:°_ :)_ Danke.


    Die Beerdigung zieht sich wohl hin.


    Ich telefoniere jeden Abend mit der Mutter, was zu einem Ritual geworden ist. Aber sie ist weiterhin nicht in der Lage, genauere Angabe wegen Beerdigung usw. zu erfragen. Insofern bin ich weiterhin auf ihre Aussage angewiesen, die mehr als fraglich sind. Es laufen da so viele andere Geschichten im Hintergrund, zu denen ich keinen Zugang habe. Die Betreuerin kümmert sich wohl um Alles. Die Mutter sitzt hilflos rum und läßt alles mit sich machen.


    Ich will da auch keinen Einfluß drauf haben, obwohl die die Herangehensweise der Betreuerin mehr als fraglich finde. Aber egal, ich bin draußen. Habe Mitleid mit der armen Mutter und versuche jeden Abend in gefühlten 4 Stunden mit ihr das Desaster zu verabeiten.


    Die Beerdigung soll sowieso im Stillen stattfinden. Ohne Trara. Akzeptiere ich, weil ich weiss, dass die finanzielle Situation sehr schwierig ist. Und ich weiss, dass mein Hasi eine große Geschichte nicht wollte. Insofern kann ich damit leben.


    Durch meine eigene Lebenssituation muss ich mich nun auch um meine Katasprophen kümmern. Das tut mir ganz gut, weil ich verdränge. Wie immer. Aber ich muss jetzt an meinen Sohn, an mich und meine Zukunft denken. Das Finanzielle ist ein ganz wichtiger Aspekt.


    Ich schaffe das. Und wenn mein Hasi endlich mal beerdigt wird, dann kann ich planen und mich auch zurücklehnen. Weil ich dann weiss, dass er endlich seine so verdiente Ruhe gefunden hat.


    Aber das steht noch in den Sternen.


    Das war jetzt ein Update.


    Danke, dass ihr da seid. :)_

    Hallo Distance 1,


    ich lese hier seit Beginn aufmerksam mit. :)-


    Ich habe mitgehofft, mitgebangt, obwohl es doch von Anfang an klar war, wie es enden würde. Allerdings bin ich froh, dass er den Tod ohne Schmerzen gefunden hat, diesen Luxus haben viele Menschen nicht, wenn sie in Kriegen sterben oder bei Unfällen. Du und seine Mutter waren für ihn da, und das hat er sicher zu jeder Zeit gemerkt.


    Wichtig ist, dass du weißt, er ist zwar nicht mehr hier, so wie er vorher war, aber er ist in veränderter Form immer noch auf diesem Planeten. Wie eine Userin bereits schrieb: Energie geht nie verloren. Energie bleibt erhalten, aber wandelt sich. (Mein Freund ist Physiker und kann das bestätigen! ;-D ) Das heißt, nichts ist weg, es ist alles nur anders! Das weißt du ja selbst. Alles, was er dir gegeben hat – die Liebe, die Witze, die gemeinsamen Erlebnisse – sind immer noch bei dir. Und haben dich zu dem Menschen gemacht, der du jetzt bist. Und diese positive Prägung kannst du nicht nur an deinen Sohn weitergeben, sondern auch an deine Mitmenschen. Er ist nicht weg! Er ist in anderer Form auf diesem Planeten. Wir wissen nicht, wie diese Form aussieht, aber es gibt sie. Nichts geht verloren. Du bist noch in deiner menschlichen Form hier und schreibst am Computer, er nicht. Es braucht Zeit, das zu verarbeiten. Verstehen müssen wir es nicht. Wenn die Beerdigung vorbei ist, dann wird nicht nur seine Hülle einen geordneten Platz haben, sondern auch du findest dich wieder ins Universum ein und hast einen Platz, an dem du trauern kannst. Ich kenne das von vielen Menschen, die einen Liebsten verloren haben – die Beerdigung selbst ist sehr kräftezehrend, doch nach der Beerdigung kehrt langsam aber sicher wieder Frieden ein. Der Abschied hat dann nämlich endlich in vollem Maße stattgefunden. @:)


    Der Vorfall mit dem Auto ist sehr traurig und unangenehm. Aber zum Glück ist der Unfall mit dem stehenden Auto passiert – es saß niemand drin! Alle sind sonst gesund. Und zum Glück – auch wenn du sie sicher jetzt nicht sehr magst – ist auch der alten Frau nichts schlimmes passiert. Das war keine Absicht. Der Schaden hat schwerwiegende Folgen, aber es hätte viel schlimmer ausgehen können...Wieviele Unfälle im Straßenverkehr geschehen, das ist der Wahnsinn. Du schaukelst das schon. Dein Sohn wird dir all das danken und dir zurückgeben, was du für ihn tust. Hundert Prozent! :)*

