Zitat

    bluetiger


    ...dass wesentlich mehr Menschen durch die Schulmedizin zu Tode kommen als durch alternative Heilmethoden.

    Durch Ikebana kommen noch viel weniger Menschen zu Tode.


    Gehst du deswegen mit einer Blinddarmentzündung lieber zum Floristen als zum Chirurgen?


    Weil mehr Menschen auf dem Operationstisch sterben als in der Gärtnerei??

    Zitat

    Durch Ikebana kommen noch viel weniger Menschen zu Tode.


    Gehst du deswegen mit einer Blinddarmentzündung lieber zum Floristen als zum Chirurgen?


    Weil mehr Menschen auf dem Operationstisch sterben als in der Gärtnerei??

    1. bin ich kein Gegner der Schulmedizin, absolut nicht. Aber für mich rechtfertigt die Tatsache, dass es Scharlatane und Betrüger gibt (und zwar auf beiden Seiten!), nicht das komplette System infrage zu stellen.


    2. denke ich, es gibt einen kleinen Prozentsatz an Menschen, die die Schulmedizin einfach komplett ablehnen. Die wird man weder mit Argumenten noch Verboten erreichen können.


    3. würde ich mir wünschen, dass Alternativmedizin als Komplementärmedizin akzeptiert wird. Ich glaube, es gibt eine riesige Menge an Leuten, die einfach massiv verunsichert sind und ich glaube, dass man diese Leute eher erreicht, wenn man sie ernst nimmt, als wenn man einfach alles verbietet, was nicht in die eigene Weltanschauung passt. Wenn dem Krebs-Patienten die Globuli (auf einer psychischen Ebene, einfach weil er daran glaubt) helfen - zusätzlich zu Chemo / OP / Bestrahlung, nicht stattdessen! - , ist das nicht eine tolle Sache? Auch die Schulmedizin weiß doch heutzutage schon längst, welche Rolle die Psyche gerade bei schweren Erkrankungen spielt, also warum sollte man sich das nicht zunutze machen?


    Wenn Patienten offen mit ihrem Arzt darüber reden könnten, ohne Angst haben zu müssen ausgelacht zu werden oder wie ein Trottel behandelt zu werden, dann könnte man sie vielleicht auch eher von den richtig gefährlichen Wunderheilern fernhalten. Dann könnte man sie zu Heilpraktikern / Alternativmedizinern schicken, die verantwortungsvoll damit umgehen und im Idealfall sogarin Kontakt mit dem behandelnden Arzt stehen. Dann nimmt der Patient halt neben der Chemo in Absprache mit dem Arzt noch Globuli oder Bachblüten - allemal besser, als er futtert nebenbei Aprikosenkerne oder trinkt irgendwelche Heiltees (wo keiner weiß, was drin ist oder die verunreinigt sind) und keiner weiß davon, weil er sich nicht traut es zu erzählen.

    @ bluetiger

    Zitat

    Wenn Patienten offen mit ihrem Arzt darüber reden könnten, ohne Angst haben zu müssen ausgelacht zu werden oder wie ein Trottel behandelt zu werden, dann könnte man sie vielleicht auch eher von den richtig gefährlichen Wunderheilern fernhalten. Dann könnte man sie zu Heilpraktikern / Alternativmedizinern schicken, die verantwortungsvoll damit umgehen und im Idealfall sogarin Kontakt mit dem behandelnden Arzt stehen.

    Genau das ist heute noch ein Knackpunkt, die fehlende Zusammenarbeit. In der Vergangenheit habe ich mit vielen Ärzten darüber gesprochen, weil sie mit ihrem Latein am Ende waren. Reaktionen gab es unterschiedliche, nur keine Nachfragen wenn es mir besser ging und sogar anhand des Blutbildes nachweisbar war. Da hiess es dann, ja machen sie weiter so, wenn es ihnen damit gut geht.


    In den letzten 10 Jahren habe ich allerding bemerkt und auch die Erfahrung gemacht, dass bei einigen Ärzten ein Umdenken stattgefunden hat. Es war sehr mühsam diese Ärzte zu finden und erfordert bei einigen eine Fahrzeit von insgesamt 4 Std. Das ist es mir aber wert.


