Hallo Angie,


    es ist nicht leicht, einen lieben Menschen zu verlieren. Das habe ich auch schon erlebt. Vor 4 Jahren ist mein Vater gestorben. Er war zwei Jahre ein Pflegefall.


    Vielleicht hilft Dir der Gedanke, dass Deine Mutter ganz plötzlich aus einem erfüllten Leben heraus gehen durfte. Sie musste nicht leiden. :)*:)*:)*:)*

    wo nehmt ihr immer die tollen worte her.ich sitze hier und mir laufen wie immer die tränen.ja,lesen tu ich auch viel.langsam gehen mir nur die bücher aus.alles jenseitsbücher unddas licht von drüben von dr raymond a. moody,es ist sehr schön,zu wissen,das es allen gut geht und sie bei uns sind.mit freunden rede ich viel.da ich aber mit 49 den ganzen tag zu hause bin,ist es auch normal das alle anderen in meinem alter arbeiten müssen.mit meiner mum habe ich immer 7 monate an der ostsee verbracht.das kann ich mir jetzt überhaupt nicht mehr vorstellen.ja,wir haben zwar freunde,sind aber trotzdem immer gern für uns gewesen.das hat uns gelangt und wir waren so wie es war sehr zufrieden.wir haben gemeinsam meinen sohn verwöhnt,da er ja nur selten hier ist sind aber sehr häuslich gewesen.und das gern.keine partytypen eben.nur wenn mein sohn mal einen autritt hatte mit seiner band,dann waren wir immer dabei.und mum immer voller stolz in der ersten reihe.wir waren gerade im winter selten unterwegs und im sommr dafür ständig draußen,aber eben alles gemeinsam.so eine gesprächstherapie kann ich mir nicht vorstellen.ich möchte nicht um eine bestimmte uhrzeit mit fremden menschen,die meine mum (olli) nicht kannten.hier sind wir uns auch fremd,aber man kann sich hinsetzten und seine gefühle einfach schreiben und im moment bekomme ich gott sei dank auch antworten.es hilft mir,wenn es spontan ist nicht auf termindruck.dane euch beiden

    warte auf dem frühling....wenn alles anfängt zu blühen....da fällt einem das leben wieder etwas leichter....


    http://www.rheintalwetter.ch/Rheintalwetter/images/Wetter/fruehling.jpg


    sammel dich langsam in dir... und verarbeite die zeit... lass die zeit auch für dich arbeiten....:)* dann wird es stück für stück...weicher und nanehmbarer,......um damit leben zu können! :)_

    Liebe angie,


    zuerst mal mein herzliches Beileid zum Tod Deiner Mutter. Meine Mutter ist im Sommer 2004 plötzlich verstorben. Eine halbe Stunde vorher noch telefoniert, was wir abends kochen wollten und dann habe ich sie tot gefunden (Herzinfarkt vermutlich). Wir hatten auch ein sehr inniges Verhältnis und das hat mich total umgehauen. Ich wohne auch allein, war damals solo. Ich bekam Blutdruckprobleme, Kreislaufprobleme und fast Panikattacken. Meine Ärztin, die sonst wirklich nicht schnell für Arzneimittel ist, meinte damals, es sei besser, mich mal für ein halbes Jahr etwas "herauszunehmen" aus dem ganzen Stress. Ich bekam Paroxetin, ein Antidepressiva. Erst hatte ich schwer Bedenken, aber nach 1 Woche Eingewöhnungszeit ging es mir wirklich besser. Es ist zwar alles noch da, aber man wird etwas "gleichgültiger", man lässt es nicht so nah an sich ran. Ich hatte keine Nebenwirkungen von wegen "neben sich stehen" oder so, war im Beruf leistungsfähig und habe so die schlimmste Krise überwunden. Nach einem halben Jahr Hab ich das ohne Probleme abgesetzt. Vielleicht wäre etwas in der Richtung für Dich momentan auch das Richtige? Sprich doch mal mit Deinem Arzt darüber. Längerfristig Schlafmittel nehmen wäre mir zu riskant und ewig solch rastlose Tage tun Dir auch nicht gut.


    Es dauert lange - wie lange kann Dir keiner sagen - bis Du Dich einigermassen mit der Situation arrangiert hast. Aber Du wirst es schaffen...


