Wir haben aktuell Probleme mit unsern Servern.
In ein paar Minuten wird ein neues Update eingespielt, welches die Probleme lösen wird.
Wir bitten um Entschuldigung!

    Das Leben ist für ihn zu Ende, für dich aber geht es weiter und dein Vater wäre sicher der letzte der dir nicht gönnen und wünschen würde es frei und unbelastet zu genießen.


    "Hast Du Angst vor dem Tod?" fragte der kleine Prinz die Rose. Darauf antwortete sie: "Aber nein. Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht und meine Kräfte eingesetzt soviel ich konnte. Und Liebe, tausendfach verschenkt, kehrt wieder zurück zu dem, der sie gegeben. So will ich warten auf das neue Leben und ohne Angst und Verzagen verblühen."

    Elaf, danke für deine Worte. es fällt mir grad schwer auszudrücken wie dankbar ich dir dafür bin. danke.


    du drückst vieles aus was ich denke.


    ich kann mit niemanden richtig reden der mich versteht: oder man wird extrem bemitleidet oder man hört mir nicht richtig zu. Mein Partner ist oft hilflos und weiss nicht was sagen und ich will ihn auch nicht in diese Ecke drängen und deshalb lass ich es dann oft. bin innerlich traurig und er meint ich bin schlecht gelaunt.


    Vor einem Jahr starb der Vater einer Freundin. er war schon 15 Jahre sehr schwer krank und ging auch nicht mehr ausser Haus, hatte Depressionen und war böse zu allen. Meine Freundin heiratete im Dez letzen Jahres, weil es ein grosser Wunsch ihres Vaters war. Er kam nicht. Er hätte heute keine Lust aus dem Haus zu gehen. Im darauffolgenden Februar starb er dann.


    Sie war am Anfang auch Traurig, doch nach kurzer Zeit schon sah sie all das positive: ihre Mutter wäre jetzt freier, nicht so sehr an ihn gebunden; er hätte doch nichts mehr vom Leben gehabt, mit seiner Krankheit, er wäre erlöst.


    Ich nimm es ihr nicht böse, bitte nicht falsch verstehen. Aber ich kann auch mit ihr nicht über mein Loch im Herzen sprechen. ich werde fast dafür belächelt. deshalb kommt es mir so vor, als etwas "falsch" an mir wäre.

    I

    Zitat

    mmer noch kämpfe ich mit den Gedanken, dass er nie mehr (...)

    Das ist der Grund für Deine un-End-liche Trauer. Du hältst sie mit Deinem Denken am Leben. Das Vertrackte ist, dass wir, wenn wir diese Gedanken aufgeben, schnell das Gefühl bekommen, dem Verstorbenen irgendwie untreu zu werden.


    Aber würde Dein Vater nicht selbst genau das wollen: dass Du diese Gedanken, die Du noch immer tagtäglich hegst und pflegst, hinter Dir lässt? Deshalb musst Du ihn ja nicht aus Deinem Herzen verbannen. Aber Du darf die Trauer um ihn getrost in eine weichgepolsterte Schublade legen und diese nun schließen. Dir zuliebe, aber auch im Gedenken an ihn.

    Ehrlich gesagt ist ja auch was falsch bei Dir.


    Du bist traumatisiert worden und hast wohl eine Depression,


    Du schiebst es aber auf die Trauer. Es ist nicht die Zeit, die daran auffällig ist, weil Menschen trauern unterschiedlich lang, sondern es ist die Art, wie sich das alles bei Dir zeigt.

    'Silkpearl, genau das ist das Problem. Ich finde nicht den richtigen Weg zwischen dem Gehen lassen und ihn in meinem Gedenken zu erhalten.


    dazu kommt noch das schlechte Gewissen meiner Mutter gegenüber wenn sie Abends mal ganz allein zu Hause ist (ich habe noch 4 Geschwister, wohne aber nicht mehr zuhause, 2 meiner Brüder aber schon).


    Ich liebe meine Mutter über alles, aber sie schafft es immer wieder, dass wenn ich mal nein sage mir die Laune zu verderben. Vielleicht tut sie es auch nicht bewusst. Ich bin wirklich froh nicht mehr zu Hause zu wohnen, sonst wäre das alles womöglich noch schlimmer.


    und genau in den Momenten denke ich mir immer, wenn nur Papa noch da wäre.. ich weiss, dass er nie mehr wieder kommen wird, aber ich habe noch nicht verstanden was ist "gute" Trauer und was ist zuviel.


    um es genauer zu erklären, ich Lebe mein Leben wie vor dem Tod meines Papas! ich fahre in Urlaub, lache, gehe fort und mach Party. ich denke auch in meinem Umfeld bekommt das niemand so richtig mit, ausser vielleicht mein Partner. Es ist jetzt nicht so dass ich in meinem Leben von der Trauer total eingeschränkt werde, weil ich es eben nicht nach aussen zeige!

