Jelisaweta

    Mein Beileid. :°_

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    Ja, für diesen Weg habe ich mich auch entschieden, denn ich will ihr auch nicht im Wege stehen, ihr keine Vorwürfe machen.

    Ich finde deine Mutter darf und sollte wissen, wie es dir damit geht. Sie trauert, du trauerst, deine Schwester trauert und jeder hat seinen ganz eigenen Umgang damit. Ich habe bei deinen Beiträgen den Eindruck, als würdet ihr alle eher alleine trauern als auch gemeinsam als Familie. Dein Vater hat für jeden von euch etwas ganz eigenes bedeutet, er hat euch aber auch als Familie etwas bedeutet und er bedeutet euch allen noch etwas – ihr scheint da noch nicht so recht Kontakt miteinander zu haben. :-/

    ich finde es noch nicht mal das schlimmste, das deine mum jetzt wieder einen freund hat, der ihr gut tut, sie vll auch ablenkt etc. ABER das er in euer elternhaus einzieht...DAS würde mir echt zu schaffen machen... das wirkt so... pietätslos... und dann noch mit meheren kindern... als ob gleich die komplette familie ausgetauscht wird.

    Möglicherweise bin ich damit alleine, aber ich finde es ganz, ganz furchtbar, wie hier Menschen be- und verurteilt werden, die man nicht kennt und die sich nicht selbst zu Wort melden können.

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    das riecht gewaltig nach schnellem ersatz

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    oder sie ist relativ oberflächlich

    Welche Emotionen, Impulse und Motive die Grundlage für das Handeln der Mutter der TE sind, weiß hier niemand. Dass man sich alleine durch die Schilderung der TE eine Meinung bildet, ist legitim, doch ein Minimum an Empathie und Respekt gegenüber allen Involvierten wäre – glaube ich – angesichts dieser schwierigen und sensiblen Thematik im Sinne aller.


    Ebenso zweifelhaft erscheint es mir, die Gefühle der TE abzuwerten und ihr zu sagen, was sie "besser" oder "eher" fühlen sollte.


    Wie gesagt, vielleicht empfinde nur ich so, doch mir war es wichtig, das anzumerken.




    la/be/mi Ich empfinde die Botschaft deiner Beiträge als sehr wichtig! :)^

    Ich kann dich gut verstehen und ich könnte dies auch nicht akzeptieren oder verstehen.


    Habe auch schon oft mit meinem Freund und meiner Mama darüber gesprochen weil es in unserem Umfeld auch solche Fälle gibt.


    Frau tot und Wochen später schon wieder der neue Partner da. Meinem Onkel erging es ähnlich und er kommt bis heute nicht darüber hinweg, dass sein Vater sich nach 3 Monaten die nächste Frau ins Haus holte...


    Was ich nicht verstehe: wenn man jemanden liebt und lange mit ihm zusammen war, wie können die Gefühle dann so schnell verschwinden? Noch dazu wenn mein Partner mir genommen wurde.

    Liebe Jelisaweta!


    Es tut mir leid, dass du deinen Vater so früh verloren hast – auch, wenn der Tod letztlich für ihn eine Erlösung von seiner schlimmen Krankheit gewesen ist.


    Deine Mutter trauert sicher anders als du. Sie kann nicht in einen Leben als Studentin in eine andere Stadt gehen, sie ist täglich in dem Haus, in dem ihr als Familie gewohnt, gelebt und gelitten habt. Für sie geht das Leben auch weiter, und ich denke nicht, dass dein Vater gewollt hätte, dass sie für den Rest ihres Lebens alleine bleibt.


    Ob der neue Partner deiner Mutter unbedingt nach so kurzer Zeit schon aufkreuzen musste, ist dann wieder eine andere Sache. Dass er jetzt mit Sack und Pack und Kindern einzieht, nimmt dir nach dem Vater auch noch das Zuhause. Das tut weh!!!


    Ahnt deine Mutter, wie sehr sie dich damit verletzt?


