Neurodermitis bei Kleinkind-Ernährung?

    Meine Freundin hat mich gebeten, dass ich mich im Internet mal schlau mache, weil ihr kleiner Sohn an Neurodermitis leidet.


    Sie möchte gern wissen, ob man ernährungsmäßig etwas beeinflussen kann. Sie hat mir erzählt, dass der Kleine allergisch ist auf Nüsse.


    Kann man sonst irgendetwas tun, um die Neurodermitis einzudämmen?


    Vielen Dank!

  • 22 Antworten

    hi

    ich würde deiner Freundin eine Kur empfehlen. Reha fürs Kind, sie als Begleitperson. da lernt sie alles darüber. Meine Tochter hat ND seit Baby an, sie ist heute 6 Jahre und hat es immernoch. bei Nüsse aufpassen, die sind in jeder schokolade usw. Lesen was auf der Packung steht. Allergie auf Nüsse kann heftige Reaktionen auslösen. Es gibt auch gute Bücher dazu zu kaufen. eine radikale Diät finde ich zu stressig für Kinder, bzw man kann es machen wenn man nur ein Kind hat, aber ich habe noch eine Tochter , da ist es schwer und für das ND-Kind mehr stress als alles andere. Klar es gibt sachen die muß man weg lassen, bei uns ist es Fisch, bekommt ganz geschwollenen Mund uns. aber alles andere bekommt sie auch zu essen. Aufpassen bei Fertigprodukte. Meine Tochter reagiert z. B. auf Mononatriumglutamat (Geschmaksverstärker) mache nun alles frisch. Deine Freundin muß ausprobieren.


    lieben Gruß spielesonne

    Aus Erfahrung weiss ich, das es hilft, alles aus dem Bauch zu lassen, was die Neurodermitis verschlimmert. Der Körper betrachtet das wie ein Allergen. Desto Jünger der Mensch ist, desto schneller vergißt das Gehirn, das es darauf allergisch reagiert. War mit meiner Tochter mal in Gelsenkirchen in einer Klinik. Mit Erfolg. Die Therpie ist hart. Aber da gerade Kinder schnell lernen das sie ihre Krankheit auch gut als Druckmittel benutzen können, : Denn, der Körper reagiert gerne mit Schüben, wenn nicht alles so läuft wie Kind das gerne hätte, Ist es ratsam, das die Kinder auch lernen, ihre Krankheit nicht auszunutzen. Hört sich grass an, aber wenn man mal in solch einer Therapie war und feststellt, das sich Neurodermitiskranke auch sehr ähnlich verhalten und den Erfahrungsaustausch hat, und zudem der Erfolg einstellt, ist dem Kind schon sehr geholfen. Denn als Eltern macht man dann oft den Fehler, die Kinder zu bedauern und zu verhätscheln und verdätscheln. Meine Tochter hat seit dem in jedem Sommer höchstens einmal einen leichten Schub in den Armbeugen. Der spätestens nach drei Tagen weg ist. Vor zehn Jahren noch alles von der Ferse bis zum Po aufgerissen, wund und entzündet. Es war der Horror. Ich danke heut noch diesem Professor.

    Allergietest

    Hallo,


    ganz wichtig ist ein Allergietest um zu sehen auf welche Nahrungsmittel das Kind allergisch ist.Das macht der Hautarzt oder Kinderarzt.Außerdem sollte ein Allergietest auf Pollen,Hausstaubmilben usw. gemacht werden.Dann kann man gezielt Nahrungsmittel weglassen und weitere maßnahmen bei anderen Allergien treffen.Wichtig ist ein guter Hautarzt oder eine Hautklinik,die kennen sich noch besser aus und behandeln auch Kinder.In der Hautklinik gibt es eigentlich immer eine Neurodermitissprechstunde.Wenn das Kind noch unter ein Jahr ist muß es allergenfrei ernährt werden,das ist ganz wichtig.Wie gesagt ein guter Hautarzt oder eine Hautklinik(übereisung vom Kinderarzt oder Hautarzt mitbringen) hilft da sehr viel weiter.Kinderärzt sind da fachlich nicht so kompetent.Ich hatte meine beiden Kinder in einer Hautklinik in Behandlung.Bei der großen ist die Neurodermits ganz weggegangen.Die kleine leidet noch sehr.


