Es klingt jetzt wie ein schwacher Trost und du wirst es nicht glauben können. Aber du stehst mitten im Leben und hast noch viel vor dir. Das ist nicht das Ende, es wird ein neuer Lebensabschnitt kommen. Schau die letzten 30 Jahre zurück, was da alles passiert ist und was sich alles in deinem Leben veränderte. Genauso wird es auch die nächsten 30 Jahre sein.


    Deine Gefühle sind völlig normal im Moment. Die nächsten Wochen werden nicht schön. Aber mache dir keine Sorgen um die Zukunft. Dein Leben wird weitergehen, und deinen Mann wirst du in liebevoller Erinnerung behalten. Aber nun musst du erst dieses Tal durchschreiten. Ein Schritt nach dem anderen. Schon in 3 Monaten wird die Welt schon ein bisschen anders aussehen, das verspreche ich dir. :°_

    Bei mir ist vor genau 4 Jahren das gleiche passiert,ich weiß von was du schreibst!


    Es würde dir bestimmt helfen,wenn du sovort eine Kur antreten würdest und in einer anderen Umgebung Gespräche über das Erlebte und deine Ängste führen würdest!


    zb: Habe ich am gleichen Tag mein Haus verlassen,habe bei Freunde Geschlafen und es nach 3 Wochen auch nur für30min betreten um einen Kofferraum voll Sachen abzuholen.


    Nach 2 monaten hatte ich alles Verkauft,das Ort verlassen und in 25km entfernung mir ein neues gekauft.Somit war ich von allem weit genug weg um im laufe der Zeit ein neues Leben zu beginnen!


    Oh nein,NICHTS ist vergessen,aber es ist nichtmehr den ganzen Tag präsent.

    Es ist mein Elternhaus und unten wohnt auch noch mein Vater, da kann ich nicht so einfach davonlaufen :-( meine Tochter ist ja auch noch da. Wir müssen uns jetzt gegenseitig stützen und die Trauer gemeinsam durchleben jeder auf seine Art und Weise. Sie will nicht so viel mit Fremden darüber reden und macht das lieber mit sich aus :°_ ich kann nur etwas Trost darin finden, daß es für ihn der tot was wo er sich gewünscht hätte das hat er immer gesagt. Er wolle kein Leben im Rollstuhl aber das passierte halt jetzt 40 oder 50 Jahre zu früh :°(


    Ich könnte noch nie mit dem Thema tot umgehen habe auch bis dato noch nie einen Toten gesehen geschweige denn seine Hand gehalten. Das ist alles wie ein böser Traum, doch die Zeit läuft einfach weiter. Wenn ich dran denke das es schon wieder über einer Woche her ist :°( ich habe Angst vor all dem was mich noch im leben erwartet :°( :°( :°( :°( doch ich muss stark sein!

    Durch diese Situation muß jeder selber durch und für sich seinen Weg finden damit klar zu kommen.


    Ich wollte dir auch nur zeigen was ich damals gemacht habe,und bin heute froh drüber es so gemacht zu haben.


    Stark,stark mußt du erst irgendwann wieder sein,aber jetzt solltest du Trauern,die Trauer durchleben und sobald es möglich ist wieder beenden!

    H.S., Deine Angst kann ich verstehen. Und wie Comran schon schrieb, sind Deine Gefühle völlig normal. Gib Dir Zeit!


    Angst hatte ich selbst damals nicht. Aber ich hatte das Gefühl, zu Hause keine Luft zu bekommen (das Haus meiner Eltern und unseres befinden sich auf demselben Hof). So viele Dinge, die die Handschrift meines Vaters trugen. Das war schwer zu ertragen.


    Ich nutzte jede Gelegenheit, rauszukommen, nicht um "Spaß" zu haben, sondern mein Hirn mit anderen Eindrücken zu fluten. Es war wie eine Flucht. Meine Mutter nahm ich bei diesen Gelegenheiten mit. Das tat ihr gut. Sie verließ den Hof anfangs nie allein, weil sie mit niemandem sprechen wollte. Wir legten die meisten Wege im Auto oder mit dem Fahrrad zurück. Das bot ihr einen Schutzraum, nicht sofort angesprochen zu werden.


    Aber es geht jeder anders damit um. Vielleicht kannst Du für Dich das eine oder andere als Möglichkeit entnehmen, die nächsten Wochen zu überstehen.


    Auch wenn es Dir jetzt unmöglich erscheint, aber Du schaffst das in kleinen Schritten :°_ :)*

    Danke ihr lieben :-x


    Ich fürchte mich allein zuhause, ich habe Wahnvorstellungen weil es eben Zuhause passiert ist :°( werde als nächstes erst mal ausschau nach einem neuen Sofa halten damit ich das Bild aus meinen Augen löschen kann! Weiß nicht ob mir das dann ein wenig leichter fäll. Mir ist im Moment alles soooooo scheiß egal selbst wenn ich jetzt den Löffel angeben müsste wäre mir das Schnuppe :°(

    Zitat

    werde als nächstes erst mal ausschau nach einem neuen Sofa halten damit ich das Bild aus meinen Augen löschen kann!

