• Unverhofftes und qualvolles Ableben meiner Westiehündin

    Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich alles besser machen. Ich versuche es sachlich zu berichten und wäre für Antworten dankbar. Auf jeden Fall fühle ich mich wie eine Schlafwandlerin und möchte begreifen. Ungefähr 2 Wochen vor dem 19.10.2017 kippte meine Westiehündin mit den Hinterbeinen kurz auf die Seite, beim Spaziergang. Habe es weiter…
  • 74 Antworten
    Zitat

    Ein Tier, das eng mit mir lebt, ist keine Plastiktüte, die ich in den Müll werfe und vergesse.

    Keine Ahnung, warum Du so einen Schmarrn in meine Worte reininterpretierst. Offensichtlich sind meine Postings bei Dir völlig im falschen Hals gelandet.

    Zitat

    Schwerwiegender sind die Selbstvorwürfe die ich mir mache. Was habe ich übersehen, wo habe ich falsch reagiert und auch mit ihr geschimpft als sie angefangen hat auf den Teppich zu puschern. Aufsto0en mach dem Trinken, Husten wenn sie sich aufgeregt hat Abens hat sie manchmal gezittert wenn sie neben mir lag. Sie wollte draussen gar nicht mehr laufen. In den letzen gut 1 1/2 Wochen hat sie mich in der Nacht alle drei Stunden wach gemacht. Sie hat geschmatzt, geschnauft, wollte nicht mehr liegen.


    Nervlich war ich fertig, habe mit ihr geschimpft weil ich nicht mehr konnte.

    Lass dich mal in den Arm nehmen, wenn du magst :°_ Ich kann erahnen, wie schrecklich du dich fühlen musst.


    Dass du dir Vorwürfe machst, kann ich nachfühlen. Aber du bist auch nur ein Mensch und das wusste dein Mädchen sicher auch. Hunde bieten uns Menschen eine so tiefe und aufrichtige Freundschaft und wissen als soziale Lebewesen ganz genau, dass das Leben nicht nur aus guten Tagen besteht, sondern auch aus schlechteren, wo man mal unfair und reizbar ist. Und unsere hündischen Gefährten haben uns so lieb, wie wir sind. Dass du deine Hündin sehr geliebt hast, spürt man bei jeder Zeile, die du schreibst. Ich bin mir sicher, dass sie auch gespürt hat, wie viel sie dir bedeutet hat. Hunde wollen keine perfekten Menschen, sie wollen als Sozialpartner wahr- und ernstgenommen werden. Und ich glaube, dieses Glück war deiner Hündin vergönnt!


    Wenn es für sie in Ordnung war, dass du einfach du bist, mit allen Ecken, Kanten und Unperfektheiten, versuche dir das auch selbst zuzugestehen. Du hast deine Hündin offensichtlich sehr geliebt und mehr als sein bestes zu tun, kann man nicht machen. Auch wenn man gerne das Leben und seine Umstände so kontrollieren wollen würde, dass es unseren Lieben (und da schließe ich tierische Familienangehörige mit ein) wunderbar geht und sie ein langes, gesundes und erfülltes Leben haben. Aber es ist nicht alles kontrollierbar, manchmal ist das Leben auch einfach hart und gemein. Das auszuhalten ist schwer, aber ich glaube nicht, dass das Gefühl leichter aushaltbar wird, wenn du dir Vorwürfe machst. Du hast dein bestes getan, um gemeinsam mit deiner Hündin so lange wie möglich ein gutes Leben zu haben. Und eben weil das so ist, sind die Lücke und der Schmerz nun so groß :°(

    hag-tysja


    Danke.


    Mein kleiner Schatz hat schon Fehldiagnosen und falsche Behandlung bei anderen Tierärzten durchmachen müssen. Das schmerzt und es tut mir unsagbar leid, was sie hat alles erleben müssen und trotzdem hat sie tapfer, fast 9 1/2 Jahre an meiner Seite gelebt.


    Wir beide waren immer zusammen. Es gab nie eine Trennung und wenn man die Geschichte hinter der Geschichte nicht kennt, ist man vielleicht geneigt zu sagen, ich dramatisiere oder hätte eher handeln müssen usw.


    Die Menschen haben eben alle unterschiedliche Sichtweisen.


    Da ich kein rationaler sondern emotionaler Mensch bin, leide ich wie ich leide.