    Alles Gute Nicole

    @ coce,

    ich war auch da, und ich kann dir nur recht geben.


    Diese Krankheit hängt vom Stress ab, hinzu kommen dann noch verschiedene Mittel auf die der Körper reagiert.


    Vorbeugen.. hm.. das ist schwierig.. ich kann dir auf jeden Fall mal ein paar Dinge nennen die man nicht zu sich nehmen sollte wenn man neurod. hat !


    Gruß,


    Gloria

    Ja, ich kann es bloß ...

    ... auch hier wieder wiederholen. Auch wenn's manchen schon zum Hals raushängt: kleine Kinder haben praktisch diesselben Bedürfnisse wie kleine Primaten. Bloß die bekommen sie befriedigt und sind gesund. Unsere bekommen was die Werbung/ Industrie der Mutter 'reindrückt' und sind krank.


    Das ist kein Vorwurf an irgendeine Mutter. Wir stecken eben alle so sehr in unserem Irrtum, den wir Zivilisation oder Kultur nennen, dass wir eben die wirklichen Bedürfnisse nicht mehr sehen.


    Also konkret: viiiiel Zuwendung, Körperkontakt, Harmonie und Entspanntheit, viel Natur und natürliche Ernährung. Das heißt weg mit Milch- und Getreideprodukten, Gekochtem und Fertig-/ Dosen- Nahrung.


    Ich weiß, dass das sehr undurchführbar klingen kann. In unserer Familie riefen in einer ähnlichen Situation alle kochenden Frauen ganz aufgeregt 'Unmöglich! Damit stirbt doch das Kind!'. Heute ist dieses Kind erwachsen, topgesund, lebt noch viel 'extremer', aber besser und wir lachen noch oft über diese Zeiten.


    Das hier Gesagte mit der Allergie, ist mit Verlaub, Unsinn. Allergie ist einfach eine andere Reaktion eines belasteten Körpers. Sozusagen dasselbe wie die ND, nur in anderer Form. Wenn der Kleine die Möglichkeit bekommt, sich mit Obst zu entgiften, wird beides im Nu weg sein.


    Wilhelm

    Zitat

    Wenn der Kleine die Möglichkeit bekommt, sich mit Obst zu entgiften, wird beides im Nu weg sein.

    Dem würde ich nicht zustimmen.


    Es liegt nach meiner Erfahrung auch nicht einfach nur an der Ernährung oder mangelnder Zuwendung, obwohl ich bzw. meine Familie alle Tips befolgt haben, habe ich heute immer noch Neurodermitisschübe.

    es liegt häufig grade an den so gesund angepriesenen Milchprodukten !


    Ich kenne mehrere Fälle, die Neurodermitisschübe hatten und dabei diese eine Reaktionen auf Milchprodukte und ihre Inhaltsstoffe waren.


    Seit darauf komplett verzichtet wird ist es bei den Leuten völlig okay und die Neurodermitis verschwunden ....


    LG Indiangirl

    Milch streichen hilft oft, aber selten reicht dies alleine. Die nächsten häufigsten lebensmittel sind Gluten und Nüsse, nebst künstlichen Farbstoffen, Konservierungsmittel und künstlichen Stoffen wie Geschmacksverstärker


    Im weiteren auch ein Nahrungsmittelunverträglichkeitstest nicht der klassische Allergietest (IgA und IgE) sonder ein IgG Nahrungsmitteltest, der leider aber die Kasse nicht bezahlt.


    Knapp 100 Lebensmittel für knapp 200€ ist der günstigste den ich kenne.


    Was die Ernährungsumstellung ausmachen kann, siehe mal auf


    http://www.nie-mehr-neurodermitis.de


    Darmpilze und Quecksilberbelastungen (via Mutter an den Fötus, zb wegen Amalganfüllungen) sind weitere mögliche Auslöser/Verstärker.


