Unverhofftes und qualvolles Ableben meiner Westiehündin

    Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich alles besser machen.


    Ich versuche es sachlich zu berichten und wäre für Antworten dankbar. Auf jeden Fall fühle ich mich wie eine Schlafwandlerin und möchte begreifen.


    Ungefähr 2 Wochen vor dem 19.10.2017 kippte meine Westiehündin mit den Hinterbeinen kurz auf die Seite, beim Spaziergang. Habe es weiter beobachtet, kam aber nicht wieder vor.


    Am 19.10.2017 Krallen schneiden beim Tierarzt. Auf meinen Wunsch wurde ihr Herz abgehört. Diagnose: Herzgeräusch - Grad I - es wurde eine Herzultraschalluntersuchung angeregt. Ich war schockiert. Wir machten einen Termin für die kommende Woche aus. Nach meinen Recherchen ergab sich keine Dringlichkeit bei Grad I.


    Am 25.10.2017 stellte ich Fieber, 40.5 Grad fest. Am späten Nachmittag zum Tierarzt. Diagnose: Infektion und rasselndes Geräusch von den Bronchen.


    Sie bekam 2 Injektionen. Fiebersenkendes und Amoxicillin.


    Ihr Zustand verschlechterte sich


    Am 26.10.2017 gegen 11.30 Uhr wieder zum Tierarzt. Wieder Injektion Amoxicillin. Herz abgehört vom Tierarzt. Ich selbst konnte durch das Stetoskop das Herzgeräusch hören. Es machte sch..sch...sch so ungefähr.


    Ultraschall sollte dann am 03.11.2017 gemacht werden. Meinem kleinen Schatz ging es gar nicht gut. Da sie wahnsinnige Angst vor dem Tierarzt hatte, wollte ich warten bis es ihr etwas besser geht. Herzultraschall ist Stress pur. Ich hoffte, dass das Antibiotikum bald anschlägt. Nein, ihr Zustand verschlechterte sich zusehends. Sie hat nur erbrochen....und ihr war übel....hat nichts mehr gefuttert.


    Am 05.11.2017 mit ihr zum Notdienst, sie bekam Novalgin und MCP injiziert. MCP Tropfen bekam ich mit. Tierärztin meinte, die Übelkeit hat nichts mit dem Herzen zu tun. Mein kleiner Schatz stand völlig neben sich, keine Reaktion beim Tierarzt, völlig untypisch.


    Ihr Zustand verschlechterte sich immer mehr, nun hat sie auch nichts mehr getrunken und spuckte und spuckte.....Also am 06.11.2017 zu einem anderen Tierarzt. Diagnose: schwere herzinsuffiziens mit etwas Flüssigkeit in der Lunge. Herztabletten. Da sie nichts mehr angenommen hat und nur spuckte konnten die nicht mehr helfen. Festgestellt hatte er: Flankenatmung


    Am 07.11.2017 ein Zustand bei meinem Schatz den ich nicht mehr ertragen konnte. Zum Tierarzt: hat sie abgehört und schüttelte den Kopf. Schwere, schwere Herzinsuffiziens, Lunge voller Flüssigkeit. Sie wurde erlöst weil sie sonst grausam erstickt wäre. Fazit: Auch ein Herzultraschall hätte sie nicht mehr retten können, es war längst zu spät.


    Ob ich diesen Schmerz verkraften kann steht in den Sternen

  • 74 Antworten

    Das ist traurig, aber hier hätte wohl nichts mehr helfen können, das Tier war zu krank. Es ist immer bitter, ein geliebtes Tier zu verlieren.


    Du warst beim Tierarzt, das Tier wurde behandelt und die diagnostische Maßnahme hätte auch keinen Heilungswert gehabt, ein anderes Medikament hätte den Leidensweg vielleicht sogar länger gemacht.


    Dein Schatz ist im Hundehimmel, hatte ein geliebtes Leben...


    Selbstvorwürfe solltest Du bei Bemerken sofort in die Schranken verweisen mit einem energischen STOP.