    Das es Menschen gibt die anderen alles verkaufen und dabei nur der Verdienst im Vordergrund steht, gibt es in allen Bereichen. Und das es Menschen gibt die alles dafür geben würden und mitunter blindlings ohne Überprüfung vertrauen, kann viele Gründe haben. Für viele ist es der letzte Strohhalm an den sie sich klammern, manche haben schon einen sehr sehr langen Leidensweg hinter sich. Schmerzen, der Verlust von immer mehr werdender Lebensqualität - was nicht nur zu körperlichen Einschränkungen führt sondern im Laufe der Zeit auch die Psyche beeinflusst - lassen sich dann eben nicht mehr aufhalten wenn es ihnen besser geht. Und wenn es sich "nur" um ein Placebo oder es sich um die hier spöttisch angemerkten "Zuckerkügelchen" handeln sollte, so kann es doch den Gegner der Alternativmedizin egal sein. Oder nicht? Niemand wird doch gezwungen, diese Möglichkeiten für sich in Betracht zu ziehen.


    Und von mir noch ein Hinweis über eine gestrige Information. Ich lasse mich seit Jahren auch privat behandeln, die Kosten gehen auf meine Rechnung. Hierzu gehört auch eine Fußreflexzonenmassage. Die Behandlerin hat eine fundierte und langjährige Aus- und Weiterbildungbildung als Ergo Therapeutin und ist jetzt ausschließlich privat tätig. Bei einem Vortrag - sie bildet sich selbst weiter - begann ein Arzt seinen Vortrag mit einer Entschuldigung. Entschuldigung deshalb, weil er im Rahmen seiner Faczienforschung den Zusammenhang und deren Verbesserung über die Fussreflexzonenbehandlung erkannt hat. So wird auch dieser Berufsstand mal "geadelt". Und auch die KK haben erkannt, das vorbeugende Maßnahmen die Kosten für Untersuchungen und Medikamte gesenkt haben.


    Und morgen werde ich diesen Arzt kontaktieren, weil ich hier für mich eine weitere Möglichkeit zur Erhaltung meiner noch vorhandenen Lebensqualität sehe. Und wenn er mir zu "Zuckerkügelchen" raten würde, würde ich auch das Ausprobieren. Vorausgesetzt er hat dieses Wissen oder arbeitet mit guten Heilpraktikern usw. zusammen. Natürlich auf eigene Kosten, denn meine KK übernimmt das nicht.

    Als besonders problematisch empfinde ich, dass 51 Prozent der Patienten laut Umfrage glauben, schon mal mit Globuli eine Besserung erreicht zu haben. Mit Betonung auf "Glauben". Wenn ein Arzt Globuli verordnet, denn er zeigt damit, dass er die Beschwerden des Patienten nicht ernst nimmt. Denn man kann nur ein Nichts mit Nichts vertreiben.


    Berichtet ihm der Patient dann auch noch von einer Besserung dank Globuli, dann weiß der Arzt und jeder andere Arztauch, dass der Patient wirklich nichts hatte.


    Es soll auch schon vorgekommen sein, dass ein Heilpraktiker versehentlich erst eine lebensbedrohliche, aber in Wahrheit gar nicht vorhandene Krankheit diagnostiziert hat, um diese dann mit Globuli auf wundersame Weise zu heilen. (Hier im Forum war von einem mit Globuli geheilten Darmverschluss die Rede, in Wahrheit wohl nur eine von selbst vergehende Obstipation.)

    Zitat

    onodisep


    Es soll auch schon vorgekommen sein, dass ein Heilpraktiker versehentlich erst eine lebensbedrohliche, aber in Wahrheit gar nicht vorhandene Krankheit diagnostiziert hat, um diese dann mit Globuli auf wundersame Weise zu heilen.

    Heilpraktiker verfügen halt nicht nur über fantastische Therapiemethoden, sondern über ebenso fantastische Diagnoseverfahren. Oft schon erkennbar an an Begriffen wie "Bio" oder irgendwas mit "Energie".