    Der Darmpilz macht übrigens den darm durchlässig, eine Vorasausetzung damit man negativ auf Lebensmittel reagiert.


    Deshalb ist eine (orale) Darmsanierung sehr oft sehr nützlich


    Alles sind Sachen die mit dem Immunsystem einen zusammenhang haben. Die Behandlung der letztgenannten Sachen zusammen mit einer Vitalstoffeinnahme inkl Fisch- und nachtkerzenöl (Omega3 und Omega 6 Fettsäuren im Verhältnis 1:5) helfen dem Immunsystem auch.


    Gruss


    beat

    Milch- und Milch- Produkte- Verzicht ...

    ... hilft tatsächlich in vielen Fällen.


    Das Problem ist allerdings, dass es sehr lange dauern kann, bis sich der Körper von den letzten Resten befreit hat und man erste Erfolge/ Veränderungen bemerken kann.


    Deshalb schlage ich gerne vor, 'von der anderen Seite' zu kommen und den Körper erst 'ganz runterzufahren', mit Darmreinigung, fasten und Rohernährung. Damit bekommt man viel schneller Ergebnisse.


    Wer danach unbedingt wieder zur altgewohnten Ernährung zurück will, kann einzeln Nahrungsmittelgruppe für Gruppe wieder dazunehmen und die Auswirkungen beobachten.


    Viele bleiben aber auch bei der Rohernährung. Denn wenn man 'den Dreh' erst einmal raus hat, erspart man sich damit viel Arbeit, Geld und andere gesundheitlichen/ körperlichen Lästigkeiten und hat dennoch eine unvergleichliche Leckereien- Vielfalt.


    Wilhelm


    Ich glaube auch nicht, Kadhidya, dass es 'nur an der Ernährung' liegt. Aber es ist nun mal Fakt, dass die Ernährung unser (mengenmäßig) größter Körperinput ist und damit hier die größte Fehlerwahrscheinlichkeit liegt. Zudem ist eine Ernährungsumstellung die m.E. einfachste, da von jedermensch jederzeit durchführbare Möglichkeit und einen gefahrlosen Versuch damit kann man ja wohl machen.


    Zu deinem 'alle Tips befolgt haben':


    Ich habe heute leider nicht mehr die Zeit Einzelne zu beraten. Mir ist aber, als ich das noch machte, nie jemand untergekommen, bei dem das beschriebene Verfahren keine Besserung gezeigt hätte; und wenn, haben wir immer noch einen unbeachteten Fehler gefunden. Vielleicht findest Du in Deiner Umgebung einen 'richtigen Rohköstler'. Schließ Dich mit dem mal kurz und versuchs noch einmal 'ganz richtig'. Es wird Dein Schaden nicht sein, denke ich.

    Ernährungsumstellung

    Hallo,


    um die zahllosen Tipps zur Ernährungsumstellung mal zu ordnen:


    In der Tat gibt es eine Reihe von Nahrungsmitteln, auf die man als Neurodermitiker (zumindestens probehalber) verzichten sollte.


    Hierzu zählen insbesondere:


    - Weizen und alle Produkte die Weizen enthalten (auch Vollwert!)


    - (Kuh-) Milch und alle Milchprodukte wie Käse, Quark, Joghurt etc.


    - Nüsse, insbesondere Erdnüsse


    - Vorsicht ist bei Hefen geboten (Backhefe!)


    - Schweinefleisch (mit Vorsicht zu geniessen)


    und diverse Andere.


    Grundsätzlich gilt, die Nahrung sollte so naturbelassen wie möglich sein (keine Konservierungsmittel, Aromen, Farbstoffe etc.), was aber nicht bedeutet dass man eine rein vegetarische Ernährung oder (Frisch-)körnerkost einführen sollte.


    Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich über entsprechende Diäten und / oder Blutuntersuchungen (Allergietest, Nahrungsmittelunverträglichkeit) an den Auslöser der ND heran zutasten, wenn es sich tatsächlich um ein Nahrungsmittel handelt.