    Danke Mimiko. Wie recht du hast. Oft sieht man nur sich selbst und ist egoistisch. Ich versuche ja das auch so zu sehen. Doch bei der ganzen Rennerei und dem Stress, den ich jetzt habe, kommt eben oft Wut auf. Und zu allem Stress kommt auch noch, dass mein Sohn Urlaub hat. Den muss ich jetzt überall mit hinschleifen..... und das alles mit dem Rolli. :(v


    Kommt Zeit – kommt Lösung. Das habe ich immer meinem Schatz gesagt.


    Danke. :)_

    Liebe distance,


    ich habe jetzt lange überlegt ob ich das jetzt schreiben soll, aber ich hoffe du findest etwas Trost darin.


    Die ist eine Geschichte die ich mir für meine Kinder ausgedacht habe.




    Es ist schon beinahe 30 Jahre her, da saß ich mit meinen beiden Kindern auf dem Balkon. Wir suchten den hellsten Stern am Himmel.


    Ich hatte ihnen erzählt, dass ihr verstorbener Papa immer bei uns ist und von dort sehen kann.


    Da es ein schöner Herbstabend war, wollten sie noch etwas dort sitzen und ich sollte die gute Nachtgeschichte draußen erzählen.


    Wir holten uns Wolldecken, kuschelten uns zusammen und sie wollten nicht vorgelesen bekommen sondern ich sollte mir mal wieder eine Geschichte ausdenken.


    Ich habe eine Weile überlegt, es war Halbmond und da fiel mir folgende Geschichte ein...


    Das Mondmännchen


    Eines Abends, ihr habt schon geschlafen, saß ich, wie so oft wenn ihr im Bett wart, noch auf dem Balkon um unseren Stern anzuschauen. Es war genau so ein schöner Abend wie heute, auch wieder Halbmond.


    Als ich gerade reingehen wollte hörte ich ein ganz leise weinen.


    Nanu, das war merkwürdig, ich wollte natürlich wissen wer da weint und habe gehorcht wo es herkommt.


    Nach dem ich überall nachgesehen hatte blieb nur noch die Spielzeugecke von euch, aber das konnte doch gar nicht sein...wer sollte denn da sitzen und weinen.


    Und es saß doch jemand dort...


    Aber was war das, so etwas hatte ich noch nie gesehen.


    Es war ein ganz kleines Männchen, es hatte einen gelben Anzug an, eine gelbe Mütze auf dem Kopf und in der Hand hatte es eine Laterne.


    Es sah mich ganz verschreckt an und zitterte. Hatte es Angst vor mir oder war ihm kalt?


    Ich habe dann gefragt ob es mich versteht und da hat es mit mir gesprochen.


    "Ich bin ein Mondmännchen, und wir sitzen mit unseren Lampen dort oben damit der Mond schön hell leuchtet.


    Das ist auch sehr schön, aber immer wenn Halbmond ist wird es sehr eng dort oben.


    Da müssen wir aufpassen dass wir nicht runterfallen. Ich war heute dran an der Spitze zu sitzen, die anderen haben aber so gedrängelt dass ich runter gefallen bin, und jetzt bin ich hier".


    Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte, aber da ich so neugierig war fragte ich dann wie es jetzt weitergehen sollte.


    "Ich muss jetzt bei dir bleiben bis wieder Vollmond ist, dann kommt ein Sternentaxi und bringt mich wieder nach Hause.


    Die anderen haben uns schon erzählt dass es viele böse Menschen hier unten gibt, dass ihr uns nicht versteht wenn wir euch was sagen wollen, wir draußen unter den Büschen schlafen müssen bis wir wieder nach Hause können, darum haben wir auch Angst vor euch. Und wer einmal runter gefallen ist braucht darum nicht noch einmal unten an der Spitze sitzen.


    Sollte doch einmal einer von uns ein zweites mal runterfallen so landet er nämlich wieder bei demselben Menschen".


    Plötzlich stutzte das kleine Männchen genau so wie ich, warum wohl...


    Wir hatten uns unterhalten, jeder hat den anderen verstanden.


