• Heschnupfen mit Volon A

    hallo! ich bin vor einiger zeit von österreich nach deutschland gezogen und mache jetzt meine erste heuschnupfen-saison hier durch. in österreich bekam ich immer ein medikament das volon a hieß. toll, hat meine beschwerden völlig weggeblasen und ich hatte 6 wochen (mindestens!) keine einzige noch so kleine beschwerde! jetzt habe ich hier das problem,…
  • 22 Antworten

    Heuschnupfen, wer kann helfen?

    Hallo,


    ich leide seit 20 Jahren an Heuschnupfen :-( . Dieses Jahr ist es wieder extrem schlimm.


    Am meisten stört mich das Gaumenjucken und die Bindehautentzündung.


    Letztes Jahr haben die Zyrtec noch geholfen. Dies Jahr habe ich auch ein Ersatzpräparat ausprobiert. Nichts hilft.


    Gestern habe ich mir eine Volon A Spritze setzen lassen.


    Bis heute haben sich die Symptome noch nicht verändert.


    Hat jemand Erfahrungen, wie schnell Volon A wirkt?


    Was mache ich, wenn die Spritze auch nicht hilft?


    Gibt es ein Mittel gegen Gaumenjucken?


    Über Antworten würde ich mich freuen.


    Gruß Marcus

    Zum Beitrag "Teufel oder Beelzebub - VOLON A":


    Richtig dosiert wird man nicht dick - solltest mal den Arzt wechseln! Natürlich reagiert auch jeder anders. Cetirizin hat bei mir überhaupt nichts genützt und von der Desensibilisierung halte ich rein gar nichts - macht nur Ärzte reich (deswegen auch die viele Reklame dafür!). So einfach mit dem "Nicht durch den Park rennen" ist das auch nicht. Pollen gibt es immer und überall. Während Aufbrauch eines gespritzten VOLON A - Depots sollte man keinen oder wenig Alkohol trinken, Ursachen für Erkältungen meiden und auf eine ausreichende Kaliziumeinnahme achten! Auch ich bin über die Erlösung von meinen heftigen Allergieprobleme mit VOLON A glücklich. Leider ist diese Möglichkeit bei manchen Ärzten unbekannt oder sie sind unzureichend oder falsch informiert! Auch ist VOLON A eine sichere und vor allem billige Therapie - jedenfalls im Vergleich mit aufwändigen, anderen! Übrigends: Gutes Schwarzkümmelöl oder KLOSTERFRAU ALLERGIN helfen bei leichteren bis mittleren Beschwerden recht gut und sind nebenwirkungsfreie Naturprodukte!

    Volon A mag ja eine billige Therapie sein, aber eine sehr fragwürdige. Und die Aussage, wenn Kortison dick macht, soll man den Arzt wechseln, ist wenig qualifiziert. Kortison kann, wenn die Dosis über der sogenannten Cushing-Grenze liegt, seine vollen Nebenwirkungen entfalten und dazu gehört u.a. möglicherweise auch die Gewichtszunahme.


    Generell sollte man eine systemische Kortisontherapie nur unter strengen Risikoabwägungen einsetzen. Dazu gehören im Bereich der allergischen Reaktion vor allem schwere Asthmaanfälle, anaphylaktische Schocks usw.


    Gerade Volon A als Depotspritze kann die körpereigene Kortisonproduktion stark durcheinander bringen.


    Und ich finde das Ärzte, die solche Depotspritzen nicht so ohne weiteres oder auch gar nicht einsetzen eigentlich sehr verantwortungsbewusst handeln.


    Wenn eine Behandlung mit systemischem Kortison über einen gewissen Zeitraum erforderlich ist, sollte sie mit Tabletten in der geringsten noch wirksamen Dosis erfolgen. Die Einnahme sollte dann am frühen Morgen erfolgen, in der Zeit, in der Körper selber Kortison produziert. Und das ganze sollte unter strenger ärztlicher Kontrolle erfolgen.


    LG

    Ja, bini77,


    da fehlt jetzt nur eine Information: Setzt das Volon A-Depot Wirkstoffmengen frei, die über der Cushing-Grenze liegen? Bei 40 mg Wirkstoff doch äußerst unwahrscheinlich. Man möge mich steinigen, aber die Entscheidung über die Therapie überlasse ich nicht dem Arzt, denn es geht um meinen Körper. Ich leide seit 40 Jahren an Pollenallergie, habe auch lange 1 bis 2 Volon A-Spritzen pro Saison bekommen, später Celestamine, Viani forte, Bronchospray, Allergospasmin und Antihistaminika, kritische Situationen habe ich mit Urbason entschärft. Bis heute ohne Nebenwirkungen.


    Ich nehme Anstoß an einem Denkansatz, der Cortisonbehandlung auf lebensbedrohliche Situationen beschränken will: Typische ärztliche Reaktion, an Allergie stirbt der Patient ja schließlich (meistens) nicht. Wer über ein halbes Jahr lang pausenlos unter Allergie leidet und selbst dann, wenn die Lunge mit Feststoff-Spray versorgt ist, wie unter schwerer Grippe leidet, aber Geld verdienen will, hat auch bei dem an sich breiten Angebot an Arzneimitteln wenig Wahl.

