Tod meiner Mutti

    Hallo,


    ich weiß eigentlich gar nicht wie ich schreiben soll,es fällt mir so total schwer ! Ich habe einen Heulkrampf nach dem anderen, kann nicht schlafen oder essen, rasende Kopfschmerzen, Angst....


    Am 02.11. ist meine liebste Mutti gestorben.Wir hatten ein ganz enges Vertrauensverhältnis zueinander - schon immer- aber seit dem Tod meines Vaters nochmehr) . Wir haben viel Zeit miteinander verbracht und ich hab versucht, sie so gut ich konnte zu unterstützen.


    Sie war vorher sehr lange im Krankenhaus,hatte eine Bypass Op am Bein mit allen erdenklichen Komplikationen -Intensivstation u.s.w. - Aber sie hat sich richtig aufgerappelt im KH, alles ging vorwärts und wurde immer besser.Letzte Woche Mittwoch ist sie dann entlassen worden. Ich war bei ihr und sie hat in der Woche Riesenfortschritte gemacht, sich gut gefühlt und gefreut, wieder zu Hause zu sein. Und geistig war sie noch so fit und fröhlich.


    Bis Dienstagnachmittag war ich alsoTag und Nacht bei ihr, mußte aber dann nach Hause (weiter weg), weil einige Termine anstanden. Am Wochenende wollte ich wiederkommen. Zwischenzeitlich kam auch immer der Pflegedienst früh und abens.


    Dienstagabend haben wir noch telefoniert und ich wollte Mittwoch am Vormittag wieder anrufen. Alles war in Ordnung, wir haben noch eine ganze Weile alles beredet. - Sie hat sich gut gefühlt und alles war i.O. Wir haben schon Pläne gemacht, wenn ich in ihre Nähe ziehe und sie besser unterstützen kann u.s.w. - ich war richtig froh.


    Am Mittwoch bekam ich einen Anruf vom Pflegedienst, daß sie nicht aufmachte. Da sie so schlecht hörte, dachten alle, sie hört das Klingeln wieder nicht. Dann wurde aber die Tür geöffnet und meine Mutte lag tot auf dem Sofa.


    Als ich das am Telefon hörte, war ich so verzweifelt, daß ich nur noch geschrien habe und mich auch jetzt nicht mehr beruhigen kann (wir hatten schon immer ein ganz inniges und gutes Verhältnis und ich konnte ihr alle meine Sorgen erzählen, Geschwister oder nähere Verwandte habe ich keine).


    Ich kann alles noch gar nicht glauben und sehe sie noch beim Abschied winken und lächeln. Es tut so weh.


    Ich vermisse sie so sehr und kann alles nicht begreifen.


    Ich bin total verzweifelt. Auch weil ich mir solche Vorwürfe mache, daß ich nicht geblieben bin. Ich denke, ich hätte alles verhindern können, helfen können und sie würde heute noch leben.


    Wie soll ich nur damit leben?


    Sie ist wohl gestürzt(hatte einen blauen Fleck am Kopf - ist aber nicht die Todesursache - wurde mir gesagt), hat sich aber noch aufs Sofa gesetzt und dann begonnen ihre Beine von den Binden abzuwickeln - und das Nachthemd lag neben ihr..


    Dabei soll sie dann einen Myocardinfarkt/Embolie bekommen haben.


    Aber das muss schon nachts gewesen sein. Kaffesatzartiges Erbrochenes lag neben ihr auf dem Kissen.


    Als sie gefunden wurde, hatte sie schon Totenflecken/Totenstarre und war ganz kalt.


    - Ich mache mir immer wieder solche Vorwürfe, daß sie auch noch stundenlang Todeskampf, Schmerzen, Todesangst oder so gehabt haben könnte.....


    Ich habe so große Schuldgefühle, obwohl mir gesagt wurde, es hätte auch passieren können, wenn ich nebenan im Zimmer geschlafen hätte.


