Neurodermitis Schub

    Hallo Liebe Community,

    Ich hoffe mit dem Beitrag, dass sich hier Leute melden die genauso an Neurodermitis leiden wie ich. Ich hatte echt sehr sehr lange Ruhe mit den Schüben, ich glaube so um die 10 Jahre. Seit ungefähr einem halben Jahr (oder mehr) quäle ich mich schon mit meinem Schub, mal mehr mal weniger. Ich war beim Hautarzt, er hat alles verschlimmert statt es zu verbessern. Dann habe ich versucht bepanthen auf die jeweiligen Stellen aufzutragen, was recht gut geholfen hat, jedoch dauert es echt lange bis alles weg ist. Es juckt einfach wie die Hölle und schön ist das ganze auch nicht. Momentan habe ich mich zwar damit abgefunden das ich das an den Beinen, am Rücken und an den Armen habe aber dieses jucken, das aufkratzen nachts und Tagsüber die ich kaum kontrollieren kann. Ich hoffe hier können mir welche helfen um es zu bessern. Diverse Ernährung? Entspannte Meditation? Etc.

  • 8 Antworten

    Ja wie ernährst du dich denn?


    Ich würde vor allen Dingen dazu raten, Zucker wegzulassen. Und Lebensmittel, die Zusatzstoffe enthalten. Überhaupt vorgefertigt sind.

    ...Und kümmere dich um deine Psyche :)_ Stress und all die anderen (unnötigen) Sorgen können genau so Auslöser bzw. Verstärker für einen Neurodermitis Schub sein. :)_


    Was in akuten juckenden Momenten auch helfen kann, anstatt kratzen, sind kühle-eiskalte Umschläge. Bei mir waren es hauptsächlich die Hände, die konnte ich dann relativ einfach unter eiskaltes Wasser halten, bis der Juckreiz nachließ. Und in ganz schlimmen Fällen hilft eine Cortison Creme. So als letzte Rettung. Fettende Cremes wie bepanthen oder linola nur benutzen wenn es gerade nicht juckt, also zum abheilen. Und generell nicht zu häufig und vor allem nicht zu heiß duschen.

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    weiterhin hat mir geholfen, reine Baumwoll-Sachen zu tragen. Aber keine Strickpulli auf nackter Haut, und keine eng anliegende Kleidung. Ebenso keine parfümierten Cremes/Pflegeprodukte, für die Reinigung nahezu nur Wasser und minimal Seife oder Duschgel mit Haut neutralem ph Wert. Falls du generell unter trockener Haut leidest, was ja oft der Fall ist bei Neurodermitis, kann ich dir Garnier Urea als Body Lotion empfehlen, auch für die Hände.


    Zitat

    Ich war beim Hautarzt, er hat alles verschlimmert statt es zu verbessern

    was hat er denn gemacht?

    Zitat

    Ich würde vor allen Dingen dazu raten, Zucker wegzulassen. Und Lebensmittel, die Zusatzstoffe enthalten. Überhaupt vorgefertigt sind.

    das ist auf jeden Fall nicht verkehrt. Wenn deine Neurodermitis von bestimmten Lebensmitteln getriggert ist, musst du rausfinden, wovon.

    Sehr oft sind Säurehaltige Lebensmittel der Auslöser (Tomaten, Orangen, Zitronen, Kiwi, Ananas), aber auch zuckerhaltige Getränke oder Schokolade und auch Milch, andere tierische Erzeugnisse und Weißmehl-Produkte können sich negativ auswirken.


    Hast du zusätzlich zu den ganzen gesundheitlichen fragen, die dich in letzter Zeit beschäftigen, etwas an deiner Ernährung oder Körperpflege geändert? Neues Waschmittel oder Körper Lotion, neues Duschgel oder Parfum? Oder anderes Putzmittel? Vielleicht auch auf Arbeit?

    Hi,

    ich hätte nie erwartet, in gesetztem Alter (knapp über 70) noch so einen Sch... kriegen zu können. Nun hab ich ihn, seit ca. 3 - 4 Wochen, und es juckt höllisch, was kaum zu beherrschen ist. Je mehr man kratzt, desto mehr juckt es. Cortisoncreme scheint nicht viel zu helfen und den Juckreiz eher noch zu verstärken. Bepanthen lindert aber.


    Ich bin an allen Infos interessiert, wie man damit umgeht und vor allem wie man es wieder los werden kann. Tomaten z.B. esse ich unheimlich gern, und habe die aber schon immer gern gegessen, ebenso Salat, darf auch gerne genug Zitronensaft enthalten.

    Stress ist auch in letzter Zeit nicht angewachsen, habe also keine Ahnung, wovon das getriggert wurde. Vielleicht doch im psychischen Bereichen, wo ich nicht recht ran komme?


    Auf ein paar von den oben aufgeführten Punkten bin ich schon von selber gekommen.


    Ich bewege mich ganz gerne auf dem Fahrrad durch die Landschaft. Auf längeren Touren kann ich die schreckliche Juckerei fast komplett vergessen, aber ich kann nicht jeden Tag große Radtouren machen.