    Das ist eine super Idee. Nach einem Verlust ist es wirklich hilfreich, wenn man sich sein Zuhause etwas umgestaltet, damit man es nicht immer mit dem Menschen darin in Verbindung bringt. Und das Sofa ist nun wirklich das belastetste Möbelstück. Tu das, und ruhig noch mehr als nur das Sofa. Verrück ein paar Möbel, tausche hier und da ein Bild aus. Du wirst sehen, dass dich eine frische Umgebung auch gedanklich nach vorne bringt.

    Zitat

    Mir ist im Moment alles soooooo scheiß egal selbst wenn ich jetzt den Löffel angeben müsste wäre mir das Schnuppe :°(

    Das kann dir nicht schnuppe sein, deine Tochter wäre dann ganz allein.


    Aber diese "scheißegal"-Einstellung kenne ich noch von meinem Vater, als meine Mutter gestorben war. Bei jedem Thema sagte er nach wenigen Sätzen "Ist doch auch egal.". Er wollte sich vom ganzen Vermögen trennen und nichts war mehr wichtig. Ich habe ihm immer gesagt: "Lass das mal schön. Es kommen auch wieder Zeiten, wo du dir was gönnen willst. Wer weiß, was du in 3 Jahren für Ideen hast?". Mein Vater ist Ende 70 und hat seinen ganzen Lebensmut wiedergefunden und ist sogar eine neue Beziehung eingegangen. Es geht ihm gut, er reist und genießt das Leben.


    Vertraue darauf, dass das Leben auch für dich noch genügend Überraschungen zu bieten hat, wenn das hier überstanden ist. Du musst nur eins tun: wenn es kommt, lasse es zu. :)_ @:)

    ganz viel Kraft und Vertrauen für Dich; ja und irgendwann auch wieder Lebensmut und Freude am, im Leben. :)* :)_


    Ich war selbst nahe am Tod vor 4 Jahren und spüre ganz tief: der Tod gehört zum Leben und er kann für die Nächsten, wie jetzt für dich, viel zu früh kommen. Vielleicht wird es dich jetzt nicht trösten und doch bleibt es anzunehmen, dass es jetzt seine Zeit war.


    Und ich glaube, für ihn war ein schneller Tod wahrscheinlich ein guter Tod.


    Wenn die erste schlimme Zeit vorbei ist, wo es ja wohl einiges an Organisatorischem zu regeln gibt, dass dich auch ein Stück ablenkt, nimmt dir die Zeit zu trauern. Ob es für dich passend ist, weiß ich nicht, es gibt vielerorts die Möglichkeit, sich Trauerbegleitung (in einer Gruppe) zu holen.


    Ich selbst bin leider sehr früh (im Alter von 6 Jahren) mit dem Tod in Berührung gekommen ist. Mein Vater ist damals ebenfalls an einem Herzinfarkt im Alter von 49 ganz plötzlich gestorben.


    Es hat Jahrzehnte gedauert bis ich mich gefühlsmäßig, vom Herzen her von ihm verabschieden konnte und ab da bin ich in der Stille öfters in schwierigen Situationen geistig-seelisch mit ihm in Verbindung getreten und konnte mir vorstellen, wie er mit seiner Kraft den Rücken stärkte in den Herausforderungen dieser Welt.


    Wie und wo es nach dem Tod weitergeht, das kann niemand von uns definitiv sagen, für mich bedeutet es einfach Unterstützung, wenn ich in bestimmten Zeiten, in Verbindung trete mit gestorben Menschen, die mir nahe standen.


    Wenn es dich tröstet, schaffe dir, wenn nicht jetzt, dann nach einiger Zeit, den Raum ihm in Stille noch das zu sagen und zu fragen, was du ihm noch mitteilen willst und führe einen Dialog mit ihm (in deiner Vorstellung).


    Kraft und Trost für Dich! :)_

    Das begreift man auch nicht so schnell. Deine Wahnvorstellungen kann ich verstehen… Könntest Du nicht zu einer psychologischen Notfall-Beratungsstelle gehen? Es scheint mir ein Trauma oder Schockzustand zu sein, in dem Du Dich befindest...

    Es ist völlig verständlich und normal, dass du es noch nicht begreifen kannst. Schmerzvolle heftige Erlebnisse, die einen großen Einbruch ins bisherige Leben bedeuten, brauchen ihre Zeit, um ganz ins Bewusstsein zu kommen. Und wahrscheinlich wirst du dann später mit den verschiedensten Gefühlen bei dir konfrontiert, du wirst dich verlassen, im Stich gelassen und vielleicht starken hilflosen Zorn empfinden; es muss nicht so sein. (alles ein Könnte)


    Viel viel Kraft und auch Liebe um dich herum.

