Als wir auf dem Friedhof waren, habe ich einige Gräber gesehen, die schon recht verwahrlost waren, Todesjahre von 1940- 1950, bei einigen waren nicht mal mehr die Namen zu erkennen, vergessene Gräber. Da kam mir ein ganz trauriger Gedanke, wenn ich sterbe und meine Schwester und irgendwann auch meine Nichten und Neffen, wird auch das Grab meines Vaters vergessen, keiner wird dann noch leben, der sich an ihn erinnert.


    Das stimmt mich sehr melancholisch, das jedern von uns letztlich im Dunkeln der Geschichte verblasst! ☹

    Nur weil wir selbst die Existenz während unseres Lebens als sehr prominent wahrnehmen, heißt das nicht im Umkehrschluss, dass sich die Menschheit in einer Geschichte von Hunderttausenden Jahren an jeden erinnern wird. Das ist eine Erkenntnis, die nicht zu leugnen ist. Aber anstatt Trübsal darüber zu blasen, kann man sich auch von dem Gedanken befreien, über den Tod hinaus für alle Zeiten wichtig zu sein. Denn vermutlich endet die Wahrnehmung dann auch wieder für einen selbst.


    Das Leben jedoch hat man im Moment, wo man sich diese Gedanken macht. Und man sollte sich wieder auf das Leben besinnen und dies so gut wie möglich gestalten. :)z