Danke euch ganz lieb. Eine Kerze hab ich schon an. Hoffe es hilft ein wenig. Ich glaub auch, dass diverse Tropfen da nicht helfen können. Hab jetzt schon viel darüber gelesen, auch viel Unsinn dabei.


    Ich schreib euch auf jeden Fall, wie es mir ergangen ist. :°(:°(:°(


    Schöne Grüße

    bea -noch eine idee

    nimm einen glücksbringer mit-oder einen stein der dir kraft gibt!


    oder einen kleinen gegenstand (von dem geliebten menschen) und drück ihn in der tasche!


    damit bist du auch immer fest mit dir verbunden und kannst deine gefühle noch besser zusammen fassen!


    :)_:°_:)*

    Liebe Bea!


    Ich kann deine Ängste und Sorgen so gut nachvollziehen und verstehen. Irgendwie kämpft man gegen sich selbst, man will nicht so heftig reagieren, um sich selbst ein wenig zu schützen oder aus vielen anderen Gründen.


    Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen, dass ich mir vor der Beerdigung meiner Mama auch große Sorgen machte, das alles nicht durchstehen zu können. Ich hatte furchtbare Angst, mich nicht im Griff zu haben und zu heftig zu reagieren, da ich auch meine damals 5 Jahre alte Tochter bei mir haben würde und alles tun wollte, um sie so gut wie möglich zu beschützen und zu trösten. Ich wollte stark sein, um für meine Tochter da zu sein.


    Mein Plan oder mein Vorhaben meine Gefühle unter Kontrolle zu behalten, ist nicht aufgegangen. Ich war einfach überwältigt und überrollt von der ganzen, großen, schwierigen Situation. Es kam so viel zusammen. Die Erinnerung an meine Mama, an ihre schwere Krankheit, ihren Tod. Der Schock, unter dem ich da noch stand. Das Bewusstsein, dass sie nun wirklich weg ist. Ich konnte mich nicht zusammenreißen, habe schließlich meinen Gefühlen einfach freien Lauf gelassen und einfach nur hemmungslos geweint. Im Nachhinein betrachtet war das richtig so und auch sehr wichtig für mich und ich denke auch auf meine Tochter. Es war wichtig für mich, meine Gefühle rauszulassen und nicht zu unterdrücken.


    Ich habe damals keine Notfalltropfen oder ähnliches zu mir genommen. Wenn mir die Idee gekommen wäre, hätte ich es wahrscheinlich gemacht. Heute bin ich aber der Ansicht, dass man sich selbst und seine Gefühle nicht irgendwie unterdrücken sollte. Ich glaube auch, dass Notfalltropfen bei so starken Emotionen nicht besonders viel helfen. Man kann dieses Bachblütenzeug auch Kindern geben, wenn sie zum Beispiel hingefallen sind und unter Schock stehen. Hat bei meinen nie wirklich funktioniert. Wenn es weh getan hat und/oder sie sich bei dem Sturz erschrocken haben, haben sie gebrüllt und geweint. Egal ob mit oder ohne Notfalltropfen.


    Alles Liebe und viel Kraft für die Trauerfeier! :)_


    PS: Hoppla, ist etwas lange geworden...

    Ich hätte da auch noch einen Tipp. Ist auch was homöopathisches, die Tabletten heißen "Presselin Nervenkomplex" (die lässt man auf der Zunge zergehen). Es steht zwar drauf dass es gegen "nervöse Erkrankungen" ist, aber zur Beruhigung sind die wirklich gut. Die meisten Apotheken haben die aber net auf Vorrat sondern müssen sie erst bestellen.


    Sind nur leider nicht ganz billig (200 Tabletten ca. 27 Euro), aber mir helfen sie wirklich. Falls du dich dafür entscheiden solltest, lass dich nicht von dem ekligen Geruch abschrecken, die Tabletten selber schmecken nämlich nach gar nix ;-)


    :)*:)*:)*:)*

    @ Fine

    danke dir. Deine Geschichte ist auch ziemlich schlimm. Wenn ich bedenke (bei mir "NUR" Schwiegermutter, aber eben wie eine Mutter), ist es bei dir die eigene Mutter. Und dann noch kleine Kinder, das ist schlimm. Tut mir sehr leid für dich. :)*


    Ich will auf jeden Fall versuchen mich nicht zu sehr gehen zu lassen. Im normalen Leben bin ich auch nicht so. Aber wenn einer stirbt ist bei mir alles durcheinander. Hoffentlich schaff ich das.

