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    Gefällst du dir so gut in der Rolle als diffamiertes Opfer?

    Ich bin kein Opfer.

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    Ich hab doch sogar schon erzählt, dass ich selber schon beim Homöopathen war.

    Das habe ich natürlich gelesen. Ich habe aber keine Ahnung, was dies für Leute waren. Die Bezeichnung "Homöopath" ist ja nicht geschützt, womit sich jeder so nennen darf, in D sowieso. Dass es darunter leider sehr viele (sorry) Deppen gibt, hatte ich weiter oben schon geschrieben. Wenn also Deine eigenen Erfahrungen negativ sind, heißt das erst mal gar nichts.

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    Ich hab noch nie behauptet behauptet, dass Homöopathieanhänger pauschal Lügner oder verblödet sind.

    Stimmt, aber Du stellst Deine Annahmen stets als Tatsachen dar, was zwangsläufig bedeutet, dass jemand, der das Gegenteil behauptet, lügen muss. Würdest Du schreiben "Für mich hat die Homöopathie nichts anderes als einen Placebo-Effekt.", würde kaum jemand rebellieren, außer jemand, der eine solche Aussage nicht als legitime persönliche Meinung begreift. Diese Kandidaten gibt es hier natürlich auch. Ich wehre mich aber gegen pauschale Aussagen wie "Globuli wirken nicht.", weil sie nicht der Wahrheit entspricht. Man kann sich höchstens über das "Wie" streiten, weil dazu tatsächlich noch nicht viel bekannt ist.

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    Ich wehre mich aber gegen pauschale Aussagen wie "Globuli wirken nicht.", weil sie nicht der Wahrheit entspricht. Man kann sich höchstens über das "Wie" streiten, weil dazu tatsächlich noch nicht viel bekannt ist.

    Es gibt keine einwandfreie Studie, die belegt, dass sie wirken. Dafür ist das "Wie" erstmal völlig irrelevant, denn schon am "dass" scheitert es. Mit der Logik müsste ich ja jetzt alle Aussagen als persönliche Meinung kennzeichnen - du übrigens auch. Schreib doch lieber: Meiner Meinung nach entspricht die Aussage "Globuli wirken nicht" nicht der Wahrheit. Machst du aber nicht. Das nennt sich erstens Doppelmoral und zweitens hast du im Gegensatz zu uns auch noch die Wissenschaft gegen dich.

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    Mir wäre mein Leben zu beschränkt, wenn ich mich nur auf die Wissenschaft verlassen würde.

    Hier liegt mein Problem. Ich bin nicht in der Lage aus allen vorhandenen Möglchkeiten der Alternativmedizin die tatsächlich wirksamen herauszufiltern. Dazu müsste ich mich mit jeder einzelnen erst genau beschäftigen, wozu mir meine Lebenszeit eigentlich zu Schade ist. Als medizinischer Laie kann ich das auch schlecht beurteilen. Solange evidenzbasierte Medizin und Vorbeugende Maßnahmen mir weiterhelfen können, sehe ich keinen Grund etwas ungesichertes auszuprobieren. Vielleicht ändert sich das irgendwann mal, wenn ich mit herkömmlichen Methoden nicht mehr weiterkomme. Aber auch dann ist es eher unwahrscheinlich das es gerade die Homöopathie sein sollte, denn mir erscheint das Wirkprinzip unrealistisch.

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    Wenn 2 Hunde nicht mehr am Auge operiert werden müssen, dann ist der logische Schluss für mich:


    Die Homöopathie hat die Hunde geheilt.

    Und wenn ich 10 an Masern erkrankten Kinder 2 Wochen lang täglich ein Glas Coca Cola gebe und die sind danach geheilt dann ist der logische Schluss für dich - Coca Cola heilt Masern. Richtig?

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    Muss ich nun auch noch wissen, wie die 3 Globuli geheilt haben??


    Ehrlich gesagt, ist mir das "wie" egal.

