• Unverhofftes und qualvolles Ableben meiner Westiehündin

    Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich alles besser machen. Ich versuche es sachlich zu berichten und wäre für Antworten dankbar. Auf jeden Fall fühle ich mich wie eine Schlafwandlerin und möchte begreifen. Ungefähr 2 Wochen vor dem 19.10.2017 kippte meine Westiehündin mit den Hinterbeinen kurz auf die Seite, beim Spaziergang. Habe es weiter…
  • 74 Antworten
    Zitat

    Ich hätte eher merken müssen, dass etwas nicht stimmt. Wir beide waren doch ein richtig gutes Team. Also habe ich versagt.

    Tja, der Mensch meint, er sei Gott und könne über alles bestimmen. Doch das stimmt nicht. Du hast dich ge-täuscht und bist jetzt ent-täuscht. Die Enttäuschung richtest du gegen dich. Das Gefühl kann ich dir nicht ausreden, aber sachlich wirst du keinen Grund finden, was du falsch gemacht hast.


    Um Gefühle, auch Trauer, zu verarbeiten, gibt es keinen Fingerschnipp, das braucht Zeit.


    Es gibt so viele wunderbare Dinge auf der Welt, die ohne mein Zutun entstehen. Also muss ich akzeptieren, dass auch Dinge, Hunde und schließlich ich selbst ohne mein Zutun vergehen.

    Mal übersetzt.


    wo habe ich falsch reagiert und auch mit ihr geschimpft als sie angefangen hat auf den Teppich zu puschern. Aufsto0en mach dem Trinken, Husten wenn sie sich aufgeregt hat


    Herz, da keine Luft bzw. Herz zu groß, drueckt auf Lunge.


    Abens hat sie manchmal gezittert wenn sie neben mir lag.


    Herz, Kreislauf.


    Sie wollte draussen gar nicht mehr laufen. In den letzen gut 1 1/2 Wochen hat sie mich in der Nacht alle drei Stunden wach gemacht.


    Gefühl des Erstickens, da Herz nicht richtig okay, deswegen unruhig.


    Sie hat geschmatzt, geschnauft, wollte nicht mehr liegen.


    Gefühl des Erstickens bzw. Herz drückt auf Lunge, deswegen eben keine Luft.


    Anscheinend hat sie seit August eine Herzinsuffizienz entwickelt, die dann irreparabel geworden ist. Es hätte bestimmt geholfen, bei den von Dir genannten Symptomen zum Dok zu gehen, der hätte sie medikamentös eingestellt, das bringt oft noch mehrere Jahre.


    Irgendwann geht es halt nicht mehr.


    Am 25.10.2017 stellte ich Fieber, 40.5 Grad fest.


    Infektion, Lungenentzündung, passiert oft aufgrund der Wassereinlagerungen durch die Herzinsuffizienz.


    Am späten Nachmittag zum Tierarzt. Diagnose: Infektion und rasselndes Geräusch von den Bronchen.


    Sie bekam 2 Injektionen. Fiebersenkendes und Amoxicillin.


    Ihr Zustand verschlechterte sich


    Am 26.10.2017 gegen 11.30 Uhr wieder zum Tierarzt. Wieder Injektion Amoxicillin. Herz abgehört vom Tierarzt. Ich selbst konnte durch das Stetoskop das Herzgeräusch hören. Es machte sch..sch...sch so ungefähr.


    Ultraschall sollte dann am 03.11.2017 gemacht werden.


    Da wollte er sehen, ob es ein dauerhaftes Problem ist oder etwas, was durch


    das Antibiotikum behoben/besser geworden ist.


    Danach hätte er sie wohl auf Medis eingestellt,


    was der andere Dok ja dann ein paar Tage später gemacht hat.


    Meinem kleinen Schatz ging es gar nicht gut. Da sie wahnsinnige Angst vor dem Tierarzt hatte, wollte ich warten bis es ihr etwas besser geht. Herzultraschall ist Stress pur.


    ****


    Die zwei Tage haben es nicht mehr rausgerissen. Da gab es wohl schon vorher den Punkt ohne Wiederkehr. Ab August lief die Lebensuhr ab.


    Bei Hunden jenseits der 8 muss man bei Husten IMMER an Herz denken.


