Allergie homöopathisch "löschen"

    Hallo auch,


    meine Tochter (3 Jahre) leidet unter starkem Heuschnupfen. Die üblichen naturheilkundlichen Mittelchen haben leider nur unbefriedigend gewirkt, so dass sie ab und zu, bereits in ihrem Alter, Antihistamine nehmen muss! Mein Kinderarzt hat auch keine andere Lösung zur Hand.


    Ich habe aber schon öfter gehört, dass man Allergien naturheilkundlich "löschen" kann. Kann mir jemand hier etwas dazu sagen? Kenn ihr sonst noch irgendwelche Mittel die man geben kann, damit es ihr nicht mehr so schlimm geht?


    DANKE!

  • 33 Antworten

    Zunächst einmal muss man verstehen was eine Allergie ist:


    (Ag = Antigen [eine beliebige biochemische (Oberflächen)Struktur])


    (Ak = Antikörper [vom Immunsystem gebildeter Abwehrstoff gegen ein spezielles Ag]


    Bei einer Allergie (in dem Fall TypI: klassische Anaphylaxie) kommt es in einem B-Lymphocyten nach dem Ag-Kontakt zu ein Genshift und der B-Lymphocyt bildet als Plasmazelle nicht wie üblich Immunglobuliene (Ak) vom Typ M, G oder A sondern vom Typ E. Dieses IgE hat die Funktion im Gewebe an die Mastzellen zu binden. Kommt nun die mit IgE belade Mastzelle mit dem Ag gegen das ihre Ak gerichtet sind in Kontakt, so löst der Ag wenn es zwei Ak gleichzeitig berührt eine Art Kurzschluss aus, welcher bewirkt das die Mastzelle degranuliert, also ihre "Speicherstoffe" in die Umgebung abgibt. Die Granula der Mastzelle besteht im wesentlichen aus Histamin, einem Gewebehormon das die allgemeinbekannten Allergiesymptome auslöst.


    (Im schlimmsten Fall kann die Wirkung des Histamin so stark sein das auch benachbarte Mastzellen die eigentlich ein IgE anderer Spezifität haben auch degranulieren so das die Reaktion generalisiert -> anaphylaktischer Schock)


    Antihistamine heben die ungewünschte Wirkung des Histamin auf was die "Allergiereaktion" abbricht. An sich sind das hervorragende Medikamente an denen es nichts aus zusetzen gibt außer das es es eben nur eine sympthomatische nicht aber ein kausale Therapie ist (Es wird die Folge nicht die Ursache behoben).


    "Fenestilsalbe" die man bei Mückenstichen verwendet ist nichts weiter als ein Antihistamin.


    Die eigentlich Ursache sind die B-Lymphocyten die auf das ungefährliche Ag der Blütenpollen mit IgE Bildung reagieren. "Löschen" kann man das nicht, es ist unmöglich von außen zusehen welche der Abermilliarden Lymphocyten, verteilt über den ganzen Körper, den Fehler machen, deshalb kann man dem Körper auch keine Medikament (sei es nun ein richtiges oder irgendwelches homöopathisches Zeug) zuführen das speziell diese, und nur diese Lymphocyten beseitigt oder umprogrammiert.


    Aber es besteht die Möglichkeit einer kausalen, also die Ursachen behandeln den Therapie. Und zwar durch desensibilisierung. Unser Immunsystem reagiert nicht auf alle Ag: auf Ag die in sehr hoher Konzentration auftreten reagiert es nicht - sonst würde das Immunsystem den eigene Körper oder unsere Normalflora angreifen; und unser Immunsystem reagiert nicht auf Ag in sehr niedriger Konzentration, denn wenn das Ag wirkliche eine Bedrohung wäre, weil es zB zu einer Bakterie gehört dann wäre da nicht nur eins. Das macht man sich zu nutze: Der Allergiker bekommt, unter ärztlicher Aufsicht, das Allergen in sehr hoher Dosis verabreicht, und das immer wieder. Das hat zur Folge das sich im Immunsystem bestimmte Arten von T-Lymphocycten bilden die "glauben" das das Allergen auf Grund seines massenhaften Vorhandenseins ein normales, zum Körper gehöriges Ag ist. Daraufhin nehmen sie ein Stück von dem Ag und kontrollieren damit ob auch alle anderen Lymphocyten wissen das das Ag keine Gefahr ist - treffen sie dabei auf einen B-Lymphocyten der auf das von dem T-Lymphocyten präsentierte Ag wie auf einen "Feind" reagiert, dh mit Ak Bildung, wird diese Zelle sofort abgetötet; und nach einer gewissen Zeit sind dann alle B-Lymphocyten die Ursprünglich auf das Pollen-Ag reagiert haben beseitigt. Dadurch gibt es keine Mastzellen mehr die mit IgE gegen dies Pollen-Ag reagieren könnten und somit auch keine allergische Reaktion mehr.