    Das WIE ist in der Tat erst einmal egal - nicht egal ist aber die Erfolgsquote - also bei wie viel Prozent der Behandelten die Therapie erfolgreich ist.


    Wer Krebs hat kann ja z.B. die "Lourdes"-Therapie machen - also eine Wallfahrt nach Lourdes.


    Immerhin gab es dort bestens dokumentierte Fälle von Spontanheilungen selbst bei Krebs.


    Die Sache hat nur einen kleine Haken.


    Wunderheilungen in Lourdes sind so selten, dass das Risiko bei der Hin- und Rückreise tödlich zu verunglücken deutlich höher ist als in Lourdes "wundergeheilt" zu werden.


    Homöopathen berichten gerne über ihre Erfolgsfälle - wie viele Fälle denen gegenüberstehen bei denen die Behandlung nichts gebracht hat verraten sie hingegen nie.

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    Hier liegt mein Problem. Ich bin nicht in der Lage aus allen vorhandenen Möglchkeiten der Alternativmedizin die tatsächlich wirksamen herauszufiltern.

    Um es mit Tim Minchin zu sagen:


    Wie nennt man Alternativmedizin die nachweisbar wirkt?


    Ganz einfach:


    Medizin


    Oder anders gesagt:


    Wäre die Wirksamkeit eines "alternativmedizinischen" Verfahrens tatsächlich belegt dann wäre es ab diesem Moment Teil der wissenschaftlichen Medizin.

    @ miri80:

    Es gibt Krankheiten, die lassen sich super mit der Schulmedizin behandeln. Ich habe auch erst angefangen, nach Alternativen zu suchen, als ich gemerkt habe, dass mir die Schulmedizin nichts bringt. Sei froh, dass du noch nichts hattest, wo eine Alternativsuche anstand. Ich kann deinen Standpunkt sehr gut nachvollziehen.

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    Mein Neffe ist sich auch sehr sicher, dass schon in naher Zukunft einige Grundlagen-Lehrbücher in den Naturwissenschaften neu geschrieben werden müssen.

    Die Technik eines modernen Smartphones basiert auf so ziemlich allen bislang bekannten naturwissenschaftliche Grundlagen.


    Angefangen von Quantenphysik in den Flashspeicherkarten bis hin zu Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie die bei der GPS-Positionsbestimmung eine entscheidende Rolle spielt.


    Wenn auch nur ein Teil dieser Grundlagen falsch wäre dann wäre ein Smartphone auf Basis falscher Annahmen konstruiert aber wundersamerweise trotzdem funktionieren....


    Das ist ungefähr so wahrscheinlich wie das ein aus Legosteinen nachgebautes Atomkraftwerk trotzdem Strom liefert

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    Schreib doch lieber: Meiner Meinung nach entspricht die Aussage "Globuli wirken nicht" nicht der Wahrheit.

    In Ordnung, künftig achte ich darauf.

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    zweitens hast du im Gegensatz zu uns auch noch die Wissenschaft gegen dich.

    Das habe ich nicht, siehe oben. Zum Glück arbeitet die Wissenschaft kontinuierlich auch an vermeintlich irrelevanten oder unlösbaren Aufgabenstellungen. Würde sie dies nicht tun, bliebe sie stehen und wäre unendlich langweilig.

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    Wenn man die erfolgreiche Wirkung einer homöopathischen Therapie unreflektiert und bar eines Beweises als Placebo-Effekt abtut, ist dies eben nur z.T. die passende Schlussfolgerung.

    Allerdings zeigen ja auch zahlreiche randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudien (Teils von Homöopathen selbst durchgeführt) dass homöopathische Mittel (von extrem "Niedrigpotenzen" bei denen noch eine chemische Wirkung der "Urstanz" stattfindet) nicht erkennbar besser oder auch nur erkennbar anders wirken wie z.B. Zuckerpillen.


    Was ist daran "unreflektiert".

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    Die Homöopathie wirkt (vorausgesetzt, sie wird korrekt angewendet).