    Deine Mutter befindet sich möglicherweise in einem emotionalen Ausnahmezustand: Schockdiagnose, Krankheit, Tod, neue Liebe. Ist sie da noch zugänglich für die Gefühle ihrer Kinder? Ist ihr überhaupt klar, wie sehr du (und deine Schwester) leidest? Hat sie mit dem neuen Partner das organisatorisch-finanzielle geklärt, wenn er in dein Elternhaus einzieht? Hat man sich über die finanzielle Beteiligung an anfallenden Miet- und sonstigen Nebenkosten geeinigt? Es könnte ja auch sein, dass der neue Partner eine finanziell günstige Wohngelegenheit für sich und seine Kinder sucht... Hat dein Vater ein Testament gemacht? Oder sich sonstwie geäußert, was er sich für euer Leben ohne ihn wünscht?


    Damit du deinen Frieden findest und dich wieder mehr auf dein Studium konzentrieren kannst, solltest du ein offenes Gespräch mit deiner Mutter führen, vielleicht auf neutralem Boden? Oder du schreibst ihr in einem Brief von deinen Gefühlen, Sorgen und Ängsten. Das hat den Vorteil, dass du mehrfach überlegen kannst, was du wie formulierst. Ob und inwieweit du danach Kontakt zu deiner Mutter haben möchtest, kannst du dann entscheiden. Und du kannst dann entscheiden, ob dir der Kontakt zu deiner Mutter im Moment gut tut oder es besser ist, wenn du erstmal eine Pause einlegst.


    Vielleicht könnt ihr als Geschwister auch einen Brief an eure Mutter schreiben?


    Ich wünsche dir alles Gute!


    LG,


    Hanne

    wenn ich mir vorstelle, meinen mann so zu verlieren, dann wäre ich, denke ich, froh um jede nacht, die ich nicht ganz allein verbringen müsste, jede unternehmung, die es mir ein kleines bißchen leichter machen würde. das würde ich mir für ihn umgekehrt auch wünschen. ":/

    -Toffifee-

    Zitat

    Was ich nicht verstehe: wenn man jemanden liebt und lange mit ihm zusammen war, wie können die Gefühle dann so schnell verschwinden? Noch dazu wenn mein Partner mir genommen wurde.

    Ich glaube, wenn ein geliebter Mensch stirbt, wird man mit einer derart intensiven und komplexen Gefühlsvielfalt konfrontiert, die es im Alltag nur selten gibt und daher von anderen oft nicht nachzuvollziehen ist. Um spontan nur einige zu nennen: Traurigkeit, Sehnsucht, Schmerz, Liebe, Wut, Einsamkeit, Dankbarkeit, Angst, Resignation, Erleichterung, Hoffnungslosigkeit, Leere, etc. pp.


    Nicht alle dieser und anderer Gefühle kommen isoliert und der Reihe nach. Manchmal prasseln alle gemeinsam auf den Trauernden ein, ob sie nun zueinander passen oder nicht. Ich glaube, viele trauernde Menschen haben sehr mit dieser Ambivalenz ihrer eigenen Gefühle zu kämpfen und neben der Trauer plagen sie innerlich womöglich auch noch große Gewissenskonflikte. Sicherlich fragen sich viele: "Darf ich lachen, obwohl ich doch so tieftraurig bin?", "Darf ich an anderes denken, obwohl er/sie tot ist?",...


    Ich persönlich glaube nicht daran, dass eine zwischenmenschliches Bindung zwingend eine andere ersetzt oder ablöst. Das heißt, selbst wenn die Mutter der TE eine neue Beziehung zu einem anderen Mann hat, muss das nicht bedeuten, die Liebe zu ihrem verstorbenem Mann hat weniger Bedeutung und Wert oder ist gar verschwunden. Es kann so wirken und sich für andere Involvierte, wie die TE, verständlicherweise so anfühlen, doch es muss nicht tatsächlich so sein.


    This Twilight Garden


    Ich weiß. :)_

    Ich glaube das ist noch von den Steinzeitmenschen in uns über geblieben..ich meine wenn einer der Anführer der Herde stirbt, dann lässt man so schnell keine neuen rein..hat so den Anscheind, weil viele das hier so schreiben. Scheint so ein Gen zu sein das in einen steckt.

