Hanne 07,

    Zitat

    Ja, ist nur die Frage, wie hoch der Pfichtteil am Ende dann (noch?) ist

    Ja, das ist die Frage, aber darf erst nach dem Tode des Erblassers gestellt werden. Zuvor schon Bedenken anmelden oder gar den Erblasser bevormunden, das ist unmoralisch. Niemand hat das Recht, weder tatsächlich noch moralisch, darüber zu befinden, wie ein Elternteil mit seiner Rente oder seinem Vermögen umgeht – zumindest solange nicht fest steht, dass der Elternteil nicht mehr geschäftsfähig ist.

    Zitat

    Wahrscheinlich werden mir die meisten sagen, dass es mich nichts angeht, schließlich wohne ich nicht mehr zu Hause und meine Mutter hat ihr eigenes Leben.

    Jaien. Natürlich hast du als Tochter nicht dass recht, ihr ihre Entscheidungen madig zu machen oder ähnliches. Dass es dich gar nichts anginge und du dich zu freuen hast für sie kann man find ich aber auch nicht sagen, du darfst im Gegenzug darüber denken was du willst. Ich fände es auch sehr befremdlich, auch wenn der Kopf sagt, dass es ihre Sache ist und besser, als wenn sie in tiefe Depression verfällt.

    Zitat

    doch sie trampelt mit ihrem Verhalten im Moment auf allem herum, was mir lieb und wichtig war.

    Wie meinst du das genau, redet sie etwas schlecht oder meinst du 'nur', dass die Vergangenheit durch den neuen Mann belanglos wirkt?


    Nimm dir am besten erstmal Zeit für dich den Schock über den Verlust deines Vaters einigermaßen zu verdauen. Wenn du damit nicht zurechtkommst, zu Besuch in dein Elternhaus zu kommen und den neuen Mann da zu sehen, dann fände ich es verständlich, wenn du das auch nicht tust. Ich könnte das auch (erstmal) nicht. Man muss daraus ja kein "Mutter meiden, bestrafen und nie mehr besuchen"-Drama machen. Aber es ist ja immer möglich, es einfach zu ändern, also sie besucht dich in deiner Unistadt, du schläfst bei Freunden, wenn du auf Heimatbesuch bist etc. Wenn du nunmal das Gefühl hast, dass da nun ein Vaterersatz lebt, ist das erstmal so, ob richtig oder nicht.


    Ich kann deine Gedankengänge jedenfalls nachvollziehen. Ganz hasenrein und fair finde ich sie stellenweise auch nicht. Aber bei dem Thema kann man das finde ich auch nicht erwarten und dir demensprechend nicht per se zum Vorwurf machen.


    Würde ich ketzerisch sein wollen, könnte ich auch sagen:


    Wenn die Mutter das 'darf' (was natürlich so ist), dann dürfte die TE zur Verarbeitung auch böse gegen diese neue Beziehung wettern, wenns ihr denn hilft. ;-) Doofe Argumentation mit dem "wenns ihr gut tut" und "man darf alles" also.


    Ich finde es auch nicht gut mit Spekulationen über die Gefühle deiner Eltern zueinander in der Wunde rumzubohren. Deswegen würde ich mich selbst nicht da drin verlieren und auch von anderen keine Spekulationen hören wollen. Nix gegen deine Freunde, aber Einblicke hilfreich zu spekulieren haben die doch sicher nicht in deren Ehe gehabt. Klar kann es sein, dass die Ehe lange nicht mehr so toll war, wie es offiziell hieß. Es gibt aber mit Sicherheit auch Menschen, die bis zum Ende der gemeinsamen Zeit wirklich glücklich waren und trotzdem schnell jemand anderen gefunden haben. Irgendwelche Indizien und "bei mir war es so und so"-Gerede kann man sich da schenken.

    Zitat

    Ja, das war damals wohl eine eher kindliche Vorstellung von mir, als ich dachte, man muss nur alt genug sein bzw. werden und dann ist alles einfacher bzw. man kommt besser mit vielen Dingen klar.