    Ich weiß einfach nicht, wie ich je mit dem Verlust und der Trauer und den Schuldgefühlen fertigwerden soll.


    Der ganze Beerdigungskram und so ist einfach schrecklich und ich stehe ihn nur mit Hilfe und Medikament durch. Und kann einfach nicht mehr!!


    Bei meinem Vati vor ca. 4,5 Jahren war es schon so schlimm - und ich habe noch immer mit dem Verlust zu kämpfen. Aber da hatte ich ja noch Mutti...


    Ich würde so gerne von Euch wissen, wie es bei Euch nach einem so schlimmen Verlust weitergegangen ist, was Ihr gemacht habt....


    Die Beerdigung steht noch bevor, Ich habe solche Angst .


    In Muttis Wohnung kann ich jetzt nicht allein sein oder schlafen. Es tut so weh.


    Liebe Grüße


    Anny

  • 39 Antworten

    Liebe Anny

    Erst einmal möchte ich dir mein Beleid aussprechen.. Es tu mir sehr leid das du Deine Mutter verloren hast..


    Ich habe 1999 meinen Vater verloren und ich hatte wirklich das Gefühlt als ob mir jemand den Boden unter den Füssen wegziehen würde.. Ich habe gedacht ich schaffe es nicht über den Tod meines Vaters hinwegzukommen..


    Es kam alles so plötzlich mit seiner Krankheit. Die Ärzte sagten zwar es würde nicht mehr lange gehen, aber mit anzuschauen wie jemand von Tag zu Tag schwächer wird ist einfach grausam. Viel machen kann man auch nicht.


    Ich habe mir genauso viele Vorwürfe gemacht wie du.. Ich habe gedacht wäre ich da gewesen hätte ich vielleicth helfen können. Aber es ist so gekommen wie es kommen sollte.


    Ich weiss eigentlich garnicht genau wie ich damit klar kam. Wie ich die Beerdigung überstanden habe..


    Das einzige was mir geholfen hat waren die Erinnerung an Ihm. Sein Lächeln seine Sprüche. Seine Gute Laune.. Er hätte nicht gewollt das ich da sitze und mich zu tode weine. Er hätte gewollt das ich da sitze und denke das es vielleicht doch gut ist das es ihm jetz gut geht, wo auch immer er ist..


    Ich bin heute noch nicht über den Tod meines Vaters hinweg. Aber ich habe meine Erinnerungen an ihm die mir helfen.. Manchmal habe ich das Gefühl als ob er neben mir steht..


    Ich kann dir keinen Tip oder Rat geben was du machen sollst anny..


    Lasse deine Trauer heraus. Weine wenn dir danach geht. Aber verabschiede dich von Ihr.. Sie ist im GRunde genommen nicht weg von dir. Du hast sie im Herzen..


    Ich wünsche dir viel viel Kraft. Ich wünsche dir das du deine Trauer bewältigen kannst..


    Lasse dir Zeit.. Behalte sie in Erinnerung wie sie war. Sie wird dir nicht böse sein wenn du weinst oder wenn du dir Vorwürfe machst..


    Sie würde bestimmt wollen das es dir gut geht das du an sie denkst..


    Alles Liebe für dich..


    Silvia

    anny

    Liebe Anny,


    einmal nehme ich dich sinnlich ganz fest in den Arm und wünsche dir viel viel Kraft.


    Es ist so schwer so eine Situation zu durchleben, wie du es jetzt mußt.


    Ich habe meinen Vater durch Suizid verloren, da war ich 18 Jahre.


    Es ist super schlimm, so etwas zu erleben! Vor allem hast du nicht geschrieben ob du Menschen um dich hast, die dich unterstützen können. Es ist leicht gesagt aber veruche da jetzt durch zu gehen, lebe deine Trauer aus, versuche jetzt nicht stark zu sein!


