Ich mache mir nach wir vor immer mehr Vorwürfe, ich habe große Angst die Wohnung zu verlieren (wäre auch nochmal ein Schlag ins Gesicht), ich habe Angst das alles den Bach runtergeht. Heute ist Tag 21 ich habe erst an 3 Tagen was gegessen und 5 Tagen was getrunken. Ich habe noch weniger Lust und Kraft zum leben als früher. Ein Job habe ich seit 5 Jahren nicht mehr. Die Ruhe macht mich wahnsinnig, abends für mich alleine zu kochen (am Wochenende) macht kein Spaß. Ich kann nichts im TV gucken, da mich alles an sie erinnert (wir haben quasi alles zusammengeguckt, so ähnlich war unser Geschmack im TV, Musik und sonstigem Bereich). Es gab nur geringe Sachen, die der eine mochte, der andere aber nicht. Ich habe auch keine Freunde in unmittelbarer Nähe, zum reden das macht es auch schwerer. Ich habe nun auch niemanden mehr mit dem ich meine Probleme (vor allem Magen und Depression bereden konnte, sie hat immer geduldig zugehört). Ich könnte das noch endlos weiter führen, muss mich aber kurz ums Kind kümmern. Schreibe vielleicht nachher nochmal was.


    Tut mir leid fürs nerven und jaulen

    Hallo Johnnie!


    Deine Geschichte hat mich sehr berührt. Es tut mir sehr leid, was passiert ist, und ich wünsche dir und deinem Sohn viel Kraft! :)*


    Weißt du, was man mit psychisch angeschlagenen Menschen macht? Man schaut erstmal, dass sie körperlich wieder auf den Damm kommen. Denn wenn man körperlich auch noch angeschlagen ist, kann sich auch die Psyche nicht erholen, dein Körper läuft ständig auf Sparflamme. Du musst gut auf dich Acht geben, damit es dir besser geht und damit du deinem Sohn ein guter Vater sein kannst.


    Vielleicht setzt du dir kleine Ziele - morgens, mittags, abends ein Glas Wasser. Und über den Tag verteilt ein paar Kleinigkeiten zu essen. Ich kenne das, wenn es mir sehr schlecht geht, muss ich mich zum Essen zwingen. Aber das hilft dir, versprochen!

    @ :)

    Wäre es vielleicht nicht schlecht, die Wohnung ohnehin zu wechseln, damit du Erinnerungen abstreifen kannst?


    Du weißt, dass du dich körperlich vernachlässigst. Ich mache mir Sorgen, dass dies auch Auswirkungen auf den Kleinen hat. Bekommt er seine regelmäßigen Mahlzeiten? Dann musst du doch ohnehin was zubereiten und du kochst ihm hoffentlich auch regelmäßig was Warmes?

    Die positiven Erinnerungen überwiegen, außerdem ist die Wohnung super zentral. Alles in der nähe und zu Fuß zu erreichen, was besonders wichtig ist ohne Führerschein.


    für meinen Sohn koche ich Samstag und Sonntags mittag. Er bekommt regelmäßig ausreichend zu essen.

    @ Jonny @:) :)*

    Ich musste in den letzten Tagen öter an dich denken, wie wohl die Beerdigung gelaufen ist, wie du den Besuch ihrer Anverwandten gemeistert hast, wie du mit den Ämtern und dem Finanziellen klarkommst und nicht zuletzt wie du deinen Kummer, um den Verlust deiner Frau verkraftest. Wie nimmt dein Kleiner das alles wahr? Begreift er dass seine Mama gestorben ist?


    Wie auch andere Vorschreiber schon erwähnten, macht es mir auch Sorge, dass du dich anscheinend nicht gut um dich selber kümmerst. Ohne zu essen wirst du keine Kraft haben euren Alltag zu bewältigen.


    Dass du keine Arbeit hast tut mir für dich leid. So hast du noch mehr Zeit zum Grübeln und deinen schmerzvollen Gedanken nachzuhängen. :°_ Was hältst du davon mit deinem Arzt zu sprechen? Geht dein Kleiner in den Kindergarten?


    Fühl dich einfach mal ganz fest gedrückt.


    :)_ :)-

    Hallo Johnnie,


    das ist alles ganz schön schwer.


    Ich würde dir eigentlich jemanden wünschen, mit dem du reden kannst und da fallen mir die verschiedenen Beratungsstellen ein, die es gibt. Manche sind von kirchlichen Institutionen, aber deswegen sitzen da keine Leute, die einen irgendwie bekehren wollen, sondern die Hilfe und Beistand in schwierigen Lebenssituationen anbieten. Sowas würde ich dir eigentlich empfehlen. Diese Hilfe ist umsonst, das wäre für dich vermutlich auch nötig.


    Magst du das mal probieren?