    Ansonsten kann ND natürlich auch noch andere Auslöser haben.


    Seriösen Behandler suchen (Heilpraktiker/Arzt), ausführliche Anamnese, ausführliche Untersuchung (körperlich, laborchemisch), durchführen lassen und insbesondere auf die Ernährung achten.


    (Naturheilkundliche-)Therapien stehen zur Verfügung, richten sich aber grundsätzlich (wie immer) nach der Diagnose,




    Dieser Beitrag ist als eine allgemeine Stellungnahme zum Thema Neurodermitis zu verstehen und nicht als individuelle Beratung. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und darf und kann weder zur Selbstbehandlung noch zur Behandlung Dritter verwendet werden.


    Alexander Krey, HP

    Schade, dass HP's ...

    ... von denen man sich eigentlich ganzheitliches Denken erwarten würde, auch diesen - Entschuldigung! - Diagnose- Unsinn übernommen haben.


    Eine Diagnose sagt nichts anderes, als wo die Schwachstelle des jeweiligen Patienten ist, was aber völlig schnurz ist. Denn ist er gesund, ist nichts von der Schwachstelle zu bemerken und ist er krank, muss er ohnehin ganzheitlich gesunden und nicht Symptom- behandelt werden.


    Wilhelm

    Richtig

    Wir denken ganzheitlich und vergessen deshalb auch nicht, dass es mehr Einflüsse gibt als die Ernährung.


    Die stellt natürlich einen ganz gewichtigen Faktor da aber was ist mit der Bewegung?


    Was mit Stresshormonen die auch beim modernen Menschen ausgeschüttet werden ohne das er sie wie seine Steinzeitvorfahren abarbeiten kann (Flucht). Regeln wir die auch über die topgesunde Ernährung?


    Nein Wilhelm, ganzheitlich denken heisst mehr als Joghurt und Gemüse essen und den Rest, bei dem's nicht funktioniert, erzählen, dass er sich falsch ernährt und damit selber Schuld ist.


    Das funktioniert nur, wenn man selbst nicht bereit ist Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen.... was man als Nicht-Hp und Nicht-Arzt ja auch nicht braucht!


    Aber das haben Sie ja im Medizin-forum schon oft genug gesagt bekommen!

    Mit der Bewegung und dem Stress ...

    ... hast Du natürlich vollkommen Recht. Beides ist sehr wichtig, da es zu einem natürlichem Leben, wie ich es verstehe, gehört.


    Nur scheinst Du übersehen zu haben, dass ich in diesem thread bereits auf die psychische Komponete hingewiesen habe.


    Wilhelm

    Ja,

    aber der Stressabbau funktioniert in unserer Gesellschaft halt nicht mehr so wie früher!


    Und dem muss man Rechnung tragen. Schöne Worte nutzen da nichts.


    Wir leben halt nicht mehr in der Steinzeit und können somit auch nicht mehr alle genetischen Programme so ablaufen lassen, wie das seinerzeit geplant war.


    Was die reine Rohernährung angeht sollte mittlerweile Jedem, der sich hier auf dem Laufenden hält und Erfahrung in klinischer Ernährungstherapie hat klar sein, dass genau diese Ernährungsform absolut nicht dem menschlichen Verdauungssystem angepasst ist.


    Diese Aussagen kommen in der Regel nur von Leuten die immer noch meinen, der menschlische Organismus sei ja gar nicht auf die Verdauung von Fleisch eingestellt.


    Es gibt sicherlich viele gute Gründe, den Fleischverzehr einzuschränken und sich vor allem gut zu überlegen, welche Fleisch-/Fisch-/Geflügelsorten man zu sich nimmt und wo man diese kauft. Aber die Grundaussage, wir wären ja eigentlich Vegetarier ist absoluter Unfug!


    Aber was solls. Das wurde schon in anderen Foren disskutiert und die Weiterführung dieser Disskusion hier halte ich, gelinde gesagt, für nicht sinnvoll.