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    Es ging darum, dass es der Hausarzt nicht verschrieb, die Heilpraktikerin aber schon!

    Und das ist inwiefern relevant? So ein Rezept ist doch gar nicht erstattungsfähig? ":/


    Baldrian kannst du frei in der Apotheke kaufen.

    Wenn eine Krankenkasse alternative Heilmethoden nicht bezahlen will, kann ich das akzeptieren.


    Ein Verbot von alternativen Heilmitteln/Methoden bestätigt für MICH nur das die Krankenkassen nur verdienen und nicht heilen wollen.


    MfG

    Zitat

    Und dass es für Heilpraktiker endlich offizielle Standards und Prüfungen gibt, damit reglementiert wird, welche Fortbildungen/Prüfungen sie machen dürfen um praktizieren zu dürfen und um festzulegen, was sie dürfen und was nicht.

    Das finde ich persönlich auch viel wichtiger als ein Verbot von unwirksamen Zuckerkügelchen. Die Dinger machen halt nix. Weder Nutzen noch Schaden. Wer sie nehmen will und dran glaubt, bitteschön. Soll er machen.


    Viel schlimmer finde ich die Tatsache, dass das Heilpraktikerwesen völlig unreglementiert ist und unter dem Deckmantal "Heilpraktiker" unglaublich viel Scharlatanerei betrieben wird. Es werden Ängste geschürt, medizinischer völliger Humbug verbreitet, in viele Fällen unglaublich fahrlässig gehandelt und im Endeffekt geht es hier auch nur ums Geld verdienen.


    Sicher ist in der Schulmedizin auch nicht alles richtig und gut aber hier ist für jeden medizinische Hilfsberuf und auch für Ärzte ziemlich genau und detailreich geregelt, was wer wann tun darf und welche Ausbildung dieses Person haben muss. Ständig wird geprüft und fortgebildet usw. und währenddessen pfuschen sogenannten "Heilpraktiker" völlig unkontrolliert vor sich hin.

    Zitat

    Mein Hausarzt hatte mir nicht einmal Baldrian verschrieben, obwohl es ein Super-Medikament ist, das keine Gewöhnungseffekte hervorruft. Aber meine Heilpraktikern verschrieb es. 100ml bei Rossmann 2,53 Euro.

    Warum sollte er auch etwas verschreiben, was du völlig problemlos bei Rossmann kaufen kannst? Gehste halt zu Rossmann und kaufst das. Verschreiben, also ein Rezept ausstellen, macht ja nur Sinn wenn du das Medikament von der Krankenkasse erstattet bekommen willst/sollst bzw. ein Medikament nur auf Ausweisung eines Arztes erwerben/einnehmen sollst.


    Bei Zeug, dass man in jeder Drogerie käuflich erwerben kann, macht ein Rezept doch gar keinen Sinn.


    Zumal ein Heilpraktiker überhaupt keine Rezepte austellen darf. Zumindest nicht für Dinge, die man ohne Rezept nicht bekommt. Und Rezepte für Dinge, die man frei in der Apotheke oder gar in der Drogerie erwerben kann, sind ja dann wieder überflüssig.

    Zitat

    Nach dem Arzneimittelgesetz darf der Heilpraktiker keine rezeptpflichtigen Arzneimittel verschreiben und auch keine Arzneimittel herstellen.

    Quelle

    Zitat

    Wieso sollte er einen leichtgläubigen "pharma-skeptischen" Patienten nicht skrupellos belügen können?


    "Skeptizismus" ist ja allgemein ganz groß in Mode.

    Genau was ich meine, die Leute sind eh skeptisch, aus verschiedenen Gründen hat die Industrie und die Ärzteschaft da massiv an Vertrauen eingebüßt. Daran muss man arbeiten und nicht harmlose Zuckerkugeln verbieten. Und schließlich und endlich ist es auch jedem selbst überlassen wem er vertraut, ob er sich überhaupt und wenn wie behandeln lässt.


