1. In den Sozialwissenschaften weiß man auch, dass es für die dort verorteten Modelle, Konstruktionen und Wirkungszusammenhänge keine "Beweise" gibt, sondern man nähert sich einem Konstrukt mit verschiedenen Methoden auf verschiedenen Ebenen an, validiert neu, konstruiert.... irgendwann berechnet man Näherungswerte und versucht halt so, der Wirklichkeit auf die Spur zu kommen.


    Das ist natürlich kein "Beweis" wie bei den Naturwissenschaften, aber doch eine Methode, sich etwas Unbekanntem zu nähern.


    Das Fehlen stofflicher Beweise ist deshalb m.A. nach kein Beweis für die Nichtexistenz.


    2. Sind wir Menschen nur begrenzt und planetengebunden.


    Ich würde mir nicht anmaßen zu versuchen, mit meniem kleinen menschlichen, erdgebundenen Gehirn mit vollster Überzeugung über etwas, was NACH der menschlichen Existenz passiert, zu sagen: das gibt es nicht.


    https://www.youtube.com/watch?v=kL3SGR85ymY

    Ich bin Realistin und muss sagen, dass ich die Beiträge hier etwas gespalten sehe.


    Auf der einen Seite finde ich diese Nahtoderfahrungen interessant und gar nicht so abwegig.


    Das steht aber für mich nicht im Verhältnis dazu, wenn Mitglieder schreiben, sie fühlen plötzlich wie sich jemand neben sie legt (bei klarem Bewusstsein).


    Das ist mir dann doch zu esoterisch und das sehe ich getrennt.

    Der Begriff der "Nahtod-Erfahrung" ist selbst trügerisch bis BE-trügerisch,


    denn diese Art von Erlebnissen erleben mitnichten nur solche Personen, wo dem Tode nahe waren.


    Ein Beispiel: NDE von Flugzeug-Piloten


    https://www.youtube.com/watch?v=uEJL_L9RHJY


    So etwas wird nie erwähnt - ja warum wohl... ;-) :_D :=o


    Jeder der ein Argument für eine unsterbliche Seele extrahiert und proklamiert


    1)aus Hellseherei


    2)aus sogenannten Nahtoderfahrungen


    macht ein pseudo-wissenschaftliches Statement. Es handelt sich um Variationen der nie enden-wollenden Versuche, Religiösen Glauben in die Wissenschaft einzuführen. Mit den beiden Phaenomenen als Trojanische Pferde

    steppo

    Ich habe zwar keine Ahnung, warum Du plötzlich uralte Fäden rauskramst, um mitzuteilen, dass alle nur gehirnphysikalischen Irrtümern zum Opfer gefallen sind. Genauso solche Leute wie Du sind es, die bei vielen dazu führt, dass sie es nicht wagen, mit anderen über ihre überwältigenden Erlebnisse zu sprechen.

    Zitat

    Ein Beispiel: NDE von Flugzeug-Piloten


    https://www.youtube.com/watch?v=uEJL_L9RHJY


    So etwas wird nie erwähnt - ja warum wohl...

    Das ist ein alter Hut. Außerkörperliche Erfahrungen kann man z.B. auch in tiefer Meditation oder im Drogenrausch haben. Das hat nichts mit echten Nahtod-Erfahrungen zu tun.


    Der Bericht von einer Nahtod-Erfahrung ist kein "pseudo-wissenschaftliches Statement", sondern ein reiner Erfahrungsbericht über ein nicht wirklich treffend zu beschreibendes Phänomen, das nur jemand nachvollziehen kann, der es selbst schon erlebt hat. Du gehörst ganz sicher nicht dazu. Also steht es Dir auch nicht zu, das Erlebte zu bewerten bzw. gar von Betrug zu reden.

    Ich kann dazu schreiben, dass ich von meiner Tochter einige Erlebnisse erzählt bekommen habe, die wirklich eindrucksvoll waren.


    Meine Tochter war damals gerade mal 14. Sie hatte sich nie mit sowas beschäftigt. Sie hatte einen Herzstillstand also Herzversagen, das Herz war total kaputt, wurde reanimiert, eine ganze Stunde. Dann drei Not-Ops. ECMO, also Maschinen für die Übernahme der Herzlungenfunktion, viele Schläuche. Koma, drei Tage. Versagen von Nieren und Lebeer. Dann Herztransplantation.


    Was sie mir später erzählte, nannte sie realer als das reale Leben. Ich hab dann Bücher gelesen. Was ich am Interessantesten fand, waren die Worte, welche selbe Menschen nutzten, welche auch Herztot waren.


