Ist es ratsam, als einer Risikogruppe zugehörig, ein freiwilliges soziales Jahr in einer Grundschule zu absolvieren? Was wäre ein sinnvoller Umgang mit der Situation?

    Hallo,

    meine Tochter macht seit August ein FSJ an einer Grundschule in RLP. Jetzt wurde bei ihr zusätzlich zur allgemeinen Coronasituation Asthma Bronchiale festgestellt. Sie wohnt noch bei mir und ich bin auch ein Risikopatient. Wir haben Angst das sie sich in der Schule anstecken könnte. Sich dauerhaft krank schreiben zu lassen scheint mir auch keine Lösung. Was meint ihr könnte ein sinnvoller Umgang mit der Situation sein? Könnte sie die Stelle verlieren wegen der Erkrankung?



    LG

  • 73 Antworten

    Es ist schon lange nachgewiesen, dass Asthmatiker nicht zwingend ein höheres Risiko haben, einen schweren Verlauf bei einer Coronainfektion zu entwickeln. Solange es kein sehr schweres Asthma ist, braucht ihr da keine Bedenken zu haben. Allerdings würde ich, selbst wenn ich gesund wäre, mich nicht unnötig dem Risiko einer Infektion aussetzen für eine eine nicht zwingend notwenige und freiwillige (Ausbeuter)tätigkeit. Da würde ich lieber freiwillig kündigen.

    Hallo,


    Asthmatikerin bin ich auch und arbeite schon jahrelang als Schulbegleitung.


    Asthma gilt zum Glück gar nicht als Risikofaktor, also keine Sorge!


    https://www.asthma-hilfe.com/asthma-corona-risiko/


    Ich finde es auch bedenklich dass du von Ausbeutung sprichst. Das FSJ ist sehr wertvolle Arbeit und keine "Ausbeutung" .


    Versuch mal deine Aversion gegen das FSJ nicht ungut mit unbegründeten Ängsten vor Corona zu vermischen - damit tust du deiner Tochter bestimmt nicht gut.


    Lg


    Paritu

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    Sorry, jetzt habe ich dich mit Parvati zusammengeschmissen. Das mit der Ausbeutung kam ja gar, nicht von dir!


    Im Übrigen - auch schweres Asthma ist kein Risiko wenn es medikamentös gut behandelt wird (ist bei mir der Fall)

    Paritu schrieb:

    Ich finde es auch bedenklich dass du von Ausbeutung sprichst. Das FSJ ist sehr wertvolle Arbeit und keine "Ausbeutung" .

    Hast du denn mal einen Freiwilligendienst gemacht? Die Meisten, die so reden, haben das nämlich noch nie. Bevor ich mal ein Freiwilligendienst absolvierte, war ich von dem Konzept auch total überzeugt und ging motiviert an die Sache. Aber die Ernüchterung kam ganz schnell...

    Zwar kann ich leider nichts zur Eingangsfrage beitragen, aber an Parvati:

    Auch ich habe damals meinen Zivildienst in einer Förderschule gemacht.

    Selbst wenn es damals kein Geld gegeben hätte, so sah ich die Tätigkeit als wertvoll und in keinster Weise als "Ausbeutertätigkeit" an.

    Für die Kinder war es gut, für die Lehrkräfte ebenfalls und zum Schluß auch sehr wertvoll für mich selbst. Es geht hier nicht um den großen Verdienst - sieh es eher als Investition in deine Persönlichkeit an

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    _Parvati_ schrieb:
    Paritu schrieb:

    Ich finde es auch bedenklich dass du von Ausbeutung sprichst. Das FSJ ist sehr wertvolle Arbeit und keine "Ausbeutung" .

    Hast du denn mal einen Freiwilligendienst gemacht? Die Meisten, die so reden, haben das nämlich noch nie. Bevor ich mal ein Freiwilligendienst absolvierte, war ich von dem Konzept auch total überzeugt und ging motiviert an die Sache. Aber die Ernüchterung kam ganz schnell...

