Heuschnupfen, nicht desensibilisiert

    Also mein Freund hat sich für dieses Jahr (und alle davor) nicht desensibilisieren lassen, denn wo er klein war, hat er damit schlechte Erfahrungen gemacht.


    Jetzt geht es ihm seit 1 Woche so richtig scheiße und sein Lehrer meinte gestern, er solle mal zum Arzt gehen und sich Kortison geben lassen.


    Meint ihr dass das wirklich was nützt ? Hat davon schon mal wer was gehört ?


    Mellie

  • 22 Antworten

    re:

    Hallo mellie,


    Allergien sind leider weder mit homöopatischen noch mit schulmedizinischen Medikamenten heilbar. Aber verhelfen durchaus einer Linderung. Da du nicht geschrieben hast, wie schlecht (b.z.w. welche Symptome sich zeigen) ihm geht, rate ich ihm noch einmal einen Allergologen aufzusuchen. Durch eine nichtbehandelte Allergie kann sich nach ein paar Jahren schon ein asthma bronchiale entwickeln. Kortison ist ein mit vielen Nebenwirkungen bestücktes, aber hochwirkendes Hormonmedikament. Eine Absprache mit dem Allergologen ist immer unumgänglich!

    mh.. das ist das komische.. er denkt er hat Grippe und Heuschnupfen in einem, denn er hustet sehr stark.


    Die anderen Symptome sind aber die gleichen wie jedes andere Jahr auch, seeehr doller Schnupfen, Nase komplett zu(-geschwollen), trockene und brennende Augen, etc.


    Asthma hatte er breits (wo er noch kleiner war), aber das ist mit der Zeit verschwunden, also könnte das bei ihm doch wieder kommen, noch schneller als bei Leute die noch kein Asthma hatten, oder ?


    Also die Chance ist größer.. ?!


    Allergologen.. mh.. werd ich ihm raten.. hoffentlich haben die sowas in der Nähe, sonst macht er sich den langen Weg wohl gar nicht erst, ich kenn doch meinen Schatz :-o :-D


    Bei ihm ist es auch nicht den ganzen Sommer so, das fängt an wenn die Blüten langsam anfangen zu blühen, die Insekten wie Mücken sich wieder breitmachen, die Sonne rauskommt, .. dann hält das ca. 2-3 Wochen an und verschwindet dann für den Rest des Sommers, aber ich hab das Gefühl, dass es jedes Jahr etwas stärker wird.

    Das

    Husten kann durchaus schon auf wiederkehrendes Asthma hindeuten. Wie schon angesprochen, findet bei unbehandelten Allergien oft ein "Etagenwechsel" statt. Cortisongaben sollten vorher mit einem Allergologen abgestimmt werden, helfen in der Regel aber über kurze Zeit sehr zuverlässig. (heilen können sie nicht)


    Was ohne Risiko und Rücksprache möglich ist, ist die Anwendung von Antihistaminen (zB Cetirizin) und/oder cortisonhaltiger Nasensprays (zb Nasonex(Mometason)). Das bringt oft schon so viel, dass eine systemische Gabe von Cortisonen sich erübrigt.


    Gruß,

    Anmerkung zum Etagenwechsel

    Für diese Theorie gibt es meiner Meinung nach keinen wissenschaftlichen Beweis. Als ich meine Allergologin auf den Zusammenhang zwischen Asthma und Desensibilisierung angesprochen habe, kam die Aussage: "Die Kausalität zwischen Asthma und Heuschnupfen konnte bisher in keiner Studie belegt werden." Danach machte sich in meinem Gesicht ein breites Grinsen breit und ich meinte nur: "Also gibt es auch keine Studie die den Etagenwechsel bestätigt". Danach war sie etwas sprachlos und konnte mir nur noch zustimmen ;-)

    RE: Heuschnupfen - nicht desensibilisiert !

    Hallo mellie,


    dein Freund sollte unbedingt einen Allergologen aufsuchen und diesen zunächst über die Therapie entscheiden lassen. Ich nehme für mein Asthma seit diesem Jahr auch ein Kortisonspray, denn damit kann man die Entzündung in den Bronchien behandeln.


    Für die Akutbehandlung des Heuschnupfens sind vielleicht "normale" Medikamente schon ausreichend.

    Das

    mit dem Zusammenhang zwischen Asthma und Heuschnupfen soll wohl ein Witz sein. Gibt Studien im Netz dazu. Such mal!

    Studien

    @ Polydipsie:

    Vielleicht habe ich mich etwas falsch ausgedrückt, weil es etwas schwierig zu erklären ist.


    Viele Allergologen versuchen Patienten zu einer Desensibilisierung zu drängen und weisen auf den Etagenwechsel hin. Zu diesem Thema gibt es zahlreiche Studien auch im Netz. Es gibt auf der anderen Seite aber auch mehrere Studien die belegen, dass die Wahrscheinlichkeit für Asthma durch eine Desensibilisierung sich sehr erhöht.


    Und nun wird es etwas kompliziert. Von den meisten Allergologen werden die zweiten Studien nicht anerkannt, weil der kausale Zusammenhang zwischen Heuschnupfen und Asthma dort nicht geklärt wurde.


