Wie kann ich meiner Mutter helfen?

    Mein Vater ist 2004 verstorben und meine Familie hat seinen harten Weg der Krankheit begleitet.


    Nun ist es so, dass meine schwester schon lange nicht mehr daheim wohntund nur noch ich(19) und mein Freund bei meiner Mutter wohnen.


    viele Freunde haben sich meiner Mutter abgewandt und sie verbringt viel Ziet vorm fernseher. :-(


    Zudem oder gerade deshalb ist sie oft sehr gereizt und hat schlechte Laune!


    Zwar war sie schonmal bei einer Trauergruppe, aber leider nur 2 Mal.


    Ich möchte ihr Helfen wieder zurück ins Leben zu kommen.


    Könnt ihr mir Tipps geben?


    Gruß

  • 6 Antworten

    @sabrina

    Hallo Sabrina,


    ich kann die ehrlich gesagt nicht sagen, wie du deiner Mutter nachhaltig helfen kannst. Ich möchte dich nur daran erinnern, dieses Problem nicht allzu nah an dich heran kommen zu lassen, sondern immer daran zu denken, dass du und dein Freund ein eigenes Leben führt. Deine Mutter kann sich letztendlich immer nur selber helfen. Wenn sie nicht zur Trauergruppe geht, will sie den Tod vielleicht noch nicht an sich heranlassen. Wenn du aber jetzt beginnst, um jeden Preis eine Lösung für sie finden zu wollen, machst du dich zu ihrer Mutter. Das ist nicht gesund und kann für dich zu einem ernsten Problem werden. Vor allem, da du ja bei ihr wohnst und dann diese Verantwortung so empfindest, als müsstest du sie allein tragen.


    Also: Sorge, ja selbstverständlich. Aber unbedingt auch Distanzierung.


    Grüße


    Oldie

    Es ist schwer, dass alles nicht an sich heran zu lassen. Ne Zeit lang, hatte ich echt immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal woanders abends war, geschweige denn irgendwo anders geschlafen habe.

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    an Sabrina

    Und an dieses schlechte Gewissen hat sie sich schon ein wenig gewöhnt, steht zu vermuten. Die Gefahr ist groß, dass sie Unangenehmes an dich delegiert und irgendwann – unterbewusst – der Meinung ist, dass DU dafür zuständig bist, sie aus der Trauer zu holen und letztlich jetzt auch für die da zu sein. Allerdings hätte sie nach etwa 2 Jahren schon wesentlich weiter sein können, wenn es ihr gelungen wäre, durch Freundschaften und Kontakte wieder an das Leben anzuknüpfen. Wenn ihr das nicht gelungen ist, ist es NICHT deine Schuld. Mach dir das klar. Du hast ja durchaus deine eigenen Probleme mit dem Tod des Vaters gehabt. Und mir stellt sich die Frage, ob du das für dich überhaupt genügend aufarbeiten konntest, und nicht vielmehr damit beschäftigt warst, für Mutter da zu sein.


    Es ist also jetzt nicht mehr die Frage, ob du etwas an dich heranlassen kannst, sondern ob du dich davon Schritt für Schritt distanzieren kannst, ohne dass dir ein schlechtes Gewissen gemacht wird.


    LG Oldie

    die Oldies

    dem möchte ich nur noch beipflichten. Sabrina, wir mögen schon oldies sein, aber die Erfahrung geben wir auch gerne weiter. Meine möchte ich hier garnicht mehr erwähnen nur noch unterstützend sagen, dass es so ist wie Oldie49 es beschrieben hat. Du musst dich ein Stückweit auch von deiner Mam lösen. Wirklich. Auch wenns sichs krass anhört, jeder Mensch ist für sich verantwortlich! Du für dich. Deine Mom für sich. Hab acht auf deine Partnerschaft. Pflege sie und lass sie nicht an dem zerbrechen.


    LG von

    Hmmm

    also nichts ist einfach...der tod ist was ganz schwieriges genau so wie das leben...aber du solltest mal mit deiner mutter ein gespräch suchen ihr zeigen das das leben spass machen kann und mehr mit ihr unternimmst

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    Das ist ja wirklich eine schwierige Situation für dich!


    Die anderen haben da schon recht, du darfst nicht selbst daran kaputt gehen und dir ein schlechtes Gewissen machen.


    Deine Mutter sollte vielleicht wirklich nochmal mit jemandem reden, der die gleiche Erfahrung gemacht hat und wieder versuchen etwas zu unternehmen. Aber das liegt alles an ihr, wenn sie es nicht von sich aus will, kannst du da leider auch nichts machen, du kannst sie ja schließlich nicht dazu zwingen.


    Ich glaube das einzige, was du da machen kannst, ist ihr Zeit zu lassen und abzuwarten, so hart das auch klingen mag.


    Mehr kann ich dir leider auch nicht dazu schreiben, denn bei meiner Mutter war das ganz anders. Da ist eben jeder verschieden.


    Ich wünsche dir jedenfalls für deine weitere Zukunft ganz viel Kraft und Mut und hoffe, dass du deinen eigenen Weg gehen kannst. :)*