Wer kennt sich da aus

    hallo zusammen!


    vor kurzem ist meine mutter verstorben, genauer vor 1 woche.


    ich war beim arzt, da ich fertig war und außerdem viel zu erledigen ist.


    nun hat er mich die 2 woche krank geschrieben, aber ich hatte das gefühl, dass er es nicht wollte.


    eigentlich wollte er mich nur 3 tage krank schreiben.


    ich kam mir vor wie ein bittsteller.


    ist das normal, dass man in unserer gesellschaft dort kein verständnis erfährt und nicht einmal zeit zum trauern bekommt?


    wer hat auch solche erfahrungen gemacht?


    oder ist es normal nach ein paar tagen wieder zur arbeit zu gehen?


    meine kollegen(innen) haben alle verständnis gezeigt und teilten mir mit, dass ich erst zur ruhe kommen soll.


    ich verstehe das nicht!


    gibt es vorschriften, in denen steht, das ein arzt einen deswegen nur eine bestimmte zeit krank schreiben darf.


    was ist mit unserer gesellschaft los?


    gruß an alle und viel kraft für alle


    bibbi

  • 3 Antworten

    Hallo bibbif

    Natürlich gibt es da keine Vorschriften. Mit Trauer geht eben jeder unterschiedlich um. Manche Leute wollen schnell wieder arbeiten gehen, weil sie es für gut halten sich abzulenken. Man wird von solchen Leuten natürlich dann auch als 'Psycho' verstanden, wenn man länger Zeit braucht oder mit den Nerven einfach fertig ist durch die Belastung. Sich etwa die Zeit nehmen um bewußt zu trauern, stößt ohnehin vielfach auf Unverständnis. Trauer scheint auch ein Gefühl zu sein, mit dem die Gesellschaft nicht umzugehen weiß. Das Leben geht weiter. Vielleicht kommt diese Einstellung noch aus Kriegszeiten, als man es sich wirklich nicht leisten konnte zu trauern, denn das eigene Überleben musste Vorrang haben.


    Laß Dich davon nicht beeindrucken. Ich für meinen Teil würde auch länger brauchen und auch ganz bewußt länger brauchen wollen. @:)

    das ist völlig in Ordnung

    Hallo! Wo meine Mutter gestorben ist, bin ich am nächsten Tag gleich wieder in die Schule, mich ablenken. Ich hätte nicht zu Hause sitzten können. Mein Bruder war da anders, er war erst mal 1 Woche oder so zu Hause.


    Ja jeder geht anders mit Trauer um. Denk erst mal an Dich und nicht an andere. Oft kommt es auch nur von anderen Personen so rüber, die möchte das gar nicht, sie wissen einfach nicht wie sie sich verhalten sollen.


    Nimm dir Zeit für deine Trauer! Sie ist wichtig! Und lass Dir ja nicht von jemanden sagen, du musst stark sein, keine Schwäche zeigen. Lass alles raus!

    @ :)

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    Oh man

    Auf solch ein unverständnis zu stoßen, nachdem man einen so geliebten Menschen verloren hat ist schon hart. Meine Mutter ist gestorben, da fingen grade die Osterferien an. Da hatte ich erstmal 2 Wochen zum Trauern..!Also ich brauchte die Zeit auf jeden Fall...!Aber auch nach den 2 Wochen wirst du dich wahrscheinlich noch nicht "gefasst haben"...aber irgendwann musst du ja wieder arbeiten gehen.Aber glaub mir, dann tut es auch gut, wenn du dich ablenken kannst. Trauern musst du -gar keine Frage- aber du darfst dich nicht verschließen und deine Trauer in dich "rein Fressen". Oft helfen gute Freunde oder einfach nur "das Alltägliche".Ich weiß was du durchmachst..es ist so ziemlich das schlimmste und das schmerzvollste was dir im Leben passiert...Aber auch wenn du jetzt nur ein schwarzes Loch vor dir hast, es wird auch wieder bergauf gehen. Und du wirst auch viele Leute treffen die dir ihr vollstest Verständnis entgegen bringen werden. Aber es gibt halt auch so Leute, die wahrscheinlich schon so viel erlebt haben (wie dein Arzt), die das Schicksal eines Einzelnen überhaupt nicht interessiert...!Dafür habe ich kein Verständnis, aber man kann leider nichts dagegen machen. Vorschriften gibt es da ja nunmal keine-...


    Fühl dich gedrückt!!