    Viel Glück:)*@:)

    vor dem frühling habe ich große angst.jetzt paßt das wetter noch zu meiner stimmung.aber wenn alles grün wird,ihre geliebten vögel wieder zwitschern,daß wird ganz furchtbar.meine ärztin hier ist hammerhart.sie sagt das sei das leben und der tot gehört dazu.dann kommt noch dazu,das ich schon sehr viel medikamente auch cortison nehme und vorsichtig sein muß.ich weiß,das schlaftabletten auf dauer nicht gut sind,aber für mich ist im moment nur wichtig,den schrecklichen tag zu beenden und nicht noch beim einschlafen nachdenken zu müssen.ich war mein leben immer für andere da,das hat mir immer geholfen.ist ja auch einfacher.jetzt bin ich selber so getroffen und muß einsehen,daß ich mir nicht helfen kann.meine mum hat eine dornschwanzalgame.die mochte ich nie anfassen.inzwischen ist der willi ein guter freund von mir.ich denke sogar,daß dieses tier etwas spürt.bin ich unruhig,tobt er auch rum.habe ich eine ruhigere stunde liegt er auch nur da.verrückt nicht wahr.das du deine mum gefunden hast ist ja ganz schrecklich.mein sohn sagt immer zu mir,es war ihre zeit und oma hat alles richtig gemacht.still und bescheiden und keinen erschrecken.obwohl der schock der übermittlung der polizei schon sehr tief sitzt.ich habe auch am nachmittag noch mit ihr telefoniert.und wenn meine sohn nicht gerade einen tag zuvor nach dänemark gefahren wäre,hätte er oma abgeholt und sicher gefunden.was noch sehr bedrückend,oder auch schön ist,ich weiß es noch nicht ist,mein sohn hat vor ein paar jahren bandaufnahmen gemacht.und in meinem schlafzimmer hängt eines dieser bilder.er ,mit seiner gitarre im arm auf einem nostalgisofa sitzend.es ist genau das sofa auf dem meine mum gestorben ist.abnehmen kann ich es aber auch nicht.

    Hallo Angie,


    sprich trotzdem mit Deiner Ärztin. Und wenn's gar nicht geht, geh zu einem anderen. Schlafen wirst Du auch ohne Schlafmittel, wenn Du müde bist. Aber jeden Tag allein in der Wohnung zu verzweifeln und Panikattacken zu kriegen, ist denke ich, noch schlimmer. Dann hast Du am Ende noch mehr Medikamente nötig, wenn Dein Blutdruck auch noch spinnt. Also, ich kann es von mir nur empfehlen, nur vorübergehend, bis Du Dich mit der Situation irgendwie etwas arrangiert hast. Ich denke, da besteht weniger Suchtpotential als bei Schlaftabletten.


    Ja, das war hammerhart, die Mutter ohne Vorwarnung so zu finden. Ich hab Wiederbelebung probiert (es war eh zu spät, etwa 10 Minuten zu spät, als ich kam), dann macht man noch alles falsch. Das Telefon war nicht an seinem Platz, kein Handy dabei, niemand da. Gleichzeitig versuchen, zu reanimieren und irgendwie einen Rettungswagen her zu kriegen - ich darf nicht dran denken! Wie lang hab ich mir Vorwürfe gemacht...:-(


    Liebe Grüße

    das stell ich mir ganz schlimm vor.aber es zeigt mir auch wieder es mußte so sein .es war die zeit unserer mütter.du brauchst dir glaube ich keine vorwürfe machen.bei uns ist dem ersten kunden ca 22 uhr aufgefallen,das der laden zu war.gegen 23 uhr war er wieder da und ist dann zur davidswache rüber gegangen und als die nachgesehen haben war es zu spät.auf der sterbeurkunde steht zwischen 22 uhr und 22.50 uhr.ich frag mich auch,ob ich sie noch mal hätte anrufen sollen.aber nichts und niemand hätte es bei unseren müttern verhindern können.dann wäre es nachts im bett passiert.und wenn sie es bemerkt hätten,hätten sie bestimmt noch telefoniert.oder zumindest das telefon bei sich gehabt.es wäre auf jeden fall passiert und wir hätten nichts tun können.das macht es aber nicht weniger schlimm,da unsere mütter uns ja so sehr fehlen.blutdrucktabletten nehme ich übrigens schon lange.und ich werde auch versuchen so schnell wie möglich von den schlaftabletten runter zu kommen.

    Tja, meine Mutter hat wohl schon noch was mitgemacht: das Telefon habe ich schließlich neben dem Bett gefunden, wo sie sich wohl hingelegt hatte, weil sie sich nicht fühlte (es war furchtbar heiß, sie hatte im Garten gearbeitet, ist wohl dann schnell reingegangen, aber zu spät), das T-Shirt aus"gerissen" und in die Ecke gefeuert (wäre sonst nicht ihre Art). Nein, ich darf nicht daran denken...


