Hyposensibilisierung

    Wer hat Erfahrungen mit der Hypo gemacht ?


    Habe habe zahlreiche Allergien und habe im Januar eine Hypo gemacht. Trotz extremster Reaktionen ( sehr starke Schwellungen, geschwollene Lymphe, Atembeschwerden und allgemein immer staerker werdendes Krankheitsgefuehl ) habe ich durchgehalten. Ich dachte, dass gibt sich nach der Behandlung...


    Meine Aerztin sagte auch nichts von Abbruch, obwohl das Praxisteam solche Reaktionen noch nie gesehen hat.


    Das ist jetzt 10 Monate her und mir geht es furchtbar schlecht. Die Arme schwellen immer noch abwechselnd an, es bilden sich walnussgrosse Knoten, die mal da sind und dann mal wieder nicht. Die Oberarme sind heisser als der Rest und jucken wie verrueckt. Seit der Pollenflug vorbei ist, scheinen sich die Schwellungen wieder zu verstaerken. Auch habe ich wieder geschwollene Lymphknoten am Hals, mal mehr, mal weniger.


    Die Aerztin streitet einen Zusammenhang ab und will mir offensichtlich nicht weiterhelfen. Was soll ich machen ? Hatte jemand aehnliche Reaktionen ? Wie lange haelt das noch an ? Kurzfristige Besserung hatte ich durch Cortisonspritzen, aber das ist keine Dauerloesung. Bitte helft mir weiter !


    Viele Gruesse

  • 22 Antworten

    Re: Hyposensibilisierung

    Hallo Angela,


    ich muß Dir leider beipflichten, denn auch ich habe 3 abgeschlossene Hypos (insgesamt 12 Jahre) hinter mir und gebracht hat's nix. Jetzt bin ich bei einem Arzt in Behandlung, der auch Akupunktur seriös betreibt und schon nach den ersten Sitzungen wurde es besser.(Ich reagiere auf fast alles was blüht und auf die meisten Tiere). In 2001 habe ich lediglich im Juli und August noch Probleme. Vorher hatte ich von April bis Oktober durchgehend massive Schwierigkeiten.


    Wenn auch die Kasse nichts übernimmt, aber meine gestiegene Lebensqualität ist es mir wert.


    So, das war viel Text, aber wenn ich Dir helfen konnte war's nicht umsonst. Viel Erfolg und alles Gute, Joe

    Re: Hyposensibilisierung

    Liebe Angela,


    vielleicht wechselst Du einfach mal den Arzt! Bei Deiner Beschreibung würd ich davon ausgehen, daß die Dosierung viel, viel zu hoch ist und/oder zu schnell angehoben wurde!


    Und: Falls Deine Beschwerden wie Lymphknotenschwellung nicht von der Hypos. kommen, dann muß die Ärztin Dich genau untersuchen. Bei Immunproblemen/Chronischen ERkältungen usw. darf die Hypos. meines Wissens nicht durchgeführt werden.

    Hyposensibilisierung von Kinder

    Hallo suche dringend jemanden, der Erfahrung hat mit einer Hyposensibilisierung (bei Bienengiftallergie) von Kinder hat. Mein Sohn ist 5 Jahre es wird dringend empfohlen ein Hypos. durchzuführen, habe jedoch nur sehr viel negatives davon gehört. Wäre schön etwas zu hören.

    Re: hypo

    hallo,


    mormalerweise beginnt eine hypo 7 wochen vor blütezeit. bei der hausstaub allergie, kann man irgendwann anfangen und die wird durchgehend die zeit woechentlich gegeben. die abstände verlängern sich jedoch mit der zeit.


    sollten jedoch beschwerden auftreten, wird sie abgebrochen und nach anderen alternativen gesucht.


    ursula, versuche es mal mit der uniklinik in münster.

    Re: Hyposensibilisierung

    Hallo


    ich habe bis jetzt auch zwei Hypo's hinter mir (eine einjährige und eine dreijährige Behandlung). Zuerst war ich nur gegen Gräser stark allergisch danach wesentliche Besserung (langsam allerdings leider wieder ansteigend).


