aus. Ich hab Magen knurren aber keinen Appetit, bin müde aber kann nicht schlafen. Ich kann es einfach nicht fassen, dass sie jetzt tatsächlich weg ist. Die Tränen kommen einfach immer wieder aufs Neue. Ich weiß gar nicht, wie ich am Montag arbeiten gehen soll. Ich fühl mich so hilflos und leer...:°(

  • 6 Antworten

    hallo zu später stunde: mein beileid.


    ich kann dich verstehen, ich bin selbst bei meiner Oma aufgewachsen, da hat man schon eine ganz enge Beziehung.


    obwohl mal rational weiss, die jahre vergehen, die krankheiten kommen und die lebensuhr tickt, emotional ist das etwas anderes.


    ich denke auch noch heute, 10 jahre nach ihrem Tod an sie. wenn ich in der Kirche bin, zünde ich für sie und Opa immer eine kerze an. so bleibt die Erinnerung an sie wach und auch an die Werte, die sie mir vermittelt hat.

    wünsche dir, dass du einen Weg für dich findest, den Verlust zu verarbeiten. such ruhig das Gespräch zu deinen verwandten und mach es nicht nur mit dir selbst aus.


    alles gute für dich

    Mein herzlichstes Beileid.


    Meine Oma ist mit 91 an meinem Geburtstag gestorben. Es ist egal, wie alt der Mensch war und wie alt man selbst ist, wenn man einen geliebten Menschen verliert, tut das weh.

    Ich denke noch heute oft an sie. Auch wenn der Schmerz nachlässt und mich nicht mehr alltäglich begleitet, so hat man doch oft Situationen, wo ich an sie denke und sie dann auch vermisse.

    Ich habe mir ein Fotobuch gemacht, mit ganz vielen Bildern und Erinnerungen an sie. Vielleicht wäre das was für dich?

    und ich habe ihren Ring. Den hat sie getragen, seit ich sie kenne. Nun bewahre ich ihn in einer Schatulle auf und wenn die Sehnsucht mal ganz groß ist, nehm ich ihn in die Hand und gebe mir etwas Zeit, wo ich ganz fest an sie denke.


    Weine ruhig, das darfst du. Du wirst sehen, es wird irgendwann besser. Bei mir ist es nun 7 Jahre her.

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    Mein aufrichtiges Beileid!


    Meine Oma starb mit 85 Jahren und ich vermisse sie, obwohl es schon 10 Jahre her ist.


    Es wird besser mit der Traurigkeit. Mir ist wichtig immer wieder über sie zu sprechen... vor allem mit meinen Kindern, (2 davon durften sie leider nicht mehr kennenlernen). So ist und bleibt sie ein Teil unserer Familie.

    Nimm dir die Zeit zum Trauern, die du brauchst und wein, wann immer dir danach ist...das ist richtig so und das brauchst du und dein Körper, deine Seele auch... ein lieber Mensch aus deinem Leben ist nicht mehr da und das braucht seine Zeit, um das zu verkraften. Das werden sicher deine Kollegen an deiner Arbeitsstelle auch verstehen...

    Wenn es gar nicht geht, wäre es besser, du lässt dich ein paar Tage krank schreiben.


    Sie lieb gedrückt und mein Beileid!

    Gestern war meine Oma im Bestattungshaus aufgebahrt. Ich war sehr aufgeregt und hab sehr lange hin und her überlegt ob ich mich dort nochmal verabschieden soll. Aber ich bin froh es getan zu haben.

    Keine Frage, es war bisher das Schmerzhafteste in meinem ganzen Leben. Und ich hab wahnsinnig geweint. Aber sie sah so friedlich aus. Ich konnte ihr nochmal so viel sagen, sie streicheln. Und ich habe erkannt dass das, was sie ausgemacht hat, nicht mehr da war. Es war gut, so war sie nicht einfach weg. Zum realisieren war es für mich sehr wichtig.

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    Ja es war gut, dass du sie dir noch einmal angeschaut hast... ich

    habe vor einem Jahr meinen Vater verloren und bevor er ins Bestattungsinstitut gebracht wurde, wurde er auch nochmal im Sarg aufgebahrt und meine Schwester und ich haben ihn uns noch einmal angeschaut... es war ohne Frage sehr sehr schmerzhaft, aber wir waren im Nachhinein froh, dass wir es gemacht haben u. ihm noch einmal die Hand streicheln konnten und auf Wiedersehen sagen... meine Mutter konnte es nicht an dem Tag und bereut es jetzt. Es war für mich einfach nochmal ein letztes Adieu... obwohl er, wie du auch bei deiner Oma schon sagst, nicht mehr der war, was ihn ausgemacht hat...

    Es war wirklich irgendwie, als wäre seine Seele schon aus dem Körper gewichen...