Allergisches Asthma - Fragen

    Hallo liebe Leute,


    ich schildere kurz meine Beschwerden:


    Fing vor ca einem Monat an. Nachdem ich draussen war, trockener Husten für den Rest des Tages.

    Ne Woche später, nach dem Spaziergang wieder trockener Husten, dieser wollte die ganze Woche nicht verschwinden. Hinzu kamen diesmal Atemschwierigkeiten.

    Aufgrund der derzeitigen Situation, wollte man mich nicht untersuchen, man hat mir jedoch angeraten Cetirizin zu versuchen. Genommen, hat auch gegen den Husten geholfen, war nur leider mit einem Kreislaufkollaps verbunden.

    Die Tage wo es so kalt war hatte ich keinerlei Beschwerden. Vorgestern hat mich die Atemnot dann erneut erschlagen.


    War gestern beim HNO. Allergisches Asthma vermutet er. In meiner Familie hat niemand Allergien und Probleme im Frühling hatte ich bisher auch nie. Einen Test wird er vor dem Herbst nicht machen, hat mich dennoch mit einem Cortison-Nasenspray (MometaHEXAL) und einem Notfall-Inhalator (Salbutamol) nach Hause geschickt, die ich nun nehmen soll. Das Nasenspray täglich, den Inhalator bei Bedarf bei Atemnot.


    Aber ich habe jetzt so viele Fragen, und so viel Angst, die ich nun mit durchs verlängerte WE nehmen muss, bevor ich den Arzt nochmal zu Rate ziehen kann.


    Habe das Nasenspray gestern genommen, und relativ starke Nebenwirkungen erlitten. Ich soll dieses Spray jeden Tag nehmen, weiß aber nicht ob das mit den Nebenwirkungen wirklich so ratsam ist. Es hat meine Nase hintenrum so dermaßen ausgetrocknet, dass ich davon Brechreiz bekam und das Gefühl hatte, nicht mehr richtig atmen zu können. Die Nebenhöhlen haben stark gebrannt und geschmerzt, starke Kopfschmerzen bekam ich auch.


    Meine Allergiesymptome beschränken sich hauptsächlich auf Hustenreiz, trockenem Husten und Atemschwierigkeiten, teilweise sehr heftig. Und brennende Augen. Ist ein Nasenspray in diesem Fall überhaupt sinnvoll? Ausserdem hat meine Recherche ergeben, dass man Cortison nur im äussersten Notfall empfiehlt.


    Ich habe die Symptome jetzt mittlerweile auch in der Wohnung, ohne dass ich vorher das Fenster auf hatte. Gibt es erfahrene Allergiker, die mir Geheimtipps geben kann, wie ich mir den Alltag erleichtern kann? Ich verlasse die Wohnung seit Anfang März nur noch 1-2 mal die Woche ganz kurz zur Lebensmittelbeschaffung.


    Da ich schon mit so starken Nebenwirkungen mit den anderen beiden Mitteln zu kämpfen hatte, habe ich ein wenig Angst, den Inhalator zu probieren. Wie verhalte ich mich, falls ich wirklich mal einen Asthma-Anfall bekomme und keine Luftt bekomme? Ich lebe alleine und habe niemanden, der mir einen Notarzt rufen könnte.


    Kann ich die Cetirizin trotzdem nehmen? Die Beschwerden scheinen häufig Nachts schlimmer zu werden, und ich habe überlegt, vor dem Schlafen dann die Cetirizin zu nehmen, um so die Atemnot beim einschlafen zu reduzieren.


    Wie sieht es aus mit Spaziergängen und Bewegung? würde regelmässige frische Luft die Symptome lindern oder soll ich mich an den Ratschlag aus dem Internet "Allergene so gut es geht vermeiden" weiterhin richten?


    Ich weiß, diese Frage ist nicht wirklich zu beantworten, da man noch nicht weiß worauf ich so reagiere, aber im besten->schlimmsten Fall, wie lange sind bei anderen diese schlimmen Phasen? Einen Monat habe ich ja schon hinter mir.


    Ja, lange Rede kurzer Sinn, hier ist eine neue "Asthmapatientin", die zudem auch noch starke Angstpatientin ist und die ganz am Anfang ihrer Reise mit sovielen Fragen steht, in einer Zeit wo es fast unmöglich ist einen Arzttermin zu bekommen.


    Vielen Dank

  • 68 Antworten
    Ruka schrieb:

    Kreislaufkollaps

    huch, das ist aber ungewöhnlich, vielleicht wars auch ne Panikattacke?

