Im Falle, dass er verstirbt (und nur in dem Falle) würde ich verzichten.


    Auch wenn es vielleicht nicht gerechtfertigt ist, würde ich mir wie ein skrupelloses Monster vorkommen.


    Wie oft passieren schon Dinge wie diese...wie gesagt, ich würde dann im Falle nach ner anderen Lösung suchen (zu meinem Nachteil)...und ist nicht nur blabla...

    Gut, in real würde meine Existenz deshalb nicht wackeln, denn ich kann auch mit BVG zur Arbeit juckeln..das kann nicht jeder, schon klar.


    Insofern muss ich mich mit dieser quälenden Frage nicht auseinandersetzen.


    Mir geht es eher um das stereotype Bild vom jungen Geschäftsmann mit schickem 50.000€ BMW, der mit Anwalt auf die Hinterbliebenen losgeht.


    Aber der von dir beschriebene Fall (dass die eigene Familie bei draufgeht) wäre für mich der einzige Grund, Schadenersatz zu fordern.

    @ Zoey21

    Finde ich prinzipiell ja gut. (aber keine Norm, die man anderen vorschreiben soll) Hängt das ob auch davon ab, wie "reich" die Überfahrene war? Oder hat die Klageablassung rein "egoistische" Motive, Trauerarbeit für deine Seele, ein Ausgleichen will fast schreiben "Buße" für deine Tat? Oder ist es eine Mischung? Oder pures Mitleid?

    morgensonne


    Erst mal mein Beileid :°_ :)- :)*


    Der Autofahrer ist ja oberst dreist ,zu der Schuldfrage ,ein Autofahrer muß immer so fahren dass er jederzeit anhalten kann, eine Teilschuld wird er auf jeden fall bekommen. Was sagt Euer Anwalt ?


    Wünsche Dir und deiner Familie viel Kraft. :)* :)*

    Ich habe mit 100 km/h ein Kind auf einem Pony angefahren. Das Kind hatte das Pony bei einem Bauern 'ausgliehen', weil es mal reiten wollte. Ohne Sattel und nur an der Mähne festhaltend saß der Junge auf dem Pony, das mit ihm durchgegangen war.


    Das Pony im Galopp aus einem Waldweg bei einbrechender Dunkelheit direkt auf die Landstrasse, wo ich mit 100 km/h halt unterwegs war. Bremsen ging gar nicht mehr, Zusammenprall....


    Der Junge hat schwerverletzt überlebt, hat heute noch Schäden, da Schädeltrauma, das Pony lang röchelnd mit raushängendem Darm am Strassenrand, wurde noch vor Ort erschossen.


    Ich kann nur sagen, solche Sachen macht man ja nicht mit Absicht, und ich als Fahrer des Wagens habe psychologische Hilfe in Anspruch nehmen müssen, das Bild und das Geräusch des Aufpralls werde ich nie in meinem Leben verlieren.


    Und mein Auto war Schrott.


    Bei Personenverletzungen wird i m m e r die Polizei eingeschaltet, desgleichen die Versicherungen der jeweiligen Personen. Und daraus ergibt sich auch, dass die Versicherungen von sich aus die Dinge in die Wege leiten mit Ansprüchen, die natürlich oftmals pietätlos erscheinen mögen, die aber mit dem Unfallbeteiligten und seinen Gefühlen nichts, rein gar nichts zu tun haben.


    Ich war damals arbeitslos, mein Auto im Eimer, ich war völlig unschuldig an der Situation – also hat sich auch meine Versicherung damit auseinandergesetzt, dass ich meinen materiellen Schaden ersetzt bekam.


    Ich wünsche niemandem solch ein Erlebnis und hier auf eine Unverschämtheit des Fahrers zu spekulieren – ich weiß nicht recht....

    Hallo,


    ich finde es nicht pietätlos, einen Schaden ersetzen zu lassen, auch wenn der Verursacher beim "Beschädigen" zu tode gekommen ist.


    Wer schuld ist, wer Verursacher ist, wer Geschädigter ist, wird ein Verfahren versuchen rauszufinden. Ob das zur Zufriedenheit aller gelingt, mag zweifelhaft sein, aber auf der dann bestehenden Grundlage sind Entschädigungen zu leisten.


    Sorry, hat mit Pietät und Moral nix zu tun.


    lg.

    In meinem Fall war es z.B. so, dass der "nette Mann" eine Woche, nachdem ich aus der Klinik raus war, bei uns klingelte und meiner Mutter ankündigte zu klagen. Das finde ich dann schon pietätlos und da brauch mir auch niemand was anderes erzählen.


    Es ist eine Sache, wenn die Versicherung den Schuldigen feststellen will, ein andere, wenn der andere "Betroffene" einen Vorteil will.

    Zitat

    die große unbekannte ist und bleibt also die schuldfrage...

    Bitte die Gefährdungshaftung nicht vergessen... Mal ein Auszug aus einer Anwaltsseite:


    Wenn aber ein Auto mit einem Fußgänger zusammenstößt, dann unterliegt das Auto der Gefährdungshaftung und der Fußgänger nicht. Trotzdem muss der Autofahrer für den Schaden nicht automatisch allein aufkommen, soweit er darlegen kann, dass auch der Fußgänger Schuld an der Verursachung des Unfalls hat. Von der seinem Auto grundsätzlich zuzurechnenden Betriebsgefahr von 15 – 35 % kommt er aber nur dann los, wenn das Verschulden des Fahrradfahrers erheblich ist und der Unfall auch für einen Idealfahrer nicht zu verhindern gewesen wäre.

    Zitat

    also hat sich auch meine Versicherung damit auseinandergesetzt, dass ich meinen materiellen Schaden ersetzt bekam.

    das darf bei der moralischen wertung des autofahrers nicht vergessen werden. ich vermute mal, dass solche forderungen auch ohne aktive beteiligung des todesfahrers durch die versicherung angestoßen wird.

    Diese Sache hat viele Seiten:


    Einerseits:wie fühlt man sich, wenn man den Unfalltod der Mutter verarbeiten muß und dann einen solchen Brief bekommt?


    Das ist scheußlich – in jedem Fall


    Die andere Seite ist die Frage der juristischen Bewertung des Unfalls und die ist eben noch nicht geklärt und solange kann man der Te wohl nichts raten


    die dritte Frage ist, ob man, wenn man schuldlos einen Ufall hatte, in dem der Unfallgegner zu Tode kam, trotzdem auf Schadensersatz kladen darf.


    Meiner Ansicht nach hat das wenig mit Moral oder Ehtik zu tun – insbesondere, wiel das Geld hinterher oft von einer Versicherung gezahlt wird und nicht von den Hinterbliebenen.


    Wenn ich in dieser Situation wäre, würde ich auch Schadensersatz fordern. Ich kann auf mein Auto absolut nicht verzichten ...unter keinen Umständen und ich hätte nicht die Mittel eine kostspielige Reparatur zu wuppen.

    Zitat

    Und selbst wenn ich 50.000 Euro gespart habe und die Reparatur 10.000 Euro kostet, sollte man dann auf sein mühsam erspartes Geld verzichten?

    Wenn ich steinreich wäre und der Unfallgegner keinerlei Versicherung hatte und ich den Unfallgegner bzw die Hinterbliebenen in ein finanzielles Desaster stürze, während ich den Schaden quasi aus der Portokasse begleichen kann – dann würde ich auf eine Regulierung des Schadens verzichten. :)z

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