Warum nehmen die Allergien so zu?

    Ich beispielsweise bekam mit Mitte 40 eine Pollenallergie , die sich schon nach wenigen Jahren als quälender Husten äußerte. Ich bin jetzt 67 Jahre alt. Man fragt herum , und fast jede Frau in meinem Alter hat auch recht spät eine Allergie auf Pollen oder auf Lebensmittel bekommen. Bei den Jungen braucht man gar nicht mehr zu fragen. Die meisten gehen nie zum Arzt deshalb , deshalb sind die Statistiken nicht ganz richtig. Ich ging 13 Jahre in die Schule , aber eine Schulkollegin mit Pollenallergie hatte ich nie ( 50er und 60er Jahre) . Wir wuchsen auch nicht im Kuhstall auf , was ja so gesund sein soll. Was denken die Leser hier? Ich lese jetzt da und dort darüber. Die Bakterien in der rohen Kuhmilch sollen Allergien verhindern. Als wir am Land die frische Kuhmilch holten , kochten wir diese sofort ab. Die trank man nicht roh!! Manche vermuten , dass der viele Kunststoff schuld an den Allergien ist. Den gab es vor 1970 überhaupt nicht. Wir alle haben den im Körper. Der Körper will ihn loswerden und bekämpft ihn. Das Immunsystem wird aktiv. Das könnte der Grund für die zunehmende Zahl an Allergien sein. Antroposophen haben nachweislich weniger Allergien als "normal" lebende Kinder, stand in dem Artikel. Als Grund wird vermutet , dass ihr Darm vorteilhaftere Bakterien hat ( gewisse Milchsäurebakterien). Sie essen anders . Diese Bakterien senken auch das IGE ein wenig. Unser Darm ist ja voll mit Bakterien. die lösen ja auch Reaktionen aus. Umweltverschmutzung als Ursache : Die Dampflokomotiven und der Hausbrand in meiner Kindheit gaben auch einiges ab. Hat jemand sich auch mit dem Thema beschäftigt?

  • 12 Antworten

    Ich habe bis heute in England starke Probleme mit Allergien auf dem Land und vermeide möglichst Getreidebauernhöfe.


    Ich bin Landei, aber wo ich herkomme, wurde regelmässig ordentlich Chemie mit Flugzeuge über unsere Grundstück von unserer Nachbar (Bauernhof) gesprüht. Ich bin mit viele Tiere gross geworden, aber habe Asthma.

    Elisabeth51 schrieb:

    Umweltverschmutzung als Ursache

    So schaut es aus.

    Wird ja nicht besser mit der Luft und was du so täglich einatmest oder an Pestiziden isst oder an Chemie in dein Gesicht cremst/malst.

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    Elisabeth51 schrieb:

    Antroposophen haben nachweislich weniger Allergien als "normal" lebende Kinder, stand in dem Artikel.

    Welchen Artikel zitierst du hier denn? Hab ich das überlesen? ":/


    Ich bekam auch erst mit Anfang 40 eine Pollenallergie. Warum erst dann? Keine Ahnung. Als Kind wuchs ich in einem Dorf auf und war in jedem Tierstall, den es dort gab. Bei uns war es völlig normal, die Rohmilch vom Bauern auch roh zu trinken.

    Trotzdem hab ich nun Allergien.


    Übrigens hatte auch meine Mutter die gleichen Allergien. Meine Ärzte vertreten die Meinung, dass es dafür eine genetische Disposition gäbe - die aber selbstverständlich nicht bei jedem zum Tragen komme.

    Ich glaube , das mit den Antroposophen steht in einer aktuellen Sonderausgabe des "Netdoktor". Die Zeitschrift ist derzeit in Ö im Zeitschriftenhandel erhältlich.

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    @ unsere Vorfahren hatten die gleiche genetische Disposition. warum brach bei denen keine Allergie aus? P. S. . Auch meine 2 Bekannten in meinem Alter , die spät Allergien bekommen haben , wuchsen mit eigenen Kühen auf. Es gibt noch unbekannte Faktoren. Irgendwie hing das bei mir mit Übersiedlungen zusammen. Die eine Wohnung war gerade fertiggestellt. Es stank dort lange Zeit bestialisch nach Chemikalien.

    Ich denke dieses Thema ist total komplex.

    Warum die Zahl der Allergiker zunimmt, ist mit Sicherheit auch noch nicht bis ins kleinste Detail geklärt.

    Eine Theorie besagt und das erscheint mir am logischsten, das sich unsere Körper an die schnell wandelnden Umwelteinflüsse nicht schnell genug anpassen kann.