    Sunflower

    Zitat

    Da wird dem netten Heilpraktiker, der sich so viel Zeit nimmt und so toll zuhört, halt eher geglaubt als dem eher kurz angebundenen Arzt. Und schwupps, wird eben nicht mehr zielführend behandelt.

    Eben, aber das ändert sich doch nicht wenn man da nun was verbietet. Dann gehen die Leute eben zum "Lebenscoach" und pendeln da ihre Sachen aus. Da muss man mal zielführend etwas am System ändern. Wenn sich Leute dann noch entscheiden einen anderen Weg zugehen, dann fällt das meines Erachtens nach unter die Freiheit die einem mit seinem eigenen Körper so zusteht.

    Industrie und Ärzteschaft arbeiten am Vertrauen, schon so lange es sie gibt. Sie verdienen nämlich am Vertrauen, dass man ihnen entgegenbringt.


    Und Zuckerkügelchen sind garnicht verboten. Ist das so schwer zu verstehen?


    Du kannst dir noch in hundert Jahren zentnerweise Zucker kaufen und zu Kügelchen drehen.


    Macht es euch solch eine Spaß, euch zu empören, dass ihr einen Grund für diese Empörung erfinden müsst?

    Zitat

    danae87


    Sunflower

    Zitat

    Da wird dem netten Heilpraktiker, der sich so viel Zeit nimmt und so toll zuhört, halt eher geglaubt als dem eher kurz angebundenen Arzt. Und schwupps, wird eben nicht mehr zielführend behandelt.

    Eben, aber das ändert sich doch nicht wenn man da nun was verbietet.

    Heilpraktiker werden nicht verboten. Und das Zuhören ebenfalls nicht. Die dürfen zuhören bis ihnen schwindelig wird.

    Zitat

    Und Zuckerkügelchen sind garnicht verboten. Ist das so schwer zu verstehen?

    Aber darum gehts doch, die Zuckerkügelchen zu verbieten.


    Und ich hab seit geraumer Zeit mit Ärzten zu tun weil ich nämlich Probleme habe die mich ernstlich belasten, aber bisher habe ich niemanden gefunden der mich ernst nimmt. Meine Ma ist übrigens ein Jahr lang mit Magenschmerzen und Übelkeit rum. Musste sich ständig übergeben. Schulmediziner fanden nichts, schoben sie zum Psychiater. Die Heilpraktikerin nahm erstmals Blutwerte (Labor und so), die wiesen deutlich auf eine schlimme Entzündung im Darm hin. Nach einem ganz normalen Laktosetoleranztest war klar wo das Problem lag. Aus irgendeinem Grund ist meine Ma seit einiger Zeit laktoseintolerant. Hätte alles ein normaler Arzt machen können und sollen, aber für Diagnose sind ja keine finanziellen Kapazitäten vorgesehen. Und so gewinnt man KEIN vertrauen. Man kann Vertrauen auch wieder verlieren.


    Nur weil es mal so war oder weil es sinnvoll wäre, bedeutet das ja noch lange nicht, dass die Ärzte auch so handeln oder es in ihrem System auch nur könnten.

    Zitat

    danae87

    Zitat

    Und Zuckerkügelchen sind garnicht verboten. Ist das so schwer zu verstehen?

    Aber darum gehts doch, die Zuckerkügelchen zu verbieten.

    Nein. Sie sind nicht verboten und sie werden nicht verboten und man kann sie überhaupt nicht verbieten.


    Ob deine Ärzte dich nicht ernst nehmen, das kann niemand beurteilen, der nicht bei den Gesprächen dabei war. Durchaus möglich, dass dem so ist, und durchaus möglich, dass sie Gründe dafür haben. Mehr kann man dazu als Außenstehender nicht sagen.


    Es kann auch niemand sagen, ob dein Homöopath dich wirklich ernst nimmt. Möglicherweise tut er nur so, damit er was an dir verdienen kann. Diese Option solltest du als kritischer Patient auch mal in Betracht ziehen.