    Wie ist es mit Eurer Erfahrung mit dem Schwimmen? Bin bis vor kurzem den ganzen Sommer fast täglich im See geschwommen; zuletzt, als es schon kälter wurde, begann das mit der Juckerei. Hautarzt meinte, daran läge es aber bestimmt nicht, eher im Gegenteil. See geht aber nicht mehr. Hallenbad? Oder schmeißen die mich mit den Pusteln auf der Haut evtl. wieder aus dem Hallenbad raus?

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    Zitat

    Tomaten z.B. esse ich unheimlich gern, und habe die aber schon immer gern gegessen, ebenso Salat, darf auch gerne genug Zitronensaft enthalten.

    vielleicht versuchst du einfach mal ne Zeit drauf zu verzichten.


    Mir wurde damals angeraten, Salzwasser würde der Haut helfen (Also Zusätze in die Badewanne a la Totes Meer). Leider haben die das Gegenteil bewirkt bei mir. Der Vorteil am Schwimmbad Wasser ist das Chlor. Es "reinigt" die Haut und kann somit Entzündungen lindern, die ja durchs kratzen und dem damit verbundenen einbringen von Erreger in die Haut entstehen.


    Natürlich lässt sich's jetzt von hier schwer einschätzen.. wie stark deine Neurodermitis ist und ob du damit noch ins Hallenbad magst (ganz blöd gesagt, frag dich wie es für dich wäre, wenn du jemanden mit deinem Leiden im Schwimmbad sehen würdest, fändest du es bedenklich/eklig oder nicht?) Also sprich, wenn Arme, Beine und Rumpf übersäht sind, würde ich eh erst nochmal zum Arzt gehen. Wenn du nur vereinzelt rote Flecken hast, die nicht sofort jedem ins Auge stechen.. dann versuch doch mal ob Schwimmbad hilft.


    Und am besten noch ein Hobby suchen, bei dem man beide Hände ständig braucht. Irgendwas basteln evtl? Ich habe in akut Zeiten viel online gezockt, is aber nicht jedermanns Sache (und mit 70 vielleicht nicht so das perfekte Hobby für dich, evtl.)


    Wenn das Cortison jedoch so gar nicht hilft, ist es vielleicht was anderes? Ein Haut Pilz oder sowas kann ähnliche Symptome hervorrufen, muss aber ja ganz anders behandelt werden. Warst du damit schon beim Hautarzt?

    Danke für Deine Antwort.


    Ja, ärztlich gut abgeklärt, und ich glaube dieser Diagnose auch, zumal alles mit dem, was ich mir inzwischen in Informationen angelesen habe, voll übereinstimmt. (ich versuche normalerweise solches Nachlesen zu vermeiden, da man sich dabei auch ganz leicht was falsches zurechtbastelt) Z.zt. nehme ich nur wenig Cortioson (sonst reicht es auch gar nicht bis zum nächsten Arztbesuch) und dafür viel Panthenol.


    Thema Schwimmbad: Dann werde ich den meinen Anblick den Mitmenschen z.Zt. wohl eher nicht zumuten können oder wollen. Weiß aber nicht, wie stark die die Pusteln bei der Beleuchtung erscheinen und deutlich werden. Sehr schade, da mir die Schwimmerei ein echtes Bedürfnis ist und auch dem Rücken bestens bekommt. Bleibt mir das Radfahren. Wobei da die Hauterscheinungen im Sitzbereich schon auch nerven!


    Ich glaube auch, dass ich über die psychische Schiene noch was machen müsste. Aber als ein recht (vielleicht zu) harmonieliebender Mensch scheue ich es eben schon, an schlummernde Konflikte ranzugehen. So einfach mit "Stress reduzieren" ist das ganz sicher nicht abgemacht, zumal es eigentlich gar keinen besonderen Stress gibt.

    Will nach mal mit meinen neueren Krankeitserfahrungen nachkommen.


    Vorbei ist es immer noch nicht mit der Erkrankung. Allerdings sehr viel erträglicher geworden.


    Bei erneutem Hautarztbesuch neue und größere Menge Salbe mit Cortison und etwas gegen Pilzbefall bekommen. Außerdem eine bestimmte, ziemlich fettende Emulsion gegen trockene Haut - das hilft tatsächlich recht gut. (Das Zeug heißt "Dexeryl") Es bilden sich nur noch recht selten jene kleinen Pickel, die anfangs eher wie Mückenstiche aussehen, teuflisch jucken und sich dann zu großen roten Flatschen auswachsen, die aber, wenn man sie rechtzeitig mit der Cortison-Salbe einschmiert, sich gar nicht erst zu den großen roten Flecken entwickeln, wie das vorher war. Anscheinend gehört(e) die trockene Haut bei mir wohl mit zum Auslöser.


    Was mir jetzt nicht klar ist: Ob ich die Stellen, wo es abgeklungen ist und nur noch eine Rötung sichtbar ist, weiterhin mit der Cortison-Salbe einschmieren sollte oder eher nicht. Die Pflegecreme gegen die Hauttrockenheit muss ich dann wohl weiterhin fortlaufend anwenden, am ganzen Körper, das ist klar. Aber die Reihenfolge ist mir nicht ganz klar: Erst die medizinische Salbe an den betroffen Stellen und dann die Pflegecreme oder umgekehrt. Für beides gibt es wohl ganz logisch klingende Argumente.


    Der meiste Juckreitz kommt übrigens immer abends, und es ist verdammt schwer, ihn zu beherrschen, selbst wenn man gerade beidhändig tippt ...




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