    Gib dich der Beerdigung deiner Mutter hin. Aber denke auch an die schönen Stunden mit deiner Mutti! Sie möchte ganz bestimmt nicht, dass du nicht ohne sie weiter leben kannst.


    Du schaffst das!!!

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    anny

    Liebe Anny,


    einmal nehme ich dich sinnlich ganz fest in den Arm und wünsche dir viel viel Kraft.


    Es ist so schwer so eine Situation zu durchleben, wie du es jetzt mußt.


    Ich habe meinen Vater durch Suizid verloren, da war ich 18 Jahre.


    Es ist super schlimm, so etwas zu erleben! Vor allem hast du nicht geschrieben ob du Menschen um dich hast, die dich unterstützen können. Es ist leicht gesagt aber veruche da jetzt durch zu gehen, lebe deine Trauer aus, versuche jetzt nicht stark zu sein!


    Gib dich der Beerdigung deiner Mutter hin. Aber denke auch an die schönen Stunden mit deiner Mutti! Sie möchte ganz bestimmt nicht, dass du nicht ohne sie weiter leben kannst.


    Du schaffst das!!!

    Liebe Silvia, liebe Katrin,

    vielen Dank für Eure lieben und tröstenden Worte.


    Das tut richtig gut.


    Ich bin im Moment einfach so fertig und muß ständig heulen, weil ich es noch immer nicht wirklich begreifen kann. Ich sehe sie immernoch winkend.....


    Sie hatte sich gewünscht, daß es nach den fast 14 anstrengenden Krankenhauswochen voller Sorge und Kummer für mich endlich ein Aufatmen gibt. Und es sah ja alles auch so hoffnungsvoll aus!!!


    Nie mehr ihr Lachen, ihre Umarmung, ihre tröstenden Worte, ihr Verständnis, Iht geduldiges Zuhören....


    Menschen, die mich unterstützen können oder meinen Schmerz teilen, gibt es ganz wenige.


    Meist wird versucht, alles irgendwie zu verdrängen oder gar nicht hören zu wollen. Das ist so schrecklich!!


    Liebe Grüße erstmal


    Anny

    wir sind da!

    Hallo! Vielleicht hat es Deine Mutti gespürt und wollte auch nicht das du da bist. Versteh mich nicht falsch, doch meine mum wollte auch eigentlich gar nicht auf Kur fahren. Doch dann ist sie doch. Im nachhinein denken wir, dass sie das gemacht hat weil sie wußte das sie nicht mehr lange bei uns sein wird.


    Sie wollte uns sicher einiges ersparen. Und glaube mir, behalte sie so in Erinnerung wie sie war. Sie ist trotzdem bei Dir!


    Ganz sicher! In Deinem Herzen ist sie ganz nah bei Dir!


    :°_


    Wir sind alle in Gedanken bei Dir!


    Fühl Dich gedrückt!

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    Hallo Anny...

    Es hört sich dumm an, aber es stimmt, naja, zum teil, das die Zeit die Wunden heilt. Heilen evtl nicht, aber lindert. Mir ging es so, auch wenn es was anderes war. Ich hatte meine Tochter nach der Geburt verloren. Mir hat nur das Reden geholfen. Das ist jetzt 8 Jahre her und ich bin Froh, das ich hier Frauen gefunden habe, die mich verstehen.


    Kann nur crazy nita recht geben, das wir Dir zu hören. Einer ist immer hier.


    Fühl Dich gedrückt von mir :°_


    LG Maike

    Liebe Anny

    Ich kann meinen Nachschreiber nur recht geben..


    Wo mein Vater gestorben ist dachte ich auch ich schaffe es nicht..


    Und es ist ja jetzt schon einige Jahre her..


    Und ich habe es geschafft. Habe mich damit abgefunden das er nicth mehr da ist.. Ich musste mich damit abfinden.. So weh das auch tat..