    Beispiel: Feinstaubbelastung, Abgase, Umweltgifte, Einsatz von Düngemittel, genetische Veränderung von Lebensmitteln, Mirkoplastik, Nanopartikel, Veränderungen von Obst und Gemüse durch das Wegzüchten bestimmter Eigenschaften usw. das alles hat in den letzten 100 bis 200 Jahren extrem zugenommen ohne die Langzeitfolgen zu kennen und unsere Körper und unser Immunsystem steigt dann halt irgendwann mal aus.


    Mal ein Beispiel:

    In den USA wurde Schweinen genmanipulierter Mais gefüttert. Über die Hälfte der Schweine wurde unfruchtbar... aber so was verschweigen die meisten Medien damit der dumme Bürger sowas garnicht mitbekommt.


    Beispiel:

    Künstlicher Zucker....jeder der sich mal genauer damit beschäftigt hat weiß das künstlicher Zucker (Aspartam) sich im Testversuch in großen Mengen als krebserregend herausgestellt hat . Im Test bekamen Mäuse davon Gehirntumore. Aber auch hier wurde es auf den Markt gebracht weil ja angeblich nur die Dosis das Gift macht und Aspartam in ganz geringen Mengen so wie es auch in der Tollen Zuckerfreien Cola drinnen ist, angeblich niemals krebserregend ist.

    Schon klar. Da nehm ich lieber richtigen Zucker und werde etwas rund davon als so nen Mist zu fressen...sorry


    noch was zum nachdenken:

    Nanopartikel in Kosmetika....jeder verzichtet mittlerweile auf Alu-freie Deos...was gut ist. aber duscht jeden Morgen mit Duschgel welches Nanopartikel enthält. Über die Haut können diese Problemlos in den Körper eindringen. Die Langzeitfolgen kennt kein Schwein..Hauptsache es wurde ein neues Produkt kreiert was sich richtig teuer verkaufen lässt.


    Man kann nicht auf alles verzichten...schon klar ...da müsste man nackt leben und sich von Luft und Liebe ernähren. Aber es muss endlich mehr Aufklärung stattfinden. Es kann nicht sein das die Verbraucher kaum bis garnicht aufgeklärt werden und als Versuchskannienchen herhalten müssen....in dem Sinne kann ich jedem nur empfehlen mehr Phoenix statt RTL und ein langes gesundes Leben

    Das hängt bestimmt mit unserer modernen Lebensweise zusammen. Zuerst sollten wir mal festhalten, dass die durchschnittliche Lebenszeit momentan noch ständig von Jahr zu Jahr steigt. Nun sagt so eine Statistik nichts über die Qualität der zusätzlich hinzugekommen Lebensjahre aus.


    Nun stellt der Mensch seit mindestens 100 Jahren in Recht großem Umfang Stoffe her, die ohne ihn nicht entstehen würden. Man untersucht diese Stoffe einzeln auf ihre Wirkung auf den Menschen und Umwelt. Das ist auch gut und schön. Nur wie die Stoffe im Cocktail wirken kann keiner untersuchen. Zu mal der einzelne Organismus auch unterschiedlich reagiert.


    Ich war Frühblüher-Allergiker, wie ich davon los kam, habe ich hier schon zig mal beschrieben. Also ich spüre noch ein bißchen, dass die Pollen kommen, dadurch das meine Augen ab und an jucken. Und rohe Karotten und Birnen können ab und an zu Durchfall führen. Das ist aber alles was blieb.


    Die Allergien sind das Symptom und die Menschheit sollte jetzt nicht wie üblich das Symptom beseitigen, sondern die Ursache. Wie jetzt in der NDR-Doku geschildert, das Allergiker eventuell fordern die Birken zu fällen. Die armen Birken können nichts dafür.


    Ich kann nur empfehlen, back to the roots. Also sich so natürlich als möglich zu ernähren.


    Die moderne Medizin hat mir in so fern geholfen, als dass ich eine Hyposensibilisierung machte, die eine seht gute Wirkung zeigte. Allerdings hat das vermutlich massive Verdauungsprobleme in Form von Blähungen und Durchfall geführt hat. Diese Probleme habe ich aber wieder sehr gut in den Griff bekommen. Ich lebe heute super ohne jegliche Angst vor dem Frühjahr. Und das ohne Cortison und andere pharmazeutische Produkte.

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    Kleiner Nachtrag: Man muß nur mal schauen was aus dem Produkt Milch in den letzten 50 Jahren geworden ist.


    Meine Eltern hatten ca. 6 Kühe im Stall stehen. Die Milchleistung war im Vergleich zu heute gering. Jeder heutige Bauer würde die Milchkühe meiner Eltern sofort schlachten lassen.

