Totale Histamin-Abbaukapazität

    Hallo zusammen,


    ich hoffe ich bin im richtigen Themenbereich gelandet. Wie viele Betroffene ja wissen, ist eine Histaminintoleranz (HIT) keine echte Allergie. Vermutlich würde das Thema in einige Kategorien passen...


    Ich bin heute über Folgendes "gestolpert" und würde gerne die Community fragen, ob es bereits Erfahrungen mit dem Test der "Totale Histamin-Abbaukapazität" gibt.


    Link zur Laborinformation: HIER

    Die wichtigste Textpassage:


    Ich finde es klingt sehr interessant und scheint einem Labortest auf eine HIT (welchen es ja bislang nicht wirklich gibt) sehr nahe zu kommen.


    Danke euch vorab und Beste Grüße

    xianjiao

  • 18 Antworten

    Hallo nochmal. Gibt es in diesem riesig großen Forum tatsächlich niemanden, der Erfahrung mit diesem Test hat?! ???


    Danke euch und ein schönes Wochenende

    Leider nein.

    Aber ein Test der zweifelsfrei belegt dass man Histamin nicht verträgt wäre nur dann wirklich brauchbar wenn die Krankenkasse ihn zahlt.

    Plüschbiest schrieb:

    Leider nein.

    Aber ein Test der zweifelsfrei belegt dass man Histamin nicht verträgt wäre nur dann wirklich brauchbar wenn die Krankenkasse ihn zahlt.

    Ich gebe Dir recht, es kann nur JEDEM geholfen werden wenn ihn die Kasse zahlt.


    "Brauchbar" wäre ein funktionierender Test aber auch, wenn man ihn selbst zahlen muss. Leider halt nur für die, die ihn sich leisten können.


    Ich habe nach einigen Jahren mit Wirbelsäulenproblemen jetzt selbst ein MRT machen lassen. Natürlich wärs besser, wenn Orthopäden das mal verschrieben hätten. Aber was ich sagen will: Es wäre zwar besser wenns die Kasse zahlt, aber auch selbstbezahlt war es für mich "brauchbar", da ich jetzt weiß, dass ich einen Bandscheibenvorfall habe und jetzt bei ner Physio gezielte Übungen gezeigt bekomme.


    Und ich würde, wenn es einen guten fundierten Histamintest gibt, den wohl auch mal machen. Einerseits aus Interesse, andererseits um das ganze zu fördern damit das ganze soviel Verbreitung findet, damit es eben anerkannt wird und irgendwann vielleicht zur Kassenleistung wird.

    Da stellt sich mir die Frage, warum tut man erst was, wenn man eine offizielle Diagnose hat und nicht auf einen Verdacht hin?

    Bei der Wirbelsäulengeschichte? Ich bin da scheinbar sehr Rückschrittlich. Ich bin auch genausowenig Fan davon, ständig von Ärzten Antibiotika bei sichtbaren Entzündungen oder sogar nur bei Symptomen verschrieben zu bekommen, weil nen Abstrich oder ne Urinuntersucung (jenachdem wo die Entzündung ist) scheinbar schon zu teuer ist. Diese "Verdachtsbehandlungen" sind für mich der letzte Strohhalm und nicht die bevorzugte Vorgehensweise.


    Ich hatte den Verdacht, dass irgendwas nicht stimmt. Aber es ist schon was anderes ob man einfach "diffuse Schmerzen" hat oder ob man weiß ob es jetzt Bandscheiben, ne Arthrose, ne Skoliose oder einfach nur Verspannungen sind. Da kann man andere, geschicktere Übungen machen wenn man weiß wofür es ist.


    Da ich sowohl in BWS als auch LWS Probleme habe, wüsste ich nichtmal worauf cih welche Priorität setzen sollte. Jetzt weiß ich, dass die Bandscheiben in der BWS ok sind und ich da eher Muskelaufbau machen kann, während ich bei der LWS schonender vorgehen sollte.