    "Dann bist du wohl kein böser Mensch, du hast sicher einen lieben Menschen als Stern bei uns dort oben, sonst könnten wir nicht miteinander sprechen, darf ich in deinem Haus schlafen so lange ich hier unten bin"?


    Natürlich durfte es, es schlief Tagsüber in einem Schuhkarton, ich hatte dort Watte hineingetan damit es schön weich war.


    Nachts saß das Mondmännchen am Fenster und schaute zu Himmel hinauf, jeden Tag wurde der Mond ein wenig größer und die Zeit, die es bei uns sein würde wurde immer kürzer.


    Endlich war es so weit, das kleine Männchen hatte nur wenig geschlafen weil es so aufgeregt war, es wartete auf das Sternentaxi.


    "Wenn ich wieder oben bei meinen Freunden bin werde ich ihnen erzählen, dass es nicht nur böse Menschen gibt. Und ich werde immer wieder freiwillig unten an der Spitze sitzen, ich habe keine Angst mehr runter zu fallen weil es bei euch so schön ist.


    Ich werde dir dann mit meiner Lampe zuwinken, außer dir kann sie keiner sehen".


    Dann war es so weit, das Mondmännchen wurde abgeholt. Wir haben so lange gewunken bis wir uns nicht mehr sehen konnten.


    Und manchmal, wenn ich jetzt zum Mond und den Sternen hinauf schaue und es ist Halbmond, manchmal sehe ich, wie mit einer kleinen Laterne gewunken wird.


    Dann weiß ich dass mein Mondmännchen wieder an der Spitze sitzt.

    Kurzes Update für die Interessierten:


    Jeden Abend gefühlte 3 Stunden Telefonat mit der Mutter, die jetzt Abwechslung braucht. Ich weiss, dass sie auch mir gegenüber ungerecht war/ist. Aber meine Nächstenliebe siegt und ich rufe sie, allerdings nicht ganz uneigennützig, jeden Abend an.


    Nun ist es auf dem Kaff dort so, dass der Pfarrer und auch der Redner (mein Hasi war nicht in der Kirche) in Urlaub sind. Also nichts findest statt. Ende August ist erst wieder der Redner erreichbar.


    Heißt, dass mein Hasi irgendwo ist. Niemand weiss, ob er schon zur Feuerbestattung war oder ob er noch entweder in A oder B liegt.


    Das ist für mich ein unsagbar schwieriger Zustand. Nicht zu wissen, was zurzeit passiert und/oder passiert ist.


    Aber die Mutter ist eben nicht in der Lage da Druck zu machen. Ich darf das nicht. Ansonsten wäre ich da schon aufgelaufen..... >:(


    Lt. der Mutter ist der September für die Bestattung geplant. Allerdings ist das ihr Wunschdatum.


    Es hört nicht auf und ich kann nicht Abschied nehmen, weil alles noch so offen ist. Abgesehen von den Unwegbarkeiten habe ich sowieso arge Probleme mit Feuerbestattungen ansich. Aber darauf habe ich keinen Einfluß.


    Danke fürs lesen. :)_

    :)- DAS GESCHENK :)-


    ...Vielleicht ist es manchen Menschen nicht bestimmt, lange hier bei uns auf der Erde zu sein.


    Vielleicht sind manche nur auf der Durchreise...,oder sie leben ihr Leben einfach nur schneller als wir anderen..., sie brauchen gar nicht hundert Jahre hier unten zu bleiben, um alles zu erledigen.


    Sie schaffen es im Handumdrehen....


    Manche Menschen kommen in unserem Leben nur kurz vorbei, um etwas zu bringen, ein Geschenk, eine Hilfe, eine Lektion, die wir gerade gebrauchen, irgendetwas, und das ist der Grund, warum sie zu uns kommen, nur auf einen Sprung sozusagen.


    Dein geliebter Mensch hat dir etwas beigebracht,... über die Liebe, über das Geben, darüber, wie wichtig jemand sein kann, ...das war sein Geschenk für dich.


    Er hat dir alles beigebracht und ist dann wieder gegangen.


    Vielleicht musste er nicht länger bleiben, denn er hat sein Geschenk abgegeben, und dann war er frei weiterzureisen,... weil er eine ganz besondere Seele war,... aber das Geschenk bleibt dir für immer !!!