    bea

    Zitat

    Deine Geschichte ist auch ziemlich schlimm. Wenn ich bedenke (bei mir "NUR" Schwiegermutter, aber eben wie eine Mutter),

    wer der mensch war oder wie man ihn kannte


    macht keinen unterschied


    die gefühle zählen!


    alles alles liebe! :)_

    Ich persönlich rate dir die Gefühle rauszulassen.... Zumindest mir persönlich hat das sehr gut geholfen... Ich konnte mich auch nicht unter Kontrolle halten, das Grab, die letzten Worte, das Hinablassen des Sarges, es war viel zu überwältigend... Aber: ich war damit nicht alleine, meine Cousins haben geweint, meine Eltern, Tanten und Onkel waren alle samt tief bewegt. Mann muss sich in diesem Moment für keinerlei Tränen schämen, auch wenn es unangenehm ist.


    Wenn du wirklich was zur Beruhigung nehmen willst, dann bitte nur was pflanzliches (z.b. Baldrian), wie schon vorher angeraten wurde. Richtige Beruhigungsmittel würden dich umhauen.

    Hab so eine Angst vor der Trauerrede und dann ist es auch eine Erd-Bestattung. Das Hinablassen vom Sarg hab ich jetzt schon vor Augen. Ich fürchte mich vor dem Tag so sehr. Und trotz den gut gemeinten Ratschlägen weiß ich nicht was ich tun soll. Wenn es doch nur schon vorbei wäre. Mein Gefühl sagt mir: Ich steh das nicht durch.

    Zitat

    wer der mensch war oder wie man ihn kannte


    macht keinen unterschied


    die gefühle zählen!

    Das sehe ich genauso.


    Ach, liebe Bea. Glaub mir, ich verstehe deine Gefühle so, so gut. :)_


    Ich finde aber, dass es absolut okay und etwas ganz normales ist, Angst zu haben.


    Eine Trauerfeier, das ist ja auch eines der schlimmsten Dinge überhaupt. Du darfst Angst haben, wirklich. Du darfst diese Angst auch zeigen, ohne dir Sorgen zu machen, dass man dich dafür anprangert. Du musst nicht stark sein und das durchstehen. Du darfst schwach sein und du darfst weinen und alles tun, wonach du dich fühlst.


    Hast du jemanden, der während der Trauerfeier bei dir sein kann? Der auf dich achtet, der dir Sicherheit gibt. Von dem du dich in den Arm nehmen lassen, beruhigen und trösten lassen kannst, wenn du das Gefühl hast, du schaffst das alleine nicht mehr? Du musst das nicht alleine durchstehen. Du darfst dich an jemanden anlehnen und du darfst dich von jemanden festhalten lassen. Du musst das nicht alleine durchstehen. Du bist nicht alleine, Bea! :°_


    Alles Liebe, Fiene :)*:)*:)*

    hallöchen,


    ich hab mit den bachblütenpräperaten keine guten erfahrungen gemacht. sie haben bei mir rein gar nichts gebracht. ausserdem sind sie recht teuer :-| würde dir empfehlen, die emotionen einfach raus zu lassen.. es wird dir sicher keiner übel nehmen auf einer trauerfeier.


    klar, abschied ist immer schwer aber mir persönlich wäre es wichtig "richtig" abschied zu nehmen und nicht (ich weiß, das ist jetzt etwas übertrieben) zugedröhnt. danach wird es dir sicher besser gehen, denn es ist wichtig die trauer auf eigene weise zu verarbeiten. sie zu unterdrücken, halte ich für falsch.


    viel glück!:)*

    @ Fiene

    Danke Fiene :)_


    Mein Mann ist ja bei mir. Aber er ist sehr gefasst und Männer sind immer etwas stärker denke ich. Auch seine Familie ist gefasst und zeigt die Gefühle nicht so wie ich. Ich hab es ja schon bei einigen Anlässen dieser Art gesehen. Ich hoffe, dass ich mich dieses Mal da einordnen kann. Versuchen will ich es auf jeden Fall. Ich hab mir schon selbst gesagt, dass es auch wieder vorbei geht. Es kommen unheimlich viele Leute ( große Verwandtschaft, viele Bekannte, dann das Dorf). Ich schäme mich einfach, wenn ich mich so gehen lasse. Auch wenn ich weiß, das ich das darf. Aber bei so vielen Menschen will ich doch stark sein und auch mal selber trösten können, wenn es nötig ist. Schließlich ist es die Mutter meines Mannes. Da weiß ich nicht, wie er reagiert. Kann ja diesmal sein, dass er schwach wird.