    Versuche nicht die starke zu spielen oder so.. Es gibt ja Leute wie du schon sagtest, die das ganz schnell verdrängen wollen. Und das finde ich persönlich nicht gut.. Man sollte Trauern. Für sich.. Nicht alles verdrängen.. Dafür ist die Trauer da um zu trauern..


    Eines Tages wirst du merken das es dir besser geht.. Das wird noch eine Weile dauern.. Mit Sicherheit..


    Aber ich bin mir sicher du schaffst das..


    Wie schon hier gesagt wurde. Sind wir da für dich..


    Also bist du nicht alleine.. Wirst du auch nicht..


    Deine Mutter ist bei dir im Herzen. Und das kann dir keiner nehmen.. Niemand..


    Alles Gute Anny

    Liebe anny,


    Deine Mutter ist nicht von uns gegangen. Sie ist uns nur vorausgegangen. Sie ist in dem Zuhause, aus dem wir alle kommen, und in das wir alle wieder gehen werden. Sie ist also zuhaues.


    Dein Schmerz ist natürlich groß, aber Du wirst ihn überwinden. Du lernst Dich gerade in einer der extremsten emotionalen Situationen kennen, die es gibt. Ich hoffe, Du hast ein Umfeld, daß dich jetzt auffängt und etwas ablenken kann. Wenn Du das Gefühl bekommst, nicht mehr mit der Situation umgehen zu können, dann zögere nicht professionelle Hilfe zu Rate zu ziehen. Wenn Du da Infos benötigst, melde Dich.


    Noch was: Trauer nicht, daß sie weg ist, sondern sei doch froh, daß sie da war. Ich weis, daß Du das jetzt nicht so verstehst, da Du in großer Trauer bist. Daher ein Beispiel: Du findest einen 10 Euro Schein auf der Straße. Dann sagst Du doch: Hurra, ich hab 10 Euro gefunden! Oder sagst Du: Mist warum hab ich nicht 1000 Euro gefunden. Genau so mit Deiner Mutter. Sei froh das sie 20 Jahre (oder wieviele auch immer) da war. Sag Danke für die Zeit, die Du mit ihr hattest (halt die 10 Euro-Variante).

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    Hallo Ihr alle,

    es tut so gut, daß Ihr mich versteht und vieles nachempfinden könnt und Anteil an allem nehmt.Lieben Dank an Euch alle.


    Ich quäle mich durch den Tag und es tut einfach so weh. Die ganzen "Formalitäten", die jetzt zu erledigen sind, sind einfach schrecklich und lenken mich nicht ab. Bei allem was ich tue, denke ich an meine Mutti und kann es noch immer nicht fassen. ich erinnere mich an so vieles und könnte vor Schmerz schreien.


    Ich mache mir auch solche Sorgen, daß sie vielleicht noch stundenlang in der Nacht Todesängste und Todeskämpfe hatte. Und das Schuldgefühl "Warum bin ich nicht geblieben" ist einfach übermächtig.


    Als sie auf der Intensivstation war, sah es zeitweise sehr kritisch aus, aber sie hat sie nach den vielen Wochen soweit gut berappelt. Als sie aus der Klinik kam, sah sie noch ziemlich kaputt aus, aber nach einer Woche, als ich dann wegfuhr, hatte sie sich sichtlich erholt und war richtig gut drauf. - Und in der Nacht dann ihr Tod!! Mir fällt das so schwer zu begreifen, nichts deutete auf so eine Verschlechterung hin.


    So richtig genau weiß keiner, was direkt passiert ist. Sie muß wohl am Abend noch gestürzt sein, denn sie hatte einen blauen Fleck an der Stirn. Mit ihrem Tod soll das aber nichts zu tun gehabt haben.


    Nach dem Krankenhausaufenthalt sollte sie kein Heparin mehr bekommen(hatte sie vorher wochenlang bekommen) - und hat es auch nicht erhalten. Ich frage mich, ob dadurch ein Thrombus bzw. eine Embolie entstanden ist, welcher dann den Myocardinfarkt letztendlich ausgelöst hat. Die Gedanken drehen sich im Kreis!!! Immer und immer wieder!