    (Es ist möglich das dieser Lernprozess, auch von alleine stat findet, also die Allergie von selbst verschwindet.)


    Fazit: So lange das Kind noch zu klein für eine Desensibilisierung ist, sind Antihistamine einen sichere Methode die Beschwerden zurück zu drängen.


    [Die immunologischen Prozessen sind in Wirklichkeit natürlich wesentlich Komplexer, aber um klar zu machen was ist, was kann und was nicht, wird das wohl reichen.]

    Hallo,


    eine Bekannte von mir lässt ihre Tochter bei "Störungen" von einer Heilpraktikerin behandeln, die kinesiologisch die (meist psychische/seelische) Ursache des Problems austestet und dann die entsprechenden homöopathischen Mittel dazu austestet.


    Vielleicht helfen Dir diese Links weiter:


    Psychokinesiologie


    http://www.balance-online.de/219.htm


    Homöokinesiologie


    http://www.enveda.de/Alternati…ologie/mag_38.cfm?rid=183


    Ansonsten kann ich Dir die Therapie "Psychosomatische Energetik" empfehlen. Damit haben meine Familie und ich gute Erfahrungen gemacht.


    http://www.natuerlich-gesund-o…rtikel_2006/allergien.php


    http://www.enveda.de/Alternati…tischeEnergetik/index.cfm


    Gruß

    @ ClairMatin

    Meinen Beitrag über die Entstehung und den Mechanismus einer Allergie; das das eben keine seeliche Störung sondern eine biochemische Fehlfunktion ist ... solche Tatsachen wollen Leute wie ihr einfach nicht wahr haben?!


    Ich hab klar die Ursache und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten beschrieben - kein homöopathisches Mittel kann den hoch komplexen Lernprozess des Immunsystems der zur kausalen Behandlung einer Allergie notwendig ist mit einem "Fingerschnippen" überspringen.


    Immer wieder hört man von Homöopathie-beführwortern, das sie die "Schulmedizin" ablehnen weil die einfach ein Medikament verschreibt ohne sich mit dem Patienten auseinander zu setzen - das ist sicher ein legitimer Einwand der nicht genug berücksichtigt wird, aber lesen sie mal was Sie selbst geschrieben haben:

    Zitat

    eine Bekannte von mir lässt ihre Tochter bei "Störungen" von einer Heilpraktikerin behandeln, die kinesiologisch die (meist psychische/seelische) Ursache des Problems austestet und dann die entsprechenden homöopathischen Mittel dazu austestet.

    Oder anders gesagt: "Kind, du bist Krank! Du musst ein Medikament nehmen! Wir müssen nicht die Sozialen Problem in Familie oder Schule durch langsame Lernprozesse beheben, nein Du musst ein Medikament nehmen dann bist Du sofort wieder gesund."]:D

    @ littleone30

    ich glaube das man hier alternativ auf jeden fall was machen kann.


    oft wird gesagt, da kinder ja noch nicht wirklich viele dinge selbstständig machen können, dass eltern auf sie bestimmte themen und dinge übertragen.


    daher gibt es eine menge an möglichkeiten.


    vielleicht schaust du einfach mal unter:


    www.healers-world.com/hw_mitgliederliste_suche/allergien/


    da findest du vielleicht jemanden in deiner nähe.


    wenn du für andere möglichkeiten offen bist, könnte ich dir auch noch andere vorschläge machen.


    lass es mich wissen.


    und bis dahin gute heilung :)^

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Tommy GF

    Danke erstmal für die Tipps. Werde mich jetzt mal im Internet schlau machen!!! :)^

    Doryphoros84

    Wir hatten uns schon wg. den Mykoplasmen in einem anderen Forum "unterhalten" um so mehr war ich über Deine Antwort hier, in diesem Forum "Naturheilkunde" erstaunt! Ich danke Dir für das medizinische Hintergrundwissen, jedoch heißt das noch lange nicht, dass die allopathische Medizin der Weisheit letzter Schluss wäre. Aber lass uns lieber nicht nochmal von Vorne anfangen. Ich denke, vielleicht interessiert Dich ja der naturheilkundliche Ansatz, und die dort mit einbezogene Menschlichkeit doch etwas (weshalb antwortest Du wohl sonst in so einem Forum) und möchtest es Dir nicht eingestehen. Lass Dich doch einfach mal ein, auf andere Dinge als die, die in irgendeinem Deiner Fachbücher zu finden sind. ;-)


    Alles Gute.