    Sorry, das ich mich lange nicht gemeldet habe. Es war in der letzten Zeit selten ruhig. Familie schlägt ordentlich Rabatz und versteht nicht das wir Ruhe wollen. Die Wochenenden sind tagsüber sehr schön, die Abende (aufgrund der Ruhe), der absolute Horror unter der Woche geht es. Wir haben inzwischen die Einschulung hinter uns gebracht. Ich war Stolz wie sonst was. Wir waren zur Trauerberatung, werden das aber nicht weiterverfolgen, da es ihm nicht so gefallen hat. An den Wochenende gibt es, im Gegensatz zu früher, die extrem lange Leine. Gestern, haben wir sein Geburtstag, in einem großen Indoorspielplatz mit 5 seiner Freunde (3 Mädchen und 2 Jungs) verbracht. Ich habe bei den Geschenken gegen alle meine Grundsätze verstoßen. Ansonsten versuche ich ihm alles so angenehm wie möglich zu machen. Ich kämpfe weiterhin mit meiner Gesundheit, meinem Hunger und meinem Durst (heute sind es exakt 8 Wochen bzw. 56 Tagen und ich habe in dieser Zeit an insgesamt 14 Tagen etwas gegessen und an 17 Tagen etwas getrunken) und versuche immer mal wieder an meinen großem Traum zu arbeiten. Ansonsten gibt er mir nach wie vor viel Kraft und Liebe. Gottesdienst haben wir die letzten 2 Wochen verpasst, weil er einen Aufstand gemacht hat und heute haben wir verpasst, weil ich vergessen habe, das es nicht in der Kirche ist, sondern an einem öffentlichem Platz.


    Die Vorwürfe tauchen immer wieder sehr stark auf. Manchmal überlege ich auch, ihn zur Adoption freizugeben (dann verliere ich zwar auch, aber die Verwandtschaft auch und ich habe meine Ruhe).


    So ich glaube das war erstmal das wichtigste der letzten Zeit

    Vermutlich auf gut Deutsch: Spinnst du?


    Du kannst doch dein Kind nicht zur Adoption freigeben! Dann hat er ja alles verloren, was er jemals hatte! Und du den letzten Rest, der von deiner Frau noch da war.

    So mal wieder ein kleines Update.


    Er ist gut in der Schule angekommen und bislang ein sehr fleißiger und guter Schüler. Es hakt immer mal wieder zwischen uns, aber es gibt auch viele schöne Momente.


    Ich habe es tatsächlich geschafft, mit einer Mutter anzufreunden.


    Ansonsten bin ich jeden Tag am verzweifeln, da sich kein Fortschritt bezüglich der beruflichen Situation gibt und ab Dezember jeden Monat die Rechnungen so hoch sind, das ich sie nicht mehr bezahlen kann. Den Rest spar ich mir jetzt mal.


    Bis Januar werde ich mir das auch noch mal mit der Adoption durch den Kopf gehen lassen.

    Zitat

    Bis Januar werde ich mir das auch noch mal mit der Adoption durch den Kopf gehen lassen.

    Das willst Du eurem Kind doch nicht wirklich antun? :-/


    Was würde Deine Partnerin dazu wohl sagen, wenn sie es könnte? ??Sorry, wenn das hart klingt, aber das, was Du eurem gemeinsamen Sohn antun möchtest, ist mehr als das??


    Warst Du selbst inzwischen mal beim Arzt und/oder hast Dir Unterstützung bei der Trauerarbeit gesucht? Dass die Verzweiflung erst mal groß ist, ist absolut nachvollziehbar. Nur geht das hier ja schon ein wenig darüber hinaus und lässt eher eine sich anbahnende oder bereits ausgewachsene Depression erahnen. Du solltest Dir dringend Hilfe holen. Das Kind hat keine Wahl. Es ist auf Dich angewiesen. Du hast die Wahl, wie Du mit der Situation umgehst.

    Um Himmels Willen, hungerst du dich etwa zu Tode, weil irgendeine Religion dir weismacht, du würdest dann deine Frau wiedersehen?


    Hör mal, ich kenn deine Frau nicht, aber ich bin mir absolut sicher, dass ich weiß, was sie von dir nun gewollt hätte: Dass du lebst und dich um euren gemeinsamen Sohn kümmerst! Und dafür musst du essen und trinken!


    Ja, es ist schlimm, dass sie gestorben ist! Aber wenn du ihr nachfolgst, ist es umso schlimmer!


    Du lebst doch noch! Mach was draus! Insbesondere für deinen Sohn, aber nicht nur, auch für dich! Schmeiß doch nicht dein ganzes Leben weg! Du bist noch jung, könntest durchaus auch eine neue Partnerin finden.

    Ich kann dich verstehen, dass du darüber nachdenkst und ich finde es auch nicht verwerflich. Du bist vermutlich ausgezehrt, müde und mutlos wodurch du noch verstärkt den Druck spürst, es finanziell nicht zu schaffen.


    Darf ich dich fragen warum du nicht arbeitest bzw. arbeiten kannst und ob du schon mal überlegt hast, dich in Therapie zu begeben bzw. was dich davon bisher abgehalten hat?


    Eine Adoption löst deine Probleme nicht, im Gegenteil: du hast dann noch eins mehr. Daher solltest du erst mal alles lösen, was lösbar ist und dir entsprechende Hilfe holen (Psychologe, kleinere Wohnung, Beratung bei Ämtern, das Jugendamt um Hilfe bitten, von mir aus auch jeden Tag zumindest einen Keks und ein Glas Wasser zu dir nehmen usw.). Mach jeden Tag nur einen Schritt und du wirst sehen, redenden Menschen wird geholfen, du musst das alles nicht alleine tragen.


    Niemand hier kann dir deine Frau zurückgeben und ich fühle mit dir, aber du hast einen Jungen, der lebt und auf dich baut, für den bist du de