Weshalb komme ich mir so dumm vor?

    ich habe vor ca. 5 einhalb Jahren meine Liebste Großmutter verloren....seltsamer weise habe ich seit dieser zeit angstzustände und depressionen die ich seit einem halben jahr mit täglich 150 mg EFECTIN in schach halte....ich hatte damals nicht geweint beim Begräbnis!


    Danach hab ich alles durchgemacht...von Schuldgefühlen, bis über Hass....


    ich möchte ihr gerne einen Brief schreiben und aufs Grab legen, jedoch komm ich mir so dumm vor....warum?

  • 8 Antworten

    @Sonnenschein

    Es ist überhaupt nicht dumm und Du mußt Dir auch nicht so vorkommen, schreib den Brief und nehm Dir Zeit dazu. Danach kannst du dann entscheiden was du mit dem brief machst, endweder (öffentlich) auf das Grab legen oder an eine Dir vertrauenswürdige Stelle, für mich ist es dann entweder eine Kirche oder eine besonders schöne Stelle in der Natur hinter- (ab-)legen. Ich vermute, Du wirst hinterher etwas erleichtert sein.

    Sonnenschein, ich habe meine Großmutter auch 2000 verloren. Sie war der liebste Mensch aus der Familie und es hat sehr weh getan, als sie auf einmal weg war. Sie wurde 91.


    Drüber weggekommen bin ich erst, als ich ein Nahtoderlebnis hatte. Da werde ich in dem anderen Faden noch was schreiben.


    Du solltest eine Gesprächstherapie machen, wo Du den Tod verarbeiten kannst.

  • Anzeige

    therapie...

    hab ich nicht nur eine hinter mir...ergebnis...zum schluss wurde es immer schlimmer...


    sie wurde grad mal 67 warum immer die lieben?

    @Sonnenschein

    Wer gehen und wann gegangen werden muß liegt nicht in unserer Hand, meine Mutter wurde auch nur 67 Jahre, aber ich durfte sie beim Sterben begleiten. Ich hatte, wie jeder glaube ich von uns, sehr viel von meiner Mutter bis zum Selbstständig werden gelernt, was sie mir jedoch während ihrer letzten 3 Monate und insbesondere während der letzten Stunden vermittelt hat, war großartig und ich bin ihr dankbar.


    Trost fand ich durch ein Gebet, daß mir eine liebe Verwandte geschenkt hat, lies es mal bei Gedichten in dem Forum Trauer nach, vielleicht gibt es Dir auch ein wenig mehr halt.@:)

    wir haben auf einem Sterbeseminar einen Brief geschrieben (ich schrieb ihn an meinen verstorbenen Vater) es sollte ein Abschiedsbrief sein, anschließend haben wir einen Weg mit Kerzen aufgebaut und sind den weg gegangen wie in einer Art Beerdigung, anschließend haben wir die Briefe verbrannt, mir hat es sehr gut getan auch wenn es sehr sehr weh tut den Brief zu verbrennen!

  • Anzeige

    @ schlafmütze 24

    die Idee mit dem Brief ist sehr gut und kann einem Trost geben.


    Mich bedrückt auch etwas ungeheuerliches, was die Friedhofsverwaltung zu verantworten hat. Und ich, weil ich dagegen nicht angegangen bin, weil ich durch die Trauer um den Tod meiner Mutter zu der Zeit, wo es noch Zeit war einzuschreiten, wie gelähmt war.


    Ich werde auch in einem Brief meine Wut über diesen ungeheuerlichen Vorgang niederlegen. Vielleicht verbrenne ich ihn nicht und sende ihn den Friedhofverwaltung zu.

    Hallo Ihr beiden, vieleicht hilft euch dieses kleine Gedicht


    Steh weinend nicht an meinem Grab,


    ich lieg nicht hier in tiefem Schlaf.


    Ich bin der Wind, der immer weht,


    ich bin Brillantgefunkel im Schnee.


    Ich bin die Sonne auf reifem Feld,


    ich bin im Herbst der Regen mild.


    Und wachst du auf in stiller Früh,


    flattre als Vogel ich in die Höh,


    zieh stumme, weite Kreise.


    Nachts bin ich der weiche Sternenglanz.


    Steh weinend nicht an meinem Grab,


    ich lieg nicht hier, weil ich nie starb.


    Gruß Reiner

  • Anzeige