    Jetzt kommt meine Schlussfolgerung. Wenn die Allergologen den Zusammenhang zwischen Heuschnupfen und Asthma verneinen, dann steht deren eigene Argumentation für den Etagenwechsel auch auf einem falschen Fundament. Denn dort wird ja von den Allergologen behauptet, dass es diesen Zusammenhang gibt ;-)


    Es kann nur einen kausalen Zusammenhang geben oder nicht und dieser muß dann für beide Studien gelten.

    Mit der

    Kausalität ist das immer so eine Sache, gerade bei Studien und GEgenstudien ;-)


    Ausserdem sollte man immer darauf achten, wer welche Studie durchgeführt hat, wes Geistes Kind der ist (sieht man an anderen Veröffentlichungen, oder wenn die Person in Fachkreisen bekannt ist), und wer die Studie in Auftrag gegeben hat. Manchmal ist auf Studien auch nicht allzu viel zu geben, dann sollte man sich auf die Empirik verlassen.


    Gruß,

    Eine Beurteilung der Studien

    kann nur ein neutraler "Insider" machen. Ich als Laie habe da keine Chance. Ich verlasse mich lieber auf die Empirik ;-)


    In 23 Jahren Heuschnupfen ist mir noch niemand mit einem Etagenwechsel begegnet, dafür aber schon verdammt viele Patienten, die nach einer Desensibilisierung auch Asthma bekommen haben. Und die Beiträge in diesem Forum bestätigen dies wohl auch.

    mellie

    Schick Deinen Freund zum Arzt,auch der Hausarzt kann Abhilfe schaffen,wenn ein Allergologe nicht in der Nähe ist.Oft helfen Tabletten,Nasenspray oder Augentropfen über "schlimmen" Wochen.


    Und im Herbst kann er ja einen Allergie-Test machen lassen.Dann weiß er zumindest,wogegen er allergisch ist.Dafür ist es jetzt allerdings zu spät,weil die Pollen bereits fliegen und somit ein verfälschtes Ergebnis erzielt werden könnte.

    Hallo Mellie,


    als jemand, der selber seit Jahren immer heftiger unter Heuschnupfen leidet, würde ich deinem Freund auf jeden Fall empfehlen, sich mal vom Allergologen untersuchen zu lassen. Wie andere schon gesagt haben, sollte eine exakte Diagnose (mit Test) allerdings außerhalt der "Saison" erfolgen.


    Für dieses Jahr würde ich an seiner Stelle erstmal andere Antihistaminika außer Cortison versuchen. Die sind oft auch wirksam und nicht mit so vielen Nebenwirkungen behaftet.


    Zum Thema Hyposensibilisierung: habe selber 3 Jahre lang eine gemacht und überhaupt keinen Erfolg feststellen können. Und ich kenne auch niemand, der erfolgreich eine Behandlung gemacht hat. Ist mir wirklich ein Rätsel, wo die angeblichen 90% Erfolgsquote herkommen.


    In diesem Jahr ist es übrigens für viele Allergiker besonders schlimm, anscheinend wesentlich höhere Pollenkonzentrationen also sonst. Ich nehme deshalb momentan Cortison (leider), da alles andere nichts mehr hilft. Hoffe aber, daß ich nächstes Jahr eine bessere Lösung finde.


    LG,


    susi

    Also gestern hat mein Schatz schon viel besser geklungen (außer der Husten, aber der war zumind. etwas schwächer).


    Ein guter Freund von ihm hat sich desensibilisieren (was für ein Wort) und der hat nichts, rein gar nichts.


    Ich glaube, ich begleite meinen Schat an dem Tag wo er den Allergietest macht, denn ich muss auch mal hin (aber wegen was anderem).


    Also erst im Herbst ?!


    Danke für die vielen Antworten (bis jetzt). :-D

    Yodi

    Homöopatische Mittel helfen nicht ??? Warum wird hier im Forum immer wieder so'n Mist verbreitet? >:( Ich bin seit zwei Jahren Kortison- und Antihistaminikafrei dank meinem homöopathischen Mittel. Bin heftiger Hasel-, Birken-, Weiden- und Gräserallergiker. Bei der momentanen Birkenpollenflut müsste ich eigentlich "auf dem Zahnfleisch gehen". Mir geht es sehr gut!!! Morgens huste ich einmal kurz und über den Tag verbrauche ich zwei Papiertaschentücher - das war's. Schade, dass es unter den vielen leidenden Allergikern kaum jemanden gibt, der den alternativen Heilmethoden eine Chance gibt.

    *]@;

    Anti

    @ Schnupfi. Also ich muss auch auf Homöopathie zurückgreifen, da ich Antibiotika nicht mehr vertrage, seitdem ich als Kleinkind damit vergiftet wurde. Homöopathische Mittel mögen nicht so stark wirken wie ein Antibiotika, allerdings kann man auch auf schädliche Nebenwirkungen verzichten. Antibiotika trägt auch nicht dazu bei, dass die Allergie geheilt wird, sie wird nur verdrängt und tritt meistens später um so stärker wieder auf - spreche da aus eigenen Erfahrungen - ...


    Bei mir kommt der Heuschnupfen seit Montag wieder zum Vorschein, Schuld sind die Weiden :°( ... naja es wird von Jahr zu Jahr besser ;-D