    Hallo,


    ich kann hier leider nicht alles zitieren, was ich gerne möchte und vielleicht auch müsste.


    Bei aller Trauer um den Vater, es geht hier um die MUTTER.


    Die Kinder sind aus dem Haus, der Lebenspartner ist gestorben, was gibt es besseres, als sich neu verlieben.


    Die gute Mutter hat schon geahnt, wie (konservativ) die Kinder denken, und hat das Ganze erstmal verheimlicht und auch beschwichtigt (keine Ehe, kein Zusammenziehen, etc.) ... "Nachtigall, ick hör dir trappsen" :=o


    Es ist toll, das ihre Beziehung zu Deinem Vater so lange und so gut gehalten hat, leider wurde sie aus "biologischen" Bedingungen zu Grabe getragen.


    Aber deine Mutter ist ein eigenständiger Mensch, sie hat ein Recht darauf, ZU LEBEN und selbst zu entscheiden, mit wem, wann und wo sie glücklich ist. Und wenn sie sich jetzt ins Leben stürzt ... ok, dann ist das richtig (und wenn der "neue" nicht für ewig ist, dann ist das auch in Ordnung).


    Ich finde, wenn Du das aktzeptierst, hättest Du die Chance, an ihrem neuen Leben teilzunehmen. (Der neue wird niemals Papa sein, sondern "Vorname", und das ist auch gut so!)


    Sieh es als Bereicherung auch Deines Lebens an ;-)

    bmed

    Zitat

    Bei aller Trauer um den Vater, es geht hier um die MUTTER.

    Da hast du etwas missverstanden. Hier geht es um Jelisaweta und auch in Bezug auf ihren Verlust geht es um sie und ihre Trauer.

    Zitat

    Aber deine Mutter ist ein eigenständiger Mensch, sie hat ein Recht darauf, ZU LEBEN und selbst zu entscheiden, mit wem, wann und wo sie glücklich ist.

    Jap. Jelisaweta hat ebenfalls ein Recht auf ihre Gefühle, ihre Trauer und durchaus auch auf ihre Wut gegenüber ihrer Mutter. Wo die Mutter sich natürlich einen neuen Partner haben kann, kann Jelisaweta das finden wie auch immer sie will.

    Zitat

    Die Kinder sind aus dem Haus, der Lebenspartner ist gestorben, was gibt es besseres, als sich neu verlieben.


    Die gute Mutter hat schon geahnt, wie (konservativ) die Kinder denken, und hat das Ganze erstmal verheimlicht und auch beschwichtigt (keine Ehe, kein Zusammenziehen, etc.) ... "Nachtigall, ick hör dir trappsen"

    Du hast schon mitbekommen, dass genau das Sätze sind die ihr zu schaffen machen und sie belasten? Völlig empathieloser Driss.

    Zitat

    dass du noch immer mit dem verlust nicht zurande kommst?

    was heißt "noch immer"? es sind doch nicht mal ein halbes jahr vergangen, wenn ich das richtig verstanden habe! ;-)


    meine mutter starb als ich 14 jahre alt war, mittlerweile bin ich bald 34 – ja, und der verlust ist immer da. auch nach 20 jahren. bereits nach 6 monaten von "noch immer nicht zurande kommen" sprechen ist demnach eeetwas übertrieben.

    Zitat

    Du hast schon mitbekommen, dass genau das Sätze sind die ihr zu schaffen machen und sie belasten? Völlig empathieloser Driss.

    Klar hat die TE ein Recht, das Verhalten der Mutter "wie auch immer zu finden".


    Ist jetzt die Frage, wie sich die ganzen Aktivitäten (Gespräch, Brief etc.) auswirken.


    Ich wage zu behaupten, dass sich an den Lebensumständen der Mutter in Bezug auf ihren Freund nichts ändern wird. Allerdings könnten die Auseinandersetzungen den Kindern helfen, mit dem Verhalten der Mutter ins Reine zu kommen und sie zu akteptieren.


