mittelgrobröhrig

    Ein homöopathisches Einzelmittel wirkt nur dann, wenn es möglichst passend zum Arzneibild ausgewählt wurde. Aus diesem Grund erfolgt vor jeder seriösen homöopathischen Therapie eine mindestens zweistündige Anamnese, wobei diese die Gesamtheit der Symptome zu erfassen versucht. Mitunter muss der Arzt (bei uns in Österreich darf ausschließlich ein Allgemein- oder Facharzt homöopathisch behandeln) erst mehrere Mittel ausprobieren, bis es tatsächlich passt. Nebenwirkungen wie bei schulmedizinischen Medikamenten gibt es nicht.


    U.a. aufgrund des komplizierten und sehr individuellen Wirkungsspektrums von Einzelmitteln hat man die sog. "Komplexmittel" eingeführt, die eine wesentlich größere Wirkungsbandbreite aufweisen. Aus eigener Erfahrung kann ich dazu allerdings nichts sagen, da ich Einzelmittel präferiere.

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    Monsti


    Und schon wieder schweift man hier ab. Es geht ausdrücklich nicht um Wirkung oder Nichtwirkung, sondern um ein zur Diskussion stehendes Verbot durch die EU.

    Es gibt ja garkein Verbot von Globuli.


    Und selbst über ein angebliches Verbot kann man nicht diskutieren, ohne über Wirkung oder Nichtwirkung von Globuli zu diskutieren.

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    Monsti

    Zitat

    Oder bist du beleidigt, weil ich die Aussagekraft deine "Einmannstudie" bestreite?

    Du meine Güte, da habe ich wirklich Besseres zu tun. Nein, ich bin lediglich von der Art Deiner besserwisserischen ??sorry, auch sehr arroganten und streitsüchtigen?? Diskussionsführung genervt.

    Du meine Güte! Du meinst doch auch es besser zu wissen als ich.


    Bei jeder Meinungsverschiedenheit meinen beide Seiten es besser zu wissen als der andere. Sonst wärs ja keine.


    Wer keinen Widerspruch ertragen kann, der soll doch gleich jede Diskussion bleiben lassen.


    Unterhalte dich mit Gleichgesinnten, dann könnt ihr euch gegenseitig auf die Schulter klopfen.

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    kaulli

    @ sugarlove

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    Macht ja auch einfach absoulut keinen Sinn warum ein Mittel stark verdünnt besser wirken soll als das pure pendant....

    Weil es pur vielleicht giftig ist, wie zum Beispiel Adonis vernalis, das Frühlingsadonisröschen, höchst wirksam bei so manchen, wenn er Herzrhythmusstörungen hat?

    Kann auch nicht der Sinn sein. Die allermeisten Ursubstanzen sind nämlich völlig harmlos und werden trotzdem hundertausendfach verdünnt. Und die wenigen giftigen id.R. viel stärker als notwendig.


    Gib mal eine bessere Erklärung.


    Erstaunlich, dass du das nicht auf Anhieb kannst. Das sollten doch die grundlegendsten Grundlagen der Homöopathie sein.

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    Ein homöopathisches Einzelmittel wirkt nur dann, wenn es möglichst passend zum Arzneibild ausgewählt wurde. [...].

    Du scheinst mir da eine Frage zu beantworten, die ich nirgends nicht gestellt habe. Ich habe eine ganz andere Frage gestellt, die du oben nachlesen kannst, da ich sie sonst zum dritten Mal wiederholen würde, was irgendwie langsam fad wird.

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    Mitunter muss der Arzt erst mehrere Mittel ausprobieren, bis es tatsächlich passt.

    :_D "Gegen die Erkältung nehmen Sie 20 Kugeln Nr.1. Wenn das nach zwei Tagen nicht wirkt, nehmen Sie 20 Kugeln Nr.2. Wenn das auch nicht hilft, nehmen Sie nach weiteren drei Tagen 20 Kugeln Nr.3. Spätestens damit sollte ihre Erkältung schon deutlich besser werden!" ;-D

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    Du scheinst mir da eine Frage zu beantworten, die ich nirgends nicht gestellt habe.