    Wenn eine Kuh gekalbt hatte, durfte man die Milch 14 Tage nicht zur Molkerei bringen und die Milch wurde an das Kalb verfüttert. Erst danach wurde es mit Milchpulver versorgt. Ich dachte bis vor kurzem, dass das auch heute noch so ist. Und mußte feststellen, dass die Nicht-Bio-Bauern die Milch sofort nach der Geburt wieder an die Molkereien liefern. Mit allen Hormonen, die da drin sind, und die gut für das Kalb wären, aber nicht für uns Menschen. Der Mensch schafft es doch tatsächlich alles zu Pervertieren und wundert sich dann, wenn überhaupt, über die Folgen seines Handelns.


    Mir wird schlecht, wenn ich die heutigen Kühe anschaue. Die wurden zu reinen Milch-Maschinen hochgezüchtet. Riesige Euter. Furchtbar. Und dann die Fütterung. Oder die durchschnittliche Lebensdauer einer Milchkuh.


    Dann das Homogenisieren der Milch. Hier ein Link dazu:

    Frederike Feil u.a. zur Homogenisierung der Milch


    Und warum das alles? Weil wir nur die Quantität und den billigen Preis im Kopf haben. Diese Entwicklung ist nicht ein Produkt der Milcherzeuger allein, die ganze Gesellschaft ist dafür verantwortlich.

    Zitat

    Warum nehmen die Allergien so zu?

    Na das würde mich aber auch mal interessieren?

    Ich war noch nie auf etwas allergisch gewesen, bis zum letzten Jahr, wo das ganze dann auch anfing! Es hat mich anscheinend sehr schwer erwischt, denn neben dem das ich jetzt auf alles mögliche Allergisch bin, komme ich sehr schwer damit klar. Habe sehr starken Husten, meine Augen jucken, brennen und das schlimmste ich komme kaum zur Luft!


    Versuch das ganze, so gut es eben geht mit Medikamenten unter die Kontrolle zu bekommen, welche ich übrigens auch online [...] bestelle, aber wie gesagt, ich komme damit sehr schwer klar ;(


    LG

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    bei dem thema kommen einfach sehr viele faktoren zusammen:


    • die demographische entwicklung: mehr ältere menschen bedeuten eben auch mehr menschen, die mehr zeit haben, im laufe ihres lebens eine allergie zu entwickeln. früher wurde frühzeitiger gestorben. wer mit 30 als frau im kindbett oder als mann im krieg stirbt, hat keine chance, mit 40 noch eine allergie zu entwickeln.
    • die sterilität unserer umgebung: bei all den umwelteinflüssen, die neu und sicherlich schädlich sind, muss man doch sagen, dass unser immunsystem eigentlich stärkeres gewöhnt ist. wir sind die nachfolger der überlebenden von pest, cholera, ruhr, usw.
      unser immunsystem ist also verhältnismässig stark - ein stück weit, wie ein muskelbepackter aggresiver türsteher. nur dass er eben nicht mehr vor der disko steht und täglich leute rauswerfen muss, sondern vorm kindergarten, wo absolut nix passiert. früher oder später wird er dann eben so aggro, dass er eines der kinder anbrüllt, weil ihm sein rucksack nicht gefällt.
    • die neuen umwelteinflüsse: feinstaub, stickstoff, mikroplastik, fluglärm oder auch handymaststrahlung setzen den körper einfach permanent unter eine art minimalstress. es ist bei weitem nicht genug, dass man bewusst was merkt, aber die zellen an sich müssen eben dagegen ankommen und arbeiten. das führt dann eben dazu, dass wir uns - grade in verbindung mit einer oft falschen ernährungsweise - total auspowern, ohne es zu merken. da sind wir dann eben für den kleinsten mist anfällig. vor 200 jahren hätten wir bei pollen eben mal kurz geniesst und hätten nicht viel mehr gemerkt - heute liegt man dann eben gleich tagelang mit grippeähnlichen zuständen flach.
    • die mimimi-gesellschaft: klingt jetzt hart, das so zu sagen, aber unsere gesellschaft entwickelt sich ja nunmal. in den letzten jahrzehnten ist es mehr und mehr mode geworden, sich mit sich selbst zu befassen und damit welche allergien und unverträglichkeiten man so hat. meine oma hat eben bestimmte lebensmittel nicht vertragen, so what? die hat sie dann eben nicht gegessen. und wenn sie sie doch gegessen hat, hatte sie eben mal durchfall. einige leute machen aber heute zu ihrem grossen thema im leben, wogegen sie allergien haben, was sie nicht ertragen und da wird dann lang und breit drüber gequatscht. allergiker zu sein ist cool geworden. kein hipster ist komplett ohne bart, hornbrille und allergie oder unverträglichkeit.


    all diese faktoren wirken dann eben zusammen und verstärken sich gegenseitig noch.