    Letztlich löst sich das Problem nicht, in dem man wütend auf "Mama" ist ... Verhaltensänderung bringt das keine, sondern nur noch mehr Zwist.


    So hart es klingt, das Problem steckt "im eigenen Kopf", in ihrer Vorstellung, wie Trauer zu erfolgen hätte.


    Ich kenne das aus eigener Erfahrung, das Kind, welches immer noch versucht, der Mutter Vorschriften zu machen, sich immer noch über ihr Verhalten, ihre Entscheidungen aufregt, das hat das "gespannteste" Verhältnis zu dieser Mutter.


    Die Kinder, die gelernt haben, das Verhalten zu akzeptieren, es zur Kenntnis zu nehmen, wie man es bei Bekannten macht, die haben viel Spaß mit der Person, die früher mal Mutter war ... ":/

    bin gerade auf deinen beitrag gestoßen Jelisaweta. von mir auch erstmal mein herzliches beileid. eine :)- für deinen papa und ganz viele :)* für euch.


    ich möchte dir sagen, dass ich euch kinder sehr gut verstehen kann, aber auch deine mama.


    ich war selbst 26 jahre als meine mutti an krebs verstarb.


    am meisten tat mir damals mein papa leid. er hat sie 4 monate lang jeden bzw. fast jeden tag besucht. wir haben uns abgewechselt.


    es ist im übrigen egal wie alt du bis, der tod eines lieben menschen wird immer furchtbar sein und das kann man nicht irgendwie anders verarbeiten ab einem gewissen alter. heute ist das alles fast 16 jahre her und es gibt oft momente, wo ich noch sehr traurig bin. das kam auch alles erst später bei mir. am anfang funktioniert man ja nur um einfach den tag zu überstehen oder so wie in eurem fall, für die mutter da zu sein.


    meine m. ist damals im august gestorben, kurz vor weihnachten hatte mein vati eine freundin. er hat es uns gleich gesagt und ich werde es nie vergessen..."deswegen vergesse ich eure mutti nicht". ich hab mich für ihn gefreut, da ich ihn kenne.


    es war in dem fall eine ablenkung. er hat nie richtig getrauert ist durchweg arbeiten gegangen nach dem tod, hat ganz viele sachen im haus und im garten gemacht. war immer auf achse, hat nie wieder im gemeinsamen schlafzimmer geschlafen. er ist seitdem auch alleine geblieben, bis auf die kurzzeitige neue frau.


    es kann was völlig anderes sein mit einem neuen partner. deswegen wird sie ganz sicher deinen vati geliebt haben und vergessen wird sie ihn nie. so wie du es schilderst, war es auch nach 20 jahren noch so, dass sie glücklich waren. lass dir da nichts anderes einreden. sie hat bestimmt in der zeit, als dein vater krank war, sehr gelitten. es ist unheimlich schwer zuschauen zu müssen, wenn der geliebte partner, oder ein elternteil immer mehr abbaut durch die krankheit. daneben zu stehen und nicht helfen zu können, zu wissen, dass man nicht mehr lange zeit verbringen kann, mit dem menschen, den man liebt und mit dem man alt werden möchte. das zehrt unwahrscheinlich an den kräften.


    ich weiß jetzt nicht, wie das momentan everhältnis zu deiner mama ist. aber wenn sie irgendwann mal alleine (ohnen den neuen partenr ist) dann rede mit ihr. sag ihr, was dich bedrückt. das du ihr das neue glück gönnst, aber teile ihr all das mit, was du uns geschrieben hast. das du deinen vater vermißt, dass alles jetzt so anders ist in der wohnung, dass du angst hast, dass der papa vergessen wird, da nichts mehr an ihn erinnert. du wirst sehen, wie sie darauf reagiert. ich könnte es jetzt fast vermuten.


    mein vater ist inzwischen 70 und ich hätte es mir sehr für ihn gewünscht, dass er nochmal mit einer anderen frau glücklich geworden wäre. deswegen hätte er nie seine frau vergessen, dass weiß ich ganz sicher.


    ich wünsch dir alles gute!