    Und wenn wir zurück zum Thema Histamininttoleranz kommen. Nach der Logik bräuchte man solche Tests auch gar nicht entwickeln, merkt doch jeder spätestens irgendwann, dass es am Histamin liegt, dann lässt ers weg und gut ist. Manche bekommen das vielleicht binnen Wochen raus, weil sie nen Bekannten haben der das auch hat und sie das Thema kennen. Andere wie ich, die scheinbar das "Pech" haben der einzig "Kranke" im Bekanntenkreis zu sein, brauchen Jahre. Und genau da würde ein guter Test helfen. Früh bescheid wissen, statt erstmal monatelang dieses und jenes Lebensmittel zu meiden, ständig Ernährungsprotokolle zu führen, sich wegen Ernährung langsam verrückt zu machen, ständig auf unverständnis bei Ärzten und Mitmenschen zu stoßen weil es einem ständig schlecht geht und man nicht weiß warum. Diese Übergangszeit bis zur Identifikation der Histaminintoleranz kann schon sehr lange sein.


    Aber, falls Du das vielleicht auch damit gemeint hast, hast Du damit Recht, dass man sich nicht auf offizielle Diagnosen verlassen sollte oder auf Teufel komm raus auf diese warten sollte. Die gibt es für viele Krankheiten einfach nicht. Es gibt vieles, das ist nicht eindeutig diagnostizierbar. Da hilft am ende alles, was halt hilft. Da muss man lernen auf seinen Körper zu hören, was ihm gut tut. Und nicht auf Ärzte, Ernährungsberater oder Freunde mit gut gemeinten Ratschlägen die nicht zu einem selbst passen.


    Und um ganz zurück ins Thema zu kommen, eine Rückfrage an den TE:


    xianjiao schrieb:

    Ich finde es klingt sehr interessant und scheint einem Labortest auf eine HIT (welchen es ja bislang nicht wirklich gibt) sehr nahe zu kommen.

    Was kostet der Test? Und gibt es da irgendwelche wisseschaftlichen Arbeiten / Studien zu?

    Das Problem ist aber oft, dass man auf mehrere Sachen reagiert und deswegen immer zweifelt, was genau man jetzt wie schlimm hat.

    Bei mir ist es so, dass ich mir sicher bin dass ich von zu viel Fructose die typischen Bauchschmerzen bekomme und mich beim Obst einschränke.

    Aber wenn ich Brot esse und dann Bauchschmerzen bekomme geht die Raterei los.

    Da kann es ja alles sein, worauf ich reagiere, das Brot, die Margarine, der Aufschnitt.

    Da habe ich ja x Komponenten. Und wenn dann noch hinzukommt dass man nicht jedes Mal nach dem Essen von Brot reagiert, dann weiß man nicht, wo man anfangen soll.

    Hallo,


    Danke für eure Antworten.


    Sicherlich ist jedes Krankheits- bzw. Beschwerdebild anders. Jeder Mensch ist einzigartig und so auch die Beschwerden, insbesondere bei Unverträglichkeiten. Da spielt ja sogar die Tagesform eine Rolle...Dennoch denke ich, dass ein verlässlicher Test sehr viel Aufschluss geben kann. Ich bin aktuell immer noch nicht wirklich klar darüber ob es Histamin ist, oder andere Allergien bzw. Unverträglichkeiten welche bei mir zu Beschwerden führen. Ein Test hilft Klarheit über ein Thema zu haben. Vielleicht kommen dann noch andere Dinge hinzu, vielleicht aber auch nicht. So kann man sich auch weitergehen damit Beschäftigen. Ich könnte jetzt basierend auf meinen Erfahrungen darauf schließen, dass ich an HIT leide und viele weitere Tests machen (da gibt es ja jede Menge...Co-Faktoren, Darm...bis hin zum Gentest). Vielleicht ist es aber auch keine HIT und dann habe ich viel Geld zum Fenster rausgeworfen.


    Ich habe leider auch kaum weitere Informationen gefunden. Die meisten Infos kommen von den Laboren selbst. Der Preis scheint so zwischen 80 und 100 Euro zu liegen, je nach Labor. Ich weiß nicht ob dann noch weitere Kosten hinzukommen. Für mich persönlich wäre das ein akzeptabler Preis, wenn der Test verlässlich ist. Daher der Thread hier im Forum ;-)


    Ich werde vermutlich mal eines der Labore anrufen und schauen, ob ich dort weitere Infos bekommen kann...


    Schönen Sonntag

    Kurzes Update meinerseits...Habe nun endlich eine Möglichkeit gefunden den Test in meiner Nähe durchführen zu lassen. Bin gespannt und werde euch dann weiter auf Stand halten ;-)


    Schönes Wochenende!