    Ruka schrieb:

    relativ starke Nebenwirkungen

    nochmal huch. welche denn? eigentlich merkt man da gar nix von


    Was Du da schilderst kann nach ein paar Mal Mometa eigentlich gar nicht sein. Ich nehme das Zeug ständig und hab gar nix.


    Kortison-Nasenspray ist schon die Behandlung der Wahl, und nicht nur "im Notfall".


    Ruka schrieb:

    Kann ich die Cetirizin trotzdem nehmen?

    Wenn Du einen Kreislaufkollaps bekommst? Wohl eher weniger.


    Ruka schrieb:

    soll ich mich an den Ratschlag aus dem Internet "Allergene so gut es geht vermeiden" weiterhin richten?

    yes


    Ich würd das Kortison Asthmaspray mal nehmen, kannst Du nicht einem Nachbarn Bescheid lassen und die Wohnungstür offen lassen oder so? Eigentlich dürfte da nix passieren.. allerdings soll man die eigentlich auch nicht nur im Notfall sondern durchgehend nehmen.


    Ich habe ein anderes Spray, Allergospasmin, enthält kein Kortison aber wirkt direkt Bronchien-erweiternd.


    Momenta führt bei mir dazu dass die allergischen Beschwerden, und zwar nicht nur Nase sondern auch Augen und Bronchien betreffend, stark reduziert werden. Nebenwirkungen eigentlich keine.

    Ceterizin sollte man eigentlich nachts vorm Schlafen gehen nehmen.


    Die Salbutamol hat eigentlich kaum Nebenwirkungen. Man nimmt nur 1 Hüb. Danach wartet man mindestens 1 Minute vor man ein 2. nimmt.


    Wieso muss du nochmal zum Arzt? Du hast schon die empfohlenen Behandlung. Wenn du die Nasentropfen nicht verträgst und nicht brauchst, dass lass die eben weg.


    Man ruft ein Notarzt bei Asthma, wenn man es nicht mit die eigenen Medikamenten unter Kontrolle kriegt. Leicht zu erkennen, da man blaue Fingerspitzen und Lippen hat.

    Das Cortison spray enthält extrem wenig Cortison und hat wenig mit Cortison Tabletten zu tun, da Tabletten wesentlich höher dosiert sind. Deine Sorge ist nicht gerechtfertigt. Zudem benutzt du es nur für eine kurze Zeit.


    Salbutamol enthält keine Cortison.


    Und ja, man sollte sich bewegen.

    Vielen Dank für die flotte Antwort.


    1. Ja da hat Panik sicherlich ne Rolle gespielt. Ich habe mich ne Stunde nach der Einnahme ziemlich schummrig gefühlt und dann nahm alles seinen Lauf. Ich habe vorgestern nochmal eine halbe genommen (Levocetirizin 5mg) und da war alles okay, aber geholfen hat es auch nicht wirklich.


    2. Zu den Nebenwirkungen von Mometa: Meine kompletten Nebenhöhlen bis hin zur Stirn fingen an zu brennen und zu schmerzen. Mein ganzes Gesicht tat weh. Nicht unerträglich aber unangenehm genug sodass ich nicht entspannen konnte. Die Nebenhöhlen fühlten sich extrem ausgetrocknet an. So dass ich wirklich Probleme beim Atmen und Schlucken bekam, wie das Gefühl wenn der Hals zu ausgetrocknet ist um noch zu schlucken. Abends bekam ich dann noch starke Kopfschmerzen. Vielleicht war ich auch einfach nicht mehr dran gewöhnt, wie es sich anfühlt wenn die Nebenwirkungen nicht verstopft sind.

    Ich habe seit Oktober verschleimte Nebenhöhlen, habe es aber immer auf eine hartnäckige Erkältung geschoben gehabt.


    Ich habe es vor einer viertelstunde wieder genommen und habe wieder direkt Kopfschmerzen und Schwindel davon bekommen. Ein Druck und Spannungsgefühl als würd sich im Gesicht einmal alles zu ziehen. Ich weiß nur nicht, ob sich Nebenwirkungen mit der anhaltenden Einnahme dann bessern oder ob man die Behandlung lieber abbrechen sollte

    Ich bin jemand, der generell schnell/stark auf Medikamente reagiert. Selbst bei ner einfachen Ibuprofen wird mir häufig schummrig.