    Mehrere meiner Geschwister haben, auch einige meiner Freunde, Nichten und Neffen. Sie waren ausnahmslos zufrieden bis begeistert, haben teilweise dann in dem Bereich Ausbildungen gemacht.


    Und ob etwas als Ausbeutung oder lohnenswerte soziale Arbeit genannt werden kann, ist wahrscheinlich immer Ansichtssache - und garantiert gibt es da, wie in jedem anderen Bereich, schwarze Schafe.


    Wie übrigens ganz besonders auch im Bereich der 1-Euro-Jobs - die können von vollig sinnlos bis hochwichtig sein. Vom Kopfschütteln über bloßes Rumgehocke bis zum "super, da kann ich endlich was richtig sinnvolles tun und Leuten helfen" reichen kann.


    Und ja, das habe ich gemacht - und das war sogar sehr sinnvoll, ging auch weit über den müllsammelnden EinEuroJobber hinaus, weil es echte Hilfe für Leute in Krisen war.

    Die Tochter hat sich für das FSJ entschieden und will offensichtlich auch jetzt nicht hinwerfen. Also ist es doch müßig, über Ausbeutung etc. zu diskutieren.


    Asthma ist nicht grundsätzlich ein Risikofaktor bzgl. Corona.

    Wichtiger wäre mir jetzt, welche Schutzmaßnahmen dort durchgeführt und auch eingehalten werden. Ich kenne Schulbegleiter, die nur noch mit FFP2-Masken und korrektem Sitz arbeiten, die Abstand halten müssen zu den Kindern (in einer Grundschule nicht ganz einfach). Es sind aktuell eh weniger Kinder da, also räumliche Distanz möglich.


    Kurzum: Wie ist der Umgang mit der Situation konkret?


    Wenn man Bedenken hat: Krankschreibung ist sicherlich keine Lösung; die Tochter ist ja nicht akut krank. Dann sollte man eher das Gespräch mit Einrichtung/Träger suchen und das FSJ (aus nachvollziehbaren Gründen) abbrechen. Oder schauen, ob ein Wechsel,... möglich ist.

    Andr89 schrieb:

    Es geht hier nicht um den großen Verdienst - sieh es eher als Investition in deine Persönlichkeit an

    Sicherlich mag so ein Freiwilliges Jahr eine persönliche Bereicherung sein. Für mich war es das auch! Ändert aber leider nichts an der Tatsache, dass man für seine Tätigkeit nur ein paar Euro bekommt. Bei mir waren es 280€ für eine 40h Woche. Die Hälfte ging noch für Fahrtkosten drauf.

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    Das Einzige was es als Schutzmassnahme gibt ist das ganztätige Tragen von Masken, auch im Unterricht. Nix mit FFP2-Masken. Diese kann man sich mit einem FSJ-Gehalt garnicht selbst leisten.

    sgrund schrieb:

    Das Einzige was es als Schutzmassnahme gibt ist das ganztätige Tragen von Masken, auch im Unterricht. Nix mit FFP2-Masken. Diese kann man sich mit einem FSJ-Gehalt garnicht selbst leisten.

    Es gibt waschbare Masken aus Spezialstoff die sehr gut und lange halten und die genausogut schützen wie FFP2. Kostenpunkt 40 Euro pro Stück, jeweils eine Woche tragbar bis zur nächsten Wäsche - wobei die meisten dann doch investieren und eher mehrere bestellen.


    Und auch FFP2 (auch zertifizierte) sind nicht mehr so unermesslich teuer, je nachdem wo man sie kauft. Ich verdiene auch nicht die Welt als SB und dennoch können mein Sohn und ich je eine pro Tag tragen.


