Ich finde das sehr sehr albern. Meiner Meinung nach versucht man mit dem Verbot der Globulis nur dringend notwendige Debatten über das schulmedizinische System zu umgehen. Denn im Ernst, wieso kann denn ein Homöpath einem krebskranken Menschen die Medikamente ausreden? Weil das Vertrauen in die Schulmedizin im Eimer ist und das liegt an dem Zeitmangel während der Behandlung, an der Verquickung von Pharma und Ärzten und und und.


    Nur weil das so ist, haben die anderen Mittel in ernsthaften Fällen überhaupt eine Chance. Überhaupt gehen die meisten Leute komplimentär und nicht ausschließlich zum Alternativmediziner. Meine Oma hat damals auch die Chemo ausgesetzt für einen Geistheiler, aber so wie die Schulmediziner mit ihr umgesprungen sind hat mich dieser Schritt schon damals nicht gewundert. Der Geistheiler hat jedenfalls zugehört, Hoffnung gemacht, sich Zeit genommen. Alles im Krankenhaus nicht gegeben.


    Die Globulis werden nicht von der Kasse bezahlt, nur für Kinder.


    Für verbindliche Standards bei Homöpathen wäre ich sehr, aber ein Verbot bringt doch nichts. Dann pendeln die Leute oder sonst was, aber die Vertrauens- und Versorgungskrise der Schulmedizin, die eigentliche Ursache, ist davon doch unberührt.

    Es ist nicht im gesetzlichen Leistungskatalog. Manche Krankenkassen übernehmen unter bestimmten Bedingungen homöopathische Medikamente. Genau so wie manche Krankenkassen Osteopathie, Geburtsvorbereitungskurse für Männer, Pilateskurse oder Reiseimpfungen übernehmen. Dabei geht es im Grunde ausschließlich darum, neue Mitglieder zu werben.


    Daraus folgt: wer gegen Globulis ist, wählt einfach eine Krankenkasse, die diese nicht erstattet. Ganz einfach.

    https://www.bkk-firmus.de/leistungen/lexikon/a-z/homoeopathie.html


    Hier ein Beispiel, wird direkt vom Arzt mit der KK abgerechnet. Ist meine KK und die sind immer noch günstig, sonst hätte ich längst gewechselt.

    Wieviele Menschen sterben jährlich an den Nebenwirkungen/Wechselwirkungen durch Medikamente, wieviele an Chemos ect. ? Soll man dann Medikamente auch verbieten ?


    Wenn jemand an Krebs trotz Chemo stirbt, kräht kein Hahn danach, ob es vielleicht an der Chemo gelegen hat oder diese vielleicht nix gebracht hat... macht man ja eben so.


    Aber wenn jemand auf alternative Heilmethoden setzt und es vielleicht nix gebracht hat ( sind ja auch keine Wundermittel) , dann ist es Quacksalberei oder wie ?


    Selbstverständlich hat die Homöopathie genauso ihre Berechtigung, wie die Schulmedizin und jeder sollte für sich wählen dürfen.

    Zitat

    Dann unterstützt Du mit Deinen Beiträgen eben weiter eine Krankenkasse, die "das sinnlose Zeug" bezahlt

    Ich nehme mal an, dass du davon überhaupt keine Ahnung hast und deine Beurteilung bzw Verurteilung darüber daher genauso "sinnlos " ist ;-)

    Zitat

    Ich nehme mal an, dass du davon überhaupt keine Ahnung hast und deine Beurteilung bzw Verurteilung darüber daher genauso "sinnlos " ist ;-)

    Es ist Zucker.


    Ja, Glaube kann Berge versetzen, blablubb. Aer es ist eben kein echtes Medikament, und sollte demnach auch nicht als solches verkauft werden.

    man kann doch kaum gesetzlich den verkauf/konsum sinnloser, aber unschädlicher mittel verbieten.


    aber entsprechende einschränkungen sind schon legitim. also z.b. dass die explizit nicht als heilmittel verkauft werden dürfen.

    Zitat

    Ich wäre auch sehr dafür, dass der Hokuspokus nicht von den Krankenkassen bezahlt wird.

    Ich glaube nicht, dass es eine Kasse übernimmt.

    Zitat

    Und dass es für Heilpraktiker endlich offizielle Standards und Prüfungen gibt, damit reglementiert wird, welche Fortbildungen/Prüfungen sie machen dürfen um praktizieren zu dürfen und um festzulegen, was sie dürfen und was nicht.

    Das haben wir doch!

    Zitat

    Nachdem dem schwer krabskranken Vater eines Freundes ein Heilpraktiker ins Gewissen geredet hat und er tatsächlich lebenswichtige Medikamente abgesetzt hat (mit der vorprogrammierten Verschlechterung seines Zustandes natürlich), kann ich kaum glauben, was Heilpraktiker alles einfach so machen.

