Peak Flow sehr niedrig - Grund unbekannt

    Guten Tag,



    vor ein paar Jahren bin ich wegen einer starken Erkältung zum Arzt und sollte dann mal meinen Peak Flow testen. Hier kamen ziemlich niedrige Werte raus und das wurde erstmal auf die akute Erkältung geschoben.


    Da ich allerdings Allergiker (Frühblüher) bin, sollte ich die Sache immer mal wieder zu Hause überprüfen. Im gesunden Zustand kam ich dann auf Werte von ca.560 maximal. Für mein Alter und Körpergröße wären 630 normal. Aber das liegt wohl noch im Toleranzbereich.


    Nun 3 Jahre später habe ich das Gerät mal wieder ausgepackt und habe im Schnitt nur noch 500. Dies ist nun nicht mehr im Toleranzbereich und deutet schon in Richtung einer Lungen- bzw. Atemwegsproblematik.


    Ich betreibe seit Jahren Dauerlauf und bin nicht übergewichtig. Ab und zu räuspere ich mal ein bisschen, aber das wars auch. Habe schon Monate keinen Infekt mehr gehabt.


    Nun die Frage: Was passiert mit meinen Atemwegen? Warum werden meine Werte immer niedriger? So langsam bin ich wirklich besorgt. Welche Gründe könnte es dafür geben? Ich habe früher geraucht, aber mittlerweile wirklich nur noch sehr selten. Aber für ein Frühstadium von COPD bin ich doch mit 30 Jahren nun wirklich noch zu jung?



    P.S.: Mein Messgerät ist auch nicht defekt. Andere Personen erhalten völlig normale Werte ohne überhaupt richtig zu versuchen. Ich streng mich an wie verrückt, aber es wird nicht besser...

  • 9 Antworten

    Bist du sicher, dass du richtig reinpustest? Da kann man auch falsch blasen und dann erscheint es in laueres Lüftchen, als es eigentlich ist.


    supersayajin schrieb:

    Für mein Alter und Körpergröße wären 630 normal.

    Nein, Normalwerte werden niemals so pauschal anhand zweier Körperwerte angegeben. Wenn 560 dein Maximum war, dann ist das dein Maximun. Allerdings misst man das eigentlich nicht mit dem kleinen Peak Flow für Zuhause, sondern mindestens 1x "richtig" beim Arzt. Das Gerät ist zur Selbstüberwachung im Verlauf sinnvoll, aber nicht zur Erstermittlung des persönlichen Höchstwertes geeignet.
    Wichtig ist insbesondere dein persönlicher Höchstwert und wieviel Prozent du davon über die Zeit erreichst. 80 bis 100% sind voll okay. Gehen wir mal davon aus, dass du immer b ei 560 lagst, sind 500 noch voll im Rahmen.
    Erst darunter sollte man schauen, was die Ursache sein könnte.

    Die Messung des Peakflows ist leicht manipulierbar. Manche Menschen sind bezüglich ihrere Atemwege völlig gesund, bringen aber trotzdem keine sinnvollen PEF-Werte zustande, weil sie es schlicht nicht können.

    Wenn du Atemprobleme hast, geh zu einem Lungenfacharzt. Der wird eine Spirometrie und ggf. eine Bodyplethysmographie machen und passt dann auch auf, dass du es richtig machst.

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    Ob ich falsch reinpuste? Keine Ahnung, ich wüsste zumindest nicht wie ich es anders machen soll und der Arzt hatte damals auch nicht gemeckert.

    Es gibt ja diese EU Skala, wo man sich angucken kann was der erwartete Wert für das jeweilige Alter und Geschlecht wäre. Ich habe mein Peak Flow Meter mal in der Familie durchgereicht und alle haben ganz einfach diese Werte erreicht. Mein Bruder, der im Grunde genommen die selbe Statur wie ich hat, liegt sogar bei 680 beim allerersten Versuch und wir haben im Grunde genommen auch die selben Allergien.

    Ich verstehe halt nicht wovon das so stark beeinflusst werden kann. Vorallendingen dauerhaft. Das ist für mich das beunruhigenste, dass es dauerhaft so ist.

    Hast du denn Atemnot? Wenn du gegen Frühblüher allergisch bist, sollte das je regelmäßig auftreten. Hast du dann mal PEV gemessen, und ist dieser Wert noch niedriger?

    Hast du ein Notfallspray (Salbutamol o. ä.)? Wenn ja, nimm einen Hub und miss den PEV noch einmal. Veränderung?

    Wie mnef schon sagt, Werte aus Tabellen sagen genau gar nichts.

    supersayajin schrieb:

    Das ist für mich das beunruhigenste, dass es dauerhaft so ist.