    Das sehe ich auch so. Aber da gehen die Meinungen auch auseinander. Meine Mama sagte mal zu mir, dass es ihr leichter (nicht leicht) fiel, den zweiten Elternteil zu verlieren, weil sie da selbst eine eigene Familie (uns) hatte. Als der erste Elternteil starb fühlte sie sich wohl weitaus hilfloser und noch verlassener.

    Die Ausführungen zum Pflichtteil/Testament sind hier irrelevant, weil die TE gesetzliche Erbin wurde und sie das Erbe nicht auszuschlagen beabsichtigt.




    Jelisaweta


    Es tut mir leid, was Du gerade durchmachen musst. :°_ Ich bin ein paar Jahre älter als Du und glaube mir, mich würde das alles mindestens genauso aus der Bahn werfen.


    Im Prinzip sehe ich es ähnlich wie einige hier: Die Art und Weise Deiner Mutter, ihr neues Leben mit aller Macht und unsensibel gegen eure Bedürfnisse durchzuboxen, finde ich nicht richtig. Sie kann froh sein, dass Du da noch so besonnen und reflektiert nachdenkst, andere hätten vermutlich viel emotionaler reagiert und schon wäre der größte Krach da und anschließend das große Schweigen.


    Seltsam finde ich, dass sie mit euch nicht über den Verlust eures Vaters sprechen mag, ihr es geradezu lästig ist, wenn ihr nicht "lustig" seid. Diese betonte Fröhlichkeit und ständig Action, gepaart mit dem Unverständnis, dass Du und Deine Schwester nach kurzer Zeit mit der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen habt, macht mich irgendwie stutzig. Ich frage mich, ob und wann sich das noch ändert bzw. ob die Gefühlslage wirklich echt ist.


    Ich würde es an Deiner Stelle, wie auch Dumal schon vorschlug, mal ein bißchen krachen lassen. Das wird Dir sicher guttun, im Moment kommst Du mir sehr beherrscht und vernünftig vor, obwohl Du gerade so viel tragen musst. Unabhängig davon finde ich es auch keinesfalls gierig oder sonstwas, sich auch die finanzielle Seite anzuschauen. Ihr drei bildet eine Erbengemeinschaft, Entscheidungen über das gemeinsame (Wohnungs-)Eigentum sind daher von allen Erben auch gemeinsam zu treffen. Lieber jetzt klare Regeln und ein offenes Gespräch, als eine schwelende und sich steigernde Unzufriedenheit bei Dir und Deiner Schwester, die sich irgendwann entlädt und dann vielleicht einen endgültigen Streit zur Folge hat. Leider passiert so etwas häufiger als gedacht und oft sind die Fronten dann irgendwann so verhärtet, dass ein normales Miteinander völlig unmöglich ist.

    Ich habe es in der eigenen Familie erlebt. Da wurde auch rumgequakt und eingefordert, mit mehr oder weniger Erfolg. 5 Geschwister (meine Neffen und Nichten)


    Als dann die Mutter schwer krank wurde, waren genau die, die für sich immer alles haben wollten, niemals in der Lage, auch nur einmal in der Woche nach ihr im Pflegeheim zu sehen. Die Ausreden waren ellenlang. Jeder dachte vom anderen, er könne das tun. Wobei dann nie jemand kam.


    Besuch kam eher von den Randverwandten, die sich kümmerten, nicht von den Kindern, für die sich die Mutter mal lang und breit den A.sch aufgerissen hat. Da war letztendlich nicht mal Geld, dass mal der Friseur vorbeikommen konnte. Och, die Mutter merkt es eh nicht mehr.


    Die 5 haben Zeit ihres Lebens die Mutter beansprucht, die hat gerne gegeben, war Oma fürs Grobe und Feine (sie war überhaupt schon lange Witwe), hat von ihrer Rente gegeben. Als die Mutter nicht mehr konnte, war niemand für sie da. So was von traurig.


