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    Und der Spaß geht wieder von vorne los.

    Kein Wunder hör ich schon seit 20 Seiten Limahl singen.


    Kaulli, ich finde die Forenleitung war ganz schön tolerant. Deine Malaria Geschichte schlägt dem Fass den Boden aus. ;-)

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    Deine Malaria Geschichte schlägt dem Fass den Boden aus. ;-)

    ja, wenn man so gut wie nichts über Malaria weiß, kann ich mir das vorstellen. Dazu muss ich auch sagen, Parasiten sind seit Jahren mein Hobby und meine Forschungsthema


    Für die, die das Thema Malaria interessiert:


    http://www.gigers.com/matthias/malaria/history.htm#Europa


    Damit man ungefähr erahnen kann, das es eben nicht nur eine Tropenkrankheit ist.

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    Aber individuelle Erfahrungen deinerseits reichen, um die Aussage zu treffen, dass Homöopathie wirkt?

    Nein. Es sind lediglich meine eigenen Erfahrungen, die ich keineswegs als allgemeingültig bezeichne. In diesem Faden habe ich aber auch Informationsmöglichkeiten geliefert, die eine Wirksamkeit der Homöopathie nicht grundsätzlich verneinen können.


    Eigene Erfahrungen können dennoch hilfreich sein. Fast zu jedem schulmedizinischen Medikament gibt es in verschiedenen Foren Erfahrungsberichte. Warum wohl? Weil sie Unsinn sind? Ganz im Gegenteil: Sie sind äußert wertvoll - für mich persönlich viel wertvoller als die Infos im Beipackzettel zu den einzelnen Medikamenten, weil nicht selten zutreffender.


    Beispiel "Arava" (Leflunomid): Ich nahm es wegen einer chronisch-entzündlich rheumatischen Erkrankung jahrelang. Sehr viele vertragen dieses Mittel nicht und müssen es sehr frühzeitig wieder absetzen, wie ich aus einigen Foren weiß. Bei mir wirkte es aber derart gut, dass ich nach drei Jahren der Meinung war, ich könnte es eigentlich weglassen, weil endlich gesund. Meine Erfahrung entsprach also absolut nicht jener, von der die Mehrheit im Rheuma-Forum berichtete. Ich nahm es weiter. Nach gut vier Jahren hörte die Wirkung des Medikaments urplötzlich komplett auf. Das Rheuma kam schlimmer als jemals zuvor wieder zurück. Auch dies wird in den Foren berichtet, wurde von mir aber lange nicht ernst genommen. Ich hatte ja lange wirklich nix mehr. Im Beipackzettel steht dazu kein Wort, ebenso wie bei allen Basismedikationen, die ich mittlerweile hinter mir habe. Es sind viele. Im Zulassungsbericht meines neuesten Medikaments (Cosentyx) steht wenigstens, dass lt. Studien eine Wirkung über mindestens drei Jahre gewährleistet ist, sofern man positiv darauf anspricht. Bezüglich auftretender Nebenwirkungen, die nicht im Beipackzettel erwähnt sind, wird um Kontaktaufnahme mit dem Hersteller gebeten. Seltsam, das man auch bei schulmedizinischen Präparaten an individuellen Reaktionen/Erfahrungen interessiert ist, oder? Angeblich zählen doch solche nicht, weil subjektiv und deshalb irrelevant.


    Ähnlich erging es mir während meiner Chemotherapien von 12/16 bis 5/17: Jede subjektiv empfundene Kleinigkeit und klinisch erkannte Besonderheit wurde protokolliert, angefangen von Schmerzanfällen während der Infusionen über auffällige Hautreaktionen und Fieberschüben bis hin zu extremer Gewichtsabnahme und Anschwellen des Dünndarms (bei mir aufgrund eines Ileostomas problemlos erkennbar). Warum bitte wurde all dies akribisch registriert und protokolliert? Warum wurde mir gesagt, dass die bei mir aufgetretene Dünndarmentzündung als Nebenwirkung meiner Chemo-Kombination bisher nicht bekannt war? Aufgrund fundierter Studien mit riesiger Probandenzahl und über mehrere Jahre sollten doch eigentlich schon alle möglichen Reaktionen bekannt gewesen sein, oder nicht?