    In der Müncher Kopfschmerzstudie wurden Migränepatienten nach allen Regeln der homöopathischen Lehre von Homöopathen behandelt - jeder Patient bekam für ihn individuell ausgewählte homöopathische Mittel.


    Allerdings wurden diese bei der Hälfte der Patienten (ohne deren Wissen und auch ohne Wissen der Homöopathen) gegen Zuckerpillen ausgetauscht.


    Die durchschnittlichen Behandlungserfolge waren in beiden Gruppen identisch - egal ob Globuli oder Zuckerpille.

    "Zum Glück arbeitet die Wissenschaft kontinuierlich auch an vermeintlich irrelevanten oder unlösbaren Aufgabenstellungen."


    Eigentlich arbeitet kein einziger renommierter Wissenschaftler noch daran die Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln über Placeboeffekt zu erforschen - das Thema ist nach knapp 200 Jahren genauso durch wie die Erforschung unsichtbarer rosafarbener Einhörner.


    Was heute noch an Forschung auf dem Gebiet der Homöopathie stattfindet ist größtenteils von Homöopathieverbänden gesponsert.


    So hatte die homöopathienahe Carstens-Stiftung vor ein paar Jahren Prof. Claudia Witt mit einer Million Euro gesponsert damit sie an der Berliner Charite die Wirksamkeit der Homöopathie belegen soll.


    Ergebnis der Forschungsarbeit:


    Es gibt keine Belege für die Wirksamkeit homöopathischer Mittel über Placeboeffekt hinaus.


    Wenn Homöopathie auch nur halb so gut wäre wie Homöopathen behaupten und z.B. Arnica-Globuli die Heilung von Schnittverletzungen oder "blauen Flecken" tatsächlich beschleunigen könnte dann wäre es auch ein leichtes das zu dokumentieren und zu belegen.


    Aber einen solchen Beleg ist die Homöopathie nun schon seit 200 Jahren schuldig geblieben - obwohl es (wenn die homöopathische Lehre stimmen würde) wie gesagt ziemlich einfach wäre eine solche Wirkung sauber zu belegen.

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    Monsti

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    Ich hab doch sogar schon erzählt, dass ich selber schon beim Homöopathen war.

    Das habe ich natürlich gelesen. Ich habe aber keine Ahnung, was dies für Leute waren.

    Es spielt auch nicht die geringste Rolle.


    Du hattest mir unterstellt, ich würde Homöopathieanhänger pauschal als Lügner oder dumm darstellen.


    Und ich habe dir geantwortet, dass ich ja selber schon mal dran glaubte.

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    Wenn Homöopathie auch nur halb so gut wäre wie Homöopathen behaupten und z.B. Arnica-Globuli die Heilung von Schnittverletzungen oder "blauen Flecken" tatsächlich beschleunigen könnte dann wäre es auch ein leichtes das zu dokumentieren und zu belegen.

    ElkeO bevor wir hier noch weitere 40 Seiten palavern, probier es doch einfach mal aus.


    Das gilt auch für Broderick, Plot und alle anderen Kritiker.


    Arnica D6 gehört zu der Hausmittelhomöopathie.


    Die kann man einfach mal anwenden bei Prellungen, Zerrungen, Stauchungen oder nach dem Ziehen eines Zahnes.


    Man nimmt 3 Globuli pur ein und schluckt sie nicht, sondern lässt sie an der Schleimhaut im Mund auflösen.


    Eine halbe Stunde vorher und nachher sollte man nichts essen oder trinken.


    Ich habe mir im Laufe meines Lebens schon mehrmals den Kopf heftig gestoßen oder einmal ein blaues Auge beim Kampfsport geholt.


    Nach einem heftigen Stoß am Kopf bildet sich eine Beule, die man auch mit Kühlung nicht wegbekommt.


    Man kann nur den Schmerz etwas lindern.


    Die Beule braucht meistens mehrere Tage, bis sie wieder abgezogen ist.


