Nein, ich bin allein. Ich versuche ja gerade über hier im Forum etwas Entlastung zu bekommen.


    Ich weiss zurzeit nicht was real ist. Ich brauche Hilfe, die ich mir irgendwie hier suche.


    Es ist schon MAL schön und hilfreich, sich hier ausko..... zu können. Weil ich zurzeit eben niemanden habe, mit dem ich das besprechen kann.


    Ich bin nur noch tottraurig und wie gelähmt. Das ist nicht so, wie es ist. Es kann nicht sein. Wir haben noch so viel Zukunft gerade gestern miteinander besprochen. Und nun kann ich nicht mehr mit ihm reden, weil die Ärzte sagen, dass alles was war nicht mehr sein wird. Weil der Schlaganfall ihn .......


    :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°(

    Es tut mir so leid. Suche nach Worten....vergebens. Ich bete für Ihn, ich bete für dich.....wünsche dir viel Kraft. Auch wenn Du das Gefühl hast alleine zu sein.....im Gedanken sind jetzt bestimmt viele bei Dir. :)*

    Danke das tut schon mal gut. :)_


    Ich bin wirklich alleine damit. Seine Mutter kann das nicht wirklich so verstehen. Nun telefoniere ich mit ihr ganz oft und versuche es ihr ganz langsam und noch langsamer beizubringen. Dass ihr Sohn sterben wird und sie die Entscheidung treffen muss, weil er nie und nimmer von/an Maschinen leben will. Das hat er mir gesagt und ich werde das auch versuchen, zu vermitteln. Obwohl ich keine Patientenverfügung parat habe. Das ist das eigentliche Problem.


    Ich weiss, dass er mit seiner früheren Beiziehung mal sowas vereinbart hat. Aber ich weiss nicht wo und überhaupt. Bleibt nur seine Tochter. Die könne das evtl. beinflussen. Ich will nur, dass er nicht leidet.


    Ach alles Scheiße zurzeit. Ich will das alles nicht. Ich will, das alles wieder gut wird. Träum.


    Sorry für mein Gejammer. Aber ich habe zurzeit niemanden, der mich versteht. Ich hoffe, dass ich euch nicht zu sehr vollgejammert habe.


    Aber es geht mir wirklich schlecht. Ich werde meine große Liebe verlieren. Meine ganze Zukunftsträume und all das, was er mir versprochen hat.


    Alles hin und weg. So schnell kanns gehen. Ich bin trotzdem weiterhin positiv und hoffe, dass er es schafft. Auch wenn das nicht ......


    :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°(

    Ihr seid alle so lieb.


    Ja, gestern noch Witze gemacht und heute Tod.


    Ich bin am Ende und weiss nicht weiter. Wir wollten noch so Vieles gemeinsam erleben. Strich durch dir Rechnung gemacht. Danke Schicksal. Ich will auch nicht so weiterleben, weil es keine positiven Richtungen gibt. Oder?


    Das Leben ist einfach nur Scheiße und nicht lebenswert. Zu oft habe ich gekämpft und immer verloren.


    In so fern..... *:)

    Zitat

    Ich werde meine große Liebe verlieren.

    Nein, wirst Du nicht. Ihr bleibt so und so verbunden, ob körperlich oder nicht. Aber gib' die Hoffnung und ihn nicht auf – es tut ihm vielleicht gut, wenn Du an seine Überlebenskraft glaubst.

    Ich werde gleich die Telefonnummer der Intensiv anrufen müssen. Weil ich wissen will, wie es ihm geht. Angst ohne Ende und ich hätte jetzt so gerne einen Partner an meiner Seite, der mich begleitet. Ist aber nicht der Fall.Auch gut. Ich schaffe das auch so. Alleine. Denn ich bin stark. Glaube ich zumindest. :°(

    Nein, distance, du jammerst nicht. Was könnte es Schlimmeres geben als das was dir gerade widerfährt? Da darfst du ruhig so schreiben wie du schreibst und du musst dich dafür nicht entschulgigen!


    Auch wenn die Hoffnung gering ist – vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder.


    Aber wenn du keine Hoffnung mehr hast, so lass ihn gehen.


    Ich selbst habe erst kürzlich einen lieben Menschen verloren, aber ich denke, dass dieser Mensch so sterben wollte, wie er gestorben ist. (Nein, keine Missverständnisse: Es war kein Suizid, aber er ist friedlich gestorben ohne viel zu leiden.) Hilft es dir, wenn dein Geliebter nun sein durch Krankheit bedingtes Leiden auch so abkürzt wie es vermutlich geschehen wird? Nein, dir wird es nicht helfen, aber vielleicht ihm. :°_ :°_ :°_ :°_

    Ja Wolfgang, aber dein Vater war alt und hatte sein Leben. Mein Schatz ist gerade mal 47 Jahre und muss nun gehen. Wo ist da die Gerechtigkteit?