    Man diagnostiziert mit Hokuspokus, und man therapiert mit Hokuspokus. Das ergänzt sich wunderbar.


    Eine gängige und einträgliche Geschaftsidee.


    Der Patient zahlt gerne, weil er sich ernstgenommen fühlt.

    Was soll den jetzt dieses Heilpraktiker-Bashing, bitte?


    Ja, manche Leute sind leicht zu beeinflussen und manche Leute geraten an Scharlatane. Aber deswegen muss man doch man doch Berufsstand dermaßen verunglimpfen?


    Mir haben alternative Heilmethoden schon viel geholfen und die gibt es nunmal in den seltensten Fällen beim Arzt.

    Können wir mal bei Globuli bleiben und das ganze Heilpraktiker-Feld mal außer Acht lassen?


    Richtig ist, dass keine unmittelbare biochemische Wirkung der Globuli nachgewiesen werden konnte (gegensätzliche Meinungen akzeptiere ich, wenn wenigstens eine wissenschaftliche Primärquelle dazu zitiert wird). D.h. "offiziell" ist keine Wirkung bestätigt. Dies macht es schwer, mit einer Wirkung zu werben und ist eigentlich ein Verstoß gegen die Produkttransparenz.


    In der Folge bedeutet das, dass eigentlich keine Globuli verboten werden dürften. Sondern lediglich das Werben mit einer zugesicherten Eigenschaft. Die Globuli-Szene dürfte sich daran nicht stören, da sie sich ohnehin auf anderem Weg informiert.


    Ebenfalls bedeutet das, dass der offiziell wirkungslose Stoff natürlich frei verkauft werden darf. Wer unbedingt Globuli schlucken will, kann sich ja für 10 Euro welche kaufen - so teuer sind sie ja nicht, da sie aus trivialen Zutaten bestehen. Ein Verbot braucht man wirklich nicht.


    Ich vergleiche das mit der Hypnose. Auch hier ist keine wissenschaftliche Erklärung gelungen, warum Worte sogar organische Veränderungen hervorrufen können. Aber Hypnose erzielt stellenweise phänomenale Erfolge (ich habe selbst viele Jahre Erfahrung darin). Niemand darf mit zugesicherten Eigenschaften bei der Hypnose werben, das wäre auch unseriös. Dennoch kann sie helfen und sie ist nicht verboten. Aber auch diese muss man aus eigener Tasche bezahlen - sogar ungleich teurer.

    Ich habe das umgekehrte Problem mit schulmedizinischen Medikamenten. Ich habe seit 8 Jahren eine chronische Erkrankung. Nach etwa 2 Jahren hatten wir alle möglichen und wegen der Nebenwirkungen nicht völlig abstrusen Medikamente durch, bei denen übrigens wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass sie wirken. Bei mir waren sie allesamt wirkungslos und hatten zum Teil auch noch üble Nebenwirkungen. Ich habe mich dann auch irgendwann mit alternativen Heilmethoden auseinandergesetzt.


    Ich habe jetzt etwas auf schulmedizinischem Weg gefunden, was mir Linderung verschaffen könnte. Aber wenn ich das selbst zu Hause umsetzen möchte, lande ich auch eher bei freiverkäuflichen Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln, die ich selbst zahlen muss.

    Verbieten sollte man Globulis nicht. Die haben sich nun schon so derart lange auf dem Markt gehalten, habe sich bei den Krankenkassen durchgesetzt, dass sie erstattet wurden und viele viele Fans gewonnen, die sie einnehmen und sagen, dass sie helfen.


    Das alleine zählt. Da sollte man keine zusätzlichen Beweise brauchen. Und wenn man sich das Gesetz der Globulis, wie sie funktionieren, mal durchliest, dann scheint es nicht schier unmöglich zu sein, dass diese Kügelchen helfen können.


    Diese Globulis tragen nur noch Informationen eines Wirkstoffes, nicht mehr den Wirkstoff selbst.


    Wie auch immer, ich finde, man sollte sie nicht verbieten, sollte ehr Scharlatane, die Unsummen mit den Mittelchen verdienen und sie gar nicht richtig anbringen können, verbieten.