    Tatsächlich lassen sich Allergien "löschen", damit völlig zum Verschwinden bringen. Nach einem älteren medizinischen Fachbuch entsteht eine Allergie immer dann, auf auf ein im menschlichen Körper deponiertes Antigen von außen ein Allergen stößt. Diese Antigene sind an Gifte gekoppelt, die ein Mensch im Laufe seines Lebens vor allem mit der Nahrung aus der Umwelt aufgenommen hat. Leitet man diese Gifte möglichst effizient aus, verschwinden auch die Allergien. Dieses habe ich in meinem Leben selbst erfahren und bin seither frei von jeglichen Allergien.

    hallo also erst mal eine frage:wo wohnst du?


    bei mir in der nähe gibt es einen arzt der heisst dr [...]. der macht folgende behandlung: er zeichnet akupunkturpunkte am ohr an und diese werden dann per bestrahlung behandelt. dauert 2 stunden pro behandlung. kostet aber auch ein haufen geld. 300 für die behandlung. dann dauert es 6-8 wochen bis man einen erfolg merkt. mir hat es super geholfen. bin beschwerdefrei sein 6 monate - wenn die behandlung anschlägt ist in der 8. woche folgendes zu spüren: 1 tag lang 5 mal durchfall. das ist aber das zeichen das es geholfen hat.

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    @ doryphoros84

    Kann Deine Aussagen als Allergiker hier nur unterstreichen. Habe seit Kindesbeinen – daher fast 35 Jahre Allergien. Die Sache hat absolut nichts mit psychischen Dingen zu tun und fällt meines Erachtens auch komplett aus dem Gebiet der Selbstheilung raus. Allergien sind rein biochemische Entgleisungen und die Studien belegen das ziemlich eindeutig. Je mehr z.B. ein Immunsystem trainiert wird, desto geringer sind Allergieauftreten. Aber auch das ist kein "Muss". Bin selbst auf dem Land groß geworden und habe trotzdem Pollenallergien und allergisches Asthma. Ich kann allerdings unterstreichen, dass insbesondere Sport und das Bewegen im Freien zu ALLEN Jahreszeiten bzw. bei jedem Wetter erheblich zur Linderung beiträgt.


    Was letztendlich richtig hilft ist eine Desensibiliserung! Geht damit auch zu einem Facharzt, ein Kinderarzt kennt sich hier nur sekundär aus! Lasst das also machen, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Bis dahin muss man wirklich mit Antihistaminika und Mittelchen zur Mastzellenstabilisierung behandeln. Diese Medikamente sind aber mittlerweile fast nebenwirkungsfrei und hinterlassen keine Schäden o.ä. Ich denke, dass es in der Alternativmedizin kein Pardon dazu gibt, jedenfalls mir kein bekanntes. Ich würde mich auch nicht auf sowas einlassen, denn die Allergologie ist heute bereits weit fortgeschritten und kann gut behandeln. Sicher sie kann keine Wunder vollbringen, aber die gibts sowieso nur im Märchen.

    Zitat

    Diese Medikamente sind aber mittlerweile fast nebenwirkungsfrei und hinterlassen keine Schäden o.ä. Ich denke, dass es in der Alternativmedizin kein Pardon dazu gibt, jedenfalls mir kein bekanntes.

    Ich verstehe hier den Sinn nicht. Warum sollte die "Alternativmedizin" zu verzeihen haben, dass die Antiallergika fast nebenwirkungsfrei sind und keine Schäden hinterlassen?


    Den Rest kann ich so nur unterstreichen. Ich sehe keinen Grund, auf die Symptombehandlung zu verzichten. Den Grund, der zu den "rein biochemischen Entgleisungen" geführt hat, kann man immer noch suchen. Und hoffentlich dann auch finden und damit später auf die Antiallergika verzichten.