    Ich finde deine Art des Trauerns schon sehr ungewöhnlich. Ich kenne viele, die einen oder beide Elternteile verloren haben (oder sogar Partner oder Kind), mich eingeschlossen, aber keiner davon trauerte so extrem.

    Vielleicht steht Dein Vater eigentlich für etwas anderes, was Du gerne hättest? (Oder gerne nicht mehr hättest…)


    Der Gedanke kam mir gerade bei diesem Satz:

    Zitat

    und genau in den Momenten denke ich mir immer, wenn nur Papa noch da wäre..

    Nein, nein. Wenn der Papa noch da wäre, wäre die Mutter ohne sie nicht so alleine.


    Obwohl noch zwei der Kinder im Elternhaus leben.


    Jeder muss auf seine Weise mit dem Verlust fertig werden. Und es wäre langsam an der Zeit wenn du mehr auf dich und deine persönliche Trauer schaust als darauf wie andere damit fertig werden.


    Du bist weder für den Verlust verantwortlich, noch bist du dafür verantwortlich das andere mit der Situation fertig werden. Klar kann man sich in seiner Trauer gegenseitig stützen. Aber nur so weit wie man selber diese Last auch tragen kann.

    Zitat

    um es genauer zu erklären, ich Lebe mein Leben wie vor dem Tod meines Papas! ich fahre in Urlaub, lache, gehe fort und mach Party.

    Und hast Du deswegen ein schlechtes Gewissen? Falls ja, ist das "zuviel" Trauer, ganz bestimmt.


    Dein Papa würde wollen, dass Du Dein Leben weiterlebst, ohne Dich in der Trauer um ihn zu verlieren - meinst Du nicht auch?

    @ Alias

    Zitat

    es fällt einfach unheimlich schwer

    Vor allem fällt es schwer, wenn man denkt, dass es einem sofort sehr viel besser gehen muss, sobald man mal drüber nachgedacht hat.


    Ich sagte ja, es ist eine Sache der Zeit :)- :)* :)* :)* :)* .


    Und während die vergeht, muss man auch ein bisschen selber nachhelfen. Denn: fallen einem z. B. alte Bilder in die Hände, wird die Trauer natürlich sofort wieder aktiviert, und dann kommt dir alles wieder hoch!


    Also solltest du evtl. versuchen, einige Dinge, die dich an den Vater erinnern, aus dem Blickfeld zu schaffen, beispielsweise in den Keller, auf den Dachboden oder einen Schrank, wo du nie drangehst.


    Und dann richte dir eine halbe Stunde täglich ein, wo du komplett NUR über deinen Vater nachdenken "darfst", und während all der anderen Zeit versuchst du, das Grübeln über ihn so gut wie möglich zu vermeiden. Willst du dann trotzdem grübeln, erinnerst du dich selbst daran, dass du zu der von dir ausgesuchten Zeit grübeln kannst, so viel du willst, aber jetzt nicht.


    Ich selber hab nach einigen Trauerfällen in meinem Leben folgende Erfahrung gemacht: Wenn sowas passiert, muss man regelrecht lernen, dass jemand nicht mehr da ist. Das heisst: ich musste lernen, dass ich bislang alles gemacht, gelassen, gedacht und gefühlt habe in dem Bewusstsein, dass jemand DA ist, und dass ich jederzeit mit der Person hätte darüber reden und davon berichten können. Und dann musste ich lernen, das alles zu tun mit dem Bewusstsein im Hintergrund, dass die Person NICHT mehr da ist, und dass ich da nun keinen Kontakt mehr haben kann und nichts mehr berichten kann :-o :-o . Das ist echt harte Arbeit und ich weiss, dass das immer wieder so sein wird, wenn ich jemand verliere.


    Es bleibt bei mir immer wieder ein Rest an Trauer zurück, ich werde meine gegangenen Lieben immer vermissen.


    Aber mit diesen beiden Sachen hab ichs bislang immer wieder geschafft, die Trauerfälle zu bewältigen. Trauert man zu sehr, bleibt man in einer Sackgasse stecken, da gehts im Leben nicht weiter.