    Wie sähe es hier aus? Würde, im Falle eines Falles (was ich nicht wünsche), die TE so für ihre Mutter da, neben Studium für die Mutter zu sorgen, sogar das Studium sausen zu lassen, weil es die Mutter ist – und man so etwas tut, sprich: sie zu pflegen, ihr nahe zu sein, für sie da zu sein? Würde die Mutter sich dadrauf verlassen können?


    Nur mal so in den Raum gestellt... Wenn man auch mal (ver)geben müßte....

    sorry Ahornblatt aber was hat das denn damit zu tun? Sie hat doch bereits selber gesagt, dass sie die Uni wechseln und wieder Heim kommen wollte...wollte ihre Mutter aber nicht. Niemand verlangt, dass ihre Mutter sich ein Leben lang für die Kinder aufopfert, aber die Art und Weise wie sie der Zeit mit ihrer Töchtern umgeht ist auch nicht richtig.

    Ich auch. Wenn man sich die Beiträge der TE mal genauer durchliest erkennt man finde ich recht gut, dass sie nicht alles für sich will, egoistisch ist oder ihrer Mutter nichts gönnt. Die TE hat nie de Anspruch geäußert, dass ihre Mutter nur noch ihre Kinder im Kopf hat.

    Das mag sein. Trotzdem wäre es interessant zu erfahren, was die Tochter für die Mutter tun würde..... Dazu wäre nicht einmal ein Pflegefall anzunehmen. Einfach nur mal so: was würde sie für die Mutter (gerne) tun?

    Ahornblatt, ich finde Deine Beiträge für die TE nicht hilfreich. Sie hat sich mit einem nachvollziehbarem Problem an uns gewendet und Du kommst mit "ja und was würdest DU denn für Deine Mutter so tun??". Dass die TE so lange bei der Mutter blieb, bis sie von ihr wieder an den Studienort geschickt wurde (sie wäre ja sogar wieder heimgezogen, wenn die Mutter das gewollt hätte) sollte Deine Frage doch wohl beantworten.

    Ahornblatt

    Zitat

    Ich lese hier immer wieder, worauf die Mutter Rücksicht zu nehmen hätte, was sie besser tun könnte. Verpflichtungen dem Gefühl gegenüber. Wie sieht das denn wechselseitig genau aus?

    Ich finde, Jelisaweta hat bislang recht viel Rücksicht auf die neuen Gefühle der Mutter genommen. Hätte ich gewisse Situationen und Aussagen der Mutter, wie sie von der TE geschildert wurden, erlebt, ich bin mir nicht sicher, ob ich so ruhig geblieben wäre – und ich bin noch nicht mal der Meinung, die Mutter hätte auf ihre neue Liebe verzichten müssen.

    Zitat

    Das mag sein. Trotzdem wäre es interessant zu erfahren, was die Tochter für die Mutter tun würde..... Dazu wäre nicht einmal ein Pflegefall anzunehmen. Einfach nur mal so: was würde sie für die Mutter (gerne) tun?

    Naja, was-wäre-wenn Fragen sind ziemlich müßig. Wieso fragst du, ob die TE im Falle des Falles für ihre Mutter da wäre? Der Fall der Fälle ist doch schon eingetreten. Oder was soll (du sagst ja selbst, es muss nichtmal ein Pflegefall sein) noch schlimmeres passieren, als der Tod des Vaters/Ehemanns, damit du vom "Fall der Fälle sprichst"? :-/ Denn daa ist gerade die Mutter weniger für ihre Töchter da, als andersherum.

    @ Jelisaweta

    Ich habe eine ähnliche Geschichte hinter mir, erlaube mir Sie dir zu erzählen:


    Meine Mutter starb im Mai 2010 vollkommen plötzlich und unerwartet im Alter von 49 Jahren. Das war 3 Monate vor Ihrem 50. Geburtstag und 4 Monate vor dem 30. Hochzeitstag. Zu dem Zeitpunkt war ich 21 Jahre alt und in meinem 1. Lehrjahr. An dem Tag brachen für mich gleich 2 Welten zusammen. 1. Das meine Mutter (die man irgendwie für unsterblich hält, zumindest bis sie mal ganz ganz alt ist) von uns gegangen ist und 2. Das mein Vater weint. Es hat uns wirklich (natürlich) sehr getroffen.