    3. Das Asthmaspray hat wohl kein Kortison. Ich werde demnächst mal meinen Vater herkommen lassen, sodass er dabei ist wenn ich das nehme.

    Es muss keine dabei sein und man nimmt es NUR ! In deinem Fall während man ein Asthma Attack hat. Wenn du keine hast, wird es keine Wirkung haben. Ggf. leichte Herzrasen und kurze Kopfbrummen. Das warst.


    Man nimmt es meistens nur bei Asthma Bronchiale jeden Tag (ich sollte 2 Hübe vormittags und 2 Abends nehmen) dann nehme ich jemals 2 Hübe Foster's (Cortison spray) direkt danach.

    WIe heisst Dein Asthmaspray denn?


    Solche Nebenwirkungen von Momenta kommen mir sehr eigenartig vor, das kann eigentlich gar nicht sein.

    rr2017 schrieb:

    WIe heisst Dein Asthmaspray denn?


    Solche Nebenwirkungen von Momenta kommen mir sehr eigenartig vor, das kann eigentlich gar nicht sein.

    Das Spray heißt Sabutamol. Ich habs noch nicht genommen bisher. Nur das Mometa

    Luci32 schrieb:

    Salbutamol hat nichts mit Cortison zu tun.

    Das weiß ich. Es geht ja auch um das Nasenspray - MometaHexal. Dort ist Kortison drin

    Ruka schrieb:

    Habe das Nasenspray gestern genommen, und relativ starke Nebenwirkungen erlitten. Ich soll dieses Spray jeden Tag nehmen, weiß aber nicht ob das mit den Nebenwirkungen wirklich so ratsam ist. Es hat meine Nase hintenrum so dermaßen ausgetrocknet, dass ich davon Brechreiz bekam und das Gefühl hatte, nicht mehr richtig atmen zu können. Die Nebenhöhlen haben stark gebrannt und geschmerzt, starke Kopfschmerzen bekam ich auch.

    Ich bekomme davon auch starke Kopfschmerzen. Kann es partout nicht nehmen. Hast du denn überhaupt Probleme mit Schnupfen und verstopfter Nase?


    Hast du mal eine Alternative zu Cetirizin versucht? Lorano ist mein Mittel der Wahl, vertrag es gut, hilft gut.

    Ich habe auch das Salbutamol und nehme es, wenn ich mich kurzatmig fühle. Habe auch leichtes allergisches Asthma und gerade wenn ich stark erkältet bin, brauche ich es ab und an.


    Da ich auch Belastungsasthma habe, nehme ich es übrigens auf Anraten des Lungenfacharztes auch vor dem Sport, also bevor ich walken gehe z.B. Und dann auch, obwohl ich erst mal keine Beschwerden habe. Aber es weitet dann schon mal die Bronchien (so habe ich das verstanden)


    Wenn ich mal ganz stark erkältet bin und es dann vielleicht mal zu viel genommen habe, wird mir leicht schwindelig, aber normal habe ich da keine Nebenwirkung.

    Ruka schrieb:

    Ich habe die Symptome jetzt mittlerweile auch in der Wohnung, ohne dass ich vorher das Fenster auf hatte. Gibt es erfahrene Allergiker, die mir Geheimtipps geben kann, wie ich mir den Alltag erleichtern kann?

    Die Pollen sind überall, die schleppt man mit rein, auch wenn die Fenster zu sind. Da hilft nur häufiger putzen, evtl. ein Staubsauger mit Allergiker-Filter und vielleicht auch Fenster"gitter" für Allergiker (die Teile, wo man durchsehen kann, die aber viele Pollen aufhalten).
    Abends vor dem Schlafen Haare waschen, da fängt sich auch viel, gerade wenn du eine Mähne haben solltest. Nasenduschen und inhalieren kannst du auch versuchen. Einfach alles, was die Pollen möglichst weg von einem hält, hilft besser, als jedes Medikament.

    Ruka schrieb:

    Die Beschwerden scheinen häufig Nachts schlimmer zu werden

    Vielleicht zusätzlich eine Hausstaubmilbenallergie? Oder viele Pollen in Bett / Schlafzimmer? Ich würde mal alles bei min. 60 Grad durchwaschen.

    Ich reagiere aber gar nicht oder wenig auf Pollen (momentan werde ich meinen leichten Schnupfen nicht los), ich bekomme eher Schnappatmung bei bestimmten Tierhaaren, ganz schlimm Pferde und Meerschweinchen.