    Liebe Distance , ich hoffe das dir dieses Gedicht ein wenig Kraft und Trost spendet :)- :)_

    Ich danke dir. Darüber muss ich nachdenken. Du hast sicherlich recht mit allem. Aber ich bin irgendwie noch nicht so weit. Ich kann es noch nicht fassen, dass mein Hasi nicht mehr da ist. Dass ich auf ihn verzichten muss. Warum ist das Leben so brutal?


    Ich habe jetzt keine Tankstelle mehr. Er ist einfach so weg, gegangen, ohne Worte. Niemehr werde ich seine Stimme hören, nie mehr werde ich in seinen Armen liegen können...


    Das Leben ist für mich vorbei. Aus und vorbei. Ich habe keine Perspektive mehr.


    Nicht mehr in der Sonne liegen um für IHN schön zu sein, keine Klamotten mehr kaufen, um für ihn schön zu sein, keine Pediküre mehr, um für ihn schön zu sein, keinen Frisörtermin mehr, um für ihn schön zu sein usw. ........


    Ich habe alles verloren, was mir wichtig war. Ich bin für meinen Sohn 24Stunden da. Das ist ein MUSS für mich. Aber ich bin noch nicht so alt, dass ich nun alles so laufen lassen kann, wie es kommt. Er war immer für mich meine Perspektive, meine Tankstelle, meine Motivation.....


    Vorbei.


    Ich brauche sicherlich Zeit. Aber ich sehe mich schon heute als Witwe. Alt und zerstreut....


    Ich habe keine Veranlassung mehr, mich schön zu machen. Das war mir immer so wichtig und meinem Hasi auch. Aus und vorbei.


    So ist das Leben eben. Aber ich will auch noch LEBEN....... Ich bin noch nicht tot. Ich will leben.... aber wie?


    Danke für dein Interesse. :)_


    :)_

    Er schaut von oben zu, und möchte dich schön sehen !!!!!


    Das Leben ist für dich überhaupt nicht vorbei,denn er wacht über dich,und über deinen kranken Sohn !!!!


    Höre einfach mal in dich hinein......, was würde er dir jetzt wohl sagen....?


    z.B. ....Hallo liebe Maus, sei nicht traurig,ich bin immer bei dir!!!!!! Du bist und warst meine große Liebe,und wirst es immer bleiben x:) :)-

    Danke. Ich weiss das eigentlich, aber ich bin eben noch so außer mir... :°(


    Ich setze soviel Entscheidung in der dann letztendlichen Beerdigung...... Das ich somit endlich Ruhe finde und er auch. Das ist alles zurzeit noch so offen alles.


    Wenn dann die Beerdigung stattgefunden hat, dann werde ich wohl auch zur Ruhe kommen. Hoffentlich.


    Danke.


    Habe gerade wieder mit der Mutter telefoniert. Es gibt keine Neuigkeiten. Ich fühle mich so schwammig,mal positiv, mal negativ. Ich weiss nicht, wo sich mein Schatz zurzeit aufhält. Ich versuche jeden Tag mit ihm in Verbindung zu treten, kein Erfolg. Alles Scheiße. Ich brauche einfach mal was, was mich dazu bringt, zu glauben.. an was auch immer. Aber Glauben scheint wichtig zu sein... Den habe ich aber nicht. :°(

    Zitat

    Ich weiss nicht, wo sich mein Schatz zurzeit aufhält.

    Seit langer Zeit in deinem Herzen. Und da wirst du ihn auch bewahren.


    Lediglich seine sterbliche Hülle gilt es noch beizusetzen. :°_


    Ich weiß, wir haben alle gut Reden, versuchen dich ein wenig zu trösten... Aber wenn du mal zurückblickst: Du hattest das große Glück, zumindest eine zeitlang die Liebe deines Lebens haben zu dürfen. Ja, die Zeit war viel zu kurz und der Weg zu steinig. Aber viele Menschen hatten noch nichtmal diese kurze Zeit voller Liebe, durften nie diese tiefen Gefühle kennenlernen. Ach distance, ich bin eine schlechte Trösterin, aber ich denke trotzdem ganz fest an dich und wünsche dir so sehr, dass du wieder mit dir ins Reine kommst :°_ :)* :)* :)*

    Zitat

    Ich weiß, wir haben alle gut Reden, versuchen dich ein wenig zu trösten... Aber wenn du mal zurückblickst: Du hattest das große Glück, zumindest eine zeitlang die Liebe deines Lebens haben zu dürfen. Ja, die Zeit war viel zu kurz und der Weg zu steinig. Aber viele Menschen hatten noch nichtmal diese kurze Zeit voller Liebe, durften nie diese tiefen Gefühle kennenlernen. Ach distance, ich bin eine schlechte Trösterin, aber ich denke trotzdem ganz fest an dich und wünsche dir so sehr, dass du wieder mit dir ins Reine kommst :°_ :)* :)* :)*


    Desperate01

    Doch ich finde hier Trost !!!!!