    Vor drei Monaten starb meine Mama. Und das war auch sehr sehr berührend. Und sie sah ganz viele Leute in unserrem Zimmer. Da war aber wirklich niemand. Sie wurde richtig freudig. Unheimlich war, dass das Licht dunkler wurde. Das habe ich den Pflegerinnen erzählt und sie sagten mir, dass sie ähnliches auch erlebt haben. Bei anderen Sterbenden.


    Und nein, ich bin wahrlich nicht esoterisch veranalagt.

    Und nun an alle.


    Ich hatte drei Nahtod-Erlebnisse, und alle waren wohl eher unvollständig, denn ich sah keinen Tunnel und auch kein Licht am Ende desselben. Ich hörte keine Musik und sah auch keine Wesen. Nur einmal hatte ich so etwas wie eine Außerkörperlichkeit.


    Das erste Nahtod-Erlebnis war im Anfang 2004, nachdem ich wegen Peritonitis/Sepsis notoperiert worden war. Erst spürte ich, wie alle Energie aus meinen Gliedmaßen ins Körperinnere fließt. Ich war unendlich müde und sicher, dass es jetzt zu Ende geht. Erst war ich traurig, wollte mich am Nachmittag doch mein Mann besuchen, den ich natürlich gerne noch einmal sehen wollte. Ich legte mich dann mit Mühe einigermaßen ansehnlich hin, damit ich als Leiche nicht ganz beknallt aussehe ( ;-D ) ... dann übermannte mich plötzlich eine unbeschreibliche Zufriedenheit, ein Gefühl, eins mit allem zu sein, unendliches Wohlwollen und unendliche Erkenntnis, Zeit und Raum waren aufgelöst.


    Die beiden anderen Nahtod-Erlebnisse hatte ich am 1. Dezember 2016 im Rahmen eines schweren Herzinfarkts. Auf der 130 km langen Fahrt von unserem Wohnort zur Klinik Innsbruck hatte ich zweimal einen Herzstillstand über 2 min. bzw. fast 4 min. Dabei erlebte ich das exakt Gleiche wie damals 2004. Beim letzten Mal sah ich irgendwie von außerhalb, wie drei Personen mit der Reanimation beschäftigt waren. Ich wunderte mich über die Anwesenheit der dritten Person und fragte mich, warum sie mich nicht einfach in Ruhe lassen, bin ich doch ganz woanders. Und dann war ich plötzlich wieder in meinem Körper eingezwängt, verkabelt und mit Sauerstoff gefüttert. Ich hörte die Ärztin sagen, dass sie erleichtert sei und dass wir gleich in der Klinik seien, wo schon alles vorbereitet sei.

    steppo

    Zitat

    Ein klassischer "no true scotsman" Fehlsch(l)uss.

    Du urteilst über etwas, wovon Du nicht den Hauch einer Ahnung hast. Ich möchte Dir gewiss keine Katastrophe wünschen, doch eine eigene Nahtod-Erfahrung würde Dein gesamtes Denken über den Haufen werfen, dessen kannst Du sicher sein.

    Peddi

    Zitat

    Was sie mir später erzählte, nannte sie realer als das reale Leben.

    Ja, so ist es. Das irdische Dasein erscheint plötzlich unendlich begrenzt, regelrecht eng, wie es ja tatsächlich auch ist. Es muss auch so begrenzt sein, sonst wären wir handlungsunfähig.


    Hat das Erlebnis im Leben Deiner Tochter etwas verändert? Bei mir hatte es sich schon 2004 verändert, nämlich dass ich viel mehr im Augenblick lebe als vorher. Ich kann auf eine Weise genießen, wie es mir zuvor nie in dieser Intensität möglich war. Und ich versuche, so wohlwollend, liebend zu sein, wie es mir möglich ist. Klappt nicht immer, aber viel häufiger als früher.

    steppo

    Zitat

    Es geht nicht um einen bloßen Bericht. Es geht um eine Theistische Instrumentalisierung VON berichten. Genau DIESEN liegt eine ganz spezielle BEWERTUNG zugrunde.

    Ich hoffe, es ist Dir möglich, Dich auf den Inhalt dieses Fadens zu konzentrieren. Hier geht es primär um Menschen, die von Nahtod-Erlebnissen berichten - ohne spezielle Bewertung und ohne "theistische Instrumentalisierung". Vielleicht solltest Du einfach mal einige Deiner Vorurteile beiseite legen.

    steppo

    Zitat

    Das ist sehr wichtig!


    Monsti, verstehst Du warum?!

    Das ist überhaupt nicht wichtig, sondern ziemlich normal. Warum das so ist, verstehe ich natürlich. Du aber nicht. Musst Du ja auch nicht. Lass' es doch einfach wertfrei stehen.