    Nichts anderes gilt für die Homöopathie auch.

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    Monsti


    ....Folgerung für den Homöopathie-Anhänger und neutralen Leser: Jeder, der etwas anderes behauptet, lügt oder ist nicht ganz bei Sinnen.

    Was sollen denn immer diese unsinnigen Unterstellungen? Gefällst du dir so gut in der Rolle als diffamiertes Opfer?


    Ich hab doch sogar schon erzählt, dass ich selber schon beim Homöopathen war.


    Der Schwindel ist so gut gemacht, dass selbst ein ansonsten vernünftiger Mensch drauf reinfallen kann; auch wenn er ein paar Stunden lang versucht, sich zu informieren.


    Man findet hunderte von Seiten die von wissenschaftlichen Belegen sprechen. Bisweilen tauchen darin sogar Begriffe wie "placebokontrolliert" und "verblindet" und "siginifikant" auf.


    Man muss schon ganz genau hinschauen und recherchieren um sich ein realistisches Bild zu machen. Siehe die von mir verlinkte Seite mit dem Rattendarmexperiment.


    Ich hab noch nie behauptet behauptet, dass Homöopathieanhänger pauschal Lügner oder verblödet sind.

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    Warum bitte wurde all dies akribisch registriert und protokolliert?

    Weil du einer von vielen sein kannst. Natürlich wird alles aufgeschrieben, denn vielleicht bist du ja der erste, bei dem eine noch unbekannte Nebenwirkung auftritt. Das bedeutet aber nicht, dass die Chemotherapie gleich automatisch davon ausgeht, dass deine Dünndarmentzündung eine Nebenwirkung ist. Wenn dieser Fall nun aber öfters vorkommt, kann in diesem Bereich geforscht werden, um dann aus eine Korrelation eventuell eine Kausalität abzuleiten. Dieser letzte Schritt gelingt bei der Homöopathie allerdings seit Jahrhunderten nicht.

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    Monsti


    ... Warum bitte wurde all dies akribisch registriert und protokolliert?

    Weil echte Mediziner ihre Arbeit akribisch ernst nehmen; und weil sie wirklich wissen wollen wie etwas wirkt und nebenwirkt.

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    Warum wurde mir gesagt, dass die bei mir aufgetretene Dünndarmentzündung als Nebenwirkung meiner Chemo-Kombination bisher nicht bekannt war?

    Wohl weil sie nicht bekannt war.

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    Aufgrund fundierter Studien mit riesiger Probandenzahl und über mehrere Jahre sollten doch eigentlich schon alle möglichen Reaktionen bekannt gewesen sein, oder nicht?

    Unsinn. Alle möglichen Reaktionen eines bestimmten Medikaments können überhaupt niemals erkannt werden.


    Aber ob irgendein Homöopathikum irgendeine Reaktion auslöst, das zu erkennen wäre ein Kinderspiel.

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    Gefällst du dir so gut in der Rolle als diffamiertes Opfer?

    Ich bin kein Opfer.

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    Ich hab doch sogar schon erzählt, dass ich selber schon beim Homöopathen war.

    Das habe ich natürlich gelesen. Ich habe aber keine Ahnung, was dies für Leute waren. Die Bezeichnung "Homöopath" ist ja nicht geschützt, womit sich jeder so nennen darf, in D sowieso. Dass es darunter leider sehr viele (sorry) Deppen gibt, hatte ich weiter oben schon geschrieben. Wenn also Deine eigenen Erfahrungen negativ sind, heißt das erst mal gar nichts.