    Gegen die Trauer hilft homöopathisch Ignatia D 6, stündlich 5 Globuli. Macht es leichter.

    mein beileid @:)


    mit hätte und würde tust du dir nur selbst weh.


    du bist mit deiner hündin zum tierarzt gegangen und warst in der klinik. als tierhalter vertraut man auf die fähigkeiten der tierärzte. da musst du dir wirklich keine vorwürfe machen.


    im gegenteil, du hast die schwere entscheidung getroffen, deiner hündin weiteres leid zu ersparen und zu gehen zu lassen, ehe es wirklich qualvoll wird für sie.


    das einzige, was ich für mich mitnehmen würde wäre wohl - sollte irgendwann ein neues tier in deinem haushalt einziehen oder du noch weitere haben - nur noch zu dem arzt gehen, der am 6.11. die diagnose gestellt hat, da er offenbar die schwere der erkrankung erkannte.

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    Hallo Weißer Tiger,


    ich fühle mit dir, mein 13-jähriger Foxterrier hat Blasenkrebs, unsere gemeinsamen Tage sind gezählt. Der Tod kommt somit nicht "unverhofft". Bei dir doch eigentlich auch nicht, "2 Wochen vor dem 19.10.2017" sind etwa sieben Wochen bis heute. Wie alt war deine Westie-Hündin?


    Auch ihm knicken die Beine weg, besonders nach dem Liegen. Doch er rappelt sich noch hoch und läuft auf zwei Beinen, vorne rechts und hinten links. Manchmal setzt er auch mit den beiden anderen Beinen auf und ich kann nicht feststellen, warum er die schont. Tierarzt meint "Arthrose".

    Zitat

    Ob ich diesen Schmerz verkraften kann steht in den Sternen

    Ich habe 2015 meinen kleinen Freund verloren und noch heute kommen die Tränen, wenn ich an ihn und unsere gemeinsame Zeit denke. Der Foxl ist sein Nachfolger, habe bewusst ein älteres Tier gesucht als Ergänzung zu meiner jungen Westie-Hündin.


    Leider ist es so, dass, wenn man einen "Gnadenhof" hat, und sei es nur mit einem Tier, der Tod alle paar Jahre mal vorbeischaut. Aber bis dahin gibt es eine wunderbare Zeit mit Hunden und ich möchte sie nicht vermissen. Ob ich mir so schnell wieder einen Zweithund hole, weiss ich noch nicht.

    Ich habe das bei meiner Katze erlebt.


    Leider ist sie auf dem Weg zum Tierarzt erstickt :(


    Tiere können Schmerzen, bzw. Beeinträchtigungen sehr gut verstecken, kompensieren.


    Wenn man es merkt, kann man oft nicht mehr viel tun.


    Da hast du einfach keine Chance und auch definitiv keine Schuld.


    Du hast dein bestes getan, warst bis zum Schluss bei ihr, sie war nicht alleine. @:)

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    Es ist immer schlimm, wenn sie gehen, egal wie sie gehen.


    Und denke immer dran: Sie hat Glück gehabt kein Mensch gewesen zu sein, der auf Teufel komm raus am "Leben" gehalten worden wäre. Sie durfte erlöst werden, das ist ein Liebesdienst, den Du ihr da erwiesen hast.


    Es wurde alles gemacht und getan, manchmal hilft eben nichts mehr, ich kenn diese doofen Gedanken nachher, aber sie bringen nichts.


    Du hast kein Leben beendet, Du hast ein Leiden beendet. Das war eine gute Entscheidung. @:)

    Nachtrag zum Stichwort "unverhofft".


    Ich finde es tröstlich, wenn ein Lebewesen bis kurz vor dem Lebensende "Lebensfreude" hat. Eine kurze Leidenszeit ist besser als ein monatelanger, quälender Abschied. Oder bei Menschen im Altersheim gar ein jahrelanger.


    Ich möchte gerne gesund alt werden und wünsche das auch jedem Mitgeschöpf.


    Natürlich wurde ich gefragt, ob ich den Foxl irgendwann "erlösen" werde. Ich hoffe, dass er von selbst nicht mehr aufwacht, wenn es so weit ist. Die Entscheidung steht mir nicht zu.

    Es tut mir sehr leid für Dich :)-


    Ich wundere mich ein wenig über die Diagnose.... erst keine schlimme Herzinsuffizienz und dann plötzlich so schlimm. Fieber, Erbrechen... das sind eigentlich keine Symptome einer Herzinsuffizienz. Vielleicht hat der Wauzi draussen etwas aufgenommen... hört sich für mich fast nach einer Vergiftung an, die nicht kompensiert werden konnte.