    Zitat

    Was ich nicht verstehe: wenn man jemanden liebt und lange mit ihm zusammen war, wie können die Gefühle dann so schnell verschwinden? Noch dazu wenn mein Partner mir genommen wurde.

    Irgendwie lassen hier viele außer Acht das die Mutter während sie den Vater gepflegt hat genug Zeit hatte sich von ihm zu verabschieden. Für sich zu trauern und ihre Zukunft gedanklich ohne ihren Mann zu planen. Wer weiß was die Ehepartner einander gesagt haben und was der Vater gewollt hat? Ich glaube nicht das die Mutter ihre Liebe zu ihrem Mann nicht mehr fühlt, sondern das diese stets ein Teil von ihr sein wird und die Liebe zur ihrem neuen Partner eben anders ausfällt.


    Man kann niemanden durch einen anderen Menschen ersetzen. Man liebt jeden Menschen anders und auf eine andere Weise. Die Liebe zu meinem Freund ist eine ganz andere Liebe als die zu meinen Eltern oder Brüdern. Die Liebe die ich zu Freunden empfinden unterscheidet sich ebenso, weil Menschen nun einmal verschieden sind. Einen anderen Charakter haben. Andere Macken und liebenswürdige Eigenschaften.


    Vom Gefühl her kann ich gleich starke Emotionen empfinden, aber ich kann diese Liebe die ich für einzelne Menschen empfinde nicht gegeneinander aufwiegen oder gar vergleichen.

    @ Jelisaweta:

    Ich verstehe das es dir zu schnell geht. Vollkommen. Ich wüsste auch nicht wie ich reagiere würde wenn meine Mutter oder mein Vater plötzlich jemand anderes in das geliebte zu Hause holen würde. Nur du darfst nicht vergessen: Sie ist momentan offensichtlich glücklich. Und ich wünsche mir für alle Menschen die ich mag das sie glücklich sind.


    Ich würde auch sagen: Setzt euch als Familie zusammen und redet miteinander. Redet über eure Trauer OHNE Vorwürfe, sondern darüber wie es bei dir und deiner Schwester aussieht, wie es sich anfühlt das nun da ein anderer Mann an ihrer Seite ist. Nur versucht nicht sie umstimmen zu wollen. Sie hat sich entschieden. Sie sagt ja zu einer Zukunft die sie nun einmal ohne euren Vater gestalten muss. Sie hat sich das bestimmt auch anders vorgestellt, aber jetzt ist die Situation da und ihre Gefühle kann sie euch zu Liebe ja auch nicht hinten anstellen.


    Ich glaube es ist ganz wichtig das ihr von eurer Mutter erfahrt wie sie momentan empfindet und das sie ebenso eure Gefühle und Gedanken erfährt.


    Und hör bloss auf auf anderer Leute Gerede zu hören. DU solltest deine Mutter gut genug kenne um zu wissen was Wahrheit und was Lüge ist. Ihr müsst gemeinsam als Familie versuchen euch zu arrangieren.


    Jeder trauert nun einmal anders und es ist nicht immer verständlich für den anderen weshalb der Einen nun so reagiert. Redet miteinander. Ich wünsche dir alles Gute @:)

    Funkelstein

    Zitat

    Möglicherweise bin ich damit alleine, aber ich finde es ganz, ganz furchtbar, wie hier Menschen be- und verurteilt werden, die man nicht kennt und die sich nicht selbst zu Wort melden können.

    Mir geht es ähnlich. Dass Jelisaweta ihre Mutter verurteilt, kann ich gut nachvollziehen, die harten Worte Unbeteiligter verstehe ich aber nicht ganz.

    Jelisaweta

    Vielleicht hilft dir folgende Überlegung weiter: Mit Anfang 20 stehen dir partnermässig noch alle Türen und Toren offen. Je älter man wird, desto schwieriger ist es in der Regel, einen passenden Partner zu treffen. Möglicherweise wäre deine Mutter für längere Zeit allein geblieben, hätte sie sich jetzt nicht verliebt. Und vielleicht hat sich deine Mutter auch aus diesem Grund dieser Verliebtheit hingegeben?