    Zitat

    Das alleine zählt. Da sollte man keine zusätzlichen Beweise brauchen.

    Doch, die sollte man brauchen. Denn es gibt ein Wirtschaftlichskeitsgebot im Gesundheitswesen. Dinge, für die die Solidargemeinschaft bei Einzelnen zahlt, sollten grundsätzlich eine nachweisbare Wirkung haben.


    Vor dem Hintergrund werden oft auch Behandlungen/Medikamente mit nachweislichem Effekt, der aber als nicht ausreichend eingestuft wird, nicht von den Kassen übernommen.


    Ich muss ehrlich sagen: Bevor unendliche Gelder in Globuli fließen, sollte man für Menschen, die sich regelmäßig um ihre Gesundheit kümmern, lieber mal wieder Brillengläser und komplette Zahnbehandlungen inkl. Zahnersatz zahlen.

    Zitat

    Bevor unendliche Gelder in Globuli fließen, sollte man für Menschen, die sich regelmäßig um ihre Gesundheit kümmern, lieber mal wieder Brillengläser und komplette Zahnbehandlungen inkl. Zahnersatz zahlen.

    Aber das ist ja nicht der Fall, weil die wenigsten Kassen die Globulis zahlen und selbs diejenigen die irgendwas davon zahlen, machen das in engen Grenzen. Da gibt es ganz andere Faktoren, zum Beispiel die Masse an Kassen deren Leistungsspektrum sich kaum unterscheiden kann. was wir sparen könnten, hätten wir nur eine für alle. Werbekosten, Verwaltungskosten undzwar bei den Kassen ebenso wie bei den Dienstleistern, um nur zwei Beispiele zu nennen. Da ginge wirklich was. Da sind die Globulis doch einfach ein Witz im Vergleich.

    Zitat

    Comran


    Richtig ist, dass keine unmittelbare biochemische Wirkung der Globuli nachgewiesen werden konnte

    ..und auch keine mittelbare chemische. Auch keine physikalische, medizinische, oder sonst irgendeine.


    Zweifellose Wirkung hat gelegentlich nur das Prozedere der homöopathischen Behandlung.


    Homöopathika selber haben aber Null,Null Wirkung. Egal auf was auch immer man sie überprüft.

    Zitat

    winwinwin


    Diese Globulis tragen nur noch Informationen eines Wirkstoffes, nicht mehr den Wirkstoff selbst.

    Nein. Diese Informationen gibt es nicht.


    Sie sind frei erfunden..


    Weder gibts irgendeine Begründung, warum es sie geben sollte, noch wurden sie in irgendeiner Form nachgewiesen.

    Zitat

    ..und auch keine mittelbare chemische. Auch keine physikalische, medizinische, oder sonst irgendeine.

    Sie haben eine Suggestivwirkung. Wer dafür empfänglich ist, und daran glaubt, soll sie sich ruhig kaufen und anwenden.

    Zitat

    Comran

    Zitat

    ..und auch keine mittelbare chemische. Auch keine physikalische, medizinische, oder sonst irgendeine.

    Sie haben eine Suggestivwirkung. Wer dafür empfänglich ist, und daran glaubt, soll sie sich ruhig kaufen und anwenden.

    Nicht die Globuli, sondern die Behandlung. Das ist ein Unterschied.

    Da gibt es viele Streitgespräche. Wertfrei ist eine solche Diskussion selten, weil es Befürworter und Gegner gibt. Nachweisen in Studien kann man diese Form der Behandlung nicht gut. Über Studien stehen für mich eigene Erfahrungswerte, zumindest wenn etwas solange bestand hat und es tatsächlich positive Berichte gibt, die ich nicht alle einem Placeboeffekt zuordnen kann. Das ist meine bisherige Meinung, die auf eigenen Beobachtungen und Erfahrungen aufbaut. Es stellt sich mir die Frage, auf welchen Konstanten und auf welchem bisherigen Wissen baut eine Studie sich auf. Es gibt so einiges, was erst Jahrzehnte oder Jahrhunderte später beweisbar gewesen ist. Mit jetzigen Mitteln halte ich Homöopathie nicht für beweisbar.