    Aber wie auch immer es war, Du hast alles richtig gemacht. Mehr, als zum Tierarzt gehen und das Tier aufmerksam beobachten und dementsprechend handeln kann man nicht tun. Man muss den Kompetenzen der TÄ (leider...) vertrauen, wenn man selbst keine Veterinärmedizin studiert hat. Mach Dir bitte keine Vorwürfe. Der Verlust ist schmerzlich, man darf und soll trauern, weinen... aber muss den Blick dann irgendwann wieder nach vorne richten. Alles Gute für Dich @:)

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    Zitat

    Natürlich wurde ich gefragt, ob ich den Foxl irgendwann "erlösen" werde. Ich hoffe, dass er von selbst nicht mehr aufwacht, wenn es so weit ist. Die Entscheidung steht mir nicht zu.

    DOCH!


    Die Entscheidung liegt in DEINER Verantwortung! Als verantwortungsvoller Tierhalter übernimmt man auch genau diese schwere Entscheidung und drückt nicht den innerlichen Ignoreknopf und lässt das Tier vor sich hinleiden, bis es von alleine aufgibt. :|N

    Danke für die vielen Antworten.


    Der Verlust bringt fast um. Schwerwiegender sind die Selbstvorwürfe die ich mir mache. Was habe ich übersehen, wo habe ich falsch reagiert und auch mit ihr geschimpft als sie angefangen hat auf den Teppich zu puschern. Aufsto0en mach dem Trinken, Husten wenn sie sich aufgeregt hat Abens hat sie manchmal gezittert wenn sie neben mir lag. Sie wollte draussen gar nicht mehr laufen. In den letzen gut 1 1/2 Wochen hat sie mich in der Nacht alle drei Stunden wach gemacht. Sie hat geschmatzt, geschnauft, wollte nicht mehr liegen.


    Nervlich war ich fertig, habe mit ihr geschimpft weil ich nicht mehr konnte. All das habe ich der Tierärztin berichtet.


    Vor dem 19.10.2017 war ich am 04.08.2017 bei der Tierärztin zur Nachkontrolle, mein Schatz hatte eine Analfistel die ausgedrückt wurde und bekam Antibiotika. An dem Tag auch das Herz abgehört. Alles in Ordnung.


    Mein kleiner Schatz hatte vor 2 Jahren einen Sehverlust ( durch Medikamente?) das war für uns beide eine sehr schlimme Zeit und sehr anstrengend. Sie durfte trotz allem etwas über 9 1/2 Jahre alt werden.


    Sie hat mich immer ziemlich dominiert und ich bin gesprungen. Ich hätte eher merken müssen, dass etwas nicht stimmt. Wir beide waren doch ein richtig gutes Team. Also habe ich versagt.

    Zitat

    Die Entscheidung liegt in DEINER Verantwortung!

    Das weiss ich. Ich nehme diese Verantwortung wahr und beobachte ihn kritisch. Aber die Aussage "Blasenkrebs - er lebt nicht mehr lange" bedeutet für mich nicht, ihn vorbeugend einzuschläfern.

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    Hallo Sapient,


    nach Aussage von dem letzten Tierarzt hatte sie eine schwere Mitralklappeninsuffiziens, die Lunge war voller Flüssigkeit.


    Die vorherige Tierärztin, ich habe das Geräusch selber gehört mit dem Stethoskop, sagte Grad I. Aber dem Geräusch nach war es viel schlimmer. Das ergab die Aussage von dem letzten Tierarzt und auch meine Recherchen. Denn Grad I ist noch gar nicht behandlungsbedürftig.


    Eventuell hat sich die Tierärztin geirrt, mir nicht die Wahrheit gesagt oder die Medikamente wie Duphamox und Novalgin und MCP waren auch ausschlaggebend. Die Tierärztin, wo ich in den letzten zwei Jahren war, redet erst mit mir wenn ich ihr den Namen von dem Tierarzt gebe wo ich dann mit meinem Schatz war.

    weißer tiger

    du hast nicht versagt, natürlich sieht das bild für dich hinterher klarer aus. aber in der situation hast du getan, was wohl jeder getan hätte, der nicht schon einmal ein herzinsuffizientes tier hatte: du bist zum tierarzt gegangen und hast die therapie mit ihr durchgezogen, die dort verordnet wurde.


    man steckt leider nicht drin. du hast das getan, was du tun konntest, hast dich gekümmert, warst immer wieder beim arzt mit ihr, hast sie behandeln lassen und warst bis zum schluss an ihrer seite.


    der verlust eines tieres tut weh, ganz gewaltig sogar. aber hör bitte auf, dich als versagerin hinzustellen, das ist dir selbst gegenüber nicht fair.

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