    Das wäre ein Vorschlag, wie du langsam anfangen kannst, der Trauer ihren Platz zu zeigen. Dort darf die Trauer sein, wo anders aber nicht, weil du ja dein eigenes Leben auch noch hast.


    Wenn man so grübelt, versucht man, sich dagegen zu wehren, was passiert ist. Man grübelt, weil man glaubt, das irgendwie selber verschuldet zu haben und fragt sich, weshalb man so bestraft wurde. Man grübelt, um sich selber vorzugaukeln, als könnte der Verstorbene noch da sein, als ob man demnach also gar nichts Schlechtes oder Falsches getan hätte, und je mehr man merkt, die Dinge bleiben, wie sie sind, desto mehr grübelt man!


    In Wirklichkeit kannst du ja überhaupt nichts dafür und du bist die Leidtragende an der ganzen Sache.


    Wenn das trauernde Grübeln einreisst und sich nicht legt, kriegt man mit sog. chronischer Trauer ein Problem. Da lässt die Trauer einfach nicht mehr nach, und dann sollte man eine Therapie machen, damit die Trauer an ihren richtigen Platz kommt.


    Silk Pearl hat recht:

    Zitat

    Papa würde wollen, dass Du Dein Leben weiterlebst, ohne Dich in der Trauer um ihn zu verlieren

    Das glaube ich auch- ganz bestimmt :)z :)z :)* :)* :)* :)* :)* . Er würde wollen, dass du ein schönes und glückliches Leben führst. Versuch dir vorzustellen, dass er im Himmel ist und sieht, dass du trotz des Verlustes dein Leben führst. Dass er das toll findet, stolz auf dich ist und es dir von Herzen gönnt, gerade jetzt !

    Zitat

    froh nicht mehr zu Hause zu wohnen, sonst wäre das alles womöglich noch schlimmer.


    und genau in den Momenten denke ich mir immer, wenn nur Papa noch da wäre..

    ... vielleicht hast du einerseits ein schlechtes Gewissen, weil du deiner Mutter nicht Gesellschaft leistest, weisst aber, dass es nicht so gut laufen würde, wie du es dir wünschen würdest? Vielleicht hast du ein schlechtes Gewissen, weil du eigentlich schon ganz gern trotzdem dein eigenes Leben führen willst? Dann lass dir sagen:


    Tu es sofort! Lebe sofort- man weiss nie, wieviel Zeit man selber noch hat. Allein, wenn du innerlich weiter auf der Bremse stehst, kommt der Verstorbene auch nicht wieder. Du musst keine Angst haben, dass du dann bös, pietätlos und egoistisch bist- warum auch? Gerade nachdem du einen schlimmen Verlust einzustecken hattest, ists doch jetzt mal Zeit, die Trauer an ihren Platz zu verweisen und innerlich mal wieder für mehr Platz für positive Dinge zu sorgen.


    *:) *:)

    Was für mich übrigens an Selbstfolter grenzt, ist: das Grab besuchen. Ich habe den Tod von geliebten Menschen leichter verkraftet, wenn ich nie am Grab war. Dann kann ich mir immer vorstellen, derjenige ist nur ausgewandert - nach Australien oder auf den Mars… Ist aber noch irgendwo…

    Zitat

    Australien oder auf den Mars… Ist aber noch irgendwo…

    Tja, das hab ich mir nach Vaters Tod auch oft vorgestellt. Es hat mir aber nur anfangs geholfen. Nach 2 Jahren dachte ich immer noch:


    Ach wenn ich nur wüsste, wo er jetzt lebt, und fing an, mir das immer genauer auszumalen und immer weniger zu glauben, dass er tot ist. Ich glaubte immer mehr, das wäre nur ein Trick gewesen. In Wirklichkeit ist er nämlich abgehaun und hat eine Neue. Er hat uns verlassen und haust jetzt irgendwo anders in Saus und Braus.


    Ich merkte, ich wurde SAUER auf ihn. Da habe ich beschlossen, umzulernen: Ich machte mir klar, dass ich mit meiner trauernden Familie und den Freunden seiner Beerdigung beigewohnt habe, das war kein Trick! Dass ich die Sterbeurkunde gesehen habe, dass wir den Nachlass geregelt haben!


    Ich musste mir das tausendmal immer wieder neu klarmachen, jedes Mal, wenn ich wieder anfing zu denken: Hach wo lebt er nur... komisch, er hat lange nicht angerufen! Moment, da vorne ist er doch gerade langgegangen... und so was alles.