    Überleg Dir trotzdem, ob Du nicht mal mit einem - anderen - Arzt sprichst, bevor Du Dich richtig in eine Angststörung reinsteigerst. Kannst Du nicht mal raus? Ein Wellness-Wochenende für Deine Seele, mit einer Freundin vielleicht? Oder Deinen Sohn besuchen?


    Alles Gute...:)*

    ja,sonst wäre ich bestimmt nicht mehr.leider muß er sehr viel arbeiten.jetzt lastet alles auf ihm.und ich möchte ihn nicht so sehr belasten,aber er kennt mich gut genug.also brauch ich ihm auch nichts vormachen.und ihm geht es ja auch nicht gut.nur er hat natürlich mehr ablenkung und muß für seine arbeit auch mal abschalten.und ganz wichtig,er hat seine musik und dadurch kann er viel ausdrücken.

    Ich weiß ja nicht wie weit Du gesundheitlich beeinträchtigt bist, kannst Du Dir nicht eine Beschäftigung suchen? Was Ehrenamtliches, was Dir auch was bringt? Z.B. Besuche bei einsamen, alten Leuten, Zeitung vorlesen, mal nen Kaffee trinken? Oder Mithilfe im Tierheim, irgend so was, was Sinn macht? Oder stundenweise auf ein Tageskind aufpassen? Einfach auch Ablenkung für Dich?


    Ich wünsche Dir einen schönen Abend, mache jetzt Feierabend und muß noch mit meinem Hund raus, bevor die neue Schneefront kommt. Ich schau nachher nochmal rein.*:)


    Liebe Grüße

    Noch was: psychologische Hilfe hätte ich damals auch nicht gewollt. Aber es gibt ja glaube ich in Städten auch speziell Gesprächskreise für Trauernde (Du kommst ja wohl aus Hamburg?), vielleicht hilft Dir das etwas und Du würdest vielleicht neue Kontakte knüpfen...

    ich bin leider sehr beeinträchtigt.2 lungenkrankheiten,weichteilrheuma und wirbel gekippt.also kann ich mich auf nichts einlassen,da ich nie weiß wie ich am nächsten tag drauf bin.wäre ja nichts zuverlässiges.deshalb haben mum und ich es uns immer so eingeteilt wie wir konnten.sie brauchte mich nur ansehen und wußte wie es mir geht.ich war immer der jaultyp und mum hat nie gejammert.hatte so dachten wir normale sachen .verschleiß,blutdruck...und sie setzt sich hin und stirbt.habe immer eher dran gedacht,daß ich vor ihr gehe.


    über einen kleinen hund haben wir auch schon nachgedacht.aber wir müssen erst mal sehen wie wir finanziell zurecht kommen und dann bleibt das problem der tagesform bei mir ja trotzdem.


    von ärzten,gruppen usw.kann ich mich noch nicht anfreunden.erst muß ich mal begreifen und dann loslassen.

    Liebe Angie,


    puuh, da hat es Dich ja schwer erwischt. Tja, und trotzdem sieht man, daß nicht alles vorher zu sehen ist und "der Reihe nach"geht.


    Ja, ein Hund bedeutet schon Verantwortung. Meine kommt aus dem Tierheim, mit einem halben Jahr zu mir gekommen. Ist allerdings ne große (Labrador-Mix). Geht mit mir zur Arbeit - bin selber Chef ;-)) - und wenn ich mal weg musste, war meine Mutter da. Tja, jetzt habe ich Glück, daß ich tolle Nachbarn habe. Vor 2 1/2 Jahren hab ich das Sprunggelenk gebrochen: 6 Wochen ohne aufzutreten an Krücken: ohne meine Nachbarn wären wir aufgeschmissen gewesen! Aber vielleicht könntest Du Gassi gehen im Tierheim, ohne Dich gleich ganz festzulegen. Versuch es doch mal, wenn Du sagst, daß Du nicht immer "voll da" bist. Vielleicht klappt es trotzdem. Oder vielleicht könntest Du einen kleinen älteren (evtl. auch gehandicapten) Hund aufnehmen, der nicht viel Auslauf, aber viel Liebe braucht. Ich kann Dir sagen: meine Maus hat mir seeeehr geholfen damals.