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    Zitat

    Tiere können es eigentlich überhaupt nicht verstecken, denn das würde eine Absicht bedeuten,


    die sie nicht haben, denn sie sind keine Menschen.

    Da muss ich Dir jetzt mal widersprechen. Tiere können Schmerzen und Unwohlsein sehr gut verstecken und tun das auch solange wie möglich. Aus evolutionären Gründen - denn wer im Rudel oder einer Herde Schwäche zeigt, wird aussortiert. Von daher zeigen sie uns leider oftmals erst Symptome, wenn Krankheiten schon weit voran geschritten sind.

    graograman


    Vielen Dank für Deine Worte. Ja, ich habe sie sehr geliebt. Als ich sie als Welpe sah habe ich mich sofort in sie verliebt. Wir mochten uns vom ersten Tag an.


    Und glaube mir, die letzten zwei Jahre waren die schwersten die wir hatten. Sie ist tapfer an meiner Seite geblieben. Ihr Sehverlust hat uns beide an die Grenze der Belastbarkeit gebracht. Aber wir haben es durchgestanden. Sie war ein hübsches aber auch eigensinniges Westiemädchen. Sie hat mir damals das Leben gerettet.......aber das ist eine andere Geschichte

    Zitat

    Keine Ahnung, warum Du so einen Schmarrn in meine Worte reininterpretierst.

    Ich wiederhole:

    Zitat

    Nun ist sie tot, es ist endgültig und zerreisst einen. Frage Dich doch mal, was Du genau jetzt mit der Nachforscherei bewirken möchtest?

    Liest sich für mich wie "Hak's ab". Ja, Tod ist endgültig, aber ein Leben kann lange nachklingen.

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    Nachforschen bringt mir Erkenntnis. Erkenntnis um besser zu verstehen was passiert ist. Ich habe erlebt wie eine Tierärztin bei meiner Westiehündin eine falsche Diagnose gestellt hat. Das war vor zwei Jahren. Sie stellte die Diagnose: Morbus Addison und mein kleiner Schatz wurde 2 Monate mit Florinef behandelt. Die Gefahr dabei, Cushing..wenn der Cortisolwert zu hoch ansteigt.


    Ich wechselte den Tierarzt, weil etwas nicht stimmte. Resultat: kein Morbus Addison, bekam ich auch schriftlich.


    Genau bei dieser Tierärztin bekam mein Schatz viele Medikamente verabreicht, wegen Flohallergie und geröteter Haut. 2 1/2 Tage nach diverser Medikamente stellte sich der Sehverlust ein.


    Wenn ich mich nicht mit Diagnosen beschäftigen würde, wäre mein kleines Mädchen schon viel eher gestorben.


    Und ich gehe weiter davon aus, dass die jetztige Tierärztin einen Fehler gemacht hat bei der Diagnose.


    Ich habe mich eingehend mit der Mitralklappeninsuffiziens beschäftigt. Auch eine Bakterämie kann Auslöser sein. Vielleicht geschehen als die Analfistel ausgedrückt wurde und Antibiotika hat nicht angeschlagen.


    Wenn ich zu einem Tierarzt gehe kann ich wohl erwarten, dass bei jedem Besuch das Herz und Lunge abgehört wird usw. Denn auf der Rechnung steht: Allgemeinuntersuchung. Und dann gehört das dazu, ohne das ich darum bitten muss.


    Was eine Allgemeinuntersuchung beim Tierarzt beinhaltet kann man nachlesen.


    Und wenn ich die Erkenntnis erlangt habe, was meinen Schatz letztendlich in die letzte Phase ihres Lebens gebracht hat, komme ich vielleicht zur Ruhe.


    Tierärzte sind keine Götter, aber sie sollten zu ihren Fehlern stehen und sich nicht feige aus der Verantwortung ziehen.

    Ich kann verstehen, wie du dich fühlst. Ich hatte ein ähnliches Erlebnis mit einem einjährigen Hund.


    Der war beim Gassi gehen immer ganz schnell außer Atem und fing dann auch an zu husten.


    Ich war dann ziemlich zügig beim Tierarzt und der hat dann auch eine Herzinsuffizienz festgestellt.


    Die Tierärztin meinte dann zu mir, das wird nie wieder besser, man müsste ständig punktieren um das Wasser zu entfernen, ewig Medikamente geben und man wäre Dauergast beim Tierarzt.Und der Hund würde trotzdem nicht alt werden und hätte kaum noch Lebensqualität. Ich habe mich dann schweren Herzens dazu entschieden den Hund zu erlösen. Ich habe mich danach auch wochenlang gefragt, ob ich es richtig gemacht habe.


