Heute habe ich die Möglichkeit mit einer Anästesistin hier in Berlin zu sprechen. Meine Freundin hat diesen Kontakt hergestellt. Ich will ihr einige Fragen stellen. Sie arbeitete jahrelang auf einer ITS. Vllt. bekomme ich da einige Informationen, wieso und warum das so ist, wie es ist.


    Weiterhin ist sein Zustand unverändert schlecht. Lt. Aussage der Mutter können sie zurzeit die Narkose nicht runterdosieren, weil er noch an der Dialyse hängt und der Körper erstmal entgiftet werden muss. Obwohl das alles keinen Sinn mehr macht.

    Lt. Aussage einer hier ansässigen unabhängigen Anästesistin, mit der ich heute ein Gespräch hatte, habe ich die Möglichkeit über die Betreuerin eine Erlaubnis zur telefonischen Auskunft erteilt zu bekommen.


    Das hat sie jedoch abgelehnt. Wenn ich was wissen will, soll ich sie anrufen. :°(


    Neben meinem Schmerz nun auch noch diese Animositäten mir gegenüber. Ich verstehe einfach nicht warum ....... :°(


    Heute Abend bekomme ich einen aktuellen Bericht von ihr. Auch gut.

    Ich verstehe überhaupt nicht, was dieser ganze Mist soll. Da kämpft ein Mensch um sein Leben und die haben nichts besseres zu tun, als dich von ihm fernzuhalten?


    Man sollte meinen, man möchte das Beste für die Menschen, die man liebt.


    Es tut mir so wahnsinnig leid für dich, aber irgendwie macht es mich auch wütend, was die da veranstalten. >:(


    Fühl dich gedrückt, ich hoffe weiter für euch, dass das Wunder geschieht und sich doch noch alles zum Guten wendet. :)_

    Zitat

    Hm... meinst du, die Betreuerin verschweigt dir vielleicht etwas, was du beim direkten Nachfragen evtl. erfahren würdest ":/ ?


    coliflor

    Ich möchte gerne selbst mit einem Arzt reden. Ich habe vllt. ganz andere Fragen. Die Mutter ist überfordert und denkt er kommt zurück. Die Betreuerin ist sehr wortkarg und für mich auch nicht tägl. erreichbar. Letztendlich machen mich auch die so unterschiedl. Äußerungen der Ärzte total unsicher und ich weiss nicht wirklich, wie es ihm geht und wie die Aussichten sind. Welche Untersuchungen jetzt noch ausstehen..... Vor allem die Frage nach seiner Patientenverfügung. Warum die nicht greift?


    Danke Johanna,


    so sehe ich das auch. Immerhin war ich 7 Jahre mit ihm zusammen. Ich kann so eine Einstellung auch nicht nachvollziehen. Die Mutter ist jetzt froh, dass sie ihn wieder ganz für sich hat und ich aus der Ferne nichts tun kann. Und der Betreuerin ist es egal.

    Mich macht so etwas sprachlos. 7 Jahre verpuffen einfach so … Hättet Ihr geheiratet, stündest Du vorn an, und die Mutter hätte nicht alle Gewalt. Es ist ja so, als wolle man Dich für irgendwas bestrafen … unglaublich.


    :)*

    ...bisher habe ich nur still mitgelesen, ich denke aber-ich war vor 4 Jahren in gleicher


    Situation, wie Du- allerdings ging es um meine Schwester-vllt hilft dir ein bisschen


    meine Erfahrung :


    gleiches Spiel, ich bin nur die Schwester...damals hatten wir noch keine Patientenver-


    gung (und keine weiteren Angehörigen)... falsch ist ebenso, dass automatisch Ehe-


    leute entscheiden können; einzig haben Eltern für ihre Kinder eine automatische


    Verfügung; meine Erfahrung hat gezeigt, dass (Uni-Klinik, 2 je 20-bettige Intensiv)


    ich nur auf Anmeldung, teilw. mit Wartezeit, zu meiner Schwester kam und ich meine


    Besuche so gelegt habe, dass ich die für meine Schwester zuständ. Ärzte, vorzugs-


    weise Operateure, auch sprechen konnte...alles andere macht keinen Sinn.


    Es gibt auch auf der Intensiv immer Notfälle, die Stimmung ist äußerst angespannt


    und vor der Schleuse tummeln sich oftmals "ganze Dörfer von Angehörigen mit Migrationshintergrund"...das ist nicht böse gemeint, aber ich kann Besuchs"blockierungen" durchaus verstehen...und noch ein Tip : solange Du keine genaue Diagnose hast mach dich nicht verrückt...bzw, mach die deine Gedanken, für


    sorgen ist immer noch Zeit !


    LG und Gute Besserung !

    Ich find's auch ätzend, was man hier mit distance veranstaltet. Mir kommt's vor, als sei das so ein "Weiberkram" frei nach dem Motto: Guck' mal, was ich alles so kann.


    Und je mehr ich hier mitlese, umso mehr schaudert's mich, bin nämlich mit meinem Liebsten auch seit acht Jahren zusammen. Ohne Trauschein. Und Familie gibt es seinerseits auch noch, die keinen Wert darauf legt mich kennenzulernen...


    Ach distance, bleib tapfer, du bist so stark!!!

    Zitat

    Ohne Trauschein. Und Familie gibt es seinerseits auch noch, die keinen Wert darauf legt mich kennenzulernen...