    Aber(!): meine Allergie hat sich seit der Hypo ausgedehnt, so das ich schon ab Februar/März (Frühbütler) allergisch reagiere


    Viele Grüße

    Nebenwirkungen der Hypo

    Hallo, liebe Leidensgenossen


    ich habe vor ca. 1,5 Jahren eine Hypo gegen Wespengift gemacht. Nach einer stat.Behandlung von 3 Tagen habe ich wegen starker Schwindelprobleme abgebrochen, die sich bisher nicht gebessert haben. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Wenn nichts mehr greift

    Hallo zusammen,


    dann würde ich es mit der Homöopathie versuchen (Konstitutionsmittel). Eine Freundin von mir hat nach ein paar Gaben Apis (Biene) keine Bienenallergie mehr. Nach einer Gabe Ihres Konstitutionsmittels hat Sie schon 2 Jahre Ruhe vor der Hausstauballergie. Da hat es etwas länger gedauert, das für Sie passende Konstitutionsmittel zu finden, es hat sich aber ausgezahlt :-)


    Trotzdem, wenn es nicht sofort klappt die Geduld nicht verlieren.


    alles Gute

    Stop und Nachdenken bitte

    Sensibel heißt empfindlich. Der Körper soll ja gegen Gifte empfindlich sein und die abwehren. Wespengift muß auch abgewehrt werden, nur nicht so heftig, daß der eigne Körper gefährdet wird. Das kann er ja lernen. Dabei sollte man ihm helfen, wenn es nicht von alleine geht.


    Die Abwehr mit Prednisolon und anderen Cortisonen - hier wurde von Trimamcinolon berichtet, das eigentlich nur lokal als Hautsalbe angewendet werden sollte - völlig zu unterdrücken, hat Nebenwirkungen. Dann gibt's so lange zwar keine Urtikaria aber es kann jede Infektion rein weil der Körper wehrlos gemacht worden ist. Deshalb Predni klar und scharf kalkulieren, die Dosis und Länge!


    Hyposensibilisierung - ich halte gar nichts davon, nach dem, was mein HNO-Arzt ehrlich dazu sagt. Lieber den Rest aktiven Lebens Cetirizin nehmen, Meerwasser-Nasenspray morgens, Dampfbad mit Zitronensaft ins Wasser und Eukalyptusöl. Zitronensaft benutzt eine der fortschrittlichsten Medizinen, zusammen mit Quittenextrakten. Eukalyptus ist auch ein neuer Geheimtip.

    Alles was hilft is ok

    Ich finde alles was einen von Beschwerden befreit ist in Ordnung, sofern nicht dadurch Nebenwirkungen entstehen.


    Es kann nur jeder für sich selbst entscheiden was gegen bestimmte Beschwerden geholfen hat. Ich finde dieses Forum auch wichtig um Erfahrungen austauschen zu können.


    viele Grüsse


    Kurt

    Re: Stop und Nachdenken bitte

    Vor einigen Jahren habe ich eine hyposensibilisierung gemacht. Nachher war alles schlimmer, laut einem Heipraktiker hat sich die Allergie dadurch erst richtig in den Körper "eingebrannt" . Also: Finger weg von diesem Blödsinn. Ich habe es bitter bereut dass ich auf diesen Unfug reingefallen bin.

    *erschreck*

    Ich habe gestern erst bei meinem Arzt nen Termin gemacht, weil er mich durch diese Hyposensibilisierung vor meiner Frühblüheralergie retten will. Aber was ich hier lese, lässt mich stark überlegen, ob ich ihn nicht doch wieder absagen soll. Hat denn auch jemand positive Erlebnise damit gemacht oder haben alle nur Nebenwirkungen und Ausbreitung der Allergie zu spüren gekriegt?