    Aber die Tierärztin ist sehr kompetent und absolut ehrlich. Sie ist auch keine von der Sorte,


    die auf Teufel komm raus alles versucht, obwohl es kaum was bringt nur um sich das Portmonee zu füllen.


    Das Letzte was ich in der Situation gebraucht hätte wären Kommentare anderer Leute gewesen,


    die mir ein schlechtes Gewissen machen wollen.

    Zitat

    Liest sich für mich

    Sag ich ja. Deine Interpretation. Nicht das, was da steht, vor allem, wenn man mal alles Postings im Zusammenhang sehen würde.


    Nun aber gut, es geht hier um die Tigerin und nicht um uns.


    Weißer Tiger, Du hast natürlich recht, dass es Dir sicherlich Wissen für die Zukunft gibt nachzuforschen, den Aspekt hatte ich dabei nicht bedacht. @:) Und Du hast natürlich auch recht, das es hier um Verantwortung auch der Tierärzte geht.


    Ich hatte nur Sorge, dass Du Dich da so reinsteigerst, Du klangst schon als wenn Dich das auffräße und mehr belastet als Du ertragen kannst.


    Danke, dass Du zu dem Punkt nochmal Stellung bezogen hast.

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    Es belastet mich mehr als ich ertragen kann, aber wenn ich recherchiere lenkt es mich auch ab. Zwischeinzeitlich habe ich einiges in Erfahrung bringen können.


    Dieser fulminante Verlauf bis zum letzten Tag von einem Westiemädchen läßt mich nicht los.


    Sicher, ich kann mir auch sagen sie ist nicht mehr da, was soll es. Nichts bringt sie mir zurück.


    So einfach ist das aber für mich nicht.


    Eine aggressive und akute (bakterielle) Endokarditis/Mitralklappeninsuffiziens, anschließendem Lungenödem, war die Ursache. Die Tierärztin hat mich belogen oder das zu hörende Herzgeräusch (Stethoskop) falsch interpretiert.


    Ich bin aber erst am Anfang.............


    Aber selbst am 03.11.2017 hätte mein kleiner Schatz (Herzultraschall) nicht mehr gerettet werden können.


    Andere Faktoren spielen auch noch eine Rolle, möchte euch aber damit nicht langweilen.


    Für meinen kleinen Schatz:


    **Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände und Erinnerungen Stufen hätte, würde ich hinaufsteigen und dich zurückholen**

    Zitat

    Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände und Erinnerungen Stufen hätte, würde ich hinaufsteigen und dich zurückholen

    Ich nehme meinen krebskranken Hund in den Arm und sage: "Bleib noch bei mir, geh noch nicht". Irgendwie ganz ähnlich.

    Liebe weisser Tiger


    dein Post spricht mir aus der Seele.


    Ich habe bislang schon 4 Hunde gehen lassen müssen. 2x war es nicht anders abzusehen, aber bei den anderen Beiden weiss ich bis heute nicht, ob ich vielleicht irgendwas anders hätte machen können oder ob der TiA wirklich so richtig reagiert hat. Ich mache mir bis heute teilweise Vorwürfe, keine Ahnung, ob mich das jemals wirklich loslässt. Heutzutage weiss ich, dass ich manches anders gemacht hätte. Aber was nützt es jetzt ?


    Ich habe daraus wiederum neues gelernt, ich mache einige Dinge nun anders.


    Ob das nun richtiger ist ? Ich weiss es nicht... ich habe immer versucht, nach bestem Ermessen zu handeln.


    Das hast du sicher auch und das lese ich aus deinem post ganz deutlich heraus.


    Du wolltest das beste für deinen Schatz und hast dies gegeben, mehr konntest du nicht tun.


    Das sich manche Dinge im Nachhineien anders darstellen... das wir Zweifel haben... das gehört wahrscheinlich dazu. das macht uns zu empathischen Menschen in bezg auf unsere Mitlebewesen. Schlimm wär doch, wenns uns egal wäre. Du hast eben gemerkt, dass das alles nicht rund lief, aber du hättest das auch nicht ändern können.


    Aber der Tod ist unausweichlich, egal, wie wir es drehen und ändern würden.