    Zitat

    Hallo! Ich will hier einmal ganz wertungsfrei eine Entscheidung der EU zur Diskussion stellen, wonach u.a homöpatische Globuli wegen fehlendem Nachweis ihrer Wirkung verboten werden sollen. Dies Nachricht kam gestern auch bei RTL:

    Es gibt keine EU-Entscheidung. Und was entschieden werden soll, ist nicht, ob Globulis verboten werden oder nicht.

    Zitat

    Doch der Wissenschaftsrat der europäischen Akademien fordert nun, dass solche homöopathischen Mittel keine Genehmigung mehr als Arzneimittel bekommen sollen.

    Die Frage, die ich mir hierbei stelle ist die, ob eine solche Umdeklarierung besondere Konsequenzen für die Verfügbarkeit der Mittel zur Folge hätte. Falls ja :(v würde ich mir a) ernsthafte Sorgen um unser Prinzip der freien Wahl (in diesem Fall der Behandlung) machen und b) darauf hinweisen, dass an so etwas vor allem die Pharmalobby ein Interesse haben dürfte (wer sich vor Augen führen möchte, um welche Summen (also um wieviele Millionen Euro genau) es da jeweils, also pro Präparat, gehen kann, der sei auf die Möglichkeit einer Recherche gerichtlich festgesetzter Streitwerte in entsprechenden Patentstreitigkeiten (etwa vor dem Bundespatentgericht) hingewiesen.)


    Solange man die Kugerl kriegen kann, ist mir das jedenfalls herzlich wurscht, wie sie heißen - in einem Land, wo man in jedem Supermarkt Zigaretten bekommt, werde ich ja wohl noch homöopathische Globuli kaufen können, zefix! Was da wohl der Unterschied ist - richtig, das eine macht krank...

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    Emotionale

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    Doch der Wissenschaftsrat der europäischen Akademien fordert nun, dass solche homöopathischen Mittel keine Genehmigung mehr als Arzneimittel bekommen sollen.

    Die Frage, die ich mir hierbei stelle ist die, ob eine solche Umdeklarierung besondere Konsequenzen für die Verfügbarkeit der Mittel zur Folge hätte

    Die Frage wurde doch schon beantwortet. Mehrmals sogar.


    Du wirst weiterhin Zucker und Wasser in unbegrenzter Menge kaufen und schlucken können.


    Und wenns dir Spaß macht, darfst du das Wasser auch beliebig oft klopfen und schütteln.

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    Es ging darum, dass es der Hausarzt nicht verschrieb, die Heilpraktikerin aber schon!

    Ob ein Arzt oder Heilpraktiker ein Privatrezept ausstellt, dir einen Papierschnipsel mit der Aufschrift "Baldrian" in die Hand drückt oder man das Mittel gleich selbst kauft, da sehe ich auch keinen Unterschied.


    Aber Du meinst sicher, dass in deinen Augen ein Heilpraktiker eher an die Wirkung glaubt, als dein Hausarzt - "weil" er es verschreibt?


    Aber vielleicht ist der Hausarzt einfach nur Realist?


    Von mir aus kann man den Zuckerkügelchen gern ihren jetzigen Status wegnehmen. Ich kann nirgendwo erkennen, dass man gleich die ganze Homöopathie verbieten will. Die beinhaltet ja noch einiges mehr.


    Also wieder man viel Wind um nichts.

    Mich wundert tatsächlich immer wieder, dass so viele Menschen der "Schuldmedizin" und der "Pharmalobby" so extrem kritisch entgegen stehen, überall nur Vorschwörungen und Geldmacherei wittern und gleichzeitig völlig unkritisch das Geld mit vollen Händen für Zuckerkugeln ohne nachweisbare Wirkung, dubiose Geistheiler und anderen merkwürdige "alternative" Heilmethoden ausgeben.


    jaja, die böse Pharmalobby will nur unser Geld und uns möglichst gewinnbringend krank machen und umbringen. Und alternative Heilmethoden wollen nur helfen und heilen, nieeeeemaaand will


    damit Geld verdienen und sich auf Kosten hilfesuchender Kranker bereichern.