    Hallo zusammen,


    habe den Test durchführen lassen und konnte somit meine HIT labortechnisch bestätigen lassen. Für mich ein wahnsinnig gutes Gefühl das Ergebnis des Tests in den Händen zu halten. Somit habe ich einen medizinischen Beleg und bin mir nun absolut sicher, dass ich hier ein "Problem" habe. Zusätzlich durch die Erfahrungen der Diät ist es nun ausgeschlossen, dass ich an etwas anderem leide. Kann den Test somit absolut weiterempfehlen.


    Für mich geht es jetzt an die Ursachenforschung...schreibe sicherlich in naher Zukunft nochmal ein Update.


    Grüße

    xianjiao


    Hallo!


    Das klingt interessant.

    Darf ich fragen, welche Symptome dich genau dazu bewegt haben, an Histamin zu denken?


    Und was bei der Laboruntersuchung genau für Werte herausgekommen sind?

    Ich habe Anfang des Jahres ebenfalls DAO, Vitamin-C, B6, Kupfer, Zink und Histamin im Serum untersuchen lassen. Bis auf ein etwas zu niedriges DAO, war jedoch alles überdurchschnittlich gut.


    Lg

    Hi MaxEfpunkt


    in dem konkreten Test wurde "nur" DAO und THAK (Totale Histamin-Abbaukapazität) getestet. Den DAO Wert habe ich aber nur machen lassen, weil es relativ günstig war und mich interessiert hat. Der Wert ist normalerweise nicht sehr aussagekräftig, da er stark schwankt und auch bei gesunden bzw. nicht betroffenen Menschen erniedrigt sein kann. Ich hatte ihn vor einiger Zeit schonmal testen lassen und da war alles im normalen Bereich. Daher hatte ich das Thema HIT auch (leider) nicht weiter verfolgt.


    Die Symptome...Ich leide vor allem an einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Nach histaminhaltiger Nahrung bekomme ich in der Regel einen Flush (rotes, warmes Gesicht), leichte Kopfschmerzen und so ein allg. Krankheitsgefühl. So als wäre man leicht erkältet. Manchmal geht es auch in eine leicht betrunkene Richtung, auch wenn es komisch klingt. Magen-Darm mäßig habe ich eigentlich keinerlei Probleme bis auf leichte Verstopfung (manchmal).


    Ergebnis bei mir ist eine zu niedrige Histaminabbaukapazität. Sie liegt bei 33% wobei es >40% sein sollten. Das ist zwar keine Katastrophe, da es auch Menschen mit <25% gibt, erklärt aber meine Beschwerden, welche vermutlich im Vergleich zu stark betroffenen eher milde sind. Durch die Eliminationsdiät geht es mir aber deutlich besser. So ist für mich der Zusammenhang zwischen Histamin und (schlechtem) Wohlbefinden bestätigt.


    Grüße

    Konntest Du da selbst Blut hinsehenden (lassen) oder warst Du dazu in München? Das Labor hat ja viele Standorte, aber den Test scheinen sie nur in München anzubieten.


    Ich hab es mir bisher über die Symptome "diagnostiziert". Ein Heilpraktiker hat mal einen Urintest gemacht der sagte "Histaminintoleranz ist wahrscheinlich" oder so.

    Hi Mike578


    in der Tat war es nicht so ganz einfach. Bis auf das Labor in München wussten die Partnerlabore nicht wirklich viel von dem Test. Nun ja, er scheint ja auch relativ neu zu sein. Nach etwas hin und her am Telefon und einigen Tagen Recherche auf Seiten des Labors war ich dann schlussendlich in Heidelberg (ist von mir aus am besten erreichbar). Die haben es dann nach München geschickt. Theoretisch sollte es auch über den Hausarzt gehen...war mit aber relativ sicher, dass es noch komplizierter wird als selbst hinzufahren. ;-)


    Bzgl. Daosin. Ja es hilft, aber leider nur sehr limitiert. Ich nehme mittlerweile lieber NaturDAO (gibt es bei Amazon). Das wirkt etwas besser und ist dazu noch billiger und vegetarisch/vegan. Das Daosin wird ja aus Schweineniere gewonnen.


    Für mich sind die nächsten Schritte ein Test auf die Ko-Faktoren (Kupfer, Zink, Vitamin B6). Danach würde ich auch einmal einen Darmtest in Erwägung ziehen. Da ich allerdings kaum Probleme in dem Bereich habe, würde es mich wundern, wenn es damit zusammenhängt.


    Grüße