    Es tut mir sehr leid und ich umarme dich ganz fest :)- :)- :)-

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    Für mein geliebtes Westiemädchen


    ****


    ** Auch ich habe meinen kleinen Schatz fest in den Arm genommen und habe fürchterlich geweint, als wenn ich in der letzten Zeit gemerkt habe, es wird etwas furchtbares geschehen.


    Ich habe ihr gesagt, du schaffst das, du bist stark. Wir schaffen das, bleib bei mir.


    Sie hat in den letzten zwei Jahren sehr viele Medikamente bekommen, sehr viel Antibiotika, wie auch in den letzten Monaten.


    Immer wieder Antibiotika. Immer wieder Durchfall, erbrechen mit gelbem Schleim. Das hat ihr Körper nicht mehr verkraftet. In den letzten 1 1/2 Wochen hat sie fast nur noch gebrochen. Leber, Nieren, Magen und Darm waren mit Sicherheit schon angegriffen.


    Die oberflächliche Untersuchung der Tierärztin führte letztendlich zu dem fatalen Ergebnis.


    Im Juli 2017 hat sie Cefaseptin bekommen, zehn Tage lang. Vorher wurde eine Analfistel ausgedrückt und sie bekam auch Injektionen. Cefaseptin ist ein Chemotherapeutikum....also ein richtiger Hammer....gehört zu den kardiotoxischen Medikamenten.


    Am 04.08.2017 Nachuntersuchung...alles gut......Herz abgehört.....alles gut, oder hat die Tierärztin etwas überhört?


    Dann bekam sie eine schwere Hautentzündung...allergisch auf Cefaseptin...dann mit Betafuse eingerieben für ein paar Tage..


    Am 19.10.2017 der Schock......Herzgeräusch...wurde auch nur abgehört auf meinen Wunsch. Ich war zum Krallen schneiden beim Tierarzt..


    Das Herzgeräusch war aber wohl so leise. dass sie ihrer Helferin sagte sie solle ruhig sein und meinem Hundimädchen die Nase kurz zuhalten um etwas zu hören.......! Festgestellt Grad I


    In diesem Stadium besteht keine Gefahr und nicht behandlungsbedürftig.


    ****


    Ich war mit meinem Schatz draussen und auch auf der Wiese, aber so richtig motiviert war sie nicht.


    Die Kernfrage: was ist in den Tagen zwischen dem 19.10. und 25.10.2017 passiert.......letztendlich bis zum 07.11.2017


    ****


    Meine Bitte an alle Tierbesitzer...


    nach jeder Behandlung beim Tierarzt eine detaillierte Rechnung verlangen..immer fragen was sind das für Medikamente die das Tier bekommt...also fragen, fragen....


    Über CliniPharm könnt ihr euch auch informieren...


    Eine Homepage hatte ich schon angefangen als mein kleiner Schatz noch bei mir war. Ich werde sie jetzt weiter ausbauen, die Geschichte von meinem wunderbaren Westiemädchen erzählen. Das hat sie verdient und das gebe ich ihr.


    Der Name meiner HP ist: Zum Leben geboren Dabei geht es um viele Tierarten die der Mensch sinnlos abschlachtet um seiner Profitgier Nahrung zu geben.


    Die Seite muss ich noch veröffentlichen.......


    Vielleicht kann ich so verarbeiten und es hat auch noch einen Sinn

    Erinnerung


    Als mein Westiemädchen noch sehen konnte stand ich am Abend mit ihr auf dem Balkon, ich hatte sie auf dem Arm und zeigte ihr die Sterne. Dazu habe ich ihr etwas erzählt. Es war wunderschön.


    Sie hat immer gerne zugehört wenn ich ihr eine Geschichte erzählt habe. Wir beide waren wirklich ein Herz und eine Seele. Als ein kleines, süßes Wollknäuel kam sie in mein Leben.

    Seelenhunde ( habe ich eben gefunden)


    Manche sind unvergessen......


    weil sie ein Leben verändert haben und auch nach ihrem Tod in einem weiter leben.


    Man spürt es - in seinem Denken, in seinem Handeln, in seinem Fühlen. Seelenhunde hat sie jemand genannt - jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.


    Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen.


    Kein Tag wird vergehen, ohne an sie zu denken und ohne sie zu vermissen. Nur Hundemenschen können verstehen, wie es ist, einen Hund zu verlieren!

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