    Es hat mir gut getan, diese Phantasien darüber gegen die Tatsachen auszutauschen. Als das besser klappte, habe ich schon länger nicht mehr zuhause bei meiner Mutter gelebt, und irgendwann konnte ich mir auch ein Bild von ihm aufstellen. Ab da ging es sogar noch besser, denn da wars für mich dann wirklich klar. Weil ich bei anderen auch gesehen habe, dass sie Bilder von ihren verstorbenen Angehörigen bei sich stehen oder an der Wand hatten.


    Naja, und das meinte ich damit, wenn ich schreibe, die Trauer muss ihren Platz kriegen. Sonst geistert sie überall herum und verdirbt einem das aktuelle Leben OHNE die Verstorbenen.


    Denn die sind ja weg, sie haben mit unserem jetzigen Leben heute immer weniger zu tun, mit jedem Jag, jeder Woche, jedem Jahr wächst der Abstand... :)- :)-


    ... auch wenn ich noch sehr oft dran denke :-| ":/ .


    Auf Friedhöfe geh ich nur 1x im Jahr und Lust hab ich keine dazu. Muss ich aber, es ist ne Familiengrabstätte, die wenigstens minimal gepflegt werden muss.


    *:) *:)

    Zitat

    komisch, er hat lange nicht angerufen! Moment, da vorne ist er doch gerade langgegangen... und so was alles.

    Da ist was dran… Tatsächlich passiert mir das (zu glauben, ich sehe die Person, und in Wirklichkeit ist es jemand, der nur so ähnlich aussieht, oder Ideen wie "habe ich mich geirrt? lebt er/sie noch?") nur mit denen, bei deren Beerdigung ich nicht war und deren Grab ich meide. Über diesen Zusammenhang habe ich nie nachgedacht.


    Das erinnert mich an eine Geschichte aus der Grundschulzeit… Mein damaliger bester Freund starb bei einem Unfall, und die Schulklasse bekam eben mitgeteilt, dass er tot ist. Ich habe das nie wirklich begriffen. Ich habe auch nicht getrauert oder geweint. Er war halt jetzt woanders. Weg. Aus dem Blickfeld. Aber tot? Das ging damals nicht in meinen Kopf.

    Sowas ist glaub ich, immer ein Zeichen dafür, dass man davon geschockt ist, wenn man wen verliert.


    Man kanns nicht fassen und glaubt es einfach nicht. Man versucht, einfach alles an Erklärungen für das unfassbare Verschwinden heranzuziehen, die man nur an den Haaren herbei ziehen kann!


    Es spielt auch keine Rolle, ob man die Person gut kannte oder nicht, ob man noch am Kranken- und Sterbebett oder auf der Beerdigung war oder nicht. Sowas ist immer ein Schock und man ist nicht immer in der Lage, das zu akzeptieren.


    Ich habe lange gedacht, ich müsste einen "richtigen" Beweis für sowas haben. Will sagen, ich müsste den Verstorbenen auf dem Sterbebett gesehen haben, um es besser zu akzeptieren.


    Aber Pustekuchen. Inzwischen habe ich nahestehende Leute sterben gesehen, ich war direkt dabei und trotzdem hatte ich diese seltsamen Täuschungen (huch, da ist sie/er doch gerade lang gegangen!) und reflexartigen Gedanken mit dem Anrufen etc.


    Tja ich werde es mir wohl immer mühsam klarmachen müssen, dass da nun jemand nicht mehr da ist.


    Meine Wohnung besteht fast nur aus alten Möbeln von früher aus meinem Elternhaus, und Sachen aus Haushaltsauflösungen von Leuten, die in der Folgezeit gestorben sind. Tja nun, ich bin kein Krösus und habe viele Sachen mitgenommen, weil ich die brauchen konnte. Es wär dumm gewesen die Sachen zu verschenken oder wegzuwerfen, wenns noch funktioniert. Gottlob gehn die aber langsam kauptt und ich kauf neue. Das erleichtert mich! Vor ein paar Tagen hab ich noch ein geerbtes Fahrrad verkauft, uff... Es hat schon was, eigene Sachen zu kaufen, die man nicht gleich mit Verstorbenen in Verbindung bringt, sobald man drauf guckt.


    *:) *:)

    Es ist, als hättest du meine "Geschichte" erzählt. Ich habe vor 5 Jahren meine Mama verloren, ich 22 Jahre. Viel zu jung, um ein Elternteil zu verlieren. Ich habe dieselben Gedanken wie du!