    Kommt aber natürlich auch drauf an wie wichtig es einem ist - wir geben sonst fast keinerlei Geld neben Lebensmitteln aus.

    https://www.bundes-freiwillige…e-gehalt-taschengeld.html


    Das oben genannte fand ich interessant.


    Zum Beispiel besteht ja weiter Anspruch auf Kindergeld usw und auch wenn es eine Entgeldobergrenze gibt werden alle Krankenversicherungsbeitrage, Rentenversicherungsbeitträge etc komplett vom AG getragen, es besteht sogar Anspruch auf Unterkunft und Verpflegung - ist das nicht gegeben kann auch das ausgezahlt werden. Und alleine Krankenversicherung haut ganz schön rein.


    Ich finde aber generell: was diskutierst du hier mit uns über Dinge, die nur dein Kind entscheiden kann?


    Es ist doch ihr Leben.

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    sgrund schrieb:

    Das Einzige was es als Schutzmassnahme gibt ist das ganztätige Tragen von Masken, auch im Unterricht. Nix mit FFP2-Masken. Diese kann man sich mit einem FSJ-Gehalt garnicht selbst leisten.

    Richtig. Und zwar müssten diese von der Einrichtung, wo das FSJ abgeleistet wird, kostenlos zur Verfügung gestellt werden, ebenso wie regelmäßige Tests

    Paritu schrieb:

    Es gibt waschbare Masken aus Spezialstoff die sehr gut und lange halten und die genausogut schützen wie FFP2. Kostenpunkt 40 Euro pro Stück, jeweils eine Woche tragbar bis zur nächsten Wäsche - wobei die meisten dann doch investieren und eher mehrere bestellen.

    Es kann ja wohl nicht wahr sein, dass ein FSJler das auch noch selbst tragen soll.

    Paritu schrieb:

    Es gibt waschbare Masken aus Spezialstoff die sehr gut und lange halten und die genausogut schützen wie FFP2. Kostenpunkt 40 Euro pro Stück, jeweils eine Woche tragbar bis zur nächsten Wäsche - wobei die meisten dann doch investieren und eher mehrere bestellen.


    Und auch FFP2 (auch zertifizierte) sind nicht mehr so unermesslich teuer, je nachdem wo man sie kauft. Ich verdiene auch nicht die Welt als SB und dennoch können mein Sohn und ich je eine pro Tag tragen.


    Kommt aber natürlich auch drauf an wie wichtig es einem ist - wir geben sonst fast keinerlei Geld neben Lebensmitteln aus.

    Dieser Vorschlag ist ein großer Bullshit und sonst nichts. Gerade wenn eine FFP-Pflicht kommen sollte. Wer bitte schön kann 150-200 Euro pro Person für die Masken im Monat selbst ausgeben. Wir jedenfalls nicht.

    Und nein, vom Schulträger werden bislang keine Masken zur Verfügung gestellt.

    Kulturschaffender schrieb:
    sgrund schrieb:

    Das Einzige was es als Schutzmassnahme gibt ist das ganztätige Tragen von Masken, auch im Unterricht. Nix mit FFP2-Masken. Diese kann man sich mit einem FSJ-Gehalt garnicht selbst leisten.

    Richtig. Und zwar müssten diese von der Einrichtung, wo das FSJ abgeleistet wird, kostenlos zur Verfügung gestellt werden, ebenso wie regelmäßige Tests

    Paritu schrieb:

    Es gibt waschbare Masken aus Spezialstoff die sehr gut und lange halten und die genausogut schützen wie FFP2. Kostenpunkt 40 Euro pro Stück, jeweils eine Woche tragbar bis zur nächsten Wäsche - wobei die meisten dann doch investieren und eher mehrere bestellen.

    Es kann ja wohl nicht wahr sein, dass ein FSJler das auch noch selbst tragen soll.

    Ich wäre selbst sehr dafür, dass das als Arbeitskleidung gewertet wird - denn die muss ein Betrieb dann übernehmen.

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