Zitat

    es ist so, wie in der Zeit als man noch nicht geboren war...

    Ab der Zeit unserer Geburt (oder auch schon zuvor), wurde uns eine Seele eingehaucht die fernab aller "wissenschaftlichen Thesen" immerwährend sein wird. Diese wird, auch ohne Reinkarnationstheorien, weiterleben.

    Zitat

    Ende im Gelände

    Diese Aussage hört sich so ähnlich an, als wolle man behaupten, dass "Universum" hätte ein Anfang und ein Ende.


    Wo sind die Grenzen ? Hören sie dort auf, wo man es nicht mehr wissenschaftlich belegen kann ? Erst die Fähigkeit des Menschen über Grenzen hinweg zu denken, macht unsere Spezies zu etwas Besonderen. Wo wären wir, wenn unserem Denken der Maßstab der Endlichkeit vorliegen würde?

    StarScream


    Das sehe ich genauso wie du.


    Viele möchten nur an das glauben was sie sehen können.


    Immerhin gibt es den glaube an einer Seele schon länger als das Christentum oder sonstige Religion.


    Wozu der Glaube und der Wissensdurst der Menschheit wenn "nichts" dahintersteht?

    Richtig 4-Auge ! :)^


    Ich brauche nicht für jede Frage eine logische Antwort. Weil es immer Fragen in unserem Leben geben wird, die man nicht einfach mit schwarz oder weiß beantworten kann.


    Warum sollte gerade das Leben, das Universum, die Galaxien etc. erst mit dem Urknall entstanden sein ? Warum kann der "begrenzte" menschliche Geist nicht einfach Dinge glauben, die nie greifbar/errechenbar werden ?

    Zum Urknall habe ich gerade wieder einen guten Satz gelesen, allerdings ohne Urheber dazu. Er ging in etwa so:


    Wenn man glaubt, dass das Universum und die Welt durch einen Urknall entstanden sind, wäre das in etwa so, als würde man glauben, dass, wenn man eine Bombe in eine Druckerei wirft, ein Lexikon entsteht ...


    Hat was, finde ich.

    @ laurina

    als Anhänger der Chaostheorie muß ich dir sagen, dass diese Aussage mit der Bombe stimmt.


    Denn wir leben tatsächlich innerhalb einer Explosion. Nur von unserer Warte aus, die Welt zu


    betrachten, bemerken wir davon wenig bis nix. Weil innerhalb der Existenz der Menschheit sich


    wenig tut. Von außen betrachtet und vor allem mit "Zeitraffer" würden wir sehen, dass wir ganz


    schnell weg sind. Die Sonne implodiert in ca. 4 Milliarden Jahren genauso wie schon viele Sterne


    natürlich mit ihren Planeten und evtl. Lebewesen laufend vergehen - andere schon längst ver-


    gangen sind. Schade - aber wir leben tatsächlich innerhalb der Folgen des Urknalls und der ist


    doch nur möglich gewesen, weil vorher NICHTS war - alle Kräfte im vollkommenen Gleich-


    gewicht. Durch eine winzige "Unreinheit" wurde diese Gleichgewicht der Kräfte gestört und


    da hats gekracht. Wenn sich diese "Störung" ausgetobt hat wird alles wieder im Nichts vergehn.


    LG

    Zitat

    Wenn sich diese "Störung" ausgetobt hat wird alles wieder im Nichts vergehn.

    der Satz ist tatsächlich von mir - so habe ich es noch nicht gelesen - aber schöne Vorstellung,


    dass sich das Chaos in Nichts auflöst - dadurch wieder vollkommenes Gleichgewicht entsteht


    bis zu nächsten "Unreinheit", die wieder einen ... Knall auslöst, diesmal ohne "Ur" - ;-D


    Man darf nicht vergessen, dass es im Nichts auch keine Zeit gibt, die gibts nur, während sich


    alles bewegt - also nur nach und während dem Bumms!!!l

    Bei dem Verglich mit der Bombe handelt es sich offenbar um eine Variante des berühmten Boing747 Arguments.


    Bei dem Verglich mit der Bombe geht es weniger um die Explosion ... (der Urkall ist aus vielen Gründen eh nicht der Explosion einer Bombe zu vergleichen) ... als um den angeblichen Zufall. Wären ein paar Bedingungen des Urknalls auch nur ein bisschen anders, dann wäre ein Universum, wie wir es heute kennen gar nicht möglich. Wären ein paar Naturkonstanten geringfügig anders, als wie sie tatsächlich sind, dann hätten sich zB niemals Sterne bilden können, und daher gäbe es uns gar nicht.