    Damals habe ich an einer Trauergruope teilgenommen! Es hat mir wahnsinnig geholfen mit Gleichgesinnten zu sprechen, Platz und Raum für die Trauer und Tränen zu haben. Man lernt außerdem wie Trauer "funktioniert". Bei dir in der Nähe gibt es sicher auch Trauergruppen. Vielleicht einen Versuch Wert?


    Ich habe auch meinen Partner vor 4.5 Jahren kennengelernt - er hat meine Mama also auch nicht kennengelernt. Meistert es aber gut, wenn ich sehr traurig bin.


    Es hört sich komisch an, aber glaubst du an ein Leben nach dem Tod? Ich bin mir sicher, dass meine Mama sich manchmal "bemerkbar" macht, ja, manchmal spreche ich auch einfach mit ihr.


    Ja, es ist auch meine größte angst sie zu vergessen; ihre Stimme, ihren Geruch, ihre Berührungen. Ich kann mich auch von nichts trennen, was mich an sie erinnert.


    Es hilft, wenn ich mir von anderen Familienmitgliedern oder Freunden von ihr Geschichten erzählen lasse. Ich frage viel nach. Außerdem habe ich mir ein tolles Buch gekauft. Vielleicht auch etwas für dich: Jo Eckardt: ich will dich nicht vergessen


    Dort kannst du Erinnerungen, Fotos etc. festhalten.


    Außerdem: Ruth eder: Ich spüre dich immernoch in meiner Hand.


    Da geht es zwar um den Verlust der Mutter für Töchter aber ich denke, mit dem Papa ist es nicht anders. Du kannst es dir ja mal anschauen.


    Ganz liebe Grüße

    Ich glaube, dass bei übermäßig lang und heftig andauernder Trauer an der Stelle "steckengeblieben" wird, wo es einem plötzlich wieder gutgeht. Das weckt sofort Schuldgefühle, und also wiederhole ich all die Gedanken, die dafür sorgen, dass ich mich wieder wie vorher fühle: traurig, verzweifelt. Das ist immer noch besser als schuldig und wütend. Ja, wütend, weil derjenige sich "einfach so" verp** hat!!


    Darüber, über dieses Gefühl, muss niemand ein schlechtes Gewissen haben, nicht darüber und nicht, weil man wieder sein Leben lebt. Das IST einfach so. Und ich bin sicher, wenn die Verstorbenen noch irgendwo mitbekommen, was ihre Lieben hier nach ihrem Weggang fühlen, dass sie sehr viel Verständnis dafür haben. Und dass sie selbst nichts mehr möchten, als dass die Zurückgebliebenen, die sie sicherlich über ihren Tod hinaus lieben, diesen verkraften.

    @ SilkPearl

    Zitat

    besser als schuldig und wütend. Ja, wütend, weil derjenige sich "einfach so" verp** hat!!

    Das ist super treffend formuliert :)z :)^ :)= . Ich hatte damals mitmal eine Riesen Wut auf den blöden Alten, er hat sich verpisst und mich hat er hängen lassen. Und mit einem Schlag hatte ich absolut keine Lust mehr, mich mit dem Trauerfilm abzuquälen. Ich wollte den Spiess mal umdrehen: ICH bin mit meinen Mini- 17 Jahren von ihm hängen gelassen worden, ICH hatte den ganzen Ärger mit meiner desolaten Mutter an der Hacke und MIR hats die Parties versäckelt ]:D ! Ich wollte einfach nur noch in meinem eigenen Leben durchstarten und mich endlich wieder normal fühlen! Damit hats zwar noch eine Weile gedauert ":/ , aber der Anfang war gemacht.


    Das schlechte Gewissen war ziemlich schnell verflogen und wenn mich jemand daran erinnerte, dass ich doch trauern sollte, wurde ich stocksauer >:( . Über sowas musste ich mich sehr oft total zusammenreisen, um nicht aus dem Stand zu explodieren ]:D ]:D !


    Ich fand: wer mich so im Stich lässt, kann mir gestohlen bleiben!


    Heute sehe ich es distanzierter und glaube, mein Vater und ich würden viele Gemeinsamkeiten haben und uns sehr gut verstehen. Aber das ist inzwischen so lange her, dass es für mich reine Theorie bleibt, und das ist die Realität.


    Ich hab ein paar Jahre Jahre gebraucht, bis ich so weit war, es so zu sehen, denn ich musste ja selber erstmal erwachsen werden.


    *:) *:)