    Hallo zwack44,


    du kannst mir glauben, dass ich sehr gut weiß, welchen Leidensdruck ein Heuschnupfen geplagter Allergiker durchmacht und auch mit starkem allergischem Asthma kenne ich mich sehr gut aus.


    Ich habe schon öfter Kortison bekommen, teilweisen auch in Dosen bis zu 60 mg/Tag. Und ich habe schon in relativ jungen Jahren eine Osteopenie am Hüftkopf, trotz Calcium.


    Und die anderen offensichtlichen Nebenwirkungen wie Mondgesicht, Wassereinlagerungen, Schlafstörungen und Gewichtszunahme kenne ich auch.


    Das Problem der Depotkortisone ist halt ihre langfristige Wirkung. Und oft ist die länger als eigentlich benötigt. Problematisch ist außerdem die ständige Freisetzung, die erwiesener Maßen die Nebennierenrinde beeinflusst.


    Bei schwerem Asthma ist natürlich oft eine systemische Kortisontherapie angezeigt, aber die würde ich immer mit Tabletten in einer der Situation angepassten Dosierung bzw. im Notfall mit kurzwirksamen i.v. Gaben behandeln und auf gar keinen Fall mit Depotkortison.


    Im übrigen gibt es für derartige Fälle ja auch Xolair, dass nicht nur das Asthma verbessert sondern insgesamt die allergische Reaktion verbessert.


    Wie sicher bist Du Dir mit der Aussage, dass Du keine Nebenwirkungen hast? Ein Diabetes tut nicht weh und die verminderte Knochendichte auch nicht, erst wenn die Knochen brechen, aber dann ist es zu spät.


    Es geht ja auch nicht um 1 Spritze, aber jahrelang immer wieder, das bringt den Schaden.


    Und führende Allergie- und Asthmaexperten machen solche Gaben heute nicht mehr, aus eben diesen Gründen.


    LG

    bini, Du weichst aus!


    Hast Du Mondgesicht, Wassereinlagerungen, Schlafstörungen, Gewichtszunahme und Osteopenie aufgrund von Volon A 40 - Depotspritzen bekommen? Falls ja, wäre das ein Hinweis, den alle Volon A 40 - Spritzenden lesen sollten. Falls nein, kippt Deine Argumentation, weil Du Äpfel mit Birnen vergleichst. Es fehlt dann einfach der kausale Zusammenhang. Es wäre dann nämlich so, dass Du mit Cortison allgemein schlechte Erfahrungen gemacht hast und diese dann gerade auf eine Applikationsform überträgst, die das schlicht nicht verdient hat. Mich könnte eine solche Argumentation nicht überzeugen.


    Ach ja: Diabetes habe ich nicht (kann man messen), und zur Knochendichte kann ich sagen: 40 Jahre Cortison (regelmäßig mehr als 40 mg pro Jahr) und keine Knochenbrüche - das ist doch schon mal ein Wort.

    Also Mondgesicht ja. Die Osteopenie werde ich wohl von allen Kortisongaben zusammen haben.


    Was ansonsten die Nebenwirkungen von Volon A angeht siehe doch mal bei sanego (http://www.sanego.de/Medikament_Volon). Da haben einige doch recht heftige Nebenwirkungen gehabt.


    Ich finde es gut für Dich, wenn Du trotz des vielen Kortison bislang keine heftigen Nebenwirkungen hast. Obwohl das Ausbleiben von Knochenbrüchen ja noch nicht heisst, dass es keine Knochenentkalkungen gibt. Meine Osteopenie macht ja auch keinerlei Probleme, wurde nur bei einer vorsorglichen Knochendichtemessung entdeckt.


    Meine Argumentation stützt sich halt auch auf die eingehende Diskussion mit einigen Ärzten und die sind meiner Meinung nach dort schon Fachleute. Und ich glaube eben, dass in vielen Fällen gerade die lange Wirkung über Monate gar nicht notwendig ist.


    Ich bevorzuge halt die Variante Kortison so einzunehmen, dass die körpereigene Produktion so wenig wie möglich gestört wird und immer die Dosierung dem Bedarf angepasst.


    Wenn Du Dich für die andere Variante entschieden hast, ist das ja gut für Dich. Und so muss es jeder für sich entscheiden und dazu muss er sicherlich alle Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen.


    Aber auf jeden Fall (egal ob Depot oder nicht) sollte man vorher alle anderen Therapiemöglichkeiten ausschöpfen (Antihistaminika, antiallergische Spray, lokale Kortisonsprays und im Falle von Asthma auch langwirksame Bronchienerweiterer, Theophyllin und/oder Montekulast). Kortison sollte immer die letzte Option sein und möglichst kurz und in der niedrigst möglichen Dosis angewendet werden. Dann ist es ein gutes und sicheres Medikament.


    LG