    Und ja, ich hatte 7 Jahre meine große Liebe. So langsam versuche ich das auch so zu sehen. Doch noch ist alles so frisch...... und schmerzt. Irgendwann werde ich auch so denken und dankbar dafür sein.


    Gerade der Austausch mit euch hilft mir weiter und befreit mich ganz oft von meinen Scheuklappen.


    :)_ :)_ :)_ :)_

    distance Du verbalisierst hier zu Recht, wie wichtig für Dich der Kontakt hier im Forum für deine Trauerarbeit ist. Ja mach das weiter.


    Es ist sehr gut, dass Du Dein Leid nicht in Dich hineinfressen läßt.


    Vielleicht kannst Du demnächst auch Schritte "nach draußen" planen und vielleicht sogar durchführen.


    Ich denke Da an Spaziergänge, Ausstellungen, Vorträge, Sport, Bekannte, etc.


    Das Verarbeiten der Trauer geht für Dich vielleicht noch besser, wenn Du immer mal wieder etwas räumlichen Abstand dazu gewinnst.


    Denk mal darüber nach. Jeder Mensch ist anderes, vielleicht hilft aber gerade Dir auch räumlich etwas mehr "nach draußen" zu gehen.


    Dir alles Gute !!! .-)

    Ich danke dir.


    Weisst du, du sprichst da was an, was zurzeit für mich noch nicht nachvollziehbar ist. Diese ganzen schönen Begebenheiten, die ich mit meinem Hasi besucht habe. Kulturell waren wir ja ganz viel unterwegs. Und zurzeit ist das von meiner Seite noch nicht machbar. Weil es zurzeit einfach noch zu weh tut. Aber vllt. irgendwann mal....


    Ich bemerke bei mir immer mehr, dass ich Abstand gewinne. Dass ich das mit ihm Erlebte nun mittlerweile auch wieder in meiner Fantasie abspielen lassen kann......


    Es tut nicht mehr so sehr weh. Es kommen jetzt auch Bedürfnisse auf, die ich gerne befriedigen möchte. Sei es unsere Ausflüge und unsere gemeinsamen Erlebnisse. Alles noch offen. Ich arbeite daran. Denn ich will, dass meine Trauer langsam in gute Erinnerung wechselt.


    Ich bin so dankbar, dass ich euch hier habe. Ihr gebt mir so viel Kraft und auch eine andere Sichtweise, die ich in meiner Trauer nicht so sehe. Danke.


    :)_ :)_ :)_ :)_

    Liebe Distance


    Ich lese hier auch immer noch mit, habe aber länger nicht mehr geschrieben.

    Zitat

    Diese ganzen schönen Begebenheiten, die ich mit meinem Hasi besucht habe. Kulturell waren wir ja ganz viel unterwegs. Und zurzeit ist das von meiner Seite noch nicht machbar. Weil es zurzeit einfach noch zu weh tut. Aber vllt. irgendwann mal....

    Mein Mann und ich waren 25 Jahre zusammen, sind viel gereist, waren im Winter viel auf den Skiern unterwegs etc. etc. Es hat zwei Jahre gedauert bis ich wieder in den Skiort konnte den wir beide so geliebt haben. Aber auch da kamen mir die Tränen bei jeder Bank, wo wir gesessen haben, jeden Lift und jedes Restaurant in dem wir zusammen waren. Auch heute gibt es noch Orte, die ich nicht besuchen kann. Sein Lieblingsessen kochen, geht bis heute nicht. Fotoalben von unseren Reisen anschauen mag ich (noch) nicht.


    Aber, ich habe für mich einen Weg gefunden; ich unternehme Sachen (Ausstellungen Konzerte etc.), die ich früher mit ihm nicht gemacht habe. Das tut nicht weh und gibt keine Tränen. Vielleicht auch ein Weg den du vorerst einschlagen könntest.


    Alles andere braucht Zeit, viel Zeit, die du dir geben darfst. Du musst nichts erzwingen, denn du spürst irgendwann, ob du bereit bist oder noch nicht.


    Weiterhin viel Kraft.


    Ursina