    Das Argument behauptet, dass die Gesetzte der Physik passend für unsere Welt aus dem Unknall herauskommen, ist in etwa so Wahrscheinlich, wie die Wahrscheinlichkeit, dass von einer Bombe umhergewirbelte Buchstaben so zum Liegen kommen, dass sie den Text einen Lexikons ergeben. Wenn die Buchstaben nicht in irgendeiner Reihenfolge daliegen sondern in genau in dieser speziellen Reihenfolge, dann kann das nicht das Ergebnis eines Zufallsprozesses sein (Bombe) -- dann muss die Buchstaben jemand absichtlich so hingelegt haben.


    Das Argument geht auf Fred Hoyle zurück, der die "Urknalltheorie" immer bekämpfte und ein Universum vorschlug, das sich seit unendlicher Zeit gleichförmig ausdehnt. (Um den allmächtigen Goll und ein von ihm intelligent designtes Universum ging es Hoyle natürlich nicht. Die Vertreter des Intelligent Design haben das Argument jetzt in ihrem Sinne aufgegriffen.) Bei Hoyle lautete der Vergleich, das das Urknall-Universum in seiner jetzigen Form so Wahrscheinlich ist, wie folgendes Ereignis: Ein Tornado fegt über einen riesigen Schrottplatz und durch die umherwirbelnden Teile wird eine funktionsfähige Boing 747 zusammengesetzt.



    Gegen das Boing Argument gibt es eine Reihe von Einwänden. ZB


    Als ich vorhin mein Haus betreten habe parkte gegenüber ein Auto mit dem Kennzeichen HD-JD 1028. Wie Wahrscheinlich ist es, das von allen möglichen Kennzeichen ausgerechnet dieses eine sehe? Trotzdem habe ich es gesehen. Zu glauben, dass die Kombination JD 1028 kein Beweis des allmächtigen Goll ist, "wäre das in etwa so, als würde man glauben" "dass das Universum und die Welt durch einen Urknall entstanden sind"


    oder doch nicht? Tja. Dann was es wohl doch nur ein riesengrosser "Zufall", dass ich ausgerechnet diesem Kennzeichen begegnet bin.


    :-)

    @ Tourist:

    Deinen Vergleich mit dem Autokennzeichen verstehe ich nicht ganz. Ob du nun dieses eine oder irgendein anderes siehst, ist natürlich alles gleich (wenig) wahrscheinlich, ändert aber nichts an der Realität.


    Die "Zufälle", die zur Existenz unseres Planeten und allem, was darauf lebt, geführt haben, sind schon extrem, wie ich finde. Ich glaube gelesen zu haben, dass, wenn der Abstand zwischen Sonne und Erde nur um wenige Kilometer anders wäre, bereits kein Leben mehr auf der Erde möglich wäre. Natürlich kann das alles trotzdem nur reiner Zufall sein, das leugne ich nicht. Aber mir persönlich erscheint es wenig wahrscheinlich. Letztendlich bleibt alles eine Frage dessen, wie man die Welt um sich herum interpretiert.

    Zitat

    Letztendlich bleibt alles eine Frage dessen, wie man die Welt um sich herum interpretiert.

    Genauso sehe ich das auch. :)z Mir ist es egal, ob die "Wissenschaftler" dieser Welt ihr Leben und die Existenz auf unserem Planeten und allem drumherum, berechnen können und für jedes Ereignis im Leben eine logische Erklärung haben. Leider sehe ich aber immer wieder ein Kopfschütteln dieser Leute über die Anderen, die ihrem Denken in eine weitere Dimension gehen.


    Wenn alles so einfach und errechenbar wäre, warum ist es dann nicht möglich, mir die Grenze des Universums aufzuzeigen/auszurechnen ? Wenn alles mit dem Urknall entstanden sein soll, dann muß es feste Größen geben um sämtliche Dinge wissenschaftlich belegen zu können. Sobald ich das nicht kann, muß ich daran glauben das es etwas gibt, was man mit der Wissenschaft allein nicht so einfach beweisen kann. :-/

    Der Mensch ist nicht mehr als eine Summe fortlaufende chemische Reaktion. Da hat kein Gott und kein Teufel Einfluss darauf. Und man wird somit nicht wiedergeboren oder sonstiges. Es ist aus und damit ist Ende. Damit sollte man sich abfinden und sich keinen Illusionen hingeben.

    Zitat

    Die "Zufälle", die zur Existenz unseres Planeten und allem, was darauf lebt, geführt haben, sind schon extrem, wie ich finde. Ich glaube gelesen zu haben, dass, wenn der Abstand zwischen Sonne und Erde nur um wenige Kilometer anders wäre, bereits kein Leben mehr auf der Erde möglich wäre. Natürlich kann das alles trotzdem nur reiner Zufall sein, das leugne ich nicht. Aber mir persönlich erscheint es wenig wahrscheinlich. Letztendlich bleibt alles eine Frage dessen, wie man die Welt um sich herum interpretiert.

