Es ist ein Ansatz der verfolgt wird und zudem es auch schon Papers gibt. Also über Inhaltsstoffe die ua im Cannabisöl enthalten sind.


    Zu behaupten dass Cannabisõl Krebs heilt... Da ziehen manche die falschen Schlüsse.


    Vor allem... Krebs ist nicht gleich Krebs. Das hat dann auch Auswirkungen auf die Wirksamkeit von Zeugs das man zu sich nimmt. Bei nem kleinzelligen Lungen-CA geht man anders vor als bei einem Glioblastom.

    Wie vermutet: Nicht fast überall, sondern in kleinen und tendenziösen Randmedien.


    Facebook, Hanfjournals, Kopp (!) : Keine guten Quellen.

    Zitat

    Also alles nur Schwindel und keine heilende Wirkung von Cannabisöl bei Krebs bekannt?


    Mami0209

    Weder noch.


    Es gibt Untersuchungen an Mäusen.


    Ob das jemals auch für den Menschen relevant sein wird kann man - soweit ich weiß - noch nicht sagen.


    Die Wunderheilungen als Beleg kannst du jedenfalls getrost ignorieren, denn die gibt es zu so ziemlich allem,


    von irgendwelchen Gemüsesorten bis hin zu diversen "Heilpilzen".


    Eine positive Auswirkung würde auch noch lange nicht Heilung bedeuten.

    "Ich hab meinen Krebs mit [hier Alternativmedizin der Wahl einsetzen] statt Chemo geheilt" -Stories aus dem Internet kann man so oder so meist in die Tonne kloppen, denn selbst wenn die Leute tatsächlich keine Chemo gemacht und überlebt haben, so verstehen viele den unterschied zwischen einer primären und einer sekundären Chemo nicht. Ich fliege da immer mal wieder drüber und finde dann Hinweise auf eine stattgefundene OP - das ist bei vielen Krebsarten die Primärbehandlung, die Chemo gibt's nur zur Sicherheit, falls etwas Gewebe zurückgeblieben ist. Die OP zu machen, dann wasweißichwas zu nehmen und zu überleben ist jetzt nicht so die Kunst (wenn die OP erfolgreich war und der Krebs nicht gestreut hat, natürlich).

    Zitat

    Da ziehen manche die falschen Schlüsse.

    Wie zum Beispiel: "Aaaah, ich sollte kiffen, dann bekomme ich keinen Krebs!"


    Mag ja für manche erscheinen wie das Paradies, aber so etwas ist geradezu gemeingefährlich.

    Ein Wirkmechanismus ist noch längst kein Wundermittel.


    Es wurde auch schon im Laborversuch nachgewiesen, dass Capsaicin Prostatakrebs heilt. Leider müsste ein Mensch umgerechnet am Tag 12 Habanero-Chilis essen, um die wirksame Konzentration von Capsaicin zu erreichen. Dann stirbt er eben nicht an Krebs, sondern an inneren Vernarbungen...


    Das sind alles interessante Forschungen, aber von einer praktischen Heilwirkung sind sie alle weit entfernt. Man muss sich immer anschauen, in welchen Versuchen (Petrischale, Tier) unter welchen Umständen in welchen Mengen eine Wirkung festgestellt wurde.

    Zitat

    Ein Wirkmechanismus ist noch längst kein Wundermittel.

    So ist es. Von einem funktionierenden Krebsmedikament ist die Wissenschaft diesbezüglich noch weit entfernt. Da Cannabisöl nicht schadet, kann man es ja essen und hoffen, dass das bei der Krebstherapie hilft ... nachgewiesen ist das nicht.

    Zitat

    Med1 ist auch Internet.

    Darum vor dem Glauben immer prüfen, ob es wissenschaftlich korrekt aufgesetzte, aktuelle und hochwertige Studien/Papers (peer-reviewed) dazu gibt. Die Bringschuld liegt hier ja nicht auf Seiten von med1, sondern auf Seiten derer, die behaupten, dass XYZ wirksam ist. Wo keine Empfehlung, da kein Schaden.

    Zitat

    Es wurde auch schon im Laborversuch nachgewiesen, dass Capsaicin Prostatakrebs heilt. Leider müsste ein Mensch umgerechnet am Tag 12 Habanero-Chilis essen, um die wirksame Konzentration von Capsaicin zu erreichen. Dann stirbt er eben nicht an Krebs, sondern an inneren Vernarbungen...

    Da muss ich immer hier dran denken ;-D


    Bitte klicken ]:D

    So kann man das auch formulieren...


    Wobei der Cannabsi-Wirkstoff THC als Medikament erhältlich ist und durchaus bei div. Erkrankungen (Krebs/Chemonebenwirkungen, MS, div. Schmerzen) verordnet werden kann und Wirksamkeit zeigt. Was auch für "frei" konsumiertes THC (also Kiffen etc.) gilt, aber rechtlich problematisch ist.


    Das, um mal drauf zu verweisen, dass der Wirkstoff durchaus beforscht wird und es Anwendungsgebiete gibt.


    Aber Krebsheilung? Nöö.

    Zitat

    Wobei der Cannabsi-Wirkstoff THC als Medikament erhältlich ist und durchaus bei div. Erkrankungen (Krebs/Chemonebenwirkungen, MS, div. Schmerzen) verordnet werden kann und Wirksamkeit zeigt.

    :)z Ganz klar, bei bestimmten Anwendungsfällen wie den von dir genannten hat es sich ja auch wissenschaftlich bewährt. Es hat also in manchen Dingen schon seine Berechtigung! Nur wenn jemand etwas als Wundermittel propagiert, dass quasi alles heilt (und das natürlich immer natürlich und ohne Nebenwirkungen), dann sollte einen das auch stutzig machen.

    :)z


    Ich wollte halt nur mal ansprechen, dass das Cannabis-Thema nicht nur auf solchen unseriösen Wunderseiten angesprochen wird, sondern es sinnvolle medizinische Forschung gibt. Nicht, dass es auf so ein Schwarz-Weiß-Denken hinausläuft nach dem Motto "die böse Pharmaindustrie ist dagegen und nur die Esoteriker erkennen den Nutzen". ]:D


    Und bei Versprechungen ALLER Art sollte man stutzig werden. KEINE Methode bietet 100% Erfolg. Keine. Nie.