Trennung für immer

    Hallo, ich habe mich erst vor kurzem hier angemeldet, weil ich hoffe, in diesem Forum Leute kennenzulernen, die in einer ähnllichen Situation sind oder waren, wie ich.


    Vor einem halben Jahr habe ich meine Mama an Krebs verloren, es fällt mir aber immer noch schwer, die Erinnerungen (vor allem an die letzten Wochen) zu verarbeiten.


    Vielleicht ergeht es einigen hier ähnlich wie mir.


    Liebe Grüße


    Kathrin

  • 7 Antworten

    Hallo

    Ich schreibe Dir gerne was - allerdings heute nicht mehr. Habe meine Mutter vor 6 Jahren an Krebs verloren. Bis heute habe ich es nicht völlig überwunden. Dabei bekam ich letztes Jahr auch Krebs- sogar die gleiche Krebsart wie sie.


    Grüße

    Mutter gestorben

    Hallo,meine Mutter ist dieses Jahr am 22.September gestorben.Les dir mein Tagebuch durch,dann weißt du,wie wir gelitten haben.Manche fühlen sich nach der Lektüre etwas besser,weil es nicht immer so extrem und unmenschlich verläuft wie bei uns.

  • Anzeige

    Hallo liebe Kathrin,

    du bist nicht allein.


    Ich habe meine Mutter am 31. Juli, dieses Jahres verloren.


    Sie war nicht nur meine Mutter, sie war meine allerbeste Freundin.


    Am Anfang, war ich erleichtert, ich dachte, endlich, sie hat es geschafft, frei von Schmerz. Sie hat ihren kranken Körper ablegen können und sie ist jetzt glücklich.


    Aber, heute, ich denke so oft, wo ist sie, diese Freundin? Diese wunderbare Freundin, die mich immer akzeptierte, immer da war, immer Verständnis für mich hatte, alle Fehler von mir akzeptierte? Ihrer Liebe war mir immer sicher.


    Immer wenn mich etwas belastet, mag es auch noch so klein sein, ich will sie immer anrufen, aber sie ist nicht mehr da.


    Wo ist ihre wundervolle, warme Stimme, ich habe ihre warme Stimme so sehr geliebt, ich habe es geliebt, wie sie meinen Namen aussprach, ich werde es nie mehr erleben.


    Krebs??? Ich hasse diese Krankheit!!!


    Aber sterben, ist natürlich:°( und wir werden diesen Weg irgendwann auch einmal gehen.

    Danke

    hier seh ich wirklich, dass ich in meiner Situation nicht allein bin. Das stimmt, das es zum Schluß wirklich eine Erlösung war. Aber vor allem, da es dann so schnell, innerhalb von ein paar Wochen ging, war so schlimm. Und man fühlt sich so hilflos, kann nur zuschaun und ist täglich nur noch am verzweifeln.


    Ich wohne ja noch daheim, vorher mit meiner Mama, und es is so leer. Auch wenn jetzt schon einige Monate vergangen sind, ist die Leere geblieben.


    Das endgültige, ist es auch, was mich fertig macht! Zu wissen ich werd meine Mama nie wieder sehn, nie wieder ihr lächel, ihre Stimme. Wie du es schon schreibst, Meerblau!


    Im Moment versuche ich wieder, einen Alltag in mein Leben zu bekommen. Aber auch wenn es schon einige Monate her ist, wird das noch einige Zeit dauern.


    Es tut wirklich gut, hier zu sehn, dass man mit seiner Situation nicht alleine ist!


    Liebe Grüße Kathrin

    Liebe Kathrin

    Zitat

    Aber vor allem, da es dann so schnell, innerhalb von ein paar Wochen ging, war so schlimm. Und man fühlt sich so hilflos, kann nur zuschaun und ist täglich nur noch am verzweifeln.

    Du sagst es, bei mir war es auch so. Zwar wußte ich, dass sie es nicht mehr schaffen kann. Aber auf einmal war es da und dann ging es ganz schnell. Vor allen Dingen bekam sie es bewußt mit. Einen Tag vor ihren Tod, sagte sie, gestern Abend hatte ich einen Schub und heute Morgen schon wieder. Es tat mir weh, weil sie fühlte, dass ihr Körper nicht mehr wollte, SIE ABER WOLLTE LEBEN.


    Für dich muss es ganz schlimm sein, weil du noch mit ihr zusammenlebtest. Alles muss dich an sie erinnern. Das ist wirklich sehr hart, was du jetzt mitmachen musst. :°(


    Auch wenn ihr euch wiedersehen werdet(ich bin ganz sicher), es wird nicht mehr dasselbe sein. Aber ich glaube ganz fest daran, dass es kein Abschied für immer ist.


    Ich verstehe dich. Es wird noch lange weh tun, aber es ist eine Lebenserfahrung und du wirst daran wachsen. Es ist zwar negativ, was du nun erlebst, aber auch das formt dich für deine Zukunft. Und für deine Zukunft, wünsche ich dir alles, alles Liebe auf der Welt.


    *:)*:)*:)

  • Anzeige

    Hallo liebe Kathrin,


    ich habe vor zwei Jahren meine Mutter verloren.Ab und zu gehe ich auf den Friedhof ans Grab meiner Eltern und rede mit ihnen. Ich rede mir alles von der Seele.Wenn wir in Spanien sind besuchen wir viele Kirchen und zünden für die Verstorbenen eine Kerze an.


    Versuche es mal vielleicht hilft es Dir.

    Hallo Kathrin

    Ich habe meine Mama auch viel zu früh verloren. Vor 3 Jahren ist sie an Krebs gestorben, da war ich 20. Sie hat bis zum Ende dagegen gekämpft und es doch nicht geschafft. Das ist doch alles ungerecht. Meine Oma ist 95, meine Mama hat sie in den letzten Jahren bevor sie starb bei sich aufgenommen. Als meine Mama im sterben lag hab ich ihr versprochen das ich mich um sie zu Hause pflege und sie nicht ins Heim gebe. Auch wenn es manchmal anstrengend ist mit meiner Oma, ich fühle mich meiner Mama dadurch näher, weil es eben die Mutter meiner Mutter ist. Sie fehlt mir immer noch jeden Tag. Es ist so viel passiert in der Zeit und ich weiß sie würde sich über vieles freuen und es macht mich immer wieder so unendlich traurig das sie das alles nicht mehr miterleben kann.


    Es gibt so viel was ich ihr gerne erzählen würde aber sie ist einfach nicht mehr da. Wenn ich mal heirate oder Kinder bekomme, sie wird nicht dabei sein :-(


    Ich habe auch eine ganz gute Seite gefunden für alle die ein Elternteil verloren haben. Dort kannst man eine Seerose hinterlegen mit Gedichten und Bildern/Fotos von den Verstorbenen. Ihr müsst dafür auf den Seerosenteich gehen, dann auf eine Seerose klicken und wenn ein Name erscheint nochmal auf den Namene klicken, da sind dann die Mütter/Väter von anderen Hinterbliebenen. Die Seite heißt


    http://www.elternlos.de