    Ich zweifele an allem. Es gibt keinen Gott. Es gibt nichts. Woran können wir noch glauben?

    @ distance

    Kannst du vielleicht zur Klinik hinfahren? Würde mir leichter fallen als ein Anruf. Wenn man überhaupt von "leicht fallen" sprechen kann. Aber dort sind andere Menschen anwesend, die einen wenigstens etwas auffangen können und nicht nur eine unpersönliche Telefonstimme

    Habe gerade mit dem Operateur gesprochen,der sehr zurückhaltend reagierte. Ich fühle mich außen vor. Keine wirklichen Diagnosen oder Vermutungen.... Nichts. Schei... Situation. Ich werde noch einige Stunden warten müssen.


    Warum werden wir Angehörige immer so abgefertigt?


    Aber das scheint ein ganz anderes Problem zwischen Patient/ Arzt und Angehörige zu sein.


    Ich empfehle da einige Semester Psychologie.........Kann für alle sehr hilfreich sein.

    Zitat

    @ distance


    Kannst du vielleicht zur Klinik hinfahren? Würde mir leichter fallen als ein Anruf. Wenn man überhaupt von "leicht fallen" sprechen kann. Aber dort sind andere Menschen anwesend, die einen wenigstens etwas auffangen können und nicht nur eine unpersönliche Telefonstimme


    Aiyana89

    Nee, ist zurzeit nicht möglich, da ich auch einen schwerstmehrfachbehinderten Sohn zu verpflegen und versorgen habe. Außerdem handelt es sich um ganze 270 Kilometer, die ich leider nicht mal so absolvieren kann. Alles ??Scheiße??

    Distance,


    manchmal kann man rein garnichts mehr verstehen. Ich kenne dieses Gefühl. Die Ohnmacht nichts tun zu können. Man glaubt, diesen unsagbaren Schmerz nicht ertragen zu können. Alles scheint so sinnlos. Das Leben liegt in 1000 Scherben vor einem, die Lebensgrundlage ist verschwunden. Die zweite Hälfte des des eigenen Ichs ist weg.


    Da helfen keine tröstenden Worte. Es gibt nichts......das wirklich hilft. Auch die Zeit kann nicht alle Wunden heilen, leider....... .


    Du hast einen Sohn, der Dich braucht.


    Ich kenne Dich und Deine Situation nicht. Das ist der einzige Satz, den ich Dir sagen kann.


    Es tut mir leid. :°_

    Wahrscheinlich kannst du doch nicht schlafen, also:


    Tut mir Leid, dass du jetzt in dieser Situation bist. Der schwerkranke Freund, die große Distanz, die Ungewissheit usw. Dafür mein Mitgefühl.


    Wegen deines Sohnes wirst du es schaffen, mit deiner Enttäuschung, Wut und Ohnmacht fertig zu werden. Vielleicht verlierst du einen lieben Menschen, aber du hast noch jemanden, den du liebst, der diese Liebe erwidert und der dich braucht. Einer ersetzt nicht den anderen – das ist klar, und trotzdem ...


    Ich wünsche dir, dass du am frühen Sonntagmorgen positive Nachrichten aus der Klinik bekommst. Alles Gute!


    Gruß

    Sein Zustand ist unverändert schlecht. Allerdings hat seine Mutter wohl die Patientenverfügung gefunden. Ich befürchte sie werden die Apparate heute abstellen.


    Leider habe ich ja gar keinen Einfluß. Allerdings weiss ich ja, dass er das nicht will. Er will in Würde sterben (wenn das überhaupt möglich ist).


    Fakt ist, dass das Gehirn so extremen Schaden genommen hat, dass ......... :°(


    Ich bin wie gelähmt und denke die ganze Zeit, dass ich wieder aus dem Traum aufwachen will.


    Es ist so endgültig und ich verstehe das alles noch nicht wirklich. Nie wieder seine Stimme zu hören...., nie wieder in seinen Armen zu liegen....., nie wieder......


    Danke an euch. @:)

    Ist vielleicht eine doofe und unsensible Frage, aber wie sieht es mit Organspende aus? Ist das möglich oder wollt ihr das nicht?


    Mir persönlich würde das ein Gefühl geben, dass der Tod eines geliebten Menschen schon etwas annäherndes wie einen Sinn hat.


    Ich wünsche dir viel Kraft in diese schweren Stunden.