    Hätte es nie Menschen gegeben, die an irgendetwas geglaubt haben, aus einem Gefühl heraus, dann wäre nie irgendeine Forschung möglich gewesen. In den USA lebt zum Beispiel eine Gruppe von Menschen, die sehr langlebig ist. Deren Gründung beruht auf den Annahmen einer Frau, die ihren Visionen entsprechend eine ganze medizinische Lehre verfasst hat, die zur damaligen Zeit revolutionär gewesen ist und die erst später durch entsprechende Erfahrungen bewiesen werden konnte. Ihre Aufzeichnungen haben noch heute Gültigkeit.


    http://www.amazing-discoveries.org/bibliothek-artikel/das-geheimnis-eines-langen-lebens-warum-eine-volksgruppe-laenger-lebt-und-dabei-jung-bleibt

    Zitat

    Es sprengt den Rahmen dieses Artikels, alle Punkte aufzuzählen, die Ellen White entgegen der landläufigen Vorstellung empfahl, und die sich mittlerweile als der letzte Erkenntnisstand der Wissenschaft bewahrheitet haben. Die Tatsache, dass sie Mitte des 19. Jahrhunderts korrekte Erkenntnisse über Gesundheit und Prävention, Physiologie und Pathologie niederschrieb, ist mehr als verblüffend. Dazu gehörten Fakten, die damals völlig unbekannt waren. Wie war eine solche Erkenntnis möglich? Sie war aufgrund eines Unfalls nur drei Jahre zur Schule gegangen. Die Quelle ihres Wissens konnte also nicht im akademischen Bereich liegen.

    Anmerken möchte ich, dass ich die Glaubenssache dahinter, nicht als wichtig ansehe, zumindest nicht im religiösen Sinne, obwohl es für die meisten Menschen wichtig ist an irgendetwas zu glauben und wenn es nur die eigene Arbeit oder sonstiges ist, wo er glaubt, Sinnvolles tun zu können. Das wird auch seinen Grund haben, aber wie gesagt, führt hier zu weit . . .


    Wenn ich Studien höre, dann höre ich, diejenigen, die für oder gegen etwas sind, die aber nicht immer zuhören wollen, was die Erfahrungen des jeweiligen sogenannten Gegners ausmachen. Vor einigen Tagen gab es einen Bericht über die sogenannte Vitamin-D-Lüge im Fernsehen. 80 Prozent der Deutschen sollen angeblich einen Vitamin-D-Mangel haben und deshalb will man Vitamin-D verkaufen, so der Vorwurf. Hinter diesen Angaben verbergen sich natürlich auch wirtschaftliche Interessen, so die Anklage. Tatsächlich! Wer hätte das gedacht? ;-D Wie man herausgefunden hat, beziehen sich diese 80 Prozent, auf eine Blutuntersuchung nach dem Winter. Nach einem entsprechenden Sommer haben "nur" 30 Prozent der Bevölkerung einen Mangel. Das rechtfertigt dann die Annahme mit Vitamin D seien alle bestens versorgt. Bei einer solchen Berichterstattung, die einseitig ihren Standpunkt, natürlich frei von wirtschaftlichen Interessen erklären will, ist es schon schwer zu glauben, vor was man denn eigentlich warnen will. Man sollte eher davor warnen, das jemand einfach etwas einnimmt, ohne einen vorherigen Bluttest. Beworben werden auch pharmazeutische Wirkstoffe, die einen gesund machen sollen, aber leider ist weniger bekannt, dass es auch schiefgehen kann und das Wechselwirkungen untereinander auch manchen Ärzten nicht vollständig bewusst ist.


    Wie viele Fehler hat und macht die Schulmedizin? Was ist da sinnvoll und nicht sinnvoll? Da würde ich auch so manche Unterschrift gerne haben, für das, was bei mir schon daneben gegangen ist. Aber auch in der Homöopathie hat man bei mir schon daneben gelegen und das war auch nicht frei von Nebenwirkungen. Alles Einbildung. :-/


    Und wenn der Körper tot ist, ist der Mensch auch tot oder was soll die merkwürdige Hirnforscherei, die der Unsterblichkeit mit einer großen Summe an Geldern hinterherhechelt?

