Mutter vor ein paar Stunden gestorben

    hallo an alle,


    ich weiß nicht ob es hier ins Forum passt, da sie nicht an Krebs gelitten hat (zumindest wussten wir nichts davon)... [Dieser Faden stand ursprünglich im Krebsforum, da es dieses Forum noch nicht gab]


    Als ich gegen 12.40 heimkam und noch bevor ich die Post holen wollte, in ihr Schlafzimmer ging um nach ihr zu sehen (weil sie die letzten Tage starkes Rheuma hatte), lag sie komplett ausgestreckt... leblos dar, ich reagierte schnell und erwartete bereits das Schlimmste... Notarzt gerufen... Herzlungenmassage... Doch der Notarzt, der anschließend kam, hatte nach einigen Wiederbelebungsmaßnahmen auch gesagt, dass sie schon mind über eine halbe Stunde tot war.


    Sie war erst 51, und vorher hatte sich nichts angedeutet, wenn ich hier die Threads lese, sehe ich immer, dass es bei euch mehr oder weniger absehbar war, dass das Ende kommt, doch bei mir war es so plötzlich...


    Ich habe noch 2 jüngere Geschwister (20&18) und bin selbst 21. Meinen Vater hat es schwer getroffen, da er nächste woche seinen neuen Job anfangen wollte und nun am rotieren ist.


    Es ging alles so schnell, 12.45h war ich da hab reanimierungsversuche gestartet, um 13.15h war mein vater da und der bestatter kam schon um 17h. Ich konnte mich jetzt in mein zimmer zurückziehen und ein bischen fuer mich sein, da die besten freunde meines Vaters nun da sind... Ich bin selbst ein sehr lebensfroher mensch, aber sowas wirft auch mich um, dennoch versuche ich nach vorne zu blicken und zu schauen wie es weitergeht...


    Nun zu meinen Fragen:


    Wie kann ich meinem Vater helfen in nächster zeit, versuchen die uni etwas zu vernachlässigen und fuer sie dazusein?


    Sie fehlt uns jetzt nicht nur als mensch sondern auch anders, den Haushalt hat sie fast komplett gemacht und nun heißt es auch fuer mich wäsche waschen lernen ... ?!


    Wie kann ich am besten diese Trauer (mit der ich keienrlei) erfahrung habe bekämpfen ?


    und voralldingen, ich denke ich kriege das hin, aber mich reißt es so runter wenn andere (vater,schwester,bruder,tante) etc. traurig sind und ich weiß nicht wie ich ihnen helfen soll...


    Musste das mir einfach mal von der Sehle schreiben... achja wisst ihr ob es jetzt shcon weiße lilien zu kaufen gibt? sie mochte gern bären und ich wollte ihr nen koalabär (sie wollte schon immer nach australien) und diese lilie auf ihr grab legen... und noch ein paar worte bei der trauerfeier an die anderne richten ...


    Vor nem halben jahr meine große liebe an nen anderen verloren und nun meine Mutter, das leben ist hart, was mach ich nur wenn mein vater auch noch stirbt...


    ich möcht gar nicht dran denken ...


    in tiefer trauer...


    :°(


    schreibt einfach irgendwas... was auch immer...

  • 49 Antworten

    hey Du

    das ist schrecklich für Dich und deine Familie, was da passiert ist. Das haut jeden um, auch den lebensfrohesten Menschen.


    Ich denke, wichtig ist,daß Ihr miteinander redet.


    Und Du, hals Dir nicht zuviel Verantwortung für Dich und Deine Familie auf. Verstehs nicht falsch, ich finde es wunderbar, wie Du Dir Gedanken um alle anderen machst und denkst Du packst das schon. aber lass auch Deine Trauer zu!!! Du kannst den anderen nicht alles abnehmen, da zerbrichst Du dran.


    Lass die Uni erstmal Uni sein... nur nicht zu lange, Dein Leben geht schließlich weiter, auch wenn Du im Moment kaum Kraft dafür übrig hast. Wenn das schlimmste überwunden ist, bist Du vielleicht sogar über diesen Teil Deines Lebens froh... Als Investition in Deine Zukunft.


    Dafür, wie Du die Trauer bewältigst, gibt es, denke ich zumindest, leider kein Rezept. Da muß jeder irgendwie anders durch.