    Zitat

    Mich wundert tatsächlich immer wieder, dass so viele Menschen der "Schuldmedizin" und der "Pharmalobby" so extrem kritisch entgegen stehen, überall nur Vorschwörungen und Geldmacherei wittern und gleichzeitig völlig unkritisch das Geld mit vollen Händen für Zuckerkugeln ohne nachweisbare Wirkung, dubiose Geistheiler und anderen merkwürdige "alternative" Heilmethoden ausgeben.


    jaja, die böse Pharmalobby will nur unser Geld und uns möglichst gewinnbringend krank machen und umbringen. Und alternative Heilmethoden wollen nur helfen und heilen, nieeeeemaaand will


    damit Geld verdienen und sich auf Kosten hilfesuchender Kranker bereichern.

    ;-D Deshalb sind Globulis etc doch auch so billig. ;-)

    Zitat

    Mich wundert tatsächlich immer wieder, dass so viele Menschen der "Schuldmedizin" und der "Pharmalobby" so extrem kritisch entgegen stehen, überall nur Vorschwörungen und Geldmacherei wittern und gleichzeitig völlig unkritisch das Geld mit vollen Händen für Zuckerkugeln ohne nachweisbare Wirkung, dubiose Geistheiler und anderen merkwürdige "alternative" Heilmethoden ausgeben.


    jaja, die böse Pharmalobby will nur unser Geld und uns möglichst gewinnbringend krank machen und umbringen. Und alternative Heilmethoden wollen nur helfen und heilen, nieeeeemaaand will


    damit Geld verdienen und sich auf Kosten hilfesuchender Kranker bereichern.

    :)^

    Natürlich, Broderick, kann es sein das der das nur vorspielt (und es war nicht meiner, ich besuche nämlich keine), aber es muss ja auch nicht echtes tiefes Interesse sein. Es reicht wenn jemand zuhört. Meine Güte, ich nehme auch nicht an das jeder Therapeut in jeder Sitzung mit tiefstem persönlichen Interesse bei der Sache ist. Zumal die sich den Kram ja auch oft x-fach anhören müssen, oft von einem Patienten. Aber wenn die Ärzte nicht einmal mehr die Illusion von Interesse vermitteln können, dann müssen sie sich halt auch nicht wundern. Immerhin sitzen da Leute die Angst haben, die unter Schmerzen leiden. Da will niemand so en passend abgekanzelt werden.


    Die Münsteraner Ärztegruppierung fordert, so nebenbei, sehr wohl den kompletten Verbot von Homöopathen.


    Ich sehe das Problem das Leute gute Behandlungen abbrechen und sich da einfangen lassen sehr wohl, aber ich sehe halt auch die Probleme des schulmedizinischen Systems und finde mal sollte lieber daran arbeiten und versuchen die Leute wieder zu überzeugen, statt einfach die legalen Alternativen zu eliminieren. Dann machen die Leute das halt im Ausland oder im Hinterzimmer.


    In Dänemark sind die Regeln da noch viel laxer und bisher ist es meines Wissens nach nicht zur Katastrophe gekommen. Das könnte aber auch mit dem wesentlich besseren medizinischen System zusammenhängen bei dem sich der Dok schon nach einem einfach Sturz meiner Kleinen 30 Minuten zeit genommen hat. Nur um sie beobachten zu können, ob sie schwankt oder so. Mit einem ähnlichen Unfall war ich hier beim Dok mit einer 2 Minuten Sprechzeit durch.

    Mich würde ein Verbot nicht im Geringsten stören, allerdings müsste man im Zuge dessen konsequenterweise dann auch eine Scheißhauswagenladung an frei verkäuflichen Vitaminchen und Lebensmittelzusätzen verbieten, die in dieser Form praktisch frei von der Last jeglicher Wirkung sind. Das zöge einen ziemlichen Rattenschwanz hinter sich her, und ich rede dabei von einer Fleischpeitsche, keinem Schwänzchen.


    Ich schließe mich als danae an und votiere für eine generelle Verbesserung der Aufklärung und diversen Änderungen im Gesundheitssystem, die diese Entwicklung zwar vielleicht nicht verrsachen, wohl aber verschlimmern.