    Doch, indirekt war meine Antwort schon passend, indem Du nämlich das Beispiel des im Wasser hömöopathisch verdünnten Östrogens herangezogen hattest. Kurz: Es würde meist überhaupt nichts passieren, denn es würde lediglich auf jene Empfänger wirken, die einen korrekturbedürftigen Östrogen-Überschuss haben und deren Östrogenproduktion senken. Ich gebe zu, dass ich nicht darüber informiert bin, ob es überhaupt aus Hormonen oder Enzymen hergestellte Homöopathika gibt. Meines Wissens gibt es sie nicht.


    Zu Deiner Frage allgemein: Chemisch reines H2O lässt sich problemlos herstellen. Hier gelten in der Herstellung von schulmedizinischen und homöopathischen Medikamenten selbstverständlich dieselben Regeln.

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    Mitunter muss der Arzt (bei uns in Österreich darf ausschließlich ein Allgemein- oder Facharzt homöopathisch behandeln) erst mehrere Mittel ausprobieren, bis es tatsächlich passt. Nebenwirkungen wie bei schulmedizinischen Medikamenten gibt es nicht.

    Wenn Globuli tatsächlich eine nachweisbare Wirkung hätten, muß es zwangsläufig auch Nebenwirkungen geben. Man kann nicht behaupten dass sie nur positiv wirken und ansonsten garnicht. Entweder sie wirken und haben auch Nebenwirkungen - sind also potentiell auch gefährlich - oder sie wirken nicht.

    JessSlytherin

    Wer wegen einer banalen Erkältung zum Arzt rennt, braucht in aller Regel eine Krankschreibung und sonst gar nix. ;-)


    Die meisten Menschen suchen einen homöopathisch arbeitenden Arzt wegen chronischer Geschichten auf, z.B. Gelenks- und Hautbeschwerden, ständigen Kopfschmerzen, Nebenhöhlenproblemen oder auch starke Infektanfälligkeit, nachdem ihnen schulmedizinische Therapien nicht oder zu wenig geholfen hatten.


    Beispiel: Eine Freundin von mir litt viele Jahre lang unter dem "Restless-Legs-Syndrom". Arzt Nr. 1 kannte sich damit gar nicht aus und verschrieb ihr ein Schlafmittel. Arzt Nr. 2 kannte das Syndrom und verschrieb ihr Madopar, ein Mittel gegen Parkinson, das aber auch gegen das RLS wirksam ist. Sie musste das Medikament ziemlich schnell wieder absetzen, weil sie plötzlich Panikattacken bekam. Arzt Nr. 3 meinte, sie solle sich in eine Psychotherapie begeben. Arzt Nr. 4 verschrieb ihr Restex. Sie nahm das Zeug und bekam sofort wieder Panikattacken. Kein Wunder, denn in Restex ist genauso wie in Madopar der Wirkstoff Levodopa enthalten. Schließlich ging sie zu einer Empfehlung, einem TCM-Arzt und Spezialisten für Homöopathie. Der gab ihr erst Zincum metallicum D6, was überhaupt nicht wirkte. Eine Woche später erhielt sie Causticum, das bei ihr zwar eine unangenehme Erstverschlimmerung verursachte, doch am übernächsten Tag war die nächtliche Zuckerei komplett vorbei. Dieser Zustand hält bis heute an, sie ist zufrieden.


    Da ich ebenfalls am RLS leide, suchte ich vor knapp 2,5 Jahren ihren Arzt auf. Der verschrieb mir aber nach fast drei Stunden Anamnese (hab halt leider vieles ...) ein völlig anderes Mittel, das mir sofort und ganz ohne Erstverschlimmerung half und nach über zwei Jahren immer noch hilft, obwohl mir nur eine einzige LM-Potenz gegeben worden war. Die Globuli, die ich damals auf der Zunge zergehen lassen sollte, musste ich mir nicht in der Apotheke besorgen, ich bekam sie direkt beim Doc. Der Arzt nannte mir das Mittel, doch kann ich mich leider nicht mehr daran erinnern, was es war. Müsste jetzt in meinen Unterlagen suchen, aber dafür bin ich gerade zu faul. :)z


    Und nun nochmals: Warum wird in der EU über ein Verbot nachgedacht?