    Im Anschluss daran habe ich mich auch mit meiner (großen) Schwester unterhalten. Mein Vater war zu dem Zeitpunkt 55. Das ist kein Alter ab dem man allein bleiben kann oder sollte. Uns war klar, dass er (irgendwann) einmal jemand neues finden würde und muss. Wir wollten ja nicht, dass er den Rest seines (vielleicht noch recht langen) Lebens, vollkommen allein bleibt.


    Um halt mit paar Leuten zu Kommunizieren (er wollte dort insbesondere mit ehemaligen Arbeitskollegen schreiben) habe ich ihm einen Jappy-Account angelegt.


    Kommen wir zum Punkt. Darüber hat er eine Frau (wieder-) gefunden, die er von Kneipentouren damals kannte (Thekenmannschaft). Die haben sich dann schon gegen Ende des Jahres 2010 paar mal getroffen (ganz "unverfänglich" mit Ihrer Verwandtschaft dabei, die er vom Fußballspielen auch noch kannte). Am Neujahrestag 2011, also 7 Monate nach dem Tod meiner Mutter wurde ich vor die vollendete Tatsache gestellt, dass er eine neue hatte. Er hat dann natürlich versucht es mir "schonend" beizubringen und natürlich gesagt, dass sie niemals Mama ersetzen würde und das auch gar nicht wollen würde. Mein Vater ist auch in der Folgezeit täglich auf den Friedhof gegangen (während ich nur zu Geburtstag und Muttertag da war).


    Natürlich rebelliert man da als Kind etwas. Ich meine, der Ehepartner, der gleichzeitig eines der Elternteile ist, ist gerade erst von uns gegangen. Das war ein ziemlicher Schock für mich. Ich wollte ja, dass er wen findet, aber niemand hat gesagt, dass es SO schnell sein musste. Nach nicht allzu langer Zeit kam dann irgendwie das Thema zusammenziehen auf und das kam ja für mich erstmal sowas von GAR NICHT in Frage. Da habe ich auf stur geschaltet nach dem Motto: Sie oder Ich. Kannste dir ja überlegen ob du dafür deinen Sohn verlieren willst. Das wurde dann erstmal verworfen. Mittlerweile (im Juli 2012) ist es dann doch dazu gekommen. Mittlerweile wohne ich (noch) Patchworkmäßig mit meinem Vater, seiner Freundin und deren Sohn unter einem Dach. Mittlerweile habe ich mich damit arrangiert. Ich habe das Glück nicht sooo viel mitzubekommen, da wir in einer großen Maisonette-Wohnung wohnen und ich dadurch mein "eigenes Reich" habe. Theoretisch muss ich also nichts mitbekommen, außer das Essen. Was hab ich schon zu meckern, es gibt immerhin (fast) jeden Tag Essen, das hatte ich schon ne ganze Weile vermisst.


    Ich kann also alles in allem nur sagen: Es wird nie einfach sein, deine Mutter mit einem anderen Mann zu sehen und zu akzeptieren. Ihr zu liebe, solltest du es aber tun. Denn willst du, dass deine Mutter ihr restliches Leben allein bleibt? Das gönnst du deiner Mutter bestimmt nicht. Immerhin ist so jemand da der sich auch um Sie kümmert. Und wenn er nett euch beiden gegenüber ist, sich bemüht und deine Mutter angemessen behandelt, dann hat er die Chance verdient. Niemand kann deinen Daddy ersetzen, niemand. Soll auch niemand. Und er wird das auch wissen und nicht versuchen. Muss er auch nicht. Er kann euch aber sowas wie ein Freund werden, wenn ihr die Chance annehmt. Lasst zu, was immer Mama gut tut. :)


    MfG

    @ Ahornblatt

    Zitat

    Ich lese hier immer wieder, worauf die Mutter Rücksicht zu nehmen hätte, was sie besser tun könnte. Verpflichtungen dem Gefühl gegenüber. Wie sieht das denn wechselseitig genau aus?

    die TE und ihre Schwester haben doch schon gezeigt, dass sie keineswegs nicht bereit sind um ihre Eltern zu kümmern beide haben sich zusammen mit der Mutter um ihren Vater gekümmert und waren noch eine Stütze für ihre Mutter im Gegenteil Jelisaweta scheint sich eher zurück genommen um ja Rücksicht auf ihre Mutter zu nehmen von daher sind deine Angriffe einfach nur unpassend.