    @ anetti_36

    @ RightNow

    sehr schön geschrieben :)^ *:) @:)



    @ la/be/mi

    Zitat

    Dass Jelisaweta ihre Mutter verurteilt, kann ich gut nachvollziehen, die harten Worte Unbeteiligter verstehe ich aber nicht ganz.

    Allerdings werde ich es nie verstehen, wie man seine Eltern oder andere Leute VERURTEILEN kann, wg. ihrer Lebensweise, ihrer Lebensumstände oder ihrer Partnerwahl %:|

    @ -vietnamesin-

    Zitat

    Ich glaube das ist noch von den Steinzeitmenschen in uns über geblieben..ich meine wenn einer der Anführer der Herde stirbt, dann lässt man so schnell keine neuen rein..hat so den Anscheind, weil viele das hier so schreiben. Scheint so ein Gen zu sein das in einen steckt.

    Falsch, dann kommen ganz schnell Neue die den Anspruch auf Führung erheben – und der Stärkste setzt sich durch und wird der neue Anführer. So funktionieren Herden.


    Persönliche Befindlichkeiten müssen hinter dem Wohl der Gemeinschaft/der Herde hinten anstehen....

    Zitat

    meine m. ist damals im august gestorben, kurz vor weihnachten hatte mein vati eine freundin. er hat es uns gleich gesagt und ich werde es nie vergessen..."deswegen vergesse ich eure mutti nicht". ich hab mich für ihn gefreut, da ich ihn kenne.

    aber seine Freundin ist dann nicht glaich in dein Elternhaus mit ihren Kinder eingezogen, oder?


    Ich denke, es geht hier um 2 Baustellen:


    1. die neue Beziehung deiner Mutter


    2. der Einzug des Freundes mit SEINER Familie in EUER Elternhaus


    So zumindest habe ich dich, liebe TE, verstanden...das ihr euch verdrängt fühlt.


    Das sind 2 paar Schuhe.


    Zu Punkt 1 kann man nicht viel sagen...die Liebe kann einen immer und überall treffen und manchmal zu scheinbar unpassenden Momenten... das kann man nur so hinnehmen und lernen zu akzeptieren... v.a wenn es der mutter wirklich gut tut.


    Zu Punkt2 das sehe ich eben als das eigentliche Problem der TE.Gegen dieLiebe ist keiner gefeit, aber das der neue Partner gleich dort mit seiner Familie einzieht...


    Aber vll kann die TE mal schreiben, welche von den beiden Baustellen, die störendere ist.


    ****


    zu

    Ich bin warscheinlich im ähnlichen Alter der Mutter hier.


    Aber auch ich finde es von der Mutter der TE nicht in Ordnung, nach nur 3 oder 4 Monaten einen neuen Mann zu präsentieren und dass er ein halbes Jahr nach dem Tod des Vaters direkt ins Elternhaus der TE einzieht und die Erinnerungsstücke alle Knall auf Fall weggeräumt werden, als hätte es den Vater nie gegeben.


    Sie nimmt keinerlei Rücksicht auf die Gefühle ihrer Kinder.


    Im Hinblick auf die Trauer der Kinder finde ich das Verhalten der Mutter taktlos (u stückweit auch egoistisch), ich kann von daher die TE sehr gut verstehen.


    Der Mutter ist grundsätzlich ihr neues Glück durchaus vergönnt, aber sie hätte ihre Kinder an dieses Thema anders heranführen können mit


    1. mehr Zeit und


    2. wesentlich mehr Feingefühl.


    Jelisaweta erscheint mir sehr selbstreflektiert, also als eine verständnisvolle, erwachsene Tochter , mit der man sicher vernünftig reden kann.


    Dennoch ist sie ein Kind, das um ihren Vater trauert, das scheint der Mutter aber relativ egal zu sein.