    Und auch sonst bitte zum Dok, wenn Hund plötzlich komisch, denn Tiere können es eigentlich überhaupt nicht verstecken, denn das würde eine Absicht bedeuten,


    die sie nicht haben, denn sie sind keine Menschen.

    Niemals werde ich vergessen wie sie in meinen Armen lag, ganz ruhig, und ich ihr noch gesagt habe: ich habe dich ganz doll lieb. Dann ist sie in meinen Armen eingeschlafen. Wenn ich das überlebe, werde ich dieses Bild nie wieder los.


    Der Tierarzt sagte, sie wäre sonst grauenvoll erstickt und das zu erleben würde ich mir nicht wünschen.


    Um ihr das zu ersparen gab es keine Alternative. Ich wäre am liebsten mit ihr gestorben

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    Das hätte genau wem geholfen "mitzusterben"?


    Ja, es ist dramatisch, wenn Tiere gehen müssen. Ich fand es aber bisher im Nachinein nie fruchtbar, wenn meine Tiere in meinem Arm gestroben sind. Im Gegenteil. Ich empfinde das im Nachhinein als tröstlich sie begleitet zu haben. Und ich möchte das Bild nie wieder loswerden, denn es war immer ein freidliches Bild. Ausnahmslos.


    Wir alle haben im Leben Verluste zu erleiden und zu tragen. Wir lernen mit jedem dazu. Ob wir einen Menschen verlieren oder ein Tier, beides ist schmerzlich. Aber: Das geht allen so, deshalb bei allem Verständnis für Deine Trauer, aber mit einer solchen Überdramatisierung machst Du Dir das Loslassen nur umso schwerer. Der Tod gehört zum Leben dazu.


    Nun gib Dir Zeit das Geschehene zu verarbeiten, trauere, weine, schreie.


    Aber irgendwann musst Du loslassen. Das weiß man doch eigentlich auch bei der Anschaffung eines Tieres, dass man sie in der Regel überlebt und sie irgendwann verlieren wird.


    Das ist nicht böse gemeint von mir, aber vielleicht nimmst Du wirklich ein wenig Druck raus und bedenkst, dass sowas schon fast alle Menschen erlebt und erfahren haben. :)*

    ....hätte ich mich jetzt nicht getraut zu schreiben,


    aber genauso ist es.


    Man kann/soll im VORFELD als Halter einiges tun.


    Man darf natürlich trauern.


    Aber mit sterben? Hilft dem Tier auch nicht mehr und solche Sätze drücken einen selbst nur runter, ist wie Selbsthypnose.

    Herzhusten ist ganz eigentümlich, nicht zu verwechseln mit anderem. Ganz trocken und echt aus den Tiefen des Hundes raus.


    Sie schlafen, springen dann plötzlich auf, stehen breitbeinig da und husten, bis es sie würgt. Unruhig beim Schlaf. Immer wieder mal ein Aufstoßen bzw. unterdrücktes Husten, vor allem beim auf der Seite liegen, bis sie dann aufwachen. Schwäche in den Hinterläufen, wegknicken, wenn Blutzufuhr im Hirn nicht mehr optimal.


    Husten vor allem beim Liegen. Das strengt an, darauf folgt Zittern.


    Wird das nicht beachtet, erfolgt z.B. gerne eine Bronchitis, da der Husten die Atemwege angreift,


    das Wasser in der Lunge begünstigt das noch.


    Gibt Tabletten, die bei heftigem Husten sofort Linderung bringen, Notfallmedikament, sozusagen.


    Und dann eben welche, die man jeden Tag geben muss.


    Also der Hund muss schon ordentlich gehustet haben von August bis jetzt Anfang November,


    das hört man doch.

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    Hallo chriecharlie,


    der zuletzt behandelnde Tierarzt sagte zu mir, sie hatte 4 Wochen und selbst ein paar Monate vorher keine Chance mehr. Auch eine medikamentöse Einstellung hätte keine gesicherte Überlebenschance gebracht. Vielleicht 2 Tage, vielleicht eine Woche...mehr nicht.


    Die Herzultraschalluntersuchung hätte gar nichts mehr gebracht. Es war zu spät.


    Am 25.10.2017 hätte die Tierärztin doch Röntgen können als sie das rasselnde Geräusch von den Bronchien gehört hat.