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    Ich hab noch nie behauptet behauptet, dass Homöopathieanhänger pauschal Lügner oder verblödet sind.

    Stimmt, aber Du stellst Deine Annahmen stets als Tatsachen dar, was zwangsläufig bedeutet, dass jemand, der das Gegenteil behauptet, lügen muss. Würdest Du schreiben "Für mich hat die Homöopathie nichts anderes als einen Placebo-Effekt.", würde kaum jemand rebellieren, außer jemand, der eine solche Aussage nicht als legitime persönliche Meinung begreift. Diese Kandidaten gibt es hier natürlich auch. Ich wehre mich aber gegen pauschale Aussagen wie "Globuli wirken nicht.", weil sie nicht der Wahrheit entspricht. Man kann sich höchstens über das "Wie" streiten, weil dazu tatsächlich noch nicht viel bekannt ist.

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    Ich wehre mich aber gegen pauschale Aussagen wie "Globuli wirken nicht.", weil sie nicht der Wahrheit entspricht. Man kann sich höchstens über das "Wie" streiten, weil dazu tatsächlich noch nicht viel bekannt ist.

    Es gibt keine einwandfreie Studie, die belegt, dass sie wirken. Dafür ist das "Wie" erstmal völlig irrelevant, denn schon am "dass" scheitert es. Mit der Logik müsste ich ja jetzt alle Aussagen als persönliche Meinung kennzeichnen - du übrigens auch. Schreib doch lieber: Meiner Meinung nach entspricht die Aussage "Globuli wirken nicht" nicht der Wahrheit. Machst du aber nicht. Das nennt sich erstens Doppelmoral und zweitens hast du im Gegensatz zu uns auch noch die Wissenschaft gegen dich.

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    Mir wäre mein Leben zu beschränkt, wenn ich mich nur auf die Wissenschaft verlassen würde.

    Hier liegt mein Problem. Ich bin nicht in der Lage aus allen vorhandenen Möglchkeiten der Alternativmedizin die tatsächlich wirksamen herauszufiltern. Dazu müsste ich mich mit jeder einzelnen erst genau beschäftigen, wozu mir meine Lebenszeit eigentlich zu Schade ist. Als medizinischer Laie kann ich das auch schlecht beurteilen. Solange evidenzbasierte Medizin und Vorbeugende Maßnahmen mir weiterhelfen können, sehe ich keinen Grund etwas ungesichertes auszuprobieren. Vielleicht ändert sich das irgendwann mal, wenn ich mit herkömmlichen Methoden nicht mehr weiterkomme. Aber auch dann ist es eher unwahrscheinlich das es gerade die Homöopathie sein sollte, denn mir erscheint das Wirkprinzip unrealistisch.

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    Wenn 2 Hunde nicht mehr am Auge operiert werden müssen, dann ist der logische Schluss für mich:


    Die Homöopathie hat die Hunde geheilt.

    Und wenn ich 10 an Masern erkrankten Kinder 2 Wochen lang täglich ein Glas Coca Cola gebe und die sind danach geheilt dann ist der logische Schluss für dich - Coca Cola heilt Masern. Richtig?

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    Muss ich nun auch noch wissen, wie die 3 Globuli geheilt haben??


    Ehrlich gesagt, ist mir das "wie" egal.

    Das WIE ist in der Tat erst einmal egal - nicht egal ist aber die Erfolgsquote - also bei wie viel Prozent der Behandelten die Therapie erfolgreich ist.


    Wer Krebs hat kann ja z.B. die "Lourdes"-Therapie machen - also eine Wallfahrt nach Lourdes.


    Immerhin gab es dort bestens dokumentierte Fälle von Spontanheilungen selbst bei Krebs.


    Die Sache hat nur einen kleine Haken.


    Wunderheilungen in Lourdes sind so selten, dass das Risiko bei der Hin- und Rückreise tödlich zu verunglücken deutlich höher ist als in Lourdes "wundergeheilt" zu werden.