    Hallo liebe TE,


    ich möchte dir mal meine eigene Gechichte erzählen um dir evtl. einen anderen Blick zu ermöglichen:


    Vor bald 14 Jahren starb mein damaliger Lebensgefährte im Alter von nur 35 Jahren kurz vor unserer geplanten Hochzeit völlig überraschend an Krebs. Zwischen Diagnose und Tod lagen lediglich 8 Wochen ... es war unfassbar!


    Trotzdem habe ich mich nach nur 4 Monaten in einen anderen Mann verliebt ... einfach so, ich habe es auch nicht verstanden. Es wurde nichts ernsthaftes daraus, ABER es hat mich NIE daran gehindert, weiterhin um meinen verstorbenen Partner zu trauern. Ich habe aus meinem Umfeld sehr viel Unverständnis, Wut und Ablehnung erfahren – wie herzlos ich doch sei, dass ich ihn doch nie geliebt hätte etc.pp. :°( , obwohl das nicht stimmt. Die beiden Gefühle hatten NICHTS miteinander zu tun und die Verliebtheit für den einen hat mich nicht daran gehindert vor Trauer nachts allein in meiner Wohnung den Kopf an die Wand zu schlagen....


    Ich trauere auch heute noch um ihn, obwohl ich mich seit vielen Jahren in einer neuen, glücklichen Beziehung befinde! Der Verstorbenen wird IMMER einen festen und tiefen Platz in meinem Herzen haben und NIE vergessen werden. Manchmal genügt auch nach 14 Jahren ein Lied oder ein Geruch und mir steigen die Tränen in die Augen ... und auch das hat nichts mit der Liebe zu meinem jetzigen Partner zu tun ... Trauer kennt sehr viele Gesichter und deine Mutter und du ihr seid eben völlig verschiedene Menschen.


    Ich wünsche dir alles Gute und dass der Schmerz blad liebevollem Gedenke weicht und du mit Freunde auf dein Leben mit deinem Vater zurückdenken kannst!

    kleiner drachenstern,


    so etwas in der Art habe ich ja auch vermutet und glaube da auch nach wie vor dran.


    Schön, dass du es aus eigener Sicht erklären kannst.


    Das beschönigt aber nicht den unsensiblen, lieblosen Umgang mit den Kindern

    Zitat

    Seltsam finde ich, dass sie mit euch nicht über den Verlust eures Vaters sprechen mag, ihr es geradezu lästig ist, wenn ihr nicht "lustig" seid. Diese betonte Fröhlichkeit und ständig Action, gepaart mit dem Unverständnis, dass Du und Deine Schwester nach kurzer Zeit mit der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen habt, macht mich irgendwie stutzig. Ich frage mich, ob und wann sich das noch ändert bzw. ob die Gefühlslage wirklich echt ist.

    mein vater ist gestorben, da war ich ein kind.


    meine mutter hat nie wieder über ihn gesprochen und ist einfach zum alltag über gegangen.


    über 30 jahre später meinte sie, sie wäre damals so traumatisiert gewesen, dasss sie nicht darüber reden konnte und sie dachte, wenn sie zur nomalität übergehe, wäre das für uns die beste art, die sache zu verarbeiten.


    die menschen trauern extrem unterschiedlich und ich bin der festen meinung, dass die mutter hier sehr wohl trauert, aber die liebe zum einen mann hat mit der zu einem anderen doch gar nichts zu tun.


    auch, wen es wieder um das thema "beziehung" sind.


    aber anderer mensch, andere beziehung.