    Aber letztendlich wäre es zu spät gewesen. Und am 19.10.2017 hatte ich der anderen Tierärztin von dem seltsamen Verhalten erzählt.


    Am 19.10.2017 stellte sie das Herzgeräusch Grad I fest. In diesem Stadium gibt es keinen Grund zur Sorge, nichtmal Medikamente.


    Der letzte Tierarzt sagte zu mir, niemals war es zu dem Zeitpunkt Grad I.

    Zitat

    der zuletzt behandelnde Tierarzt sagte zu mir, sie hatte 4 Wochen und selbst ein paar Monate vorher keine Chance mehr.

    eben, wie ausgeführt. Die Uhr hat im August zu ticken angefangen, ziemlich schnell.


    WEnn Du da nicht gegangen bist, war nichts mehr zu machen. Also hör' auf, Dich zu quälen.

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    Dann war die Erstdiagnose eine falsche Diagnose. Das kann auch passieren. Auch Tierärzten passiert das.


    In dem Falle, wenn es so ist, wie Du es beschreibst wäre es aber auf das Gleiche hinausgelaufen, wenn sie die richtige Diagnose gestellt hätte. Das einzige, was hätte anders sein können ist: Sie hätte sofort Medikamente bekommen können, die ihr das Atmen erleichtern und mehr Wohlbefinden verschaffen.


    Den Tod hätte man nicht mehr aufhalten können.


    Nun ist sie tot, es ist endgültig und zerreisst einen. Frage Dich doch mal, was Du genau jetzt mit der Nachforscherei bewirken möchtest? Welchen Zweck hat das? Was würde es nutzen, wenn diese Tierärztin jetzt an Deiner Tür stehen würde und sagen würde: "Ja ich habe falsch diagnostiziert" ?


    Was wäre das Ergebnis?


    Lass los. :)*

    Hallo chriecharlie,


    so ausgeprägt war der Husten nicht. Wenn sie um die Ecke kam um Fernsehen zu hören, hat sie gebellt und danach manchmal gehustet. Wenn sie draussen war und einem Radfahrer nachlief, an der Leine (Geschirr)


    hat sie manchmal gehustet. So dramatisch wie Du es schilderst war es nicht.


    Schlimm wurde es erst in den letzten 1 1/2 Wochen.


    Ich habe mich ausgiebig mit der Mitralklappeninsuffiziens beschäftigt. Und wenn meine damalige Tierärztin ein Herzgeräusch Grad I feststellt, was nicht behandlungsbedürftig ist, glaube ich ihr das erstmal.

    ich finde es gerade ehrlich gesagt, mehr als unpassend, der te im trauerforum mitzuteilen, was sie alles hätte merken können und früher müssen.


    ja, wahrscheinlich war der sehverlust sogar schon durchs herz verursacht. aber wenn man sich nie mit bestimmten erkrankungen bei tieren befasst hat, dann kann man es nicht wissen. und wenn man dann regelmäßig zum tierarzt geht, der horcht sogar ab, misst dem ganzen aber keine bedeutung bei, dann ist man logischerweise geneigt, dem zu glauben.


    und hinterher zu merken, dass es doch ganz anders war und zu einem punkt entdeckt wurde, an dem nichts mehr zu machen war, das tut weh und wirft einen aus der bahn. das ist normal.


    das ist nichts rationales, sondern emotional.

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    Also eigentlich will sie das ja diskutieren und hat mehrmals die Frage aufgeworfen,


    was denn "falsch" gelaufen ist.

    @ Maerad

    Zitat

    Nun ist sie tot, es ist endgültig und zerreisst einen. Frage Dich doch mal, was Du genau jetzt mit der Nachforscherei bewirken möchtest?

    Ein Tier, das eng mit mir lebt, ist keine Plastiktüte, die ich in den Müll werfe und vergesse. Selbstverständlich gehört es zur Trauer, die letzten Wochen nachzuvollziehen, nachzuspüren und womöglich Erkenntnisse zu gewinnen, die in ähnlicher Lage hilfreich sind.

    Zitat

    ich finde es gerade ehrlich gesagt, mehr als unpassend, der te im trauerforum mitzuteilen, was sie alles hätte merken können und früher müssen.

    Das habe ich jetzt in keinster Weise bei jemandem rausgelesen ausser bei der weißen Tigerin selber.

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