    Homöopathen berichten gerne über ihre Erfolgsfälle - wie viele Fälle denen gegenüberstehen bei denen die Behandlung nichts gebracht hat verraten sie hingegen nie.

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    Hier liegt mein Problem. Ich bin nicht in der Lage aus allen vorhandenen Möglchkeiten der Alternativmedizin die tatsächlich wirksamen herauszufiltern.

    Um es mit Tim Minchin zu sagen:


    Wie nennt man Alternativmedizin die nachweisbar wirkt?


    Ganz einfach:


    Medizin


    Oder anders gesagt:


    Wäre die Wirksamkeit eines "alternativmedizinischen" Verfahrens tatsächlich belegt dann wäre es ab diesem Moment Teil der wissenschaftlichen Medizin.

    @ miri80:

    Es gibt Krankheiten, die lassen sich super mit der Schulmedizin behandeln. Ich habe auch erst angefangen, nach Alternativen zu suchen, als ich gemerkt habe, dass mir die Schulmedizin nichts bringt. Sei froh, dass du noch nichts hattest, wo eine Alternativsuche anstand. Ich kann deinen Standpunkt sehr gut nachvollziehen.

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    Mein Neffe ist sich auch sehr sicher, dass schon in naher Zukunft einige Grundlagen-Lehrbücher in den Naturwissenschaften neu geschrieben werden müssen.

    Die Technik eines modernen Smartphones basiert auf so ziemlich allen bislang bekannten naturwissenschaftliche Grundlagen.


    Angefangen von Quantenphysik in den Flashspeicherkarten bis hin zu Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie die bei der GPS-Positionsbestimmung eine entscheidende Rolle spielt.


    Wenn auch nur ein Teil dieser Grundlagen falsch wäre dann wäre ein Smartphone auf Basis falscher Annahmen konstruiert aber wundersamerweise trotzdem funktionieren....


    Das ist ungefähr so wahrscheinlich wie das ein aus Legosteinen nachgebautes Atomkraftwerk trotzdem Strom liefert

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    Schreib doch lieber: Meiner Meinung nach entspricht die Aussage "Globuli wirken nicht" nicht der Wahrheit.

    In Ordnung, künftig achte ich darauf.

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    zweitens hast du im Gegensatz zu uns auch noch die Wissenschaft gegen dich.

    Das habe ich nicht, siehe oben. Zum Glück arbeitet die Wissenschaft kontinuierlich auch an vermeintlich irrelevanten oder unlösbaren Aufgabenstellungen. Würde sie dies nicht tun, bliebe sie stehen und wäre unendlich langweilig.

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    Wenn man die erfolgreiche Wirkung einer homöopathischen Therapie unreflektiert und bar eines Beweises als Placebo-Effekt abtut, ist dies eben nur z.T. die passende Schlussfolgerung.

    Allerdings zeigen ja auch zahlreiche randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudien (Teils von Homöopathen selbst durchgeführt) dass homöopathische Mittel (von extrem "Niedrigpotenzen" bei denen noch eine chemische Wirkung der "Urstanz" stattfindet) nicht erkennbar besser oder auch nur erkennbar anders wirken wie z.B. Zuckerpillen.


    Was ist daran "unreflektiert".

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    Die Homöopathie wirkt (vorausgesetzt, sie wird korrekt angewendet).

    In der Müncher Kopfschmerzstudie wurden Migränepatienten nach allen Regeln der homöopathischen Lehre von Homöopathen behandelt - jeder Patient bekam für ihn individuell ausgewählte homöopathische Mittel.


    Allerdings wurden diese bei der Hälfte der Patienten (ohne deren Wissen und auch ohne Wissen der Homöopathen) gegen Zuckerpillen ausgetauscht.


    Die durchschnittlichen Behandlungserfolge waren in beiden Gruppen identisch - egal ob Globuli oder Zuckerpille.