Weihnachten, wenn gerade jemand gestorben ist?

    Hallo ihr Lieben!


    Wie geht es euch mit dem Gedanken an Weihnachten?


    Meint ihr, es ist schwierig für jemanden, der gerade seinen Vater verloren hat, jetzt Weihnachtskarten zu basteln? Die Ablenkung ist da - doch ist das Thema das Richtige???


    Liebe Grüße,


    Mara

  • 8 Antworten

    Als ich im Mai 2007 meine Mutter verloren hatte, wollte ich für meine Familie Weihnachten als Ablenkung feiern, besonders Heiligabend, ich hatte meinen Vater dazu eingeladen damit er nicht alleine bleiben musste.


    Es war kein schönes Weihnachtsfest, alles war andre, trist und grau, aber wir waren alle zusammen und keiner alleine in der schweren Zeit!!!


    Du kannst trotzdem eine Karte basteln und vielleicht einen passenden Spruch rein schreiben nicht wie übliche Sprüche wie" frohe Weihnachten", denn es ist alles andere als froh!!!!


    liebe grüße

    weihnachten ist auch bei uns immer ein sehr "schwieriges" fest. meine oma :)- ist vor drei jahren am zweiten weihnachtsfeiertag gestorben. wir fanden sie morgens friedlich entschlafen in ihrem bett.


    die gefühle sind da so zwiespältig. auf der einen seite "freue" ich mich für sie, dass sie so einen ruhigen, friedlichen tod in ihrem eigenen bett und bei "bester gesundheit" hatte, auf der anderen seite erfüllt mich dieser gedanke immer noch mit tiefer trauer.


    ich freue mich, dass wir weihnachten noch alle zusammen verbracht haben, gemeinsam gegessen haben. und trotzdem ist es mittlerweile so schwierig. meine mutter leidet auch noch sehr unter dem verlust.


    das dumme ist, dass ich dieses jahr nicht mal weiß, ob ich weihnachten zu ihnen fahren kann. sie tut so, als würde sie es verstehen, aber sie ist sehr sehr enttäuscht. die umstände, dass es für uns eben inzwischen ein "anderes" familienfest ist, nicht nur mit freude und festlicher stimmung verbunden, macht die entscheidung nicht einfacher.


    sorry, das hat alles nichts mehr mit dem eingangsbeitrag zu tun... ich hatte nur das gefühl, mir das mal von der seele schreiben zu müssen |-o


    :)*:)*:)*

    Weihnachten - so wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wird (Kommerz, lustig freudig, viel zu trinken, Stress,... ) nicht. Meine Mutter hat sowohl ihre Mutter als auch ihren Vater ein Monat vor Weihnachten (plötzlich) verloren. Vielleicht hat dieses Fest deswegen bei uns eine andere Qualität: ruhig, besinnlich, die Familie kommt zusammen, es wird auch an Verstorbene erinnert, es wird gespendet (find ja z.B. diese "Licht ins Dunkel" Aktion hier in Österreich so nett). Wir sind einfach zusammen und wer weiß, ob dies auch beim nächsten Weihnachtsfest so ist. Unser Weihnachtsschmuck ist teilweise schon Jahrzehnte alt (auch Stücke, die meine Mutter von ihrer Familie bekommen hat sind darunter) - da ist die Erinnerung noch größer. Es soll ja ein Fest der Liebe und der Hoffnung sein. So wird es bei uns gefeiert und so liebe ich es auch. Einfach besinnlich. Wenn wer gestorben ist, kann es logischerweise nicht so fröhlich sein. Aber deshalb nicht zu "feiern" halte ich für falsch - nicht nur wegen den Kindern. Und: keiner der Verstorbenen hätte es sich wohl gewünscht, dass die Hinterbliebenen nur noch im Dunkeln sitzen und so trauern.

    Ich habe meinen Vater auch kurz vor Weihnachten Verloren am 20.12 ,


    bei uns sind die weihnachten auch nicht grade schön gewesen , aber trotzdem finde ich das es gut ist sich abzulenken, und am heiligabend zusammen sein...

    Als mein Vater im Mai 98 im Alter von 54 Jahren starb da war das Weihnachten 1998 auch nicht so toll. Dazu kam dass auch mein Bruder nicht da war - er war bei seiner Freundin in Russland. So war ich an Weihnachten mit meiner Mutter allein - das war nicht einfach. Vorallem viel machen konnte man auch nicht weil ja nix offen war.


    Die Vorweihnachtszeit ging noch - da ich arbeiten konnte und so abgelenkt war. Aber Weihnachtsstimmung kam nicht richtig auf. Hatte in dem Jahr auch zwischen den Feiertagen keinen Urlaub genommen.