    Zitat

    Caramala 3


    Nachweisen in Studien kann man diese Form der Behandlung nicht gut.

    Eine Form der "Behandlung nachweisen"...was meinst du damit?


    Wenn du die Wirksamkeit des Placeboeffektes meinst: Die kann man sehr gut nachweisen.


    Wirksamkeit der Homöopathika nachweisen kann man überhaupt nicht, da es diese nicht gibt.


    Gäbe es sie, könnte man sie natürlich problemlos nachweisen. Warum denn auch nicht?

    Zitat

    Über Studien stehen für mich eigene Erfahrungswerte

    Wieso stehen deine eigenen subjektiven Einzelerfahrungen über den objektiv erfassten Erfahrungen aus Studien? Das musst du mal erklären.

    Zitat

    ... zumindest wenn etwas solange bestand hat und es tatsächlich positive Berichte gibt, die ich nicht alle einem Placeboeffekt zuordnen kann.

    "Berichte" gibts zu allem was man sich nur irgend vorstellen kann. Besonders seit es das Internet gibt. Der Fantasie sind ja keine Grenzen gesetzt.


    Was bringen dir solche "Berichte"?


    Und mancherlei Blödsinn hat schon viel länger Bestand als Homöopathie. Wird etwas glaubwürdiger, je länger und je öfter es behauptet wird?

    Zitat

    Die Wissenschaftler halten das Produkt für gefährlich.

    Wer sind denn diese Wissenschaftler und Experten? Evtl. von den Pharma-Riesen gesponserte Leute?


    Ich kann nur sagen, dass die Homöopathie - von homöopathischen Experten - angewendet, sehr wohl Wirkung zeigt. Wir behandeln z.B. unsere Haustiere z.T. homöopathisch, und zwar fast immer mit sehr gutem Erfolg. Einbildung?


    Auch ich habe schon homöopathische Mittel genommen, u.a. Rhus tox C 30 wegen Gelenkschmerzen, mit dem Ergebnis, dass ich noch am selben Tag eine ausgeprägte Erstverschlimmerung bekam, inkl. eines extremen Hautausschlags. Die Erstverschlimmerung, von deren Möglichkeit ich erst im Nachhinein erfahren hatte, hielt 1,5 Tage an. Danach waren sowohl der Ausschlag als auch der Rheumaschub wie weggeblasen. Einbildung?


    Vor allen blutigen Eingriffen (z.B. OPs, Zahnziehen) nehme ich Arnica D6 mit dem Ergebnis, dass ich regelmäßig unterdurchschnittlich stark (nach)blute. Auch bei einer Virusgrippe mit steil ansteigendem Fieber sowie heftigen Kopf- und Gliederschmerzen behandle ich mich homöopathisch (Belladonna D12). Zum Glück hatte ich schon ewig keine echte Grippe mehr, doch bei den letzten beiden Fällen (beide vor 20 bzw. 23 Jahren) half Belladonna sehr gut gegen die extrem unangenehmen Anfangsbeschwerden. Natürlich verschwindet die Grippe dadurch nicht. Man kuriert sie idealerweise im Bett aus und sorgt dafür, dass man sich nicht auch noch eine bakterielle Superinfektion holt, bei der dann eine Antibiose nötig wäre.


    Dass die Homöopathie (wie alle Therapien) Grenzen hat, ist mir durchaus klar. Dass ihr aber eine grundsätzliche Nicht-Wirkung unterstellt wird und sie wegen angeblicher Gefährlichkeit verboten werden soll, gleicht dem Schildbürgerstreich von Schreibtischtätern.


    In der Homöopathie werden keine "Substanzen" verabreicht, sondern es erfolgt lediglich eine Art energetische Einflussnahme. Dem Organismus wird gewissermaßen eine "Idee" vermittelt, die ihn zu einer bestimmten Reaktion veranlasst. Was soll daran gefährlich sein? Nimmt man ein unpassendes homöopathisches Mittel, passiert in aller Regel überhaupt nichts. Welches schulmedizinisches Präparat kann dies schon von sich behaupten?