Würdet Ihr anders trauern ...

    ... wenn Ihr genau wüsstet, dass es Euren gestorbenen Lieben jetzt besser, oder so richtig gut geht ?


    Ist Euere Trauer davon abhängig ?

  • 6 Antworten

    hallo malnachgedacht,


    also egal wie ich denke, ob ich grad denke, es geht ihm da gut wo er ist, oder ich denke, das da nix mehr ist...


    an meiner trauer ändert das nix. entweder komm ich durch den tag und es geht mir einigermaßen, oder ich trauer so heftig, das nix mehr geht.


    wie ist es denn bei dir???


    gruß

    N E I N .


    Wenn Menschen oder Tiere von uns gegangen sind, die wir innig lieben (über den Tod hinaus) - dann ist das sehr schmerzlich. Ich persönlich glaube an ein Leben nach dem Tod und an eine Auferstehung der Toten. Aber dennoch, ich vermisse sie HIER. Deshalb mindert das meinen Trauerschmerz in keinster Weise. Trauer ist immer auch ein Ausdruck von Liebe - denn Menschen, die wir lieben, um die trauern wir. Doch um etwas oder jemanden, den wir hier nicht liebten, den vermissen wir auch nicht, und dann trauern wir logischerweise auch nicht.

    Für mich ist der Gedanke sehr wichtig, dass es nach dem Tod weitergeht : So ist es nur ein Abschied auf Zeit, und irgendwann werde ich meine Lieben wiedersehen.


    Es ist so, als ob jemand auf eine Reise geht.


    Ich würde Trauer aber nicht unbedingt an Liebe festmachen wollen. Die Art zu trauern kann auch eine Einstellung widerspiegeln.

    Ich glaube ganz fest dadran, dass ich meinen Opa irgendwann wieder sehe...ein Gedicht hat mir dabei immer sehr geholfen


    z.b die letzte Zeile:


    Und eines Tages wird's geschehen, dann werde ich dich wiedersehen.


    Wenn ich wüste das ich ihn nie wieder sehen werde ( was ich nicht glaube ) könnte ich nicht mehr leben.


    Ich kann eig. mit dem Tot sehr sehr gut umgehen ( auch wegen meinen Beruf - Bestatter ) aber wenn ich wüste das ich all die Menschen die ich verliere nicht mehr sehen werde- nie wieder- dann würde ich nicht mehr leben wollen!


    Aber ich glaube fest dadran das ich alle wiedersehen werde...und das gibt kraft und mir ein gutes gefühl!


    LG

    ich weiß nich, ob das hilft,w enn manw eiß, man sieht sich wieder oder derjenige hats jetzt besser.


    was is denn trauer?- das is doch nich das mitleid mti dem verstorbenen,w eil er jetzt tot is, sondern eher das mitleid mti sich selber, weil man allein is und ohne denjenigen klarkommen muss- oder?

    Ich finde schon, dass der Aspekt eine Rolle spielt.


    Als meine Oma väterlicherseits gestorben ist, gings mir sehr schlecht. Aber als ich sie aufgebahrt sah und ihre Hand berührte, hatte ich so eine Art Vision, die sie mir an einem besseren Ort, wo es ihr gut ging, zeigte.


    Ob nun Einbildung oder nicht, darum gehts nicht, aber danach wurde mir das Herz viel leichter.


    Als meine andere Oma starb, war ich zwar traurig, weil ich sie vermisse, aber ich trauere nicht in dem Sinne, weil sie friedlich und alles andere als vor ihrer Zeit gegangen ist.


    Ich bin überzeugt davon, dass sie an einem guten Ort gelandet sind, auch wenn ichs nicht wissen kann. Aber wenn ich es wirklich hundertprozentig wissen könnte, dann bliebe nur das reine Vermissen.


    Es gibt doch auch Völker, in denen der Tod gefeiert wird, genau deswegen, weil man glaubt, dass die Toten an einem besseren Ort als der Erde angelangt sind. Ich denke diese Menschen vermissen ihre Angehörigen auch, aber sie freuen sich für sie, dass "das Schlimmste" überstanden ist.