    Miri80

    Was Du schreibst ist - mit Verlaub gesagt - Unsinn, weil Du von Medikamenten mit materieller Substanz ausgehst und Dich somit als vollkommen Unwissende bezüglich der Homöopathie entlarvst. Homöopathische Therapien haben einen vollkommen anderen Ansatz und sind grundsätzlich individuell auf den Patienten zugeschnitten. Deshalb ist es ja auch so kompliziert, ihre Wirkung nachzuweisen. In den medizinischen Studien geht es um spezielle Substanzen, deren Wirkung auf ein ganz bestimmtes medizinisch relevantes Symptom/Syndrom zunächst an Tieren, später auch an Menschen erprobt wird. Solche Studien mit einzelnen homöopathischen Mitteln sind extrem schwierig durchzuführen. Aber das schrieb ich viel früher ja schon.


    Ich war selbst schon in einer medizinischen Studie. Wir alle hatten eine diagnostizierte Psoriasisarthritis, allerdings in z.T. ganz unterschiedlicher Ausprägung (u.a. Oligo- und Polyarthritis, Knochen- oder vor allem Weichteilbefall) teils mit und teils ohne akute Psoriasis-Herde. Diese Umstände blieben in der Studie unberücksichtigt. Ich hatte das Pech, lediglich Placebo erhalten zu haben. Etwas anderes (z.B. Cortison) durfte niemand von uns ohne wilde Grundsatzdiskussion mit den Ärzten zusätzlich nehmen. Es war für mich die Hölle. Einzelne Studienteilnehmer waren von der Wirkung begeistert. Bei anderen wirkte es nur leidlich. Das Mittel ist jetzt schon seit einiger Zeit am Markt. Ich nahm es etwa 4 Monate lang, um es dann wegen viel zu geringer Wirkung gegen ein neues Mittel auszutauschen. Nun passt es endlich wieder. Du siehst, die Homöopathie hat gewisse Misserfolge nicht für sich gepachtet.

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    JessSlytherin

    Zitat

    Mitunter muss der Arzt erst mehrere Mittel ausprobieren, bis es tatsächlich passt.

    :_D "Gegen die Erkältung nehmen Sie 20 Kugeln Nr.1. Wenn das nach zwei Tagen nicht wirkt, nehmen Sie 20 Kugeln Nr.2. Wenn das auch nicht hilft, nehmen Sie nach weiteren drei Tagen 20 Kugeln Nr.3. Spätestens damit sollte ihre Erkältung schon deutlich besser werden!" ;-D

    Und wenn sie schlimmer wird, dann ist das die homöopathische "Erstverschlimmerung".


    Auch ein Beweis für die Wirksamkeit :-)

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    Was Du schreibst ist - mit Verlaub gesagt - Unsinn, weil Du von Medikamenten mit materieller Substanz ausgehst und Dich somit als vollkommen Unwissende bezüglich der Homöopathie entlarvst.

    Na, ich habe dank diesem Faden ja schon einiges über die Prinzipien gelernt. Abgesehen davon werde ich jetzt nicht meine Zeit verschwenden und jede Pseudowissenschaft studieren, die mir über den Weg läuft. Wenn es bei der Homöopathie also wirklich nur um immaterielle Wirkungsweisen geht bin ich raus. Da kann einfach jeder behaupten was er will und es wird niemals nachprüfbar sein. Als Skeptiker habe ich dazu keinen Zugang und vertraue lieber auf evidenzbasierte Medizin. Positive Erfahrungsberichte betrachte ich immer kritisch, da die Nachprüfbarkeit fehlt (Stichwort "Bestätigungsfehler").

    Genau dies sind die Antworten, die so gar nicht in die Diskussion passen, zumal sie beweisen, dass Du keine Ahnung hast und nur Deinen überflüssigen Senf von Dir geben willst, weil es Dich - aus welchen Gründen auch immer - zu ärgern scheint, dass es nu mal Menschen gibt, die mit der Homöopathie bei sich selbst und auch bei Tieren sehr gute Erfahrungen machen. Eine Erstverschlimmerung findet übrigens nur dann statt, wenn das Mittel weitgehend passt. Ansonsten passiert nämlich gar nix.