• Vorbei - schwerer Schlaganfall mitten in der Nacht

    (Urspr. Titel: "Vorbei ")
    Ich bin unsagbar sprachlos und meine Trauer kann ich nur hier wiedergeben. Mein Freund hat heute – er war zur Schmerztherapie ins Klinikum- einen sehr schweren Schlaganfall mitten in der Nacht, so dass es niemand bemerkt hat. Er mußte zig Mal reanimiert werden und letztendlich operiert, weil ein Blutgerinsel im Kopf einen…
  • 1 Antworten

    Fühl dich umarmt, distance... :)_


    Ich hoffe für ihn, dass er bald gehen kann. Und für dich, dass du lernst, damit zu leben. Irgendwann seht ihr euch wieder. :)*

    Danke, ich bin dabei mich daran zu gewöhnen, dass es ihn nicht mehr gibt. Trotzdem ist das Warten auf den Tod unsagbar schwer. :°(

    Und er hat mir bei meinem letzten Besuch bei ihm gesagt, dass er mit diesen Schmerzen nicht weiterleben kann und will, weil es nicht lebenswert ist. Die Schmerzen kann er nicht mehr länger aushalten und er hatte so viel Hoffnung auf die neue Medikationseinstellung. Dass sie ihm wenigstens einen Teil der Schmerzen nimmt. Nun ist es anders gekommen und er hatte unvorhergesehen einen Schlaganfall. Vllt. sollte das so sein. Vllt. sollte das so eintreffen, damit er erlöst wird.


    Doch dass sich diese ganze Geschichte jetzt so lange hinzögert, das verstehe ich nicht.


    Ich wiederhole mich. Das Kleinhirn und ein Großteil des Großhirns ist extrem geschädigt. Heißt, dass er das nicht wollte und sie keine lebenserhaltenden oder lebensverlängernden Maßnahmen ergreifen dürfen.


    Nun zieht sich das schon fast 4 Wochen hin. Nichts passiert. Sie sollten zwar den Sterbeprozess einleiten, aber auch nach über 24 Stunden ist keine Veränderung sichtbar.


    Ich wünsche dir – mein Schatz – dass du dich schnell verabschiedest. Dass du keine Schmerzen hast und dass das, was dir bevor steh, wunderschön und schmerzfrei ist.


    Ich lass dich gehen. Und ich versuche ganz oft Kontakt mir dir aufzunehmen. Dir sage, dass du gehen kannst und ich immer bei dir bin. Du immer meine große Liebe sein wirst. Versprochen. :-x


    Ildiue

    Liebe Distance,


    nach der Einleitung des Sterbeprozesses sieht man Anfangs auch keine Veränderung bzw. nur, wenn man ganz genau hinsieht und das scheint die Mutter die ganze Zeit schon nicht zu tun. Die Ernährung wurde eingestellt und auch bei einem gesunden Menschen sieht man nach einem Tag nichts Essen nur in seltenen Fällen eine Veränderung. Dein Schatz bekommt sehr sicher ausreichend Schmerzmittel und auch Flüssigkeit, damit ausgeschlossen ist das er Durst empfindet (da gehen die Meinungen sehr auseinander, ob der Patient das tatsächlich in dem Zustand empfindet) und somit darf er hoffentlich diese Welt ganz sanft im Schlaf verlassen.


    Womit ich mich nicht auskenne, ist die Sache mit der Einstellung der Dialyse, aber durch die Schmerzmittel ist ausgeschlossen, dass er leidet.


    Mir hat der Gedanke sehr geholfen, dass der Mensch nach der Einleitung des Sterbeprozesses "selbst entscheidet", wann er geht. Wobei man darüber natürlich auch streiten kann. Aber bei uns war es so, dass sie erst gestorben ist, als wir uns wirklich alle von ihr verabschiedet haben und ich ihr noch erzählt hatte, dass wir über die Beerdigung gesprochen haben und es genau so sein wird, wie sie es immer wollte. Das seltsame an dem Tag war, dass die Ärzte und Schwestern in dieser Nacht nicht mit ihrem Tod gerechnet hatten und auch wenige Minuten vorher noch nichts auf ihren Tod hingewiesen hat.


    Ich wünsche Dir die Kraft, es irgendwann annehmen zu können!

    Habe gestern Abend mit der Mutter telefoniert, die gestern bei ihm war.


    Es hört einfach nicht auf. Sie haben zwar die Dialyse entfernt, doch wird er weiterhin beatmet und künstl. ernährt. Obwohl sie sich vor Tagen entschlossen haben, ihn sterben zu lassen, tut sich nichts. Ein Gespräch mit den Ärzten war gestern auch nicht möglich. Er befindet sich auch nicht mehr im künstl. Koma. Zeigt aber null Reaktionen.


    Auf was warten die? Heute sind es 4 Wochen. Ich verstehe das alles nicht.


    Danke, dass ihr da seid. :)_ :°(

    Ach distance, wer weiß ob die Mutter überhaupt noch registriert was die Ärzte sagen oder machen. Vielleicht will Sie auch nicht wahrhaben, dass Ihr Sohn sterben wird.


    Mein Glaube ist durch viele, sehr harte Schicksalsschläge gewachsen, und ich glaube fest daran, dass es auch nicht mehr in den Händen der Ärzte liegt, wenn der Tag gekommen ist zu gehen.


    Ich umarme dich :)_

    Liebe distance 1,


    ich hoffe so sehr für Dich das Du bald die erlösende Nachricht erhälst.


    Ich denke an Dich :)_ und schicke Dir viele :)* :)* :)* :)* :)*

    Mufflon

    Zitat

    Ach distance, wer weiß ob die Mutter überhaupt noch registriert was die Ärzte sagen oder machen. Vielleicht will Sie auch nicht wahrhaben, dass Ihr Sohn sterben wird.

    Ja, diese Bestätigung habe ich heute bekommen. Bei meinem tägl. Anruf und meiner Frage, was sich nun explizit geändert hat, meinte sie zänkisch, dass die Apparate nun wie gestern schon alle abgeschaltet wären. ???


    Ich konfrontierte sie mit ihrer gestrigen Äußerung und sie nahm dann alles wieder zurück. Er ist noch an Beatmung und Nahrung sowie Schmerzmittel angeschlossen.


    Ich stehe weiterhin außenvor. Ich werde morgen versuchen in der Klinik anzurufen. Das ist mir alles zu schwammig und ohne Ziel.


    Danke, dass ich hier meiner Wut Luft machen kann. :)_ :°(