    Ich werde auf jeden Fall die Sterne mitnehmen. Hab schon so viele von euch bekommen und es geht mir im Moment relativ gut damit. Auch eure vielen Zusprüche sind Balsam für die Seele. Ich werde an euch denken und auch mitteilen, wie es mir ergangen ist:)_

    Ich weiß was du meinst.


    Weißt du, ich habe mich bei der Beerdigung meiner Mama meiner Tochter gegenüber ähnlich gefühlt. Ich wollte, nein, ich musste einfach für sie stark sein, mich zusammennehmen, meine eigenen Emotionen im Griff haben, damit ich sie festhalten und trösten und stützen kann. Solche Gedanken hatte ich damals.


    Wie schon weiter oben geschrieben, habe ich es nicht geschafft stark zu sein und im Nachhinein betrachtet, war das auch richtig so.


    Ich glaube einfach, dass man auch stark für jemanden sein kann, indem man seine eigene Schwäche nicht versteckt oder unterdrückt, sondern zulässt. Man kann auch füreinander stark sein, wenn man sich alleine ganz schwach und klein fühlt.


    Ich weiß noch so gut... als mein Bruder bei der Beisetzung die Trauerrede hielt, konnte ich nicht mehr anders und habe einfach hemmungslos zu weinen begonnen. Es ging einfach nichts mehr. Meine Tochter, die auch weinte, flüsterte mir ins Ohr: "Mami, bist du auch so traurig wie ich, weil wir die Oma jetzt gar nicht mehr sehen können?". Als ich "Ja" sagte, meinte sie: "Dann kannst du mich trösten und ich tröste dich, okay?"


    Vielleicht hilft es dir ja auch, wenn du deinem Mann schon vorher von deiner Angst und deinen Gefühlen erzählst. Sag ihm, dass du so traurig bist, aber du auch ihm Halt geben möchtest, für ihn eine Stütze sein willst in dieser schweren Zeit, du aber Angst hast, zu schwach zu sein auf Grund deiner eigenen Traurigkeit.


    Was die anderen Leute betrifft... Die sind doch total egal. Ich denke zwar, dass jeder verstehen wird, wenn man traurig ist und das auch zeigt. Wer das nicht versteht? Der ist es wirklich nicht wert, dass du dir seinetwegen/ihretwegen den Kopf zerbrichst.


    Viel, viel Kraft! :)_:)*


    Fiene

    Danke Fiene,


    Mein Mann kennt mich ganz genau und ich hab auch schon mit ihm darüber gesprochen. Er ist


    auch einfach froh wenn es vorbei ist. Ich will auch nicht zu oft das Thema anschneiden und ihn lieber auf andere Gedanken bringen. Vielleicht auch deshalb, damit sich meine Gedanken ordnen können und nicht nur um den einen Tag kreisen.


    Den Kopf wegen anderer Leute zerbrechen sollte man sich wirklich nicht, da hast du recht. Das ist vielleicht auch das, was in meinem Kopf umher kreist. Ich werde sie vielleicht gar nicht beachten

    Hallo Bea!


    ich kann verstehen, dass du nicht vor allen dort "deine Fassung" verlieren willst....ich habe in schwierigen Situationen Oxazepam genommen (ich habe Borderline, solche Sit. gab es ca. 3 oder 4 mal) Das ist ein mittelschweres, verschreibungspflichtiges Beruhigungsmittel, dass dich nicht "umhaut"....im Gegenteil, davon schläft man - wenn man Tagsüber in einer sehr heftigen Lage ist - eben nicht gleich ein und wird "erschlagen"....Wenn man so ein Medikament nimmt, wenn man total ruhig ist, wird man davon natürlich eher total müde, als in einer Situation, wo das Adrenalin im Überfluss vorhanden ist.


    aber Ich sage es dir nur als Anreiz, die Beerdigung zu überstehen. Über sowas musst du mit dem Doc sprechen, weißt du ja. Ich finde es aber eben völlig ok, wenn man in so einer schweren Lage was zur Beruhigung nimmt. Ich halte den ganzen natürlichen Kram für wirkungslos - bei mir jedenfalls. Da bin ich lieber ruhig und lasse meine Emotionen später raus, denn das muss man dann auch!


    Ich wünsche dir alles Gute:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*