    Könntet Ihr nicht notariell bestimmen lassen, dass Du als Lebensgefährtin bestimmte Befugnisse erhältst?

    Nova, erneut angeregt durch diesen Faden habe ich das Thema tatsächlich nochmal ernsthaft angesprochen. Mein Lebensgefährte ist so wahnsinnig optimistisch, fühlt sich scheinbar unbesiegbar und meint immer, über bestimmte Dinge sollte man sich erst Gedanken machen, wenn es so weit ist. Wie sehr es mich tatsächlich belastet, habe ich ihm jetzt nochmal in aller Deutlichkeit gesagt, und ja, er will es notariell niederlegen.


    Ich meine, es geht ja nicht ums erben oder so etwas, da komme ich schon bestens selber klar. Aber ich könnte es nicht ertragen, wenn ich nicht bei ihm sein könnte, wenn es ihm schlecht geht. Zumal ich genau weiß, dass er mich dann mehr als jeden anderen Menschen braucht.


    Ach je, mir ist ganz schlecht, ich leide hier wirklich mit :°_

    Es bedarf gar keiner notariellen Protokollierung; es reicht, wenn der Geber und


    der Nehmer zB. bei der Gemeinde oder einer Polizeidienststelle in Gegenwart eines


    Beamten und unter Vorlage eines Ausweises ihre Unterschriften leisten...so war


    es jedenfalls bei uns.


    (Vorlagen für eine Patientenverfügung - die im Ernstfall auch greifen-gibt es im Internet genug...)

    Zitat

    Mein Lebensgefährte ist so wahnsinnig optimistisch, fühlt sich scheinbar unbesiegbar und meint immer, über bestimmte Dinge sollte man sich erst Gedanken machen, wenn es so weit ist.

    Nein, nein, nein – mein Vater starb von jetzt auf gleich, und er dachte auch immer, er würde Hundert …


    Ich hoffe, wir kommen hier in distances Faden nicht zu weit von Thema ab, aber: MACHT DAS, unbedingt, und ganz zeitnah! Schon ein Unfall kann uns jeden Tag ereilen …


    Alles Liebe, @:) *:)

    Ich danke euch.


    Ich spreche oft und viel mit wenigen Menschen darüber. Klar wird mir immer mehr, dass alles von der Mutter ausgeht. Sie ist zwar mir gegenüber immer nett und freundlich, doch jetzt sie ihn wieder für sich. Ich war immer ein Störfaktor, obwohl ich ihr nie gezeigt habe, dass ich ihre feindlichen Geschichten durchschaut habe.


    Es ist so wie es ist. Und das Wort "NIEMEHR" gewinnt immer mehr an Bedeutung für mich. Gleich werde ich die Betreuerin anrufen und fragen, was die Ärzte gesagt haben.


    Das Verhalten der Mutter und Betreuerin kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Ich war die Freundin und habe ihn 7 Jahre begleitet. Bei den vielen Geburtstagen und Festen habe ich nie eine Feindschaft gespürt. Vermutl. haben sie sich hinter meinem Rücken

    zerrissen. Doch hätte ich das auch nicht ändern können, hätte ich es gewußt. Sie sind eben so. Ich paßte nicht in das angepaßte Schema da. Aber mein Schatz liebt mich genau deshalb. Und er war stolz auf mich, das hat er mir immer wieder gesagt. Und das alleine zählt. Auch ich war immer stolz an seiner Seite zu gehen und zu ihm zu gehören.


    Ach Hasi, wenn du wüßtest, was jetzt da so abläuft......und wie die mit mir umgehen. Vllt. war ich einfach zu naiv. Ich hätte das merken müssen. Geändert hätte das allerdings nichts.

    Zitat

    (Vorlagen für eine Patientenverfügung - die im Ernstfall auch greifen-gibt es im Internet genug...)

    Leider ist das nicht ganz so - wie folgender Link zeigt:


    http://www.notar-recht.de/pres…hiv/details/19/sonstiges/


    Auch Eheleute haben können nicht automatisch füreinander entscheiden im Ernstfall, wenn es nicht vorher beglaubigt wurde.


    Wir selbst haben es vor kurzem gemacht - notarisch - und sind froh, dass wir es endlich "gepackt" haben - das hatten wir schon so lange vor......

    distance, es tut mir so leid - ich kann das Verhalten der Betreuerin absolut nicht nachvollziehen - wenn wenigstens SIE eingelenkt hätte.........ich versteh es nicht....


    Ich kann nur immer wieder Dir zurufen, dass wir alle hinter Dir stehen und Dich hier virtuell moralisch unterstützen so gut wir können!


    :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

    Zitat

    Auch Eheleute haben können nicht automatisch füreinander entscheiden im Ernstfall, wenn es nicht vorher beglaubigt wurde.


    Wir selbst haben es vor kurzem gemacht – notarisch – ...

    Wo steht das z. B. genau? Hast Du zu dem Thema einen Link? Im genannten finde ich das nur als eine Art doppelte Absicherung für ein Testament. ":/

    Hasenreich, ich hatte geschrieben, dass es bei Eheleuten NICHT greift, nur bei


    Eltern für ihre Kinder...


    und wenn es ausschließlich um eine Patientenverfügung geht und ich genau weiss, was ich will, reicht es auch NICHT notariell !