    Beunruhigender wären aber eher starke Schwankungen! Dauerhaft ist besser, als andersherum. Jeder Körper ist anders und EU-Skalen sind Richtwerte mit Daseinsberechtigung, aber eben trotzdem Richtwerte.

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    Dr. Faustus schrieb:

    Hast du denn Atemnot? Wenn du gegen Frühblüher allergisch bist, sollte das je regelmäßig auftreten. Hast du dann mal PEV gemessen, und ist dieser Wert noch niedriger?

    Hast du ein Notfallspray (Salbutamol o. ä.)? Wenn ja, nimm einen Hub und miss den PEV noch einmal. Veränderung?

    Wie mnef schon sagt, Werte aus Tabellen sagen genau gar nichts.


    Nein, Atemnot in dem Sinne hatte ich noch nie. Hatte vor 4 oder 5 Jahren nach dem Joggen ein paar mal ein pfeifendes Geräusch beim Atmen. Wenn ich dann stoßartig ausgeatmet habe, habe ich gemerkt, dass die Luft nur langsam entweicht. Daraufhin habe ich dann vom Arzt ein Spray bekommen für den Notfall, den Wirkstoff weiß ich aber nicht mehr. Aber als das leer habe, habe ich kein neues mehr benötigt.

    Dr. Faustus schrieb:

    Die Messung des Peakflows ist leicht manipulierbar. Manche Menschen sind bezüglich ihrere Atemwege völlig gesund, bringen aber trotzdem keine sinnvollen PEF-Werte zustande, weil sie es schlicht nicht können.

    Wenn du Atemprobleme hast, geh zu einem Lungenfacharzt. Der wird eine Spirometrie und ggf. eine Bodyplethysmographie machen und passt dann auch auf, dass du es richtig machst.

    Aber was kann man denn da falsch machen? Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen. Vielleicht wenn man extrem jung oder alt ist, dass man die Koornidation einfach nicht hinbekommt, aber sonst?

    Zum Arzt will ich ehrlich gesagt, wegen der aktuellen Situation (in Deutschland) ungerne, wenn es nicht sein muss.


    mnef schrieb:
    supersayajin schrieb:

    Das ist für mich das beunruhigenste, dass es dauerhaft so ist.

    Beunruhigender wären aber eher starke Schwankungen! Dauerhaft ist besser, als andersherum. Jeder Körper ist anders und EU-Skalen sind Richtwerte mit Daseinsberechtigung, aber eben trotzdem Richtwerte.

    Naja wenn es dauerhaft weiter fällt, wäre das eher nicht gut. Dann lieber einen Anfall und danach wieder normal ;-)

    Konsultiere bitte einen Facharzt für Pneumologie. Zunächst sollte eine Lungenfunktionsprüfung mittels Spirometrie durchgeführt werden, diese ist auch mit Belastung unter Ergometrie möglich. Der Facharzt entscheidet über die weitere Diagnostik, z.b. ein Bronchospasmolysetest oder die Diffusionskapazität. Die Ganzkörper Plethysmografie wurde schon erwähnt. Alles Gute wünsche ich dir!

    Es muss nur die Zunge n bisschen zu hoch (=im Weg) sein und schon wird der Luftstom genug gebremst, den Wert nach unten zu verfälschen. Selbiges gilt für nicht genaue Haltung des Geräts oder wenn man die Ausatemtechnik einfach nicht so raus hat. Letztere kann ich nun echt schwer bis gar nicht in Worten erklären, aber ich tu mich auch schwer damit, dass stoßartiges Ausatmen wirklich stoßartig ist ;-D

    supersayajin schrieb:

    Naja wenn es dauerhaft weiter fällt, wäre das eher nicht gut. Dann lieber einen Anfall und danach wieder normal

    Wenn... tut es aber wahrscheinlich nicht. Und glaub mir: Einen richtigen Atemnotanfall willst du nicht.

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    Man wird älter. Die Laufzeiten werden ja auch immer schlechter. Die Lungenkapazität fällt auch mit dem Alter.

    Das Gerät ist sicher nicht dazu geeignet , die absolute Lungenleistung zu messen. Es dient nur dazu , Verschlechterungen bei Asthmakranken frühzeitig zu erkennen.

    Ich habe aus bestimmten Gründen auch so ein Gerät. Es hat im Internet 18 Euro gekostet. Ich liege weit unter der Altersnorm auf dem Gerät.

    Messen aber Ärzte mit einem richtigen Spirometer , sind die Werte ausgezeichnet. Die meisten Hausärzte haben so ein Gerät.