    Ausnahmslos rieten mir meine Heilpraktiker, ärzlich verordnete Mittel weiter zu nehmen. Dein geschilderter Fall wundert mich doch sehr.

    Mir war ja fast klar, dass jetzt eine Debatte über die Wirkung entsteht :)=


    Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass Globuli durchaus eine Wirkung zeigen.


    Genau kann ich Magnetfeldtherapie in Frage stellen, oder alles andere was man nicht


    100%ig nachweisen kann.


    Ich bin gerade dabei meinen Heilpraktiker zu machen, habe den Homöopathen bereits fertig.


    Aber jedem das seine, nur sollte man nicht grundsätzlich etwas verteufeln, von dem man keine Ahnung hat o:) Nur mal so am Rande.


    Für dem, dems hilft ist es das höchste und diese Leute sind froh drum.


    Dass es genug Scharlatane gibt ist wohl auch klar. Diese gibt es aber bei Ärzten auch.


    In beiden bereichen wird extrem fahrlässig gehandelt, wenn jemand nur am Profit interessiert ist, oder fanatisch geben oder für etwas agiert!


    Ein Verbot finde ich absolut nicht notwendig. Wenn keine KK die Kosten übernimmt ist das ja ok.


    Aber ein Verbot? Wofür? Im Moment ist doch auch kokosöl das Mittel der Wahl. Hilft doch gengen alles oder? Das kann man ja schließlich a ned verbieten. Ist halt mal wieder Einstellungssache.


    Ich denke auch, wie ich hier schon mal gelesen hab, dass sich die Medizinlobby mit vielem nicht auseinandersetzen will. Dass auch naturheilkundliche MIttel helfen können (ich rede nicht nur von Globuli).


    Nur sind diese Sachen nicht patentierbar, und somit verdient man kein Geld dran. Also uninteressant, daher muss weg!


    Das ist meine Meinung dazu. Wenn die Unternehmen keinen Profit draus schöpfen können, dass muss mans verbieten.


    Oder wie, in anderen Längern anerkannte, "echte" Medikamente gibts, die in DE nicht zugelassen werden?


    Nur weil der Patient dann zu schnell gesund wird?

    Zitat

    Ich nehme mal an, dass du davon überhaupt keine Ahnung hast und deine Beurteilung bzw Verurteilung darüber daher genauso "sinnlos " ist ;-)

    Ich habe mich nur zum Krankenkassenthema geäußert, weil ich keine Lust auf die 1000. Homöopathie-Diskussion hier habe. Jede Krankenkasse hat eine Satzung und nach dieser kann man die passende Krankenkasse auswählen. Das halte ich für eine gute Sache, sonst wäre es ja noch größerer Schwachsinn, dass wir so viele einzelne Krankenkassen haben anstatt einer einzigen staatlichen.


    ??ICH halte viel von Homöopathie als Ergänzung zur Schulmedizin und bezahle meine Globuli aber selber, weil Rezepte vom HP eh nicht bezahlt werden. Ich suche mir meinen Homöopathen nicht nach seiner Kassenzulassung aus??

    Zitat

    Nur sind diese Sachen nicht patentierbar, und somit verdient man kein Geld dran. Also uninteressant, daher muss weg!

    Da haben wir es! :-)


    Mein Hausarzt hatte mir nicht einmal Baldrian verschrieben, obwohl es ein Super-Medikament ist, das keine Gewöhnungseffekte hervorruft. Aber meine Heilpraktikern verschrieb es. 100ml bei Rossmann 2,53 Euro.

    Ich hab kein Problem mit Homeöpathie oder Hokuspokus, finde es gut, wenn mit Placebos Menschen geholfen werden kann. Oft werden viel zu viele unnötige Tabletten verschrieben für Dinge, mit denen der Körper selbst fertig werden kann.


    Aber was ich nicht richtig finde ist, dass sich so viele damit so richtig bereichern, also dass es so teuer ist und auch, dass von normaler Medizin abgeraten wird. Klar, oft braucht man die konventionelle Medizin nicht, weil ein Großteil der Krankheiten von selbst wieder gehen, aber andererseits gibts halt sachen, da braucht es medizin (ganz einfaches Beispiel: Läuse) und es ist eine Sauerei, wenn einem hier jemand davon abhält normale Medizin zu verwenden. (Homeöpathie wenn dann unterstützend)

    @ sugarlove

    da gebe ich dir sogar als Homöopath Recht.


    Es gibt Dinge bei denen nur Schulmedizin hilft.


    Am besten wäre es, wenn Arzt und HP zusammenarbeiten.


    Leider aber viel zu selten.


    Bereichern sollte sich in diesem Sektor grundsätzlich keiner, da das Hauptaugenmerk auf der Gesundheit legt.