    Man hat sie auf dem Sofa halb liegend gefunden, gerade halb umgezogen für die Nacht.Und auf dem Kissen war kaffesatzartiges Erbrochenes. Da erst morgens jemand kam, war sie schon kalt und hatte Totenflecken.


    Mich quält das alles so unendlich, obwohl ich weiß, daß ich nichts mehr daran ändern kann!!!


    Sie fehlt mir so sehr. Ich weiß nicht, wie ich die nächste Zeit überstehen soll. Dann ist am Donnerstag auch noch ihre Beerdigung.


    Wie soll ich das nur überstehen??


    Mir geht es total schlecht. Habe seit heute morgen sogar noch erhöhte Temperatur 38,5 bekommen. Schlafen kann ich so gut wie gar nicht. Habe auch immer besonders Angst vor der Nacht, obwohl ich schon Licht anlasse. Aber die Träume sind schlimm. Im ersten Moment, wenn ich aufwache, denke ich, es war alles nur ein Alptraum. Aber das kommt die schreckliche Gewißheit.


    Mein Vati ist vor ca. 5 Jahren an einer Sepsis verstorben. Ich bin bis heute noch nicht richtig damit fertiggeworden, hatte ja aber noch meine Mutti. Und jetzt?


    Caribo, meinst Du mit professioneller Hilfe eine Therapie oder so?


    Viele traurige Grüße


    Anny

    Liebe Anny

    Mache dir keine Vorwürfe.. Das bringt es wirklich nicht. Es sollte so kommen, wie es nunmal gekommen ist. Du kannst es nicht ändern.. Das du dir Vorwürfe machst das verstehe ich, habe ich ja auch. Aber halte dich nicht dran fest..


    Eine Therapie habe ich damals auch gemacht und es hat mir sehr geholfen..


    Würde ich empfehlen wenn es nicht mehr anders geht..


    *drück dich ma*


    Liebe Grüsse


    Silvia

    Liebe Silvia,

    lieben Dank für Deine schnelle Antwort.


    Was für eine Therapie hast Du damals gemacht und wo hast Du Dich hingewandt?


    Wenn ich es allein nicht schaffe kann, dann muss ich das auch versuchen. Habe aber gar keine Ahnung, an wen man sich da wendet u.s.w.


    Wie lange ging Deine Therapie? Und wie lief das ab?


    Traurige Grüße


    Anny

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    Hallo anny

    Wenn Du merkst, daß Du mit der Situation nicht mehr alleine klarkommst, suche Dir professionelle Hilfe. Nachdem was Du schreibst würde ich dir DRINGEND dazu raten, um die Situation richtig zu verarbeiten. Geh zu einem Neurologen. Oftmals sind das Gemeinschaftspraxen für Neurologie und Psychologie. Keine Angst, es sieht Dir im Sprechzimmer niemand an, warum Du da bist. Könnte auch wegen Rückenschmerzen sein. Der Neurologe wird mit Dir ein Gespräch führen und Dich an einen Psychotherapeuten überweisen. Der wird mit Dir ein Schema oder ein Vorgehen erarbeiten, mit dessen Hilfe Du die seelischen Belastungen besser kanalisieren und verarbeiten kannst. Ich habe Dir mal ein Beispiel gegeben:

    Zitat

    Trauer nicht, daß sie weg ist, sondern sei doch froh, daß sie da war. Ich weis, daß Du das jetzt nicht so verstehst, da Du in großer Trauer bist. Daher ein Beispiel: Du findest einen 10 Euro Schein auf der Straße. Dann sagst Du doch: Hurra, ich hab 10 Euro gefunden! Oder sagst Du: Mist warum hab ich nicht 1000 Euro gefunden. Genau so mit Deiner Mutter. Sei froh das sie 20 Jahre (oder wieviele auch immer) da war. Sag Danke für die Zeit, die Du mit ihr hattest (halt die 10 Euro-Variante).