    Was genau ist Homöopathie, bezahlt das die Krankenkasse und in wie weit hilf das wirklich? Nebenwirkungen? Hat schon jemand damit Erfahrungen gemacht? Wäre glücklich über Infos :-)

    Re: *erschreck*

    Die Hyposensibilisierung ist keinesfalls die Lösung des Allergie-Problems. Sie dient lediglich dazu, die Symptome der Allergie zu unterdrücken. Aber es hat gibt einen Grund, warum der Körper anders auf bestimmte Stoffe reagiert, während das bei anderen Menschen nicht der Fall ist. Solange dieser Grund - also die eigentliche Ursache der Krankheit - nicht beseitigt wird, besteht das Problem weiter. Die Hyposensibilisierung ist also nur eine Linderung, aber keine Heilbehandlung und daher auch nicht von Dauer. Auch wenn die Symptome für ein bestimmtes Allergen unterdrückt werden, manifestieren sich über kurz oder lang Reaktionen auf andere Allergene - eben weil die Ursache der Allergie ja nach wie vor besteht.


    Es gibt daher nur einen Weg, eine Allergie endgültig zu heilen - man muß die Ursache der Allergie finden und beseitigen. Diese Ursache ist eigentlich schon seit langer Zeit bekannt, aber leider findet das Wissen darüber keinen Eingang in die Medizin - zum einen, weil sich dieser Aspekt nicht in der Ausbildung der Ärzte findet, zum anderen vielleicht auch, weil man mit der Behandlung kein Geld verdienen kann.


    Langer Rede kurzer Sinn: Es ist die heutige Fehlernährung, die ursächlich für Allergien verantwortlich ist. Auch wenn es nicht so scheint, ist die heutige Ernährung vom Standpunkt der Qualität eine Mangelernährung, die sich durch starke Verarbeitung und geringen Vitalstoffgehalt auszeichnet. Diese Mangelernährung beeinträchtigt die Funktion des Stoffwechsels in unterschiedlichen Bereichen (je nach Konstitution des Einzelnen). Beim Allergiker ist primär der Eiweißstoffwechsel in Mitleidenschaft gezogen.


    Eine Allergie läßt sich daher durch eine entsprechende Ernährungsumstellung ausheilen. Leider sind Allergien eine sehr hartnäckige Sache und so kann es durchaus ein paar Jahre dauern, bis die Krankheit verschwindet. Wichtig ist dabei eine weitgehend naturbelassene Ernährung (Frischkost, Vollwertkost) unter Verzicht auf jegliche Form tierischen Eiweißes. Letzteres ist eine erhebliche Belastung für den Eiweißstoffwechsel und kann eine Ausheilung stark erschweren und verzögern.


    Ich erzähle das übrigens nicht vom grünen Tisch weg. Ich war 25 Jahre lang Allergiker mit teils massiver Allergie gegen diverse Gräser und blühendes Getreide. Nach der Ernährungsumstellung wurden die Symptome mit jedem Jahr schwächer und im vierten Jahr danach war ich die Allergie los. :-)


    Ciao, ...Joachim

    Wirklich ohne Milchprodukte und Eier?

    Eine konsequent vegane Kost wird eigentlich sonst nicht unbedingt empfohlen. Ich nehme an, das Problem liegt eher in den vielen verwendeten Chemikalien, z.B. zum Haltbarmachen verderblicher Nährmittel - extrem in Ländern wie Spanien.

    Re: Wirklich ohne Milchprodukte und Eier?

    Hallo ibuesnet,


    Es geht dabei nicht um eine vegane Ernährung, sondern nur um das tierische Eiweiß. Tierisches Fett, bspw. in Form von Sahne oder Butter spielt hier keine Rolle, deshalb kann man sie als Allergiker durchaus weiter verzehren. Da aber eine Störung im Eiweißstoffwechsel vorliegt und dieser Bereich durch artfremdes (tierisches) Eiweiß stark belastet wird, sollte man speziell auf die Produkte verzichten, die einen hohen Anteil daran haben - spezielle Milchprodukte, Fleisch und Wurst.


    Chemikalien, bspw. in Form von Konservierungsstoffen können durchaus auch eine Rolle als Auslöser spielen, sind aber nicht Ursache des Problems. Im Prinzip muß man sich darüber aber keine Gedanken machen, da konservierte oder chemisch bearbeitete Nahrungsmittel sowieso nicht in eine Vollwertkost gehören, die zur Lösung des Problems nötig ist.


    Ciao, ...Joachim