Liebe Helga,


    ich selbst habe vor 10 Jahren einen guten Freund bei einem Unfall verloren. Er war erst 24 Jahre alt und stand mitten im Leben. Es tut mir immer noch weh, ich mag nicht dran denken, wie es seinen Eltern oder seiner Schwester dabei geht!


    Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, die Zeit heilt keine Wunden! Aber das soll sie auch nicht. Es ist schwer einen geliebten Menschen zu verlieren und das ist schlimm. Wirklich schlimm!!! Aber, die Zeit macht, dass der Schmerz dumpfer wird, mehr in den Hintergrund rückt. Es wird erträglich. Halte durch, kämpfe weiter. Irgendwann kannst du an die schönen Momente mit deiner Tochter zurück denken und dabei lächeln! :)*


    Der morgige Tag wird dich viel Kraft kosten. Ich wünsche dir sehr viel davon! :)- :)- :)* :)* :)*

    Ich habe nicht den ganzen Thread gelesen.


    Ich habe aber meine Schwester 2013 an Krebs verloren. Sie war 26...so alt wie ich heute.


    Meine Eltern und besonders meine Mutter sind in ein bodenloses Loch gefallen.


    Es ist schlimm wenn Kinder oder sogar Enkelkinder vor einem gehen müssen. Das plagt meine Großeltern sehr, denn sie sind der Meinung "sie wären dran gewesen".


    Alles in Allem, kann ich sagen, es wird niemals weggehen, der Schmerz...aber es wird "leichter".


    Man kann wieder mit einem Lächeln über die verlorene Person reden, man lernt...zu akzeptieren.


    Man lernt, dass die Person nicht gewollt hätte, dass man unglücklich und depressiv trauernd zurückbleibt.


    Ich habe allerdings eine Therapie gemacht um damit fertig zu werden.


    Auch meine Mutter hat eine psychosomatische Reha und eine medikamentöse und therapeute Therapie gemacht.


    Sie kann jetzt besser mit der Trauer umgehen und es hat ihr generell viel geholfen.


    Wir glauben, das meine Schwester gewollt hätte, dass wir trotzdem ein schönes Leben haben.


    Deswegen denke ich oft im positiven Sinne an sie...wenn ich ein Lied von ihrer Lieblingsband höre...oder die neuen Folgen Greys Anatomy, die sie sicher wieder geschaut hätte.


    An manchen Tagen macht mich das traurig, dass sie das niemals sehen kann, dass sie nicht mehr da ist, aber diese Trauer darf man sich auch erlauben!


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft

    Hallo Helga,


    deine Beiträge berühren mich sehr :°_ Ich kann zwar nicht genau nachempfinden wie es dir geht, aber vielleicht ein kleines bisschen: Ich habe meine Mutter vor etwas mehr als 5 Jahren eine Woche nach meinem 18. Geburtstag verloren. Sie hatte ebenfalls Krebs und hat am Ende sehr gelitten.


    Was hälst du von einer Therapie oder auch von einer Art Trauerbegleitung? Ich kann nur von mir sprechen, aber mir hat meine Therapie damals unglaublich geholfen, an dem Tod meiner Mutter nicht zu zerbrechen..


    Vielleicht kommt so etwas für dich auch in Frage?


    Liebe Grüße! :)_

    Helga...ich verstehe dein Leid.


    Meine Eltern verloren ihre älteste tochter im Mai 2013 an Krebs.


    Sie war 26 so alt wie ich jetzt.


    Meine Eltern verarbeiten es gemeinsam, ABER meiner Mutter wurde bewusst, es geht so nicht weiter. 2015 begann sie eine Therapie um die Trauer zu verarbeiten und inzwischen geht es ihr wieder so gut es gehen kann.


    Ich machte den schritt schon anfang 2014 als der Gedanke übermächtig wurde, dass ich gern an ihrer stelle gestorben wäre.


    Die Therapie half mir meine Trauer in eine gesunde Richtung zu lenken und mein Leben wieder neu aufzubauen.


    Wir vermissen sie immernoch. Sie ist oft Gesprächsthema...das hilft uns. Sie lebt weiter.... weil wir ihr leben und sie als thema behalten.


    Oftmals sind es nichtige Sachen... sowas wie X würde diesen Song lieben.


    Meine Mama spricht auch mit ihr. Sie sagt ihr hallo...auch in ihrem Haud. Zu beginn fand ich das befremdlich, aber ihr hilft es mit dem verlust der tochter umzugehen.


    Ich wünsche euch ganz viel kraft.

    Liebe helga, vergangene weihnachten, am 22. Dezember waren es 46 jahre, dass mein papa mit damals 38 jahren tödlich verunglückt ist. Mama stand mit vier kindern im alter von 2, 5, 7 und 9 jahren da. Noch heute ist es schwer für sie, besonders zur weihnachtszeit, aber sie hat gelernt, damit zu leben. Mama sagt, es hätte ca 3 jahre gedauert, bis sie ohne tränen darüber sprechen konnte. Also, was ich dir sagen möchte, ist: lass dir die nötige zeit die du brauchst. Kannst du dich um die kinder deiner tochter kümmern? Ich denke, das könnte hilfreich sein, hier eine gewisse verantwortung zu übernehmen, in mehrerlei hinsicht. Vielleicht könntet ihr euch gegenseitig ein wenig stützen. Ich persönlich glaube an gott und bin überzeugt, dass mit dem tod nicht alles vorbei ist. Ich glaube an ein wiedersehen und habe sogar manchmal das gefühl, begleitet zu werden. Die frage aber, warum gott sowas zulässt, kann ich leider auch nicht beantworten. Ich wünsche euch ganz viel kraft