    Das Universum ist so riesig dass es Tausende, eher Millionen Planeten gibt auf denen die gleichen Voraussetzungen sind wie hier bei uns. Außerdem gibts auch auf der Erde für unsere Auffassung nach extreme Bedingungen. Es gibt Mikroben in Wüsten Chiles wo im Jahr nur wenige Millimeter Wasser fallen. Genauso wie es im Ozean leben gibt wo wir sofort verbrennen würden wegen der extremen Hitze im Wasser und dem hohen Schwefelgehalt. Diese Liste lässt sich beliebig in die Länge ziehen. Die Chance dass wir NICHT allein sind im Universum liegt soweit ich weiß bei 99,9999...... Prozent.

    Zitat

    Der Mensch ist nicht mehr als eine Summe fortlaufende chemische Reaktion.

    Dann ist also die Liebe die du für jemanden empfindest, oder der Hass, oder die Trauer wenn ein lieber Mensch von dir gegangen ist, nur eine Summe fortlaufender chem. Reaktionen ? Dann steuert also dein Gehirn das du jetzt traurig sein musst weil ein geliebter Mensch gestorben ist ?


    Es ist nur unsere äußere Hülle die sterben wird, weil, wie du schon sagst, sie nur eine Summe chem. Reaktionen ist. Das Gefühl ( die Seele als Energieform ) wird m.E. ewig weiterexestieren. Ob ich nun etwas davon mitbekomme, wird sich zeigen ;-D und ist unabhängig von sämtlichen religiösen Reinkarnationstheorien.

    @ Jigsaw5:

    Ich wollte damit nicht beweisen, dass wir nicht allein im Universum sind. Sind wir höchstwahrscheinlich auch nicht. Aber falls es irgendwo anderes Leben geben sollte, ist es mit Sicherheit so weit weg, dass wir niemals Kontakt bekommen werden. Und die Wahrscheinlichkeit, dass eine andere intelligente Spezies genau zum gleichen Zeitpunkt wie wir auf dem gleichen Entwicklungsstand ist wie wir und nicht schon vor 2 000 000 000 Jahren oder so ausgestorben ist, ist ohnehin verschwindend gering. Aber das ist ein anderes Thema ;-)

    Laurina

    Zitat

    Ich glaube gelesen zu haben, dass, wenn der Abstand zwischen Sonne und Erde nur um wenige Kilometer anders wäre, bereits kein Leben mehr auf der Erde möglich wäre.

    "Nur wenige Kilometer" ist sehr übertrieben, aber im Prinzip ist es richtig: Es gibt eine Zone um einen Stern, in der Wasser in flüssiger Form vorliegen kann. Wäre die Erde ein Stück näher an der Sonne, wäre alles Wasser gasförmig und weiter entfernt von der Sonne, wäre es zu Eis erstarrt. Die Erde liegt genau in der Zone, in der Wasser flüssig sein kann. Außerdem hat die Erde zB einen äußerst ungewöhnlichen Mond, der sich stabilisierend auf die Erdrotation auswirkt.


    Alles ideale Bedingungen für die Entwicklung von Leben. Leben, in der Form in der wir es kennen, wohlgemerkt. Wir können nicht sagen inwieweit das Leben einfach an die herrschenden Bedingungen angepasst ist. Wasser in flüssigem Zustand ist für die Existenz irdischen Lebens wichtig - aber gilt das für Leben allgemein, oder nur für irdisches Leben?



    Zu dem Vergleich mit den Autokennzeichen.


    Der Punkt ist: Die Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten macht im Nachhinein wenig Sinn. Wie wahrscheinlich sind die Lottozahlen von letztem Samstag? So unwahrscheinlich sie auch sind, sie sind gezogen worden. Im Nachhinein kann man sagen, dass ein so unwahrscheinliches Ereignis eingetreten ist, kann kein Zufall sein. Die Ziehung der Lottozahlen kann daher nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.


    Ich denke, wir sind uns einig, dass das ein Trugschluss ist, denn es trifft für jede andere Zahlenkombination auch zu. Das ist im Fall der Erde nicht anders. Hätte die Erde nicht 6richtige im Planetenlotto des Lebens, dann gäbe es uns gar nicht und wir könnten uns nicht wundern, warum ausgerechnet hier die Bedingungen alle so toll passen. Aber das Universum ist so unvorstellbar gross, die Zahl der Planeten ist -nach allem was wir wissen- so riesig... der ein oder andere Planet landet eben ein Treffer im Planetenlotto.

    Zitat

    Ob du nun dieses eine oder irgendein anderes [Autokennzeichen] siehst, ist natürlich alles gleich (wenig) wahrscheinlich, ändert aber nichts an der Realität.

    Ob dieser oder ein anderer Planet 6richtige im Planetenlotto hat, ändert doch auch nichts an der Realität.


    Die Realität ist: Irgendwo im Universum fragen sich ein paar Lottogewinner, ob das alles Zufall ist.