    Kannst Du was damit anfangen? Das ist natürlich nur was von einem Amateur (von mir), die Profis haben da noch ganz andere Tricks. Vielleicht lernst Du da etwas bei, daß Dir im Leben in anderen Situationen weiterhilft. Als Betiebswirt nenne ich das Kriesenmanagement. Das wäre vielleicht noch ein klitzekleiner Funken von etwas Positivem, bei all dem Leid was Dir zugestoßen ist.


    Wichtig ist, daß Du beim Neurologen und beim Psychotherapeuten Druck machst, und Dich nicht abwimmeln läßt. Betone, daß es ein Notfall ist. Sag Du hast große Schmerzen, dann muß er Dich umgehend behandeln. Seelische Schmerzen sind auch Schmerzen. Du mußt auch keine Angst haben, daß man dich als verrückt ansieht. (http://de.wikipedia.org/wiki/Krankheit) Du durchläufst gerade eine Phase im Leben, bei der Du Hilfe benötigst. Genauso als hättest Du Dir ein Bein gebrochen. Dann würdest Du ja auch nicht sagen: Abwarten und Tee trinken.


    Auch die Telefonseelsorge kann Dich unterstützen und hat sicherlich auch Kenntnisse von Einrichtungen vor Ort, an die Du Dich wenden kannst. Ich wohne in Köln. Ich könnte Dir nicht sagen, wo es in Hamburg oder München gute Adressen gibt. Die schon. Die haben auch große Erfahrung mit Menschen, die in Situationen bist, wie Du jetzt.


    Was kannst Du jetzt noch machen? Mach Dich nicht verrück, vor dem was noch kommt. Ich habe mir mal einen Satz eingeprägt: "Das schlimmste, ist die Angst davor!" Du kannst nichts an dem ändern, was jetzt noch kommt. Du kannst nur versuchen Dich bestmöglich darauf einzustellen. Versuch körperlich fit zu bleiben. Viel schlafen und vorallem gesunde Ernährung. Nimm zusätzlich Magnesium, das braucht man bei nervlicher Belastung. Wenn weitere Medikamente nötig sind, werden Dir die Ärzte diese verschreiben.


    Also nochmal kurzgefaßt: Was kannst Du sofort machen? Telefonseelsorge anrufen und die Adresse von einem Nerologen raussuchen. Dann Montag morgen ab zum Doc. Auch wenn andere Termine anliegen. Wichtigkeit gehr vor Dringlichkeit.


    Wenn Du noch was wissen willst, melde Dich (Mailbox)


    Liebe Grüße Caribo :°_

    Liebe Anny

    schliesse mich Caribo an..


    Ich habe damals einen Termin beim Therapeuten gemacht.. Du kannst auch ganz normal zu deinem Hausarzt gehen und ihn fragen. ER kann dir mit Sicherheit Therapeuten nennen..


    Meine ging 6 Monate. Und es hat mir sehr sehr geholfen..


    Und ich bin froh das ich das gemacht habe.. So konnte ich lernen mit dem Tod meines Vaters klar zu kommen..


    Ich wünsche dir nur das Beste.. Wünsche dir viel Kraft..


    Aber wir sind ja auchnoch hier.. wenn du redet möchtest..


    Liebe Grüsse


    Silvia

    Naja, ich würd schon zum Neurologen gehen. Der ist dann sowas wie der Hausarzt. Therapeuten gibts viele. Auch für viele Bereiche. Ob die ein Hausarzt alle kennt wage ich zu bezweifeln. Hab auch mal sowas gemacht. War aber wegen einer völlig anderen Problematik. Ich kam mit dem ersten Therapeuten garnicht klar. binn dann wieder zum Neurologen, und der hat mir dann zu einem anderen Therapeuten geschickt.


    LG Caribo

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