    Oben einzufügen:


    ... im Stich gelassen fühlen ...


    Suche dir Hilfe und Unterstützung, so weit es geht im Freundes- und Bekanntenkreis und, wie LichAmHorizont bereits geraten hat, auch professionelle Hilfe. :°_

    Hallo ich haber heute Nacht von ihm getrennt das er am Chiemsee ist ":/ er hat oben im Gästeklo bei einer Sitzung immer eine Zigarette gerauch das Dachfenster auf gemacht und seinen Ventilator an gemacht das der Rauch nach draußen geblasen wird. Und in meinem Traum ist er mit seinem Laptop die Treppe hoch gekommen ins Klo und hat gesagt cool die haben ja noch alles so da gelassen wie es war, sogar mein Lüfter steht noch da. Dann ist er zu meiner Tochter ins Zimmer gekommen und hat mich geküsst und gesagt wenn ich den Schlüssel vom Kindergarten brauch soll ich zu ihm an den Chiemsee fahren und ihn holen. Dann bin ich aufgewacht. Ich bin Reinigungsmittel und ich musste den Schlüssel abgeben weil ich eine Vertretung hab solange ich nicht arbeiten kann. War dann total aufgewühlt weil alles so wirklich war aber dann kommt die Realität wieder :°( :°( :°( :°(

    Hallo ihr lieben


    Hab heute den ganzen Nachmittag gebügelt und bei jedem Kleidungsstück ist es mit eiskalt den Rücken runter gelaufen :°( was mach ich blos mit den ganzen Zeug :°(


    Morgen muss meine Tochter für eine dreiviertel Stunde in die Schule weil se eine Probe mitschreiben will. Ich weiß nicht wie ich das alleine daheim aushalten soll :°(

    Zitat

    Ich weiß nicht wie ich das alleine daheim aushalten soll :°(

    Kannst du vielleicht auch rausgehen an einen neutralen Ort, der dich ablenkt und nicht viele Erinnerungen mit sich bringt? Zuhause sitzen und warten, dass die Uhrzeiger vorwärts laufen, würde ich nicht.


    Gibt es noch Dinge, die erledigt werden müssen? Darf ich fragen, ob die Beisetzung schon war?


    Das schlimme Gefühl des Verlustes können wir dir leider nicht nehmen, höchstens Anregungen geben, wie du damit umgehen kannst.


    Die Dinge in der Wohnung, die dich belasten, würde ich erst einmal wegtun. Zumindest aus dem Blick. Es wird später ein Zeitpunkt kommen, wo du besser entscheiden kannst, was du damit machst. Aber du musst dich damit nicht konfrontieren. Nach dem Tod meiner Mutter wollte mein Vater sehr früh einige Kleidungsstücke sortieren, was man davon noch irgendwie gebrauchen könnte. Dabei sein konnte er aber nicht und er war froh, dass meine Frau sich mal an den Kleiderschrank begab, während mein Vater mit mir in einem anderen Zimmer blieb.


    Vielleicht fragst du deine Tochter, was du machen könntest? Zu zweit hat man mehr Ideen, gerade wenn man im Kopf noch so einen emotionalen Wirbelwind spürt. Je mehr Ideen, umso besser. Dann kannst du jeden Tag versuchen, ein Stück Normalität einzuplanen. Und wenn es nur für eine Stunde ist.


    Du schaffst das - das Schlimmste ist bald vorbei :)_

    Dank


    Die Urnenbeisetzung ist morgen um 11 Uhr.


    Meine Tochter geht morgen trotzdem nicht in die Schule. Sie schreibt die Schulaufgabe nach und ich glaube das ist auch besser so. Und ich bin auch froh das ich nicht alleine bin aber ich kann sie ja nicht für immer daheim behalten


    Sie wird nächste Woche wieder in die Schule gehen , weil sie dann zu viel verpasst! Ich will es einfach nicht wahr haben :°( :°( :°( wenn ich Bilder ansehe denke ich immer er kommt irgendwann wieder heim und er ist nur auf Geschäftsreise so wie es schon manchmal war! :-(

    Zitat

    Die Urnenbeisetzung ist morgen um 11 Uhr.

    Dann hattest du ja noch den schwersten Gang vor dir und das hat dich sicherlich sehr belastet.


    Ich wünsche dir für den heutigen Tag, dass du stark bist und die Beisetzung gut überstehst. :)*

    Zitat

    Und ich bin auch froh das ich nicht alleine bin aber ich kann sie ja nicht für immer daheim behalten

    Das ist richtig. Daher denk an meine Worte: stützt euch gegenseitig und versucht, Ordnung und Normalität in euer Leben zu kriegen. Nimm dir kleine Schritte vor, immer nur so viel, was du dir zumuten kannst. Aber verharre nicht in Lethargie. Das Anfangen ist das Schwierigste, aber wenn man mal dran ist, geht es meistens ganz gut.