    Was ich Dir raten möchte:


    -vergrab Dich nicht zu lange, rede mit Menschen, Denen Du vertraust, heule, lenk Dich ab, aber nicht nur...


    -Irgendwann wirst Du merken, wie der Kloss in Deinem Hals kleiner wird, wie Du wieder lachen kannst ohne gleichzeitig zu weinen...


    Ich wünsche Dir viel Kraft und viele liebe MEnschen, die Dir zuhören, Dich weinen lassen, Dich in den Arm nehmen wenn Du es brauchst und merken, wenn Du alleine sein willst...


    Alles Gute!!!

    Virtuelle Umarmung

    Zunächst mal, auch wenns banal klingt: Mein tiefes Beileid. Es ist eine schöne Idee, mit den weißen Lilien und dem Bärchen. Hatte sie Lieblingsblumen? Dann wäre das auch noch eine Idee.


    Habe keine Angst, keiner erwartet jetzt alleine von Dir, das zu meistern, wenn Du noch Vater, Schwester usw. hast. Den Starken spielen mußt Du bestimmt nicht. Falls Du aber derjenige bist, der firm ist in Schriftstücken, übernehme das ruhig jetzt zur Trauerfeier. Glaube mir, man kommt in der ersten Woche kaum zum nachdenken, soviel gerenne hat man da mit allem möglichen.


    Du hast völlig recht, bei meiner Mutter (67) (sie hatte Krebs) war der Tod absehbar. Bei meinem Vater (mit 47), ähnlich tot umgefallen wie Deine Mutter (er hatte gar keine Krankheit, zumindest keine uns bekannte) war es ganz anders. Auf Einmal: zack- weg. Ich war da erst 5, aber ich wußte: ab jetzt ändert sich alles, so war es auch. Auch mein Bruder, verstorben mit 29 Jahren bei einem Verkehrsunfall, war auf einmal einfach nicht mehr da. Es ist besonders schwer, mit solchen schnellen, weil unerwarteten Verlusten fertigzuwerden. Nicht das ich bei meiner Mutter nicht getrauert hätte, im Gegenteil: sie mußte so lange leiden und ich mußte zuschauen, konnte höchstens ein wenig lindern durch meine Zuwendung. Daran habe ich immer noch, nach über 6 Jahren, zu nagen.


    Bei schnellen Toden ist das letzte Wort eben nicht gesprochen worden, das ist das Problem. Man hätte doch noch so vieles besprechen mögen, und es ist nicht mehr möglich. Der einzige Trost, der bleibt, den hat man aber erst nach einer gewissen Zeit verinnerlicht, ist: dieser geliebte Mensch mußte nicht lange leiden.


    Nimm dir die Zeit, die Du brauchst, eine gewisse Auszeit, arbeite mit Deiner Familie Schriftstücke, Sammlungen und Fotos Deiner Mutter auf.


    Um den Haushalt würde ich mir keine so großen Sorgen machen. Falls ihr Anfangs Unterstützung braucht, holt euch die, egal ob bezahlten oder durch nette Menschen. Ihr findet schnell eure eigene Richtung.


    Es kann auch helfen, einiges an der Wohnung umzuräumen, neu zu tapezieren usw. Nicht sofort, das hätte ich bspw. nicht gekonnt, aber nach einiger Zeit. Manche machen das auch recht schnell, vielen hilft das sogar. Denn in der Wohnung, wie sie jetzt ist, erinnert alles an die Mutter. Auf Dauer ist das nicht ratsam.


    Aber ein einziges Allheilmittel gibt es nicht gegen Trauer, höchstens eins: die Zeit. Das heißt nicht, das Du schnell vergessen oder verdrängen sollst, sondern nur soviel: das Leben als solches schleicht sich wieder ein. Du hast ja lesen können, meine ganz Familie wurde nach und nach dahingerafft, mit 27 Jahren fühlte ich mich wie ein Vollwaise und völlig alleine auf der Welt. Es ist schön zu lesen, das Du nicht alleine bist, auch wenn Du dich möglicherweise jetzt genauso fühlst. Haltet zusammen, das ist jetzt das Wichtigste.


    Finde ich schön, das Du gerade zu uns Krebs-Betroffenen oder deren Angehörigen soviel Vertrauen hast, das ehrt uns hier im Forum.