    Ich versteh' Dich mit Ärzten/Gruppen etc. War auch nicht mein Ding. Trauer ist was sehr Persönliches, Individuelles, ging mir genau so. Aber bitte: denk an den Tip mit dem vorübergehenden Antidepressivum. Ist bestimmt besser als Schlaftabletten. Für mich war es jedenfalls eine sehr große Hilfe, ohne die ich wirklich verzweifelt wäre...


    Ich wünsche Dir eine gute Nacht und daß Dich Deine Mutti in einem schönen Traum besucht...


    Schlaf gut,*:)

    :°(:°(werde es heute mal ohne tablette probieren.wenn es bei mir so wirken sollte,als ob ich keinen rat annehmen möchte ,kommt das falsch rüber.ich versuche nur krampfhaft realist zu bleiben und meine möglichkeiten nicht zu überschätzen.unser leben war so sehr auf uns abgestimmt.ich bin oft froh,wenn ich manche tage zum briefkasten runter komme.spazierengehen bedeutet schmerzen und schmerzen möchte ich im moment vermeiden,obwohl ich sie inzwischen schon vom vielen sitzen habe.ich würde allerdings alles auf mich nehmen,wenn ich dadurch meine olli zurück haben könnte.dir auch eine gute nacht.und danke,das du auf mich reagiert hast,allein das hilft schon.

    Guten Morgen Angie,


    ich hoffe, es geht Dir heute einigermaßen gut. Zum Mindesten ist bei euch das Wetter wohl etwas besser. Bei uns schneit es schon wieder wie verrückt. Hab langsam keine Lust mehr zum Schneeschippen. Aber lange kann es ja wohl nicht mehr dauern, bis die Sonne wieder scheint und der Frühling kommt. Und auch für Dich wird die Sonne wieder scheinen. Dass es Dir jetz so geht, ist doch völlig normal, wenn man einen so engen Lebenspartner verliert. Für denjenigen, der gegangen ist, ist es sicher besser, so ohne Vorwarnung und langes Leiden zu gehen, aber für die Angehörigen ist es ein ganz besonderer Schock. Ich denke, wenn ein Angehöriger lange krank war, hat man wenigstens die Zeit, sich mit dem Unabänderlichen irgendwie zu "arrangieren" - es trifft einen nicht so hammerhart.


    Ich will Dir übrigens keinen Rat erteilen. Das würde ich nie tun, was Medikamente angeht. Es war nur die Schilderung meiner eigenen Erfahrung und ein Ansatzpunkt für Dich, wenn es überhaupt nicht mehr geht. Ich bin auch ein Mensch, der sich eher "den Tatsachen stellt", aber in solch einem Fall kann man es sich wirklich so vorübergehend ein wenig leichter und erträglicher machen, bis man es etwas verarbeitet hat.


    Wenn Du so angeschlagen bist, hast Du nicht die Möglichkeit, über Deine Krankenkasse mal eine Kur zu beantragen, die Dich vielleicht körperlich und seelisch wieder etwas aufbaut? Ich denke, mal raus zu kommen, würde Dir ganz gut tun...


    So, jetzt muß ich aber arbeiten. Ich wünsche Dir einen guten Tag:)*

    danke bellaswan.aber ruhe habe ich leider im überfluss.


    @ benaoh woher kommst du denn,daßes bei euch so sehr schneit?das mit dem rat hast du falsch verstanden.ich bin froh über jeden tipp.habe leider eine schlechte nacht hinter mir.habe keine tablette genommen.und richtigen entzug gehabt.die ganze nacht nicht geschlafen und gegen morgen richtig schweißausbrüche.klar köönte ich eine kur beantragen,aber ich möchte auf keinen fall von zuhause weg.das war außer unser ostsee nie meinding.ich übernachte nicht mal bei einer freundin.ich brauch mein bett und meine umgebung.jetzt mehr denn je.ich war ja gleich nach der urnenbeisetztung mit meinem sohn 2 wochen in den bergen in frankreich.es war ganz fürchterlich.natürlich kann man sich bei einer langen krankheit verabschieden,aber ich hätte olli nicht leiden sehen können.wenn ihr mal was fehlte,war ich wütend auf sie,weil ich so große angst um sie hatte.das sich leichter machen,hab ich ja mit den schlaftabletten versucht,um wenigstens nachts nicht denken zu müssen.hat ja auch gut geklappt.vielleicht sollte ich mir die abhängigkeit im moment egal sein,auch wenn mein lungenfacharzt sagt ich verschiebe meine probleme damit nur.morgen früh muß ich zum doppler.beim ultraschall haben sie zyste(n)an der niere entdeckt.normalerweise wäre ich sehr nervös,aber jetzt ist es irgendwie egal.