    Die Male, wo ich die Arnica Globuli genommen habe, war die Beule nach einigen Stunden wieder verschwunden. Ich konnte nicht einmal mehr eine berührungsempfindliche Stelle beim Suchen finden.


    Das blaue Auge ist auch sehr schnell wieder abgeschwollen.


    Als mir ein Backenzahn gezogen wurde, hat mir die Zahnärztin auch 3 Globuli gegeben.


    Ich hatte keine Schwellung und keinen Wundschmerz.


    Dann habe ich mir im Sommer einen großen Pflanztopf auf den Finger gestellt. Der war voll mit Erde und wiegt leer schon sehr viel. Ich wollte den umstellen von einem Rollbrett auf die Terrasse und habe dabei nicht alle Finger weggezogen.


    Mir ist vor Schmerz kurz schwarz vor Augen geworden.


    Ich habe den Finger erstmal in ein Taschentuch gewickelt, weil ich mir den gar nicht ansehen mochte.


    Ich habe fest damit gerechnet, dass der Nagel ab ist.


    Dann habe ich 3 Globuli genommen, nach einer Stunde nochmal 3 Stück.


    Als die Schmerzen erträglicher wurden, habe ich mir den Finger angesehen.


    Der Nagel war noch dran, aber Nagel und Finger waren dunkelblau und dick angeschwollen.


    Vor dem Schlafengehen habe ich nochmal 3 Globuli genommen.


    Am nächsten Morgen war die Schwellung verschwunden. Der Bluterguss ist im Laufe des Tages dann unter dem Nagel abgezogen und hat sich über den Finger verteilt.


    Den Tag darauf konnte ich den Finger wieder uneingeschränkt bewegen, der Bluterguss war noch weiter abgezogen und der Nagel hat keinen Schaden genommen.


    Ich glaube jeder hat Erfahrungen mit solchen Prellungen und Quetschungen und weiß, wie lange die Beschwerden dauern. Man kann also objektiv feststellen, ob die Globuli helfen.


    Wenn schon die Hausmittelhomöopathie gut hilft, dann kann man sich vorstellen, dass die klassische Homöopathie noch ganz andere Krankheiten heilen kann.


    Man nimmt die Globuli zuerst nur einmal. Wenn eine Besserung zu lange dauert, kann man das bei den niedrigen Potenzen wie D6 wiederholen. Wenn die Beschwerden deutlich besser werden, hört man mit der Einnahme auf.


    Dann hat nämlich die Selbstheilung eingesetzt. Die Globuli sollen nur den Impuls dafür geben.


    So ihr Lieben, wenn ihr dann eigene Erfahrungen gesammelt habt, dann sprechen wir uns wieder. :-D

    An dieser Stelle merkt man wieder, dass Diskussionen mit stark Gläubigen, die am besten noch durch eine starke Autosuggestion beeinflusst sind, leider absolut sinnfrei sind. Homöopathieanhängern sind alle wissenschaftlichen Erkenntnisse egal - Hauptsache man hat das "Wunder" selbst erfahren. Noch ein Tipp von mir an Hanka: Noch besser wirkt es, wenn du die Globoli vorher bei Vollmond in eine runde Schale mit exakt 24 cm legst. Diese Schale dann dreimal anbeten und schon bleibst du dein Leben lang ohne schlimme Krankheiten. Also bei mir hat es gewirkt, probier es lieber erstmal selber aus, bevor du urteilst. Oh mann XD

    Aber so ein Bluterguss Experiment kann man doch auch ganz einfach privat nachstellen. Einfach einen blauen Fleck produzieren und die normale Heilung dokumentieren. Dann nochmal, aber diesmal mit Arnica Kügelchen. Das wäre nicht wissenschaftlich, aber so rein subjektiv doch ganz interessant. Da es ja bei uns 'Ungläubigen' nicht wirken dürfte.


    Also, wer spendiert mir die Arnicaglobuli? ;-D