    Alles Gute für Dich und deine Familie

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    danke erstmal fuer die antworten ...


    mich zieht das leider , ich emrks heute schon nachm aufstehen verdammt runter, es ändert sich so vieles, as ich nie wollte, z.b. der familienzusammenhalt wird viel größer in nächster zeit und ich bin eher einer der viele Freiheiten und auch abstand braucht...desweiteren muss ich den haushalt nun mitschmeißen neben studium und arbeit...


    und nicht zuletzt auch noch verkraften , das meine Mutter verstorben ist und sie nicht mehr kommt, mit 21 ein wenig früh sowas schon durchmachen zu müssen ...es ist einfach nur verdammt hart...wie lange warn eure trauerzeiten denn so?

    bei meiner oma damals vor ein paar jahren hat mich das bei weitem nicht so getroffen , da trauerte nur mein vater , aber sié wurde ja immerhin 75...ich verfloss damals keine träne ich weiß auch nicht warum ...aber das jetzt...:/

    Lieber Tigawood,

    ich finde es sehr tragisch, was dir passiert ist. Schon allein, dass du deine Mutter so vorgefunden hast. Das tut mir richtig weh. Jetzt wird wirklich eine schwere Zeit auf dich zukommen, den Trauer kann man nicht, wie du schreibst, bekämpfen. Trauer ist wie eine schlimme Krankheit, da mußt du durch. Am besten lasse alle Gefühle zu und helfe deiner Familie wo es geht. Es tut mir sehr, sehr leid, denn du bist wirklich noch so jung.

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    Lieber Tigawood!!!!!

    Tief betroffen lese ich diese Zeilen von Dir! Ich weiß gar nicht, wie leid mir das für dich tut. Denke gerade ganz fest an dich und dass bald ein paar Sonnenstrahlen in dich und deine Familie kommen.


    Mit dem Tod eines Verwandten kann ich das nur schwer nachvollziehen, obwohl es bei mir mal fast soweit gekommen war. Wir hatten einen Spinner am telefon, der behauptet hat, dass mein Vater einen schweren Autounfall hatte und nun im Krankenhaus lag. Er gab sich als Polizist aus. Wir haben ihm natürlich geglaubt. Panisch riefen wir ein Taxi, zogen uns hektisch Sachen an und rannten auf die straße, obwohl das Taxi doch erst nach 10 oder 15 min gekommen wäre. Gedanken rasten mir durch den Kopf, was wird jetzt? Finanziell und emotional? Meinen Vater mit 20 zu verlieren wollte ich nicht. Als wir rausrannten kam er zufällig gerade mit dem Auto...wir haben geweint. Es war so schlimm...


    Auch wenn mein Vater noch lebt, kann ich doch ganz leicht nachvollziehen, wie es dir geht. Diese Leere und dann das ganze drum herum, worum man sich kümmern MUSS. Das empfinde ich manchmal als direkt unmenschlich.


    Tiga!! Ich hoffe, du hast jetzt Menschen um dich, mit denen du reden kannst, wenn dir danach ist. Und wenn dir danach ist, schreib hier weiter rein!!


    Die Idee mit den weißen Lilien finde ich sehr schön und dem Koala auch. ich weiß nicht, ob du gläubig bist oder nicht. Ich bin es nicht, aber ich glaube, irgendwo gibtv es einen Anfang und ein Ende und dass man sich IRGENDWIE wieder trifft und sie jetzt vielleicht in einem anderen Zustand ist und weiterhin bei euch ist. Das wünsche ich mir sehr.

    hmm ganz schön böse deine geschichte jolene...was es doch fuer leute gibt...


    naja mein vater weist mich jetzt demnaechst in die fianziellen dinge ein , falls er auch noch, naja will mal nicht dran denken ...


    heute warn wir sarg aussuchen, am dienstag ist todesanzeige ind er zeitung und freitag ist beerdigung...geht irgendwie alles so schnell , ohen das sich es bisjetzt richtig begriffen habe...

    TIGA!

    Die nächste zeit wird schwer für dich und deine Familie werden. Ich glaube, die Benommenheit wird noch eine Weile bleiben, bis du es wirklich realisierst. Es tut mir so leid...wie beschäftigst du dich? Bist du mit deinen Geschwistern zusammen oder allein in deinem Zimmer?


    Schreib deine Gedanken auf, ob in einem Wirrwarr oder in dein tagebuch (wenn du eins hast) und schreib hier weiter.


    Bin in Gedanken bei dir!


    Hm, von einer freundin ist letztes Jahr der Vati gestorben. Jetzt haben sie ein schönes Bild von ihm mit auf dem Esstisch.


    Ich wünschte ich könnte dir tröstende Worte geben, leider kann ich das nicht.

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    naja im moment denke ich an viele dinge die ich mit ihr erlebt habe, aber so richtig weinen kann ich noch nicht, ist halt noch diese 'Gefühlskälte da' ein tagebuch führe ich seid meiner ersten großen liebe, erinnerst du dich noch an die story? naja ein halbes jahr später verliert man wieder jmd ist shcon hart, grad wo ich dabei war beziehungstechnisch bereit fuer was neues zu sein ...ja so kanns gehn nun werde ich dieses jahr wohl auch alleine verbringen müssen .


    Meine Geschwiste haben besuch von freundin und seiner freundin. ich bin in der anfangszeit lieber alleine...auch wenn mir meine beste fruendin angeboten hat extra 200km zu mir zu fahren ...jaja...


    beschäftigen tue ich mich teiwleise mit unizeugs, inet surfen und einfach auf dem bett liegen ...nächste woche will ich wieder zur uni gehn in der hoffnung dass ich nicht 5000 hände schütteln muss, da ich dort sehr bekannt bin...


    lg

    Ja, an deine Geschichte erinnere ich mich natürlich, wie könnte ich die vergessen? :-/


    Es tut mir leid, dass dich gleich zwei so schwere Schicksale treffen. Aber dass du dieses Jahr allein verbringen wirst ist Schwachsinn. Red dir sowas nur nicht ein. Ich wünsch dir für die nächste Uniwoche auf jeden Fall viele sensible Menschen, denen du nicht viel erklären musst. Und wenn du es nicht mehr kannst, geh heim oder fahr mit dem Rad ganz schnell durch die Lnadschaft. Laß alles an dir vorbei ziehen. Vielleicht rollen ja dann ein paar Tränen. Das wünsch ich Dir!!!

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    Ist vielleicht doch ganz gut, wenn sie dich besucht, hm? Auch wenn du das lieber mit dir allein ausmachen willst!


    Sie will dir jetzt sicher gern beistehen.


    Ich lenke meinen Schmerz jetzt beim tanzen ab. Ich hoffe, du hast eine gute Nacht und erholsame Träume!!!

    naja du hast ja auch liebeskummer...


    ich war grad unten bei meinem dad, er hat sich die live dvd von grönemeyer angehört...mit dem Lied "Der Weg"


    ich stand während des liedes bei ihm , aber dann bin ich hoch weil ichs ned mehr ausgehalten hab...es tut weh andere leiden zu sehn ...aber ich bin vielleicht von natur aus schon immer derjenige, der fuer andere das beste will ...


    aber nichts kann ich tun um jetzt den anderen und insbesondere meinem vater zu helfen ...


    ich seh sie ja wieder am montag in der uni...aber ich will da andere nicht so reinziehen ...es bringt ja auch nichts wenn ich deren Leben mit dieser situation noch belaste...

    Hallo

    Du darfst doch nicht denken, dass Du damit jemanden belastest, das ist Quatsch. Deine besten Freunde werden froh sein, wenn Du einen Schritt auf sie zu gehst, ich wette mit Dir, dass sich da nämlich nur wenige trauen, auf Dich zuzugehen, weil sie einfach nicht wissen, was sie sagen sollen. Ausserdem finde ich auch, dass Du Dich nicht allein verantwortlich für alles fühlen sollst, Ihr seid eine Familie, ihr meistert das zusammen und Deine Geschwister sind auch noch da. Du bist nicht allein, denk daran. Vielleicht weiss Dein Vater auch nicht, wie er auf Euch Kinder zugehen soll. Nimm Ihn doch einfach mal in den Arm, lass Deiner Trauer freien Lauf, denn ohne Trauer, wirst